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Hund aus dem Ausland


Minze
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Hund aus dem Ausland

Beitragvon Minze » So 5. Jul 2015, 22:50

Auf meinem Plan steht, dass in ca. 1 Jahr ein Zweithund einziehen soll. Da ich gerne einen erwachsenen Hund möchte bin ich gerade am Überlegen woher dieser Hund kommen soll. Ich möchte keinen Hund aus dem deutschen Tierschutz, da ich aus dem näheren Umfeld schon genug negatives mit bekommen habe. Es bleiben also noch Privatpersonen, Auslandstierschutz, Züchter. Hab ich was vergessen?
Wenn ein Hund aus dem Ausland einziehen würde, dann würde ich gerne persönlich ins Ausland z.B. Frankreich fahren und ihn dort kennen lernen und mitnehmen. Ich möchte ihn nicht über das Internet bestellen um fest zu stellen, dass er nicht so ist wie er beschrieben wurde.
Hat jemand zufällig schon einmal ein Tierheim im Ausland besucht? Ich stelle mir die Frage wie das ist in so ein Heim rein zu gehen, dass evtl. total überfüllt sind, oder gar getötet wird. Wie ist das in so ein Heim rein zu gehen und zu wissen, dass die wenigsten da wieder lebendig raus kommen? Wenn man den einen Hund aussuchen kann der mit gehen darf, der Rest aber zurück bleiben muss? Sucht man sich den Hund aus der zu einem passt oder geht man als Wohltäter rein und sucht sich einen schwarzen, alten Mischling aus der keine Vermittlungschangen hat, der aber gar nicht zu einem passt?
Darf man mit dem Hund der evtl. mit kommt auch eine Runde gehen?
Hat da jemand Erfahrung, am besten mit französischen Tierheimen?

podifee
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Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon podifee » So 5. Jul 2015, 23:59

mit französischen th hab ich leider keine erfahrung.
unseren jumper hatten wir zuerst im i net gefunden und sind dann nach österreich gefahren, dort war rudelhaltung, damit hab ich die besten erfahrungen. die hunde sind sowas von sozial, unglaublich. wir hatten unsere hündin mit, sind eine gassirunde gelaufen, hat alles super geklappt.
pelin ist mein 2. hund aus dem auslandstierschutz, ebenfalls rudelhaltung. er stammt aus teneriffa. da ging leider keine proberunde.
hab noch keinen hund getroffen, mit dem pelin sich nicht verträgt. jumper war ebenso. aber, jeder hund aus dem auslandstierschutz ist ein überraschungspaket :love:
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Minze
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Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon Minze » Mo 6. Jul 2015, 00:16

Danke für deine Antwort. Ich glaube jeder Hund kann sich als Überraschungspaket entpuppen, Vorallem wenn nicht viel zeit da ist um ihn kennen zu lernen. Toll das du den Hunden ein Zuhause geboten hast

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Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon *coookiie* » Mo 6. Jul 2015, 00:21

Ich habe eine zeitlang in einem französischen Tierheim (SPA) ehrenamtlich gearbeitet. Alle Leute die Interesse an einem Hund hatten durften mit dem natürlich eine Runde gehen, meistens zuerst mit einem Pfleger als Begleitung (man kennt die Leute ja nicht, da schickt man niemanden einfach so mit dem Hund weg), oder im Auslauf zum kennenlernen mit einem vorhandenen Zweithund.
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podifee
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Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon podifee » Mo 6. Jul 2015, 00:32

jeder hund aus dem ts hat seine vorgeschichte, die man eventuell ergründen muß.
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ameise
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Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon ameise » Mo 6. Jul 2015, 16:21

