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Hund aus dem Ausland


ameise
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Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon ameise » Fr 10. Jul 2015, 16:07

Was ich noch erwähnen wollte:
Mit der Ehrlichkeit was die Beschreibung der Tiere bzw. der Umstände wie die Tiere ins Tierheim kamen angeht, habe ich mit den ausländischen bis jetzt bessere Erfahrungen gemacht als mit den einheimischen, daher kann ich die Einwände gegen deutsche Tierschutzvereine schon auch verstehen...

Ich habe mich jetzt dazu entschlossen eine Pflegehündin aus Griechenland zu übernehmen. Bin schon sehr gespannt, was mich da erwarten wird. Anfang August holen wir sie vom Stuttgarter Flughafen ab... :juhu:

Victor

Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon Victor » Fr 10. Jul 2015, 17:11

:klatsch:
Erzähl, was is es denn für eine? :65:

Terri_Lis_07
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Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon Terri_Lis_07 » Fr 10. Jul 2015, 17:32

Schön :smile2:
Schließe mich an : Sach ma - was weist du soweit über sie ? :mrgreen:


Ich wollte ja selbst ne Zeit lang mal Pflegehunde aufnehmen. Es wurde allerdings nichts draus weil wir uns entweder schlussendlich gegen entsprechende Orga entschieden haben, oder mit Susi irgendetwas dazwischen kam. Mitlerweile bin ich allerdings zu dem Schluss gekommen, dass es keinen Sinn haben würde Pflegehunde aufzunehmen solange Susi das Ganze miterleben muss. Sie is ja nun schon 9 1/2 Jahre, und gesundheitlich hat sie so ihre Makel, zumal sie ziemlich häufig krank wird, nicht selten Krankheiten mit welchen sie den Pflegehund anstecken könnte. Daher lass ich das erstmal besser. :smile:

Was das Thema ausländische vs. deutsche Orga betrifft : Soweit fand ich die ausländischen ebenfalls um einiges sympathischer als das was sich soweit vom Inland her kenne. Ideal finde ich allerdings beides nicht. Wo manch deutsches Tierheim zu streng ist, erscheint mir manch ausländische Orga wiederrum zu locker...
Ich füge aber hinzu, dass ich nicht so viel Erfahrung hab, dennoch eine Kleinigkeit :zwinker:
Liebe Grüße von Lisa und Susi

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Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon trini » Fr 10. Jul 2015, 18:55

@Lisa

Ich habe eher die umgehrte Erfahrung gemacht. Das TH aus dem Spunky stammt hat weder Vor- noch Nachkontrolle gemacht, waehrend die Orga fuer den Auslandshund alles 100-ig gemacht hat. Deswegen hat es bei Bungee auch sehr viel laenger gedauert, weil die Vorkontrolle ewig krank war und letztendlich eine Bekannte von unsdas erledigt hat. Zudem stoert es mich eigentlich, dass die Hunde, die aus dem Ausland kommen grundsaetzlich kastriert werden, oft auch viel zu frueh. Bungee war noch nicht kastriert, wurde aber aufgrund der Ausreise zwangslaeufig kastriert, obwohl ich schon darauf hingewiesen habe, dass er wegen uns nicht kastriert werden muss. Da sind viele deutschen THs mittlerweile deutlich offener und geben z.B. unsichere Hunde lieber unkastriert ab. Da hat man dann auch schon mal oefter Gansloser gelesen oder gehoert.

Ja, ich weiss, dass es die bekloppten TH-Leitungen gibt, bei denen man den Eindruck bekommt, dass sie gar nicht vermitteln wollen. Davon haben wir 2 oder 3 in unmittelbarer Umgebung. :staun: Da kann man nur hoffen, dass diese bald in Rente geschickt werden und ein vernuenftiger Nachfolger kommt. Aber es gibt auch die engagierten THs, die froh sind, ihre Tiere zu vermitteln.

LG
Martina

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Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon Minze » Sa 11. Jul 2015, 21:28

Woe Ameise, danke für deine ausführliche Beschreibung. Ich durft meine Auslandshund Erfahrung mit Maja sammeln dürfen, die viele Spleens hat und ihre Rituale braucht.
Mir geht es nun Hauptsächlich um die Erfahrungen, die ihr mit Auslandstierheimen gemacht habt. Sowohl von der Vermittlung her, als auch mit dem willen einen Hund zu vermitteln. So soll es in Italien Mafiös zu gehen, daher frage ich mich ob man dort überhaupt einen Hund raus bekommt.
Arbeiten die Tierheime evtl. wenn jemand aus dem Ausland kommt mit dem Land z.B. Deutschland zusammen und es kommt jemand aus D zur Nachkontrolle oder fällt dass dann ganz weg, wenn ich mir einen Hund aus Frankreich hole?
Hier in Deutschland kenne ich es so, dass im Vertrag steht, dass das Tier kastriert werden muss. Ich meine dass das nicht rechtens ist.

