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Minze
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Welpengruppen

Beitragvon Minze » So 21. Feb 2016, 18:47

Hallo zusammen,

ich bin ja gerade am vorbereiten für einen neuen Hund. Ich wälze also Bücher, mache mir meine Gedanken und so und habe mich gefragt ob eine Welpengruppe sinnvoll ist.
Ich war damals vor bald 8 Jahren mit Kimani in der Welpengruppe. Bei ihr hat das keinen positiven Effekt gehabt. Das möchte ich natürlich vermeiden. Aber der neue Hund hat vielleicht einen ganz anderen Charakter und kann damit besser umgehen?
Auf der anderen Seite finde ich, ist eine Welpenspielgruppe so unnatürlich. Oft mals läuft das ja so ob das die Hunde sehr viel unter sich klären, bis jemand eingreift. Die Pöbler lernen zu pöbeln, die ängstlichen werden in ihrer Angst bestätigt... Normalerweiße hätte ein Welpe ja eher Hunde in unterschiedlichen Altersgruppen um sich und lernen davon wesentlich mehr.
Jetzt habe ich Zuhause eine 8 Jährige und eine ca. 14 Jährige fitte Hundeoma. Gerade Maja ist total toll zu jungen Hunden und Kimani kann super Grenzen aufzeigen.
So was lernt man und Hund noch in einer Welpengruppe? In den besseren geht es dann noch in die Stadt oder auf wackeligen Boden, Fahen und zu anderen Tieren.
Aber auch das steht sowieso auf meinem Plan auch dafür brauche ich keine Welpengruppe. Mir fällt gerade nichts ein was mich dazu bringen würde bzw. etwas das nötig wäre und ich nicht leisten kann, um in eine Welpengruppe zu gehen. Ach so und Sitz und co. dafür brauche ich auch keine Hundeschule.
Ich habe mich auf verschiedenen Seiten der Hundeschulen in meiner Umgebung rumgetrieben. Darunter eben auch die, die erst ein Kennenlernen verlangen.

Was meint ihr Welpenschule in dem Fall ja, nein?
Wie sind eure Erfahrungen?

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Re: Welpengruppen

Beitragvon ameise » So 21. Feb 2016, 19:43

Nein! Also nicht in jedem Fall. Ich bin der Meinung eine Welpengruppe macht nur Sinn wenn sie von jemandem angeleitet wird der sich auskennt und differenziert mit den Hunden umgehen kann.
Sonst wird das schnell kontraproduktiv...

Ich war selber nie in einer Welpengruppe, weil ich nie einen Welpen hatte aber meine Nachbarin ist Hundetrainerin und da kriegt man einiges mit. Ich kenne inzwischen einige Hundehalter die die Hundeschule gewechselt haben weil ihre Hunde in der Welpengruppe verkorkst wurden. Meine Nachbarin arbeitet jetzt mit den Hunden und Haltern daran das falsch verknüpfte Verhalten wieder abzutrainieren und Vertrauen/Bezug zum Halter aufzubauen..
Wie du geschrieben hast, wenn die da nur raufen und alles selber regeln, kann das unter Umständen für manche, vor allem sensible Welpen ziemlich blöde Folgen haben wie Agression oder Ängstlichkeit was oft eben daraus entsteht dass ihr Herrchen/Frauchen sie nicht geschützt hat bzw. zu spät, im falschen Moment oder gar nicht eingegriffen hat wo es notwendig gewesen wäre.

Ich "leite" hier eine unverbindliche (WhatsApp ) "Gassi-Gruppe" mit inzwischen rund 30 Teilnehmern. Wir treffen uns zu verschiedenen Zeitpunkten auf gemeinsame Spaziergänge mit den Hunden. Es kann jeder mitkommen der Zeit und Lust hat. Es ist ganz ungezwungen und dient nur um soziale Kontakte unter Hunden und Haltern zu haben.
Da sind schon einige Junghunde dazu gekommen, die zuerst Probleme mit Artgenossen hatten und in unseren Runden gelernt haben mit anderen klar zu kommen.
Meine Nachbarin sagt dass solche sozialen Kontakte von klein auf wichtig sind um eben Problemverhalten zu vermeiden, aber eben nicht ohne Maß und Ziel!