Unser erster Familienhund war aus einem deutschen Tierheim mit Rudelhaltung. Ich habe ihn im Internet entdeckt, dann fuhren wir dort hin und es war wirklich Liebe auf den ersten Blick. Ich denke da muss man einfach auf sein Bauchgefühl hören.
Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht.
Unser zweiter Hund, den wir nach dem Tod unseres Ersten geholt haben, kam von einer Pflegestelle. Dort war er aber nur zwei Wochen und somit konnten die uns auch nicht sehr viel über einen sagen. Die meisten Hunde packen ja erst so nach und nach ihre Macken aus. Deshalb glaube ich auch nicht, dass man nach ein oder zweimal besuchen im Tierheim wirklich sagen kann, was man sich da ins Haus holt. Die Chemie muss eben stimmen und das merkt man in der Regel gleich. Dann kann man miteinander arbeiten.

Jetzt überlege ich ob wir uns einen Pflegehund dazuholen sollen, damit einer gerettet ist und man auch was über ihn sagen kann wenn er dann adoptiert wird (vorausgesetzt er bleibt ne Weile da). Hunde von Pflegestellen haben einfach bessere Chancen weitervermittelt zu werden als direkt aus dem Ausland.

Wenn du willst, kann ich dir einen Link zu dem Tierheim schicken, in dem die Tiere in Rudeln gehalten werden hier in Deutschland. Die meisten Hunde dort kommen auch aus dem Ausland, aber die Pfleger dort können sehr genaue Angaben über ihre Hunde machen und du kannst dort hin fahren und dich persönlich überzeugen ob die Chemie stimmen würde.

LG Ameise

Blocksberg
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Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon Blocksberg » Mo 6. Jul 2015, 17:26

ameise, du meinst aber nicht das Nähe Kleve oder?
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trini
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Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon trini » Mo 6. Jul 2015, 18:01

@ Minze
Bungee sollte ja Zweithund werden Hund werden und wir haben ihn nur aufgrund seiner Internetbeschreibung ausgewaehlt (und dem, was wir uns dazu gedacht hatten). Uns war es eigentluch egal, woher der Hund kommt, wir haetten auch einen aus einem TH hier vor Ort genommen, wenn wir von der Beschreibung das Gefuehl gehabt haetten, dass er zu Spunky gepasst haette. Da gab es aber im weiteren Umkreis zu diesem Zeitpunkt keinen passenden Kandidaten. Und Bungee kommt nicht aus der Toetung sondern aus einem privaten TH in Ungarn.

Vom Gedanken aus Mitleid zu retten, wuerde ich mich verabschieden. Ich bin diesbezueglich eher egoistisch eingestellt. Der Hund muss zu mir, dem vorhandenen Hund und meinem Leben passen. Das empfinde ich persoenlich auch ehrlicher, aber der Hund hat so die Chance in eine passende Umgebung zu kommen, in der sich alle Seiten wohlfuehlen. Und ganz realistisch betrachtet, gibt es in Europa kaum Laender, in denen nicht nach einer Zeit X eingeschlaefert wird. D, A und CH sind diesbezueglich u.A. die wenigen Ausnahmen.

Und die deutschen THs wuerde ich auch nicht alle ueber einen Kamm scheren. Es gibt sehr engagierte THs und deren Angestellte, die wirklich ddas Beste fuer ihre Schuetzlinge wollen und denen nicht daran gelegen ist, ihre Tiere unter Vorspiegelung falscher Tatsachen oder Verschweigen von Krankheiten an den Mann oder die Frau zu bringen und die dazu auch noch vermitteln wollen.

Bei der Auswahl von Bungee war uns wichtig, dass er kein Strassenhund war, das Leben im Haus kannte und mit anderen Hunden kompatibel ist. Trifft alles auf ihn zu, trotzdem ist er sehr viel mehr Arbeit als Spunky aus dem deutschen TH jemals gewesen waere. :lachen:

Alternativ koenntest Du Dich auch mal bei den Rassehunden in Not umschauen. Da sind auch haeufig Hunde, die Scheidungsopfer sind und voellig unproblematisch sind.

