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Gekläffe ohne Ende...


ameise
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Gekläffe ohne Ende...

Beitragvon ameise » Fr 9. Dez 2016, 22:23

Hallo Ihr!

Ich weiß, es gibt Hunde die sind mehr oder weniger bellfreudig - Elvis war leider schon immer sehr bellfreudig, aber normalerweise bellte er freudig zur Begrüßung und dann war auch wieder gut.
In letzter Zeit steigert er sich jedoch regelrecht rein wenn jemand zu Besuch kommt, der Postbote klingelt oder ein Familienmitglied nach Hause kommt...
Er kläfft ohne Ende so dass sich seine Stimme schier überschlägt und egal ob man es ignoriert oder er zur Begrüßung gestreichelt wird, er hört nicht auf!
Das nervt allmählich so, dass ich richtig wütend werde - und ich bin eigentlich ein ruhiger und geduldiger Mensch. Elvis versaut einem so jede Freude über Besuch oder macht jegliche Unterhaltung zwischen Tür und Angel unmöglich.
Ich weiß nicht was ich falsch gemacht habe, dass das immer mehr ausartet.
Ich finde es ist besonders schlimm seit er entgiftet und die Ernährung umgestellt wurde. Kann das damit zusammenhängen?

Früher war sein Gebell in einem normalen Rahmen, aber jetzt ist es echt unzumutbar für Gäste. Vor allem macht es den Leuten Angst! Er ist dabei nicht böse, aber er wirkt so für Leute die ihn nicht so gut kennen wie ich und weil er oft unvermittelt und furchtbar laut anfängt, erschrickt man fast zu Tode.
Anfangs hab ich es ignoriert, aber er hat dann Theater (im wahrsten Sinne des Wortes! ) gemacht bis er Aufmerksamkeit bekam. Daraufhin habe ich begonnen ihn auf seinen Platz zu schicken wenn er losbellte. Er geht auch auf seinen Platz. .. und bellt im Platz liegend weiter! Wenn ich ihn dann schimpfe dass er ruhig sein soll grummelt und brummelt - er mault mir quasi nach! Sobald ich mich dann wieder dem Besucher widme, kläfft er wieder.
Inzwischen sperre ich ihn weg wenn es klingelt damit er nicht mehr zur Tür kann. Da bellt er dann wie verrückt. Ich lasse ihn erst wieder raus wenn er ruhig ist - das dauert ewig und verdirbt einfach alles... - sobald er dann ruhig ist und kommen darf, fängt sein Theater von vorne an, wenn der Besuch z. B. im Wohnzimmer hockt.
Es ist jedesmal ein ewiges hin und her bis er endlich Ruhe gibt und obwohl wir konsequent sind, wird sein Verhalten nur schlimmer!
Wenn er sich erstmal eine Weile beruhigt hat, ist alles gut. Dann legt er sich hin und pennt.

Ich hab echt keine Lust mehr auf das Theater - es stresst ziemlich - aber ich hab keine Idee mehr wie ich das lösen soll, zumal es langsam aber stetig schlimmer wird, egal was wir machen.
Er ist so ein toller Hund, nur das müssen wir bald in den Griff kriegen sonst entwickelt sich ein "Missverhältnis".
Mein Mann hat ihm heute vor lauter "Bell-Stress" leicht eins auf die Schnauze gegeben, als Elvis ein Mega-Theater veranstaltete, als der Nachbar klingelte und kurz drauf auch noch der Freund unserer Tochter abgeholt wurde. Dann war sofort Ruhe... Das ist aber nicht die Lösung, die ich anstrebe...

Gibt es vielleicht einen Trick? Habt ihr Ideen? Oder seht ihr einen Fehler in unserem Verhalten?
Was kann ich machen?
Mir graust es schon vor morgen - ich feiere Geburtstag und bekomme den ganzen Tag Gäste. Letztes Jahr war das noch kein Problem... Auch im Sommer noch nicht. Ich weiß echt nicht was da wann schief gelaufen sein soll :huh:

Schlundi
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Re: Gekläffe ohne Ende...

Beitragvon Schlundi » Sa 10. Dez 2016, 18:24

Hm, also, das klingt ja echt nervig.
Moony bellt ja auch mal gerne.
Wir haben so eine Klapperbox (kleine Blechdose mit ein paar Kieselsteinen drin).
Da klappern wir damit, wenn sie sich zu sehr reinsteigert.
und die ist auch schon mal geflogen.

Aber es scheint sich ja schon richtig gefestigt zu haben.
Was ich mir jetzt nicht so vorstellen kann, dass das von der Ernährung kommen soll.

Aber eine zündende Idee habe ich ehrlich gesagt auch nicht.
Hat sich sonst noch irgendwas verändert?
So dass er meiint, er müßte den Ton angeben?
Würde er die leute reinlassen, wenn du ihn nicht auf seinen Platz schicken würdest?

Schwierig :gruebel:
LG Schlundi
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Bob
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Re: Gekläffe ohne Ende...

Beitragvon Bob » Sa 10. Dez 2016, 19:47

Puh, sehr nervig. Ich finde es ja immer schwer, wenn man die Situationen nie gesehen was dazu zu sagen. Ich selbst würde wohl über Futter oder Spielzeug arbeiten. Wobei Futter eher beruhigend auf den Hund wirkt als Spielen.
Das es von der Futterumstellung kommt glaub ich auch nicht wirklich. Von was zu was hast du gewechselt?
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Re: Gekläffe ohne Ende...

