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Abenteuer jagdgebrauchshundwelpe


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Abenteuer jagdgebrauchshundwelpe

Beitragvon Minze » Mo 2. Okt 2017, 12:25

Ich habe diesen Artikel gelesen und als gut empfunden. Da ich mich ja auch zu dem Thema viel im netz herumtreibe und dadurch auch auf spezielle Foren treffe, habe ich diese Wichtigkeit, die hier beschrieben wird auch schon erlebt.
Aber auch bei anderen gebrauchshunderassen geht es oftmals ähnlich zu. Als die Freundin mit der am. Bulldog nach Rottweiler und am. Bulldog Züchtern suchte, traf sie auf ähnliches (gerade was Informationen von der Seite des Züchters angeht)
http://www.sitzplatzfuss.com/abenteuer- ... auchshund/

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Re: Abenteuer jagdgebrauchshundwelpe

Beitragvon Anakin » Di 3. Okt 2017, 20:24

Krass, aber irgendwie nicht überraschend. Hattest du mit Nova bzw. sie zu bekommen auch solche Probleme? Jetzt erinnere ich mich, dass du mal eine Frage gestellt hattest, wie es wäre, wenn der Züchter zwar gute Hunde hätte, man aber menschlich/mit seiner Einstellung nicht übereinstimmt, sowas war das doch, oder? Ich hoffe, ich verwechsle jetzt nichts.

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Re: Abenteuer jagdgebrauchshundwelpe

Beitragvon Schlundi » Mi 4. Okt 2017, 10:57

Der Artikel ist interessant.
Scheint ja echt so eine eigene Welt zu sein.
LG Schlundi
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Re: Abenteuer jagdgebrauchshundwelpe

Beitragvon Minze » Mo 9. Okt 2017, 17:40

Stimmt ich errinnere mich daran, diese Frage gestellt zu haben. Bei der Suche nach der richtigen Rasse, habe ich einige Rasse Foren durch forstet und fand es ziemlich heftig wie da mit nicht Jägern umgegangen wird. Bei der Suche nach dem richtigen Wurf gab es auch einige Züchter die ich nicht so prickelnd fand. Wenn die Welpen nur auf das Thema Jagd geprägt aber keine alltagsgeräusche kennen. Wenn der ganze Wurf nur draußen aufgezogen wird und das Haus nicht kennt, wäre es eine krasse Umstellung wie der Hund dann bei mir lebt.
Ich verstehe dass Jagdhunde auf die Jagd geprägt werden, aber es gibt eben auch andere wichtige Bereiche. Ich habe also einen Züchter gesucht, der ähnlich seine Hunde hält, wie ich es mache. Dabei war es mir egal ob es fci oder sonstige Papiere sind. Bestimmte Untersuchungen sind mit wichtig, eine gute umfangreiche Prägung, eine gute Beziehung zu den Hunden und nicht ständig Welpen.
Gerade den Weimaraner habe ich in meiner Zeit in Frankfurt habe ich einige Weimaraner in nicht Jäger Hand kennen gelernt, genauso wie vizslas und deutsch kurzhaaR. Mit dem Kurzhaar habe ich ja auch gearbeitet, da sein Halter ihm nicht gerecht wurde. So tolle Hunde. Ein Traum. Und da ich die Erfahrung machte, dass es Durchaus geht, mit viel Wille und Schweiß, war es klar dass früher oder später sowas einziehen wird. Gut es gab noch mehr Gründe, aber dass führt jetzt zu weit.

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Re: Abenteuer jagdgebrauchshundwelpe

Beitragvon Coffy » Sa 16. Dez 2017, 15:34

Toller Artikel :daumenhoch: Den habe ich gleich mal auf meiner FB Seite gepostet.