LG
Martina

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Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon Minze » Mo 6. Jul 2015, 23:42

Danke für eure Berichte. Für mich ist das Thema deutsches Tierheim eigentlich abgehakt, aber wenn ihr Links habt würde ich mich dennoch freuen wenn ihr sie hier einstellt. Vielleicht kommt es ja doch anders, oder es ist jemand anderem geholfen.

@coookie:

Kannst du evtl. etwas mehr erzählen? Gerade ob die Tiere geimpft sind, kastriert sind oder andere Gesundheitschecks gemacht wurden. Woher kommen die Hunde meistens? Welche Rassen mixe trifft man vermehrt an?

Ich denke, dass es für den Fall, das es kein Auslandstier wird, wird es wohl ein Hund aus Deutschland von einer Familie sein.

podifee
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Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon podifee » Di 7. Jul 2015, 00:42

hunde aus dem alts sind untersucht , geimpft, kastriert und gechipt.
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RudiMentaer
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Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon RudiMentaer » Di 7. Jul 2015, 07:39

Grundsätzlich kannst du mit JEDEM Hund vom Tierschutz in die Scheiße greifen. Gelogen wird sowieso über alle Landesgrenzen hinweg bis sich die Balken biegen. Das kann man nicht am Herkunftsland festmachen.
Und auch die Tierheime in D unterscheiden sich untereinander deutlich. Bei mir in der Nähe gibt es ein zwingerfreies Tierpflegenest, in dem die Hunde in einem alten, ansonsten leer stehendem Wohnhaus leben. Es gibt nichts, was es nicht gibt.
Und dann die unzähligen Not-Orgas mit abertausenden Pflegehunden. Domermänner in Not, Galgos in Not, Boxer in Not, alles in Not. Not, Not, Not.
Hunde sind wirklich mehr als genug da. Ich sehe keinen Grund, warum man da keinen passenden für sich finden könnte.

podifee hat geschrieben:jeder hund aus dem ts hat seine vorgeschichte, die man eventuell ergründen muß.
Dazu hast du doch meistens gar nicht die Chance.
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Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon trini » Di 7. Jul 2015, 17:57

@Rudi

Du bist aber sehr desillusioniert. Man kann auch mit einem Welpen vom Zuechter in die Sch..e greifen. Egal wie gut die Planung war. Auch Welpen entwickeln sich trotz bester und gut geplanter Aufzucht manchmal anders als gedacht.

Mit einem erwachsenem Hund, der schon seine eigene Geschichte mitbringt, ist es aber vielleicht noch wichtiger, zu wissen mit welchem Typ Hund man klar kommt. Ich habe bei beiden Hunden erst einmal nach Optik uebers Internet entschieden, dass sie in die naehere Auswahl kommen. Spunky konnten wir persoenlich kennenlernen, er verhielt sich nicht toll im TH, sie wussten eigentlich nichts ueber ihn und er hatte auch keine sehr schmeichelhafte Beschreibung. Und er war der totale, unproblematische Gluecksgriff. Die Entscheidung fuer ihn war schon beim ersten Spaziergang gefallen. Er war sehr menschenbezogen, obwohl er sich im TH von einer ganz anderen Seite zeigte. Bei Bungee war es ja eine "Katalogbestellung". Wir haben ihn das erste Mal gesehen, als er mir aus dem Ungarn-Transporter an 2 Leinen in die Hand gedrueckt wurde. In diesem Moment habe ich nur gedacht: Wow, Junge Du bringst ordentlich Selbstbewusstsein mit. :smile: Hat er, ist voellig umweltsicher und auch sehr freundlich zu Menschen, aber er hat vermutlich nie gelernt auf seine Menschen draussen zu achten. Das ist immer noch sehr anstrengend, aber nichts desto trotz war auch er die richtige Wahl. Er kommt aus einem privaten TH aus Ungarn, welches Rudelhaltung hat und das merkt man ihm auch an. Er ist im Umgang mit anderen Hunden super souveraen.