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Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon ameise » Mo 13. Jul 2015, 20:40

Hallo Minze,

ja die Kastrationspflicht ist nicht rechtens, also kannst du so einen Vertrag getrost unterschreiben, weil du sowieso nicht verpflichtet bist das zu machen - auerdem wird das in den seltensten Fällen überprüft. die Tierschutzorgas sind so beschäftigt, dass die solche Kontrollen nur in Ausnahemfällen durchführen, z. B. wenn es Hinweise auf Probleme gibt. Die Leute da arbeiten ja auch größtenteils nebenberuflich und ehrenamtlich und die Pflegestellen sind ja oft weit von den Orgas weg. Die Zeit und das Geld, was so eine Fahrt zur Pflegestelle kosten würde, investieren sie lieber in die Tiere.
Eine gute Tierschutzorga informiert sich aber wenigstens telefonisch oder per E-mail regelmäßig über das Wohlergehen ihrer Schützlinge und möchte auch Fotos geschickt bekommen.
Solange der Pflegehund noch nicht an eine Endstelle vermittelt wurde, gehört er ja auch noch der Orga und die sind auch verantwortlich. Sie managen die Vermittlung größtenteils, stellen das Tier auf ihre Homepage und vermitteln Interessenten an die Pflegestelle weiter. Also reger Kontakt ist schon eine Voraussetzung.

Die Orga von der ich Elvis habe, vermittelt hauptsächlich Hunde und Katzen aus Spanien und Ungarn. Elvis war zufällig ein Abgabehund, den eine deutsche Familie bei der Orga zum vermitteln abgegeben hat, weil sie überfordert waren - sie hatten ihn in einem tschechischen Zooladen gekauft...
Obwohl Elvis ja mir gehört und kein Pflegehund ist, habe ich noch Kontakt zu der Pflegestellenfrau, die auch im Vorstand der Orga ist. Sie freut sich immer über Bilder und Geschichten von Elvis, obwohl er nur 2 Wochen bei ihr war.

Die meisten Tierschutzorgas, die Tiere aus dem Ausland nach Deutschland vermitteln, haben ihren Sitz in Deutschland und arbeiten mit den Betreuern der ausländischen Tierheime eng zusammen. Das heißt deine Ansprechpartner sind in Deutschland und die Tierheime im Ausland. Die Ansprechpartner organisieren die Überfahrt oder den Flug, manche holen die Tiere sogar persönlich, andere schicken sie mit Flugpaten.

Ich habe eine Freundin in Österreich, die regelmäßig Hunde von Griechenland holt, die sich Leute aus Deutschland oder Österreich über die Homepage ihrer Tierschutzorga ausgesucht haben.
Elvis Tierschutzorga holt die Tiere in der Regel mit großen Transportern, die voll mit Käfigen ausgebaut sind, bei stundenlangen Autobahnfahrten nach Deutschland. Meine zukünftige Pflegehündin wird mit Flugpaten per Flugzeug von Griechenland hierher geflogen. darüber kann ich dir dann Anfang August, wenn sie da ist, mehr erzählen.

Mein erster eigener Familienhund kam mit dem Auto aus der Slowakei nach Deutschland und wartete dann in einem deutschen Tierheim auf jemanden, der ihn auswählt. Manche Orgas holen nur die Tiere rüber, die hier einen sicheren Platz in einer Pflegestelle haben, andere Orgas arbeiten mit deutschen Tierheimen zusammen und transportieren dann immer wieder Tiere aus dem Ausland hier ins Tierheim.

Meine Erfahrung mit deutschen Tierheimen ist die, dass Tierheime, die Tiere aus dem Ausland holen fast immer Rudelhaltung bevorzugen und den Tieren eine artgerechtere Haltung bieten als die, die nur Tiere vermitteln, die in Deutschland abgegeben werden - da leben sie nämlich meistens in Zwingern oder Käfigen und bekommen viel zu wenig Auslauf und Ansprache...

Viele Orgas, die Hunde aus dem Ausland holen, haben sehr strenge Richtlinien - z.B. dass ein Hund nicht an jemand vermittelt werden darf, der berufstätig ist oder wo er mehr als 5 Stunden allein sein muss... manche vermitteln nicht an Alleinstehende usw...

Meine Meinung ist, dass es ein Tier hier auf einer Pflegestelle (auch wenn er mal 6 oder 7 Stunden allein belieben muss) nur besser haben kann als in den meisten ausländischen Tierheimen, wo das Futter knapp ist, die Zwinger heillos überfüllt und dreckig sind und auch sonst keine angemessene Betreuung stattfinden kann, mangels Zeit und Geld.
Ähnlich ist es aber auch bei deutschen Tierheimen - da mangelt es vieleicht nicht an Platz und Futter, aber dafür an Sozialkontakten, Auslauf und liebevoller Fürsorge.
Das kann man alles natürlich auch nicht unbedingt verallgemeinern.

Elvis Orga vermittelt die Hunde auch unkastriert, kastriert sie auf Wunsch aber vor der Ausreise. Bei der Orga, von der mein Pflegi kommt gibt es auch kastrierte und unkastrierte Hunde - wenn es Hündinnen sind, die schon Welpen hatten und nicht sofort vermittelt werden können, werden sie natürlich gleich kastriert. Sonst vermehren die sich ja noch mehr.

Ich habe den Eindruck, dass das Kastrieren mittlerweile etwas überlegter gehandhabt wird als früher.

Wie es in Frankreich und Italien abläuft weiß ich nicht. Aber es gibt sicher hier wie dort solche und solche Organisationen.
Ich weiß nur, dass in Frankreich die meisten Tötungen in ganz Europa stattfinden, weil die dort die tiere wenn ich richtig informiert bin schon 10 Tage nachdem sie in einem Tierheim landen, eingeschläfert werden dürfen. Hunden geht es in Frankreich weit schlechter als z.B. in Griechenland oder Polen.


kuchnie na wymiar Czeladź

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