Ich war ganz zu Angangs meiner Thailand Zeit im Weimaraner Forum. Mir ging es ebenso wie der Dame in dem Artikel. Der virtuelle Teerkübel wurde über mir ausgeleert und viele wussten über Dinge zu berichten die ich nicht erlebt hatte.
Meine Hundetrainerin lag mir immer in den Ohren das ich Cooper mit 2 Jahren abgeben müsste da ich nicht mit ihm zurecht kommen würde, das er beißen würde und ich ihm nicht gerecht werde. Das war so schlimm - es glich einer Hirnwäsche - das ich heulend zu Hause saß und nicht mehr wußte was ich machen sollte. Ich war ja ein Nichtjäger und dumm wie Bohnestroh bei dem Kaliber der ausgerechnet noch aus einer Dissidenzzucht stammt. Nein! ich war einem Weimaraner nicht würdig und Cooper würde es mir schon zeigen.
Um es kurz zu machen: Ich habe auf meinen Bauch gehört, Cooper vertraut und bin auch ohne deren Zurechtweisungen meinen eigenen Weg gegangen. Cooper und ich waren ein Dreamteam das Nichts und Niemand erschüttern konnte. Ich bin mit ihm durch Hunderudel die kläffend und angreifend auf uns zu kamen. Auch mal ne Gang Dobermänner umkreisten uns. Aber wir gingen stolz erhobenen Hauptes in Gottes Vertrauen da durch und nichts geschah. Ich habe Cooper nicht oft gemaßregelt, Kunststücke brauchte er nicht um glücklich zu sein, unsere gemeinsamen Spaziergänge in denen wir gemeinsam die Gegend erkundeten waren ihm wertvoll und wichtig. Er konnte fast immer ohne Leine laufen und am Ende des Tages lag er satt und glücklich auf dem Sofa. Bei mir als Nichtjäger der mehr Liebe als Strenge gab.
Liebe Grüße
Coffy

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Re: Abenteuer jagdgebrauchshundwelpe

Beitragvon Minze » Sa 16. Dez 2017, 17:10

Es ist immer wieder erstaunlich wie viele Leute meinen einen besser einschätzen zu können ohne einen wirklich zu kennen. Wahnsinn. Gerade im Internet geht es wirklich leicht jemanden dumm anzufahren. Bei gebrauchshunden ist es so, dass ein Weimaraner nur glücklich ist, wenn er jagen darf und ein border Collie hüten darf. Dass es auch anders gut geht zeigen diversen Erfahrungswerte. Aber hey Hauptsache wichtig sein. Klar es geht auch oft genug schief aber wer Lust hat und die Energie hat, hat gute Karten, dass es gut ausgeht. Tja und was Trainer angeht... gerade in hundevereinen gibt es auch genügend die wirklich wissen von anno dazumal vermitteln und Dominanz und rudelführer sein bei jedem Satz nennen oder umsetzten wollen. Da vertrauen neu Halter dem Trainer und bekommen teilweise echt haarsträubende Tipps.

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Re: Abenteuer jagdgebrauchshundwelpe

Beitragvon Coffy » Mo 18. Dez 2017, 04:08

Ich habe sehr viel über Hunde HIER gelernt. Die leben frei in der Wildnis und wenn du die beobachten kannst dann ist das mehr wert als alles andere.

Kein Hund in der freien Natur gehjt einmal die Woche jagen und wartet dann am Ende noch Stunden lang im Auto oder wird mit auf den Hochsitz geschleppt. Die jagen weil sie Hunger haben oder folgen ihrem Instinkt.

Ja es ist unglaublich was sich da alles im Netz runtreibt, aber die Hauptschuld sehe ich in den Forenbetreibern. Wenn die solches Verhalten nicht unterbinden bieten sie ja eine Plattform für diejenigen die so mit anderen umgehen das die dann verschwinden.
Liebe Grüße
Coffy

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Re: Abenteuer jagdgebrauchshundwelpe