Das TH Bochum kann ich nach unseren Erfahrungen dort nur empfehlen, ist fuer Dich aber vermutlich zu weit. Sie haben umgebaut und versuchen, soweit moeglich Rudelhaltung zu ermoeglichen. Und man muss, wenn man nicht aus dem Ruhrpott kommt, sich vielleicht auf die typische Ruhrpott-Art einlassen. :lachen:

LG
Martina

RudiMentaer
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Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon RudiMentaer » Di 7. Jul 2015, 18:39

trini hat geschrieben:@Rudi

Du bist aber sehr desillusioniert. Man kann auch mit einem Welpen vom Zuechter in die Sch..e greifen. Egal wie gut die Planung war. Auch Welpen entwickeln sich trotz bester und gut geplanter Aufzucht manchmal anders als gedacht.

Selbstredend. Den Züchter brachte ich nur nicht zur Sprache weil das seitens Minze kein Thema war.
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Minze
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Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon Minze » Di 7. Jul 2015, 21:25

RudiMentaer hat geschrieben:Grundsätzlich kannst du mit JEDEM Hund vom Tierschutz in die Scheiße greifen. Gelogen wird sowieso über alle Landesgrenzen hinweg bis sich die Balken biegen. Das kann man nicht am Herkunftsland festmachen.


Das ist mir leider klar. Es geht mir auch weniger darum was mir die Tierheime vom Hund erzählen. Oftmals wissen sie gar nicht so viel über das Tier. Ich habe auch schon erlebt dass Listenhundmixe als Boxer mixe ausgegeben wurden. Mir geht es eher um die Menschen dahinter...
Ein Beispiel: Eine Freundin von mir holte sich einen Hund aus dem Tierheim. Ein halbes Jahr später stellte sich heraus wer der Halter ursprünglich war und dass dieser seit einem halben Jahr nach dem Tier sucht. Er meldete sich im Tierheim, als das Tier schon da war, doch das Tierheim behauptete, dass der Hund nicht im Tierheim sei, kastrierten und vermittelten ihn. Sie gab den Hund seinem ursprünglichen Halter zurück.
Es gibt genug Menschen in meinem Umfeld die ähnliches erfahren haben. Daher möchte ich mir diesen Kampf nicht geben.

RudiMentaer hat geschrieben: Bei mir in der Nähe gibt es ein zwingerfreies Tierpflegenest, in dem die Hunde in einem alten, ansonsten leer stehendem Wohnhaus leben.


Wie heißt den dieses Tierheim?

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Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon podifee » Mi 8. Jul 2015, 00:22

RudiMentaer hat geschrieben:
podifee hat geschrieben:jeder hund aus dem ts hat seine vorgeschichte, die man eventuell ergründen muß.
Dazu hast du doch meistens gar nicht die Chance.


doch, die chance hat jeder, mein bsp, meine shila, sie ist/war ein rumänischer straßenhund. es hat jahre gedauert, aber es hat sich gelohnt. mittlerweile ist sie 8.5 jahre alt, als wir sie bekamen, war sie ein halbes jahr alt.

auch heute verblüfft sie mich noch, wenn sie eine ihrer ängste ablegt. und es macht mich glücklich, das ich bei ihr soviel erreicht habe. :love:
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Victor

Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon Victor » Mi 8. Jul 2015, 10:10

Nein, die Chance hat eben nicht jeder, die Vorgeschichte des Hundes zu ergründen.
Bei den meisten TSCHTZ-Hunden ist diese den Vermittlern nicht wirklich bekannt und/oder von Interesse, geschweige den ein Vorbesitzer, welcher Auskunft geben könnte, wenn er wollte.
Man sollte sich darauf gefasst machen, alles, aber auch wirklich alles selber herraus finden zu müssen und dann sollte man die "Macken" dieses Hundes auch so akzeptieren können, ohne die Chance zu haben, die wirkliche Geschichte dahinter zu erfahren.
Aber gerade das ist ja auch das Spannende dabei. Man muß sich halt auch auf das Tier einlassen können.