Manchmal sind wir schon mit bis zu 15 Hunden unterwegs gewesen und darunter rund die Hälfte Rüden - die meisten zwischen 1 und 3 Jahren und da wir das jetzt schon ein Jahr fast täglich machen, ist das gar keine große Sache mehr. Neue Hunde werden beschnuppert und integriert. Inzwischen ganz normal. Natürlich gibt es auch mal Raufereien, aber bisher nie ernsthafte und wir wissen durch den häufigen und vielfältigen Umgang miteinander wann wir eingreifen müssen.
Ich finde das eine gute Sache, weil dabei auch die unsicheren und unerfahrenen Hundehalter lernen Hundesprache zu verstehen und an Sicherheit im Umgang mit "brennzligen" Situationen kriegen - ebenso wie die Hunde .

Sowas finde ich sinnvoller wie eine unkontrollierte Welpengruppe. Jemand der Erfahrung hat und ausreichend Kontakte und Möglichkeiten regelmäßig mit anderen Hunden (außerhalb vom eigenen Rudel) zusammen zu kommen, der braucht nicht zwingend eine Welpengruppe zu besuchen.

Für Unerfahrene, die sonst kaum mit anderen zusammen kommen, finde ich eine Welpengruppe aber schon wichtig- vorausgesetzt sie wird, wie schon geschrieben, gut angeleitet und nicht willkürlich irgendwelche Hunde in verschiedenen Größen und sehr unterschiedlichen Charakteren wahllos aufeinander losgelassen. Das müssen Sie ja erst langsam und gezielt lernen.

LG Ameise

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Re: Welpengruppen

Beitragvon trini » So 21. Feb 2016, 20:08

Ich fand damals unsere Welpenstunde sehr gut. Keine Kaffeekraenzchenrunde sondern 2 Trainer, die rechtzeitig eigegriffen haben, wenn es noetig war bzw. die HHs dazu aufgefordert haben.

Herr Stein war ja ein Winterwelpe, wo man naturgemaess sowieso nicht so viele Menschen mit Hund trifft. Vorteil war auch, dass Welpi eben verschiedenste Rassen und Hundetypen kennenlernen konnte. Und da der Platz in der Naehe des Schiess-Stands der Polizei lag, gab es die Schussfestigkeit noch dazu.

LG
Martina

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Re: Welpengruppen

Beitragvon Rübe » So 21. Feb 2016, 23:28

Ich bin jetzt mit Priya zwei Mal in einer gemischten Welpengruppe gewesen, weil sie anfangs extrem schüchtern gegenüber anderen Hunden war. Ich bin schon der Meinung, dass uns die Gruppe etwas gebracht hat, denn zum Glück gab es bei uns keine Raufer und es waren bei einer Anzahl von sechs Welpen gleich drei Trainer und ein Althund mit auf dem Platz, sodass sowohl darauf geachtet werden konnte, dass kein Welpe permanent untergebuttert wurde, als auch fragen beantwortet werden konnten.
Der theoretische Teil war für mich relativ uninteressant, aber für einen Ersthundehalter bestimmt nicht verkehrt.

Die Welpengruppe in der wir damals mit Phoebe waren, war leider mehr als kontraproduktiv, weil sie permanent von zwei größeren Welpen gejagt und gemobbt wurde und sie noch nicht einmal bei uns Schutz suchen durfte :cry:

Mein Tipp ist deshalb, dass du dir am besten vorab die Gruppen und Trainer live anschaust und dann je nach dem wie dein Bauchgefühl ist entscheidest.

Liebe Grüße
Steffi
Liebe Grüße von Steffi mit Phoebe und Priya
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Schlundi
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Re: Welpengruppen

Beitragvon Schlundi » Mo 22. Feb 2016, 10:41

Wir waren mit Moony auch in einer Welpengruppe, da gab es zwei Trainerinnen und die haben auch gleich eingegriffen,
wenn ein Welpe gemoppt wurde, bzw. eben den Halter darauf aufmerksam gemacht.

Eine Trainerin hatte ihre erwachsene Hündin dabei, die auch mal beim Welpengewusel eingegriffen hat.
Die Grobmotoriker wurden auch teilweise ferngehalten und durften auf einem extra Bereich rumtollen.
Und die ganz kleinen Welpen (also z.B. Zwergpudel oder Chihuahua) wurde auch erstmal in eine Art Minibereich gebeten, damit sie erstmal schauen konnten, was da so los ist.
Das fand ich gut, weil Moony war ja ein relativ großer Welpe und sie hat auch gerne mit der Pfote auf die kleinen draufgetatscht. :dozey:

Und wir haben echt viel gelernt und gute Tipps bekommen (aber wir sind ja quasi wieder als Anfänger dort hin).
Und ich glaube, für Moony war es auch gut, weil sie viele Kontakte hatte und viel spielen konnte mit Gleichaltrigen.
Und wir hatten Glück, sie hat keine schlechten Erfahrungen in der Welpengruppe gemacht.