Beitragvon Kräutergeist » Mo 18. Dez 2017, 14:47

Naja, ich gebe es mal freimütig zu: Wenn ich hier im Ort die Menschen sehe, die nun einen Deutsch Kurzhaar haben, dann überlege ich mir auch, ob das wohl gut gehen wird. Aber ich kenn die Menschen nicht, dass ich es einschätzen könnte. Aber da man immer wieder hört, dass so Hunde ja auch wegen Überforderung öfter mal weggeben werden, hat man eben so seine Befürchtungen. Aber ich würde niemals so weit gehen und jemandem in einem Forum, der sich Tipps holen und alles richtig machen will, raten, den Hund gleich wieder wegzugeben, weil das eh nix wird. Ich behaupte sogar, dass es so einem Hund in einer Familie, die sich alle Mühe gibt und lernen will zusammen mit dem Hund und ihn beschäftigt, erzieht und gut behandeln unter Umständen um einiges besser ergeht, als bei einem Jäger, wo der Hund die meiste Zeit im Zwinger hockt (ins Haus darf er nicht, sonst wird er ja zu weich) und nur mal zur Ausbildung oder zum Reviergang richtig rauskommt - also auch eher nicht täglich mehrere Stunden.

Ich sage auch nie Rasse X ist voll super für Anfänger, aber von Rasse Y würde ich lieber die Finger lassen, da brauchts Erfahrung!
Das kann man so auch nie sagen. Wenn der Anfänger sich voll reinhängt ist alles möglich, wenn der "Profi" immer nach Schema F geht, kann das auch Grütze werden.
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Re: Abenteuer jagdgebrauchshundwelpe

Beitragvon Coffy » Di 26. Dez 2017, 03:49

:daumenhoch: Genau sehe ich das ja auch.

Ich hatte jetzt wieder eine Anfrage gestartet. Da sucht ein 1 1/2 jähriger Weinmaraner Rüde ein neues zuhause.

Das war die Anzeige:
Jack hatte bisher kein Glück in seinem Leben. Er wurde als Welpe von einer Familie gekauft und seitdem verbachte Jack sein gesamtes Leben auf einer winzigen Terrasse. Zusammen mit einem anderen kleinen Rüden. Im Dezember 2017 wollte der Besitzer die Hunde loswerden und so kamen die Beiden in die Obhut unseres Partnervereins Rescate Animal Mallorca. Der Weimaraner ist laut Pass am 09.07.2016 geboren, hat eine Schulterhöhe von ca. 65 cm und wiegt um die 30 kg.

Der Schöne hat bisher in seinem Leben nichts kennengelernt und freut sich nun sehr über jegliche Aufmerksamkeit, die man ihm entgegenbringt. Jack verhält sich noch wie ein Welpe, ist mit allen Hunden verträglich und sehr verspielt. In seinem Leben war Jack noch nie in einem Haus und muss daher alles erlernen. Er kann nicht an der Leine laufen, ist nicht stubenrein, kennt es nicht im Auto mitzufahren und ist sich seiner Kraft nicht bewusst. Trotzdem ist Jackt immer freundlich und offen zu allen Menschen und freut sich riesig über jeden Spaziergang.

Für Jack suchen wir hundeerfahrene Menschen, besser Leute mit Weimaraner-Erfahrung, die sich dieser Aufgabe stellen möchten. Die typischen Eigenschaften des Weimaraners werden auch bei Jack nach gewisser Zeit zutage kommen.


Bei mir hätte er alles was er braucht. Freilauf, jagen und nie alleine sein und viel Liebe. Aber als Antwort das altbekannte: Nach Thailand geht kein Hund.

Aber von Spanien nach D. oder Portugal oder weiß der Geier von wo die Hunde kommen. Wenn der Kerl niemanden findet wird er im Tierheim vergammeln.........aber blos nicht nach Thailand wo es ja sooooo schlimm ist. :nono:

Das ist genau das was ich bemängele, die maßen sich an über mich und Thailand zu urteilen, sie fragen noch nicht mal wo und wie der Hund leben soll. Sind ja Hunderfahrene die nur das Beste für ihre Schützlinge wollen.
Liebe Grüße
Coffy

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Re: Abenteuer jagdgebrauchshundwelpe

Beitragvon Terri_Lis_07 » Di 26. Dez 2017, 09:00

Naja hier hat ja jeder so ein Bild über manche Länder, wie über die Rassen.
Im Falle Thailand vermutlich "Da wird der sowieso nur gegessen." "Da endet der wieder auf der Straße/in der Walachei" oder was auch immer. Manchmal denk ich mir dass manche wohl ein Nazi-Gen vererbt bekommen haben müssen. "Asien kannste gänzlich vergessen, da is kein Hund gut aufgehoben !" Dass es dort auch Menschen gibt die sich genauso gut um ihre Tiere kümmern wie viele Leute hier, wollen sie teilweise garnicht wissen.