Ein Überraschungspaket ist es trotzdem meistens und dessen sollte man sich schon bewußt sein, bevor man sich für einen TSCHTZ-Hund entscheidet. :zwinker:

Schlundi
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Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon Schlundi » Mi 8. Jul 2015, 10:21

@Minze: Boah, das ist ja krass, was du da erzählst.
Die hatten den Hund, haben aber behauptet, sie haben ihn nicht?
Hilfe, das ist ja ne Frechheit.

Also, da frage ich mich, ob sie ihre Hunde nicht loswerden wollen. Oder meinen sie etwa, sie finden bessere Halter für die Tiere?
Hat der Halter was gegen das Tierheim unternommen?
Das ist ja arglistige Täuschung sowas... boah ich fang grad an mich tierisch aufzuregen! :motz:
LG Schlundi
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Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon Victor » Mi 8. Jul 2015, 10:32

Schlundi hat geschrieben:Das ist ja arglistige Täuschung sowas... boah ich fang grad an mich tierisch aufzuregen! :motz:

Dem kann ich nur zustimmen :peitsche: , nur warum bin ich über solche Vorgehensweisen nicht mehr überrascht? :sick:

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Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon Komm-Tessa » Mi 8. Jul 2015, 13:53

Eigentlich ist das Fundunterschlagung. Ob absichtlich oder fahrlässig - wer weiß?
Wir hatten mit unserer Hündin aus Rumänien echt Glück. Sie war dort in Freigehege-Haltung und ist sehr "höflich" kann aber auch zur Ordnung rufen, wenn ihr was nicht passt.
Der Andere aus Ungarn war ein Griff in die Sch... Im TH in Zwingerhaltung.
Mit Menschen ein "Schleimer vor dem Herrn" aber eher asozial.

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Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon Minze » Mi 8. Jul 2015, 22:18

Schlundi hat geschrieben:Also, da frage ich mich, ob sie ihre Hunde nicht loswerden wollen. Oder meinen sie etwa, sie finden bessere Halter für die Tiere?
Hat der Halter was gegen das Tierheim unternommen?
Das ist ja arglistige Täuschung sowas... boah ich fang grad an mich tierisch aufzuregen! :motz:


Ich weiß nicht was der Halter alles gegen das Tierheim unternommen hat. Er hat auf jeden Fall die lokale Zeitung informiert, die auch einen riesen Artikel damals brachten. Die Freundin war auf jeden Fall am Ende und wollte nie wieder einen Hund haben.
Er hat damals 2 Hunde vermisst die ihm bei der Jagd abhanden gekommen sind (er war Jäger). Nach langer Suche informierte er das Tierheim, die meinten, dass keine dt. Jagdterrier da sind. Die Hunde wurden kastriert und die Hündin wurde an die Freundin weiter vermittelt. Der Rüde saß lange ein. Als er es entlich auf die Homepage schaffte, wurde der Jäger aufmerksam und erkannte seinen Hund wieder. So klärte sich alles auf. Allerdings waren die beiden zur Zucht nicht mehr zu gebrauchen.

Mein Cousin vermisste übrigens auch seine Uralte Katze und informierte das Tierheim (mit Bild und co.). Eine Tierärztin fand die Katze und meldete es dem Tierheim. Das Tierheim leitete die Meldung nicht weiter. Da mein Cousin auch Zettel verteilte wurde die Tierärztin darauf aufmerksam und meldete sich. So kam die Katze wieder zurück.
Es gibt noch so viele Geschichten die ich mit bekommen habe, damit könnte ich den ganzen Thread füllen. Von Hochnäsigen Nachkontrollen die aus nichts einen Elefanten machen...Schrecklich. Daher denke ich eher darübe nach mir einen Hund direkt aus dem Ausland, von einer Familie oder als absolut letzter Schritt eine Welpe vom Züchter zu hohlen. Aber eigentlich möchte ich ein Secondhand Hund. Die Hund die ich bisher hatte (bis auf Kimani) hatten alle eine Vorgeschichte und alle aus dem Ausland. Bisher hatte ich eine Schottische Rasse aus Österreich, eine Englische Rasse aus Griechenland und noch eine Englische Rasse aus Frankreich. Mal gucken aus welchem Land der Nächste kommt.