Ich habe mir verschiedene Welpengruppen angeschaut und die erste, bei der wir waren hat mir nicht besonders gefallen,
dann kamen wir durch einen Tipp zu der Hundeschule, wo wir dann auch letztendlich geblieben sind.
Ich denke, man muss echtg vor Ort schauen, wie die Welpengruppen geleitet werden.
LG Schlundi
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Hope
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Re: Welpengruppen

Beitragvon Hope » Mo 22. Feb 2016, 11:24

Mit Pearl war ich ja wieder in der HuSchu, da ist die Welpengruppe nicht wirklich zum spielen da, sondern sie lernen mit Hunden bis ca. 12 Monaten bereits die Grunderziehung. Danach wird gespielt und halt geschaut das keine Rauferei kommt - gab es von Juli bis heute noch nie- egal welche rassen, Größen und welchen Alters die Hunde in der Gruppe waren.
Das hat Pearl schon sehr viel gebracht denke ich, weil sie da auch Dackel, Maltester etc. hatte und nicht nur große und man hat wirklich schon mit 3-4 Monaten super gehen können, kein ziehen, Platz, sitz, steh, bleib hat auch schnell geklappt etc.
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Minze
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Re: Welpengruppen

Beitragvon Minze » Mo 22. Feb 2016, 17:04

Das sind ja echt interessante Erfharungen die ihr gemacht habt.
Ich kenne hier in der Umgebung 4 Welpengruppen die wie anno dazumal ablaufen und 2 die kleine Gruppen bieten und auch dem Halter etwas beibringen möchte.
Aber so Hundespaziergänge in Gruppen das hört sich ziemlich gut an.

**Steffi**
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Re: Welpengruppen

Beitragvon **Steffi** » Mo 22. Feb 2016, 20:13

Ich war einmal mit Phoebe damals in der Welpengruppe und fand es absolut furchtbar. Allerdings weniger wegen den Hunden, sondern wegen den Menschen :kaffee: . Da wurde jede Kleinigkeit ausdisktuiert, die Hunde mitunter wie kleine Kinder behandelt und ich war danach völlig fertig mit den Nerven :lachen: . Das muss man definitiv mögen.

Grundsätzlich würde ich nur in eine Welpenstunde gehen, wenn die Trainer wirklich hervorragend sind. Viel wichtiger in der Welpenzeit finde ich souveräne Althunde. Kira hat damals Kane im Alleingang erzogen und ich hätte mir keinen besseren Hund dazu wünschen können. Ich glaube gerade bei Welpen wird viel für Spiel und Spaß gehalten, was es in Wirklichkeit eben nicht ist und da kann man sich ganz schnelle in Traumata einfangen oder sich einen Rüpel erziehn.
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Re: Welpengruppen

Beitragvon trini » Mo 22. Feb 2016, 20:33

@Steffi

Da bist Du wohl in einer der schlechteren Welpengruppen gelandet. :rolleyes: Fuer so etwas gab es in unserer Welpengruppe gar keine Zeit. Es gab Tobe-, UO- und HH-Spiel-Einheiten. Diskutiert wurde da eigentlich nicht, weil es zu viel zu erleben und zu erkunden gab. Agility-Geraete standen auch noch rum. Eigentlich wurde jeder angehalten, sich um seinen eigenen Hund zu kuemmern und Eigeninitiative zu ergreifen. Die Toberunden waren der kuerzeste Teil der Welpenstunde. Da das Gelaende sehr gross war, konnte man sich auch mal mit einem netten Hundespielpartner einfach grossraeumig von der ge samten Gruppe entfernen.

@Minze
Hab ich vergessen: Zu den Zeiten, an denen ich leider nicht konnte, gab es auch noch 2 souveraene Althunde einer der Trainerinnen, die, die Welpengruppe zusaetzlich beaufsichtigten. Wald- und Stadtausfluege haben wir dann auch so ab der 14. Woche gemeinsam unternommen.

LG
Martina


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