Was die Jagdhunde anbelangt bin ich ehrlich und sage bei bestimmten Rassen "Den will ich als nicht-Jäger aber nicht haben, is bei nem Jäger bestimmt besser aufgehoben.". Dazu zähle ich natürlich deutsche Jagdterrier, jagdlich gezüchtete Foxterrier, so manche Bracke, oder die ganz allgegenwärtigen Jagdhunde die man so bei Jägern findet. Wobei ich da der Ansicht bin dass am Ende das Individuum entscheidet. Deshalb kann ich da nie wirklich trennen was jetzt unbedingt zu nem Jäger gehört und was auch bei nicht-Jägern glücklich wäre.
Ich find zB den Deutsch Drahthaar toll. Denk mir da aber immer "Irgendwie find ich ja dass der besser bei nem Jäger sein sollte".
Ich bin da immer ein wenig zwiegespalten. Einerseits wurden diese Hunde dazu gezüchtet und es liegt in ihren Genen dass diese Aufgabe für diesen Hund eigentlich "das Ideal" wäre. Andererseits gibt es genug Hunde die ohne das prima zurecht kommen und sind glücklich mit dem was sie haben und den Aufgaben die sie haben können ( zB Fährte, ZOS, Mantrailing statt Jagd ).
Liebe Grüße von Lisa und Susi

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Re: Abenteuer jagdgebrauchshundwelpe

Beitragvon Kräutergeist » Fr 29. Dez 2017, 16:05

Nicht jeder Hund eignet sich charakterlich auch für die Jagd. Auch nicht aus jagdlicher Leistungszucht.
Es wird ja auch nicht jeder Hund aus Schönheitszucht auch ein Champion. Manche mögen einfach keine Ausstellungen oder können sich nicht so präsentieren.
Auch beim Schutzhundesport wird ein Champion ja nicht geboren. IPO 3 und IPO 3 macht eben auch nicht IPO 6 ;-)

Vieles ist eben auch Prägung und Erziehung.
Sicher, wenn ich mir nen Jagdhund hole, muss ich auch mit entsprechendem Interesse des Hundes rechnen.
Aber das trifft nicht nur auf Weimaraner, Deutsch Kurzhaar und Co. zu. Dazu zählen auch Dackel, Pudel und Retriever. Da kann man eben mit dem "netten, kinderlieben Familienhund, der sich quasi selbst erzieht" auch schnell mal einen Hund haben, der leidenschaftlich jeder Spur nachgeht oder hetzt was sich bewegt.
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Re: Abenteuer jagdgebrauchshundwelpe

Beitragvon Minze » Fr 29. Dez 2017, 17:12

Ach hier wollte ich auch noch antworten. Zum Thailand Weimaraner Projekt. Zum einen kann ich die Tierschützer, Züchter, Halter verstehen. Denn viele möchten ja gerne eine nachkontrolle machen oder möchten den jenigen sehen bevor der Hund auszieht. Dies ist natürlich etwas schwerer und erzählen kann man ja viel. Und selbst wenn der Halter als geeignet eingestuft wird, was passiert mit dem Hund wenn er nicht so harmoniert? Ein Thai Tierheim sieht ganz anders aus als ein deutsches, ein Weimaraner privat gut in Deutschland zu vermitteln ist nicht ganz einfach, in Thailand wird dies nicht einfacher sein. Und wenn es nicht klappt und die Harmonie nicht passt, wird der Hund wohl nicht zurück gesendet.