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Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon *coookiie* » Do 9. Jul 2015, 09:03

Also die Hunde in diesem franz. Tierheim wurden alle relativ direkt nach der Ankunft kastriert. Geimpft weiß ich nicht, aber ich geh mal davon aus, ja. Wenn einer krank war/wurde, gabs eine Krankenstation wo sich intensiver gekümmert wurde als in den normalen Zwingern. Extra Gesundheitsuntersuchungen wie HD oder sowas gabs natürlich nicht.
Die verträglichen Hunde waren in Zwingern (mit Auslauf dran) zu zweit oder zu dritt, je nach Größe. Die Unverträglichen jeweils alleine.

Mir ist immer aufgefallen, dass dieses TH besonders viele "hübsche" Hunde hat.Ich denke die Hunde werden oft aus den staatlichen Tierheimen (mit Tötung bei Unvermittelbarkeit oder auch Listenhunde) geholt, und da hat man sich eben die schönsten ausgesucht, weil die am schnellsten vermittelt werden. Fand ich immer fragwürdig, aber vielleicht muss es so sein? :cry:
Besonders viel gibt es in Frankreich Malinois und deren Mixe, Beauceron gabs auch immer recht häufig. Listenhunde nie, die kriegt man dort nur unter speziellen Auflagen vermittelt, deshalb fürchte ich, dass diese in den Tötungsstationen blieben... :cry:
Woher die Hunde kommen, keine Ahnung. Wie gesagt, ich glaube, aus den staatlichen Tierheimen, wo sie eben nach einiger Zeit getötet werden.
Laura, mit Zes und Tia im Herzen...

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Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon RudiMentaer » Do 9. Jul 2015, 11:05

podifee hat geschrieben:
RudiMentaer hat geschrieben:
podifee hat geschrieben:jeder hund aus dem ts hat seine vorgeschichte, die man eventuell ergründen muß.
Dazu hast du doch meistens gar nicht die Chance.


doch, die chance hat jeder, mein bsp, meine shila, sie ist/war ein rumänischer straßenhund. es hat jahre gedauert, aber es hat sich gelohnt. mittlerweile ist sie 8.5 jahre alt, als wir sie bekamen, war sie ein halbes jahr alt.

auch heute verblüfft sie mich noch, wenn sie eine ihrer ängste ablegt. und es macht mich glücklich, das ich bei ihr soviel erreicht habe. :love:

Wir reden von zweierlei Dingen. Das was du meinst ist das Analysieren von Verhaltensmustern und dadurch mögliche Rückschlüsse auf die Vergangenheit ziehen.
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Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon RudiMentaer » Do 9. Jul 2015, 11:09

Minze hat geschrieben:
RudiMentaer hat geschrieben: Bei mir in der Nähe gibt es ein zwingerfreies Tierpflegenest, in dem die Hunde in einem alten, ansonsten leer stehendem Wohnhaus leben.


Wie heißt den dieses Tierheim?