Zum Thema Jagdhund ich nicht jägerhände. Die meisten rassen die wir in Deutschland auf der Straße sehen waren Experte für etwas. Da ist der Australian Shepherd, Hütehund durch und durch, meistens in privat Hand und nicht bei einem Hirten. Da ist der golden Retriever, muss auch keine Enten mehr aus dem Wasser holen, der kleine Terrier wird auch nicht mehr in den Bau rein geschickt, der Pekinese muss auch nicht mehr den Palast bewachen, der pit kämpft nur noch gegen das Übergewicht und der deutsche Schäferhund gehört einem Lehrer und keinem Polizist... Liste bitte ergänzen.
Das tolle an den Hunden ist nämlich, die können vielleicht eine Sache richtig gut aber viele andere Dinge können die auch gut. Siehe Weimaraner. Klar ein Jagdhund, für die Jagd gezüchtet, ein scharfer noch dazu. Er hat also noch mehr Talente. Er ist aktiv, hat also Bock auf alles wo er rennen kann, er ist wachsam, was ihn zu einem tollen wahhhund macht, er ist sensibel und sehr auf sein Herrchen bezogen und möchte ihm gefallen. Dies kann genutzt werden um aus ihn einen angenehmen Begleiter zu machen. Er hat eine fantastische Nase. Für den Zoll könnte er also auch interessant sein.
Bietet man ihm also ein Zuhause, wo er rennen darf (z. B. Am Rad laufen), die Nase einsetzen darf (Fährte), wo seine Wachsamkeit geschätzt wird und er gut geführt, geprägt und sozialisiert wurde, hat man einen fantastischen Hund mit dem alles möglich ist.
Beim moderneren Jäger ist der Hund sich nicht das ganze Jahr aktiv auf der Jagd. Er lernt die Abläufe, gehorsam und sitzt einen gut Teil der Zeit unter dem hochsitz und macht nichts. Die meiste Zeit ist er Begleiter in der Familie und muss da funktionieren sonst darf er im Zwinger bleiben. Der moderne Jäger hat nämlich oft einen anderen Beruf und kann nicht wie im Märchenbuch Tag und Nacht durchs Gehölz ziehen, auf der Suche nach Räuber hotzenplotz ;).
Dies gilt auch für die Hütehunde. Die wenigsten sind bei Wanderschäfern.

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Re: Abenteuer jagdgebrauchshundwelpe

Beitragvon Coffy » Sa 30. Dez 2017, 15:57

Terri_Lis_07 hat geschrieben:Naja hier hat ja jeder so ein Bild über manche Länder, wie über die Rassen.
Im Falle Thailand vermutlich "Da wird der sowieso nur gegessen." "Da endet der wieder auf der Straße/in der Walachei" oder was auch immer. Manchmal denk ich mir dass manche wohl ein Nazi-Gen vererbt bekommen haben müssen. "Asien kannste gänzlich vergessen, da is kein Hund gut aufgehoben !" Dass es dort auch Menschen gibt die sich genauso gut um ihre Tiere kümmern wie viele Leute hier, wollen sie teilweise garnicht wissen.
DAs denke ich auch, aber wenn ich doch dem Tier etwas gutes tun will dann hake ich doch nach? Dann frage ich nach Tierärztlicher Versorgung, nach Beschäftigung und solche Dinge. Aber es kam nur ein : Nach Thailand schicken wir keinen Hund. Fertig.
Was die Jagdhunde anbelangt bin ich ehrlich und sage bei bestimmten Rassen "Den will ich als nicht-Jäger aber nicht haben, is bei nem Jäger bestimmt besser aufgehoben.". Dazu zähle ich natürlich deutsche Jagdterrier, jagdlich gezüchtete Foxterrier, so manche Bracke, oder die ganz allgegenwärtigen Jagdhunde die man so bei Jägern findet. Wobei ich da der Ansicht bin dass am Ende das Individuum entscheidet. Deshalb kann ich da nie wirklich trennen was jetzt unbedingt zu nem Jäger gehört und was auch bei nicht-Jägern glücklich wäre.
Im Grunde ist jeder Hund ein Jagdhund. Es gibt Jagdhunderassen die gar keinen Jagdtrieb haben oder so wenig das sie für die Jagd nicht taugen.
Ich find zB den Deutsch Drahthaar toll. Denk mir da aber immer "Irgendwie find ich ja dass der besser bei nem Jäger sein sollte".
Ich bin da immer ein wenig zwiegespalten. Einerseits wurden diese Hunde dazu gezüchtet und es liegt in ihren Genen dass diese Aufgabe für diesen Hund eigentlich "das Ideal" wäre. Andererseits gibt es genug Hunde die ohne das prima zurecht kommen und sind glücklich mit dem was sie haben und den Aufgaben die sie haben können ( zB Fährte, ZOS, Mantrailing statt Jagd ).


Ich finde es toll das du dir Gedanken darüber machst welche Rasse zu dir passt und wenn du weißt das du mit einem Jagdhund nicht zurecht kommst, dann darauf verzichtest ist das Beste was einem Hund passieren kann. Aber ich hatte schon zwei Jagdhunde und bin damit klar gekommen. Meine Hunde waren sicher nicht unklüglich denn ich kann ihnen das bieten was sie in D. so gut wie gar nicht haben: Freiheit und laufen ohne Leine, stöbern und jagen ohne das man angeraunzt wird, mit anderen Hunden zusammen kommen und Freundschaften pflegen.
Wir Nichtjäger gehen täglich spazieren, versuchen den Hund zu beschäftigen - kurz, sein Wohl liegt uns am Herzen. Weißt wie Hunde beim Jäger leben? Gehen die täglich auf die Jagd?
Liebe Grüße
Coffy

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Re: Abenteuer jagdgebrauchshundwelpe

Beitragvon Coffy » Sa 30. Dez 2017, 16:04

Minze hat geschrieben:Ach hier wollte ich auch noch antworten. Zum Thailand Weimaraner Projekt. Zum einen kann ich die Tierschützer, Züchter, Halter verstehen. Denn viele möchten ja gerne eine nachkontrolle machen oder möchten den jenigen sehen bevor der Hund auszieht. Dies ist natürlich etwas schwerer und erzählen kann man ja viel. Und selbst wenn der Halter als geeignet eingestuft wird, was passiert mit dem Hund wenn er nicht so harmoniert? Ein Thai Tierheim sieht ganz anders aus als ein deutsches, ein Weimaraner privat gut in Deutschland zu vermitteln ist nicht ganz einfach, in Thailand wird dies nicht einfacher sein. Und wenn es nicht klappt und die Harmonie nicht passt, wird der Hund wohl nicht zurück gesendet.
Das stimmt und von daher ist der Groll von mir aus auch nicht so groß. Aber trotzdem bin ich traurig ................

Zum Thema Jagdhund ich nicht jägerhände. Die meisten rassen die wir in Deutschland auf der Straße sehen waren Experte für etwas. Da ist der Australian Shepherd, Hütehund durch und durch, meistens in privat Hand und nicht bei einem Hirten. Da ist der golden Retriever, muss auch keine Enten mehr aus dem Wasser holen, der kleine Terrier wird auch nicht mehr in den Bau rein geschickt, der Pekinese muss auch nicht mehr den Palast bewachen, der pit kämpft nur noch gegen das Übergewicht und der deutsche Schäferhund gehört einem Lehrer und keinem Polizist... Liste bitte ergänzen.
Das tolle an den Hunden ist nämlich, die können vielleicht eine Sache richtig gut aber viele andere Dinge können die auch gut. Siehe Weimaraner. Klar ein Jagdhund, für die Jagd gezüchtet, ein scharfer noch dazu. Er hat also noch mehr Talente. Er ist aktiv, hat also Bock auf alles wo er rennen kann, er ist wachsam, was ihn zu einem tollen wahhhund macht, er ist sensibel und sehr auf sein Herrchen bezogen und möchte ihm gefallen. Dies kann genutzt werden um aus ihn einen angenehmen Begleiter zu machen. Er hat eine fantastische Nase. Für den Zoll könnte er also auch interessant sein.
Das hast du toll geschrieben! :daumenhoch:
Bietet man ihm also ein Zuhause, wo er rennen darf (z. B. Am Rad laufen), die Nase einsetzen darf (Fährte), wo seine Wachsamkeit geschätzt wird und er gut geführt, geprägt und sozialisiert wurde, hat man einen fantastischen Hund mit dem alles möglich ist.
Das war Coopers Leben. Ob am Rad oder am Strand, er war frei und konnte sich auch so bewegen. AM Ende vo Tag lag er friedlich schnurrend bei mir auf dem Sofa.