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Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon RudiMentaer » Do 9. Jul 2015, 11:15

Victor hat geschrieben:Nein, die Chance hat eben nicht jeder, die Vorgeschichte des Hundes zu ergründen.
Bei den meisten TSCHTZ-Hunden ist diese den Vermittlern nicht wirklich bekannt und/oder von Interesse, geschweige den ein Vorbesitzer, welcher Auskunft geben könnte, wenn er wollte.
Man sollte sich darauf gefasst machen, alles, aber auch wirklich alles selber herraus finden zu müssen und dann sollte man die "Macken" dieses Hundes auch so akzeptieren können, ohne die Chance zu haben, die wirkliche Geschichte dahinter zu erfahren.
Aber gerade das ist ja auch das Spannende dabei. Man muß sich halt auch auf das Tier einlassen können.

Ein Überraschungspaket ist es trotzdem meistens und dessen sollte man sich schon bewußt sein, bevor man sich für einen TSCHTZ-Hund entscheidet. :zwinker:

So ist es.
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Re: Hund aus dem Ausland

Beitragvon ameise » Fr 10. Jul 2015, 15:57

Also ich habe schon einige Tierschutzhunde kennenlernen dürfen und bisher nie wirklich schlechte Erfahrungen gemacht.
Natürlich waren nicht alle einfach und sicher hatten/haben sie ihre Macken, aber ich denke mit etwas Geduld und Einfühlungsvermögen kann man fast jeden Hund zu einem einigermaßen verträglichen Hund hinkriegen.
In den Beschreibungen wird vieles runtergespielt aber es steht oft schon vieles drin, wo man, wenn man es vielleicht etwas dramatisiert, schon merkt ob der Hund irgendeinen Haken hat, der für einen selber nicht akzeptabel ist.
Meiner Erfahrung nach sind die wenigsten Tierschutzhunde so extrem, dass sie "nicht therapierbar" wären und solche werden in der Regel meistens nicht mehr vermittelt.
Es gibt auch im Tierschutz schwarze Schafe, aber ich glaube , die meisten möchten ihre Tiere gut vermittelt wissen und was nützt es, wenn das Tier dann wieder zurück oder in ein anderes Tierheim kommt, weil es nicht ganz der Beschreibung entsprach?

Es muss einem aber eben auch klar, sein, dass so ein Hund aus dem Terschutz oft ganz andere Bedingungen kennt, wie wir sie ihm dann Zuhause bieten. Es kennt wahrscheinlich vieles nicht und daher weiß man auch nicht wie der Hund dann im neuen Zuhause reagiert und klar kommt. Ein Hund aus Spanien, Griechenland oder Rumänien, der nie ein Haus von innen gesehen hat, ist halt nicht sofort stubenrein und hat nunmal Angst vor Staubsauger und co...
Ein Hund der misshandelt wurde, will halt vielleicht nicht geknuddelt werden und einer der sich bei jedem Wetter draußen aufhalten musste und sich von Müll ernährte, entwickelt sehr oft eine Herzerkrankung oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Magen-Darm- oder Hautkrankheiten. Auch dass ein Straßenhund evtl. einen sehr großen Freiheitsdrang hat ist ja normal.
-das muss einem schon klar sein, wenn man sich so ein Tier ins Haus holt. dazu gehört auch ein bisschen Toleranz den "Macken" und Eigenarten des Tieres gegenüber. Sicher bekommt man keinen perfekten Familienhund aus dem Tierschutz, aber ganz oft einen, der sehr gute Voraussetzungen mitbringt ein solcher zu werden.
Das bedeutet halt Arbeit mit dem Hund.

Aber auch einen Welpen vom Züchter erziehen ist Arbeit und auch Hunde vom Züchter bringen oft Krankheiten mit. Ich kenne jetzt schon echt sehr viele Hunde vom Züchter die schon jung herzkrank, blind oder allergisch wurden...

Mutig ist es schon einen Hund aus dem Ausland zu holen, den man nie "live" erlebt hat, aber es muss nicht schwieriger sein als ein Hund von hier.

@tobaboba

nein, ich meine nicht das von Kleve, sondern einen Tierherberge in Süddeutschland

http://www.tierherberge-donzdorf.de/

LG ameise


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