Beim moderneren Jäger ist der Hund sich nicht das ganze Jahr aktiv auf der Jagd. Er lernt die Abläufe, gehorsam und sitzt einen gut Teil der Zeit unter dem hochsitz und macht nichts. Die meiste Zeit ist er Begleiter in der Familie und muss da funktionieren sonst darf er im Zwinger bleiben. Der moderne Jäger hat nämlich oft einen anderen Beruf und kann nicht wie im Märchenbuch Tag und Nacht durchs Gehölz ziehen, auf der Suche nach Räuber hotzenplotz ;).
Dies gilt auch für die Hütehunde. Die wenigsten sind bei Wanderschäfern.

Klasse! Genau so sehe ich das auch. Aber die Leute machen immer so einen Hype darum wenn ein Nichtjäger einen Weimaraner hat. Sicher werden viele nicht gut gehalten und entwickeln Neurosen, aber Jäger ziehen leider alle über einen Kamm.
Liebe Grüße
Coffy

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Re: Abenteuer jagdgebrauchshundwelpe

Beitragvon Minze » Sa 30. Dez 2017, 17:33

Danke :smile:
Klar ich bin dagegen dass man sich so einen Hund holt und erwartet, dass es einfach schon funktioniert. Es ist schon Arbeit. Aber wenn ich durchs Netz surfe, dann lese ich wie sich doch Menschen schwer mit vermeintlich einfachen rassen tun. Da läuft ein weimi natrütlich auch nicht einfach sich selbst zum perfekten Begleiter erzieht. Aber wer sich bewusst ist was er sich da anschafft und bereit bist mit dem Hund arbeiten willst und auch bereit bist eng mit Trainern zu arbeiten, dann kann es schon was werden.
Im realen Leben hab ich keine negativen Erlebnisse mit Jägern bisher gehabt. Sie waren immer interessiert und eher offen. Im Gegensatz zu ganz wichtigen hundesportlern die mit ihrem Gebrauchshund im übrigen auch nicht die ursprüngliche Arbeit nach gehen... bisher kamen da die bescheuertsten Bemerkungen. Mittlerweile reagiere ich entweder sehr scharf, stelle mich dumm oder bedanke mich ganz überschwänglich. Sarkasmus ist auch eine gute Möglichkeit damit um zu gehen.
Wenn ich im Internet unterwegs bin und einfach Begriffe suche, ist es schon wahnsinnig wie da nicht Jäger in Weimaraner Foren zerrissen werden oder wie der Weimaraner als nicht haltbarer Prestige modehund abgehalten wird. Da wird dir echt gleich vorgeworfen, dass der Hund nur zum SUV angeschafft wurde. Herrlich. Vorurteile Sind halt schon klasse.
Ich bin ja auch nicht bei Facebook und habe es auch nicht vor zu ändern. Wenn mir da von eine Freundin Ausschnitte zeigt bin ich schon immer erstaunt, mit wie viel Aggression und Hass dort geschrieben wird. Oder dass es auch Leute gibt, die meinen Hund ist Hund egal welche Rasse und die ganze Auslastungsgeschichte sein nur was für den Mensch, für den Hund jedoch nicht erfüllend. Klar. Ob Kangal oder Dackel ist wirklich egal.

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Re: Abenteuer jagdgebrauchshundwelpe

Beitragvon Kräutergeist » Sa 30. Dez 2017, 18:36

Ist ja aber auch bei anderen Hunden so. Stichwort Border Collie oder Aussie - da ist es ja auch immer so, dass alle meinen, wenn man mit dem Hund nicht Profi-mäßig irgendwas macht oder 10.000 Schafe zum Hüten hat und womöglich dann auch noch NICHT auf dem Land lebt, dann KANN so ein Hund NIEMALS glücklich werden.
Und genau da man sowas immer wieder liest, bin ich davon abgerückt mich in dieser Ecke umzuschauen obwohl mich diese Rassen schon ansprechen würden - genau wie diverse Jäger.
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Re: Abenteuer jagdgebrauchshundwelpe

Beitragvon Minze » Sa 30. Dez 2017, 18:42

Stimmt bei den bc s und co. Liest man es auch immer wieder. Und wenn man in Foren schaut, wenn sich jemand für Rasse xy interessiert, wird meistens abgeraten und eher zu einem Labrador geraten und wenn sich jemand einen Labrador holen möchte, dann wird im was kleines empfohlen. Wenn sich jemand für eine Rasse interessiert, empfehle ich immer die Rasse live in einem ähnlichen zuhause (nicht Jäger z. B. ) an zu sehen und möglichst viele. Also junge, alte, männlich, weiblich. Und natürlich auf Rasse Not Seiten zu schauen. Die Probleme die sie haben, sind oft Rasse typisch. Und wenn man damit klar kommt wird die Anschaffung schon realer.

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Re: Abenteuer jagdgebrauchshundwelpe

Beitragvon Terri_Lis_07 » Sa 30. Dez 2017, 20:40

Ich denke vielleicht tut es auch mehr zur Sache dass es bei Jagdhunden mehr Jagdlinien gibt als bei Hütehunden Arbeitslinien. Da machen sich manche um nen Jagdhund vielleicht mehr nen Kopf als um nen Border der ja allgegenwärtig is und deswegen auch "nicht besonders anders als normale Hunde".

Wobei ich ja irgendwie sagen muss dass mein Beuteschema ja eigentlich Jagdhunde sind. Zumindest größten Teils. Auf meiner Liste stehen mehrere Terrier, ich habe einen Terrier und werde vermutlich immer wieder dahin tendieren.
Eigentlich ja Hunde die nicht einfach sind und Jagdtrieb haben, mache mir bei einem Deutsch Drahthaar aber mehr Gedanken wegen des Jagdtriebes als bei einem Airedale Terrier. Mit Gedanken die mich von Deutsch Drahthaar und Co abhalten ( find ja auch noch Gordon Setter und Bretonen toll ) sind ja auch "Da bekomm ich sowieso keinen Hund" oder "Bei dem Gewicht will ich keine Jagdsau" (was angesichts der Tatsache dass mir das mit einem 30 Kilo schweren Airedale Rüden ebenfalls passieren könnte paradox is, nur erscheint mir das warum auch immer weniger schlimm ).
Ich glaube langsam Fang an zu glauben dass mein Hirn einfach nur gewaschen würde.
Liebe Grüße von Lisa und Susi

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Re: Abenteuer jagdgebrauchshundwelpe

Beitragvon Minze » So 31. Dez 2017, 17:57

Auch rassen die nicht wirklich etwas mit jagen zu tun haben, können einen erheblichen jagdtrieb entwickeln. So gab es hier einen hovi der erheblichen jagdtrieb entwickelte, was ja für einen Hofhund nicht so optimal ist.
Es gibt innerhalb der Jagdhunde erhebliche Unterschiede. Also laufhunde wie der bluthund soll sich ja auch gegen die Entscheidung des Jägers stellen, während ein deutsch Kurzhaar eng kooperieren soll. Klar ein Hund der mit dem Jäger arbeitet und nicht sein Ding macht, ist natürlich wesentlich einfacher zu führen und anderweitig auszulasten als ein Hund der den Mittelfinger ausstreckt und seiner Spur folgt.
Setter und Spaniel sind super, ich empfinde sie auch als sehr sensibler (verglichen mit dem Weimaraner) und es braucht nicht sooo viel um einen Abbruch herbei zu führen. Dazu kommt, dass mittlerweile viele setter nicht mehr jagdlich geführt werden.
Spannend sind natürlich die Exoten wie der Akita, Husky und Ridgeback da bekommt jagen gleich noch mal eine andere Bedeutung.


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