Beitragvon Terri_Lis_07 » Sa 10. Dez 2016, 20:57

Hattest du nicht in einem anderen Thread geschrieben dass er momentan aus gesundheitlichen Gründen deinerseits und Zeitgründen der anderen nicht so viel Auslastung bekommt ? Vielleicht hängt es ja damit zusammen?
Ev reicht ihm zeitweise das geistige nicht und er muss sich draußen einfach auch mal etwas austoben ?

Susi is ja auch so ein leidenschaftlicher Beller. Immer wenn Besuch kommt oder die Nachbarn nach Hause kommen oder weggehen bellt sie. Allerdings ist es mittlerweile so dass ich sie melden lasse und kurz danach wieder abstellen kann.

Da sie alles andere als weich ist und schon was ab kann hab ich es so gemacht dass ich sie für ruhiges Verhalten belohnt, und für ein nicht hören bzw weiter machen getadelt habe. Bedeutet für Terrierverhältnisse : Ich hab ihr beigebracht sich dann hinzulegen und auf mich zu konzentrieren. Wenn sie das getan hat gab es Futter. Wenn sie entgegen meiner Aufforderung zur Tür gerannt ist und gebellt hat flog ein Taschentuchpäckchen. Das hat sie in besonderen Fällen - da es sie hin und wieder einfach nicht juckt - auchmal abgekriegt. Natürlich nicht volle Kanne, aber es tat nicht weh und kam bei ihr an.

Mittlerweile kann ich sie wenn sie bellt ins Platz schicken und sie gibt Ruhe. Wenn die Ablenkung vorbei ist gibt es ne Freigabe. Das ist dann für sie so ein "hab es registriert, brauchst nicht weiter bellen" bzw "ich gestatte es dir nicht jetzt wegen sowas auszuflippen".

Ist aber natürlich immer inidviduell. Mit Susi kann ich es so machen, ich könnte sie zB draußen anmaulen und ihr die Leine neben dran donnern ohne einen ansatzweise eingeschüchterten Hund zu haben. Bei anderen Hunden kommt's ja zB vor dass sie schon starr vor Schreck sind wenn der Ton falsch ist. Bei manchen Hunden reicht im Falle des Bellens auch vielleicht Belohnung aus.

Andernfalls wäre ich mit Susi auf nen Hof unterwegs gestatte ich es ihr auch einen auf Wächter zu machen. Nur im Haus darf sie nicht mehr als kurz mal anschlagen.
Liebe Grüße von Lisa und Susi

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Re: Gekläffe ohne Ende...

Beitragvon RudiMentaer » So 11. Dez 2016, 08:40

Lauter gute Antworten, da muss ich fast gar nichts mehr schreiben.

Ich würde es in der Reihenfolge versuchen:
- Wenn es an der Tür klingelt mit Futter ablenken. (m.M.n. eher geringe Erfolgschancen wg. zu viel Adrenalin)
- ...mit Spielzeug ablenken bzw. ihn darauf konditionieren. (Hat Elvis ein echtes Spielzeug-Highlight, das er nur selten bekommt? Risiko: Er fährt noch mehr hoch)
- ...mit Schlundis Klapperbox oder Lisas Taschentüchern o.ä. maßregeln
100 % Erfolgsaussichten: Lass ihn endlich seine Priscilla heiraten.


Falls du mit Futter experimentieren willst, reduziere mal den Proteingehalt.

Edit: Ich gehe natürlich davon aus, dass Elvis ansonsten gesund ist und auch seine Schilddrüsenwerte i.O. sind...
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Re: Gekläffe ohne Ende...

Beitragvon ameise » So 11. Dez 2016, 13:24

Vielen Dank für Eure guten Tipps!
Das ist alles sinnvoll, nur dass es bei Elvis in der Situation nicht greift - zu viel Adrenalin. Er steigert sich da von 0 auf 100 sofort rein wenn es klingelt -Aufregung pur! Kein rankommen an ihn...
Natürlich würde er die Leute reinlassen. Er ist nur furchtbar neugierig, würde zur Tür raus drücken und alle begrüßen wollen und an ihnen hochspringen (das hatte ich ihm schonmal abgewöhnt!). Er ist nicht böse, er ist nur aufgeregt und "hoch erfreut " wenn man das so nennen kann. Eigentlich "terriermäßig"... :lachen:
Dieses Verhalten hat sich über mehrere Wochen/Monate langsam gesteigert. Seit der Futterumstellung aber noch extremer. Seither leckt er auch alles ab und frisst erst recht jeden Dreck - das hatte ich ihm auch abgewöhnt bzw. verlor sich als er erwachsen wurde.
Der Zeitraum als er weniger ausgelastet wurde zog sich nur über 2-3 Wochen und zwischendrin kam er schon voll auf seine Kosten. Also das allein kann es nicht sein, zumal das Verhalten ja schon viel früher begann.

Gestern hab ich es zwangsläufig so gemacht dass ich ihn weggesperrt habe sobald er klärte als es klingelte und ihn erst rausließ wenn er ruhig war. Dann durfte er "hallo" sagen, abermals sobald er zum kläffen ansetzte (also nicht bloß 1 oder 2 mal bellen), musste er wieder weg. Nach ca 4 mal Separieren hatte er es zumindest für die nächsten 2 mal klingen kapiert...

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Re: Gekläffe ohne Ende...

Beitragvon *Geli » So 11. Dez 2016, 15:32

Vielleicht kannst du ihn darauf konditionieren, dass er sofort in sein Körbchen/auf seinen Platz geht, wenn es klingelt? Ferner würde ich an mind. 2 Tagen eine wahre Klingelorgie feiern, mit allen Leuten, die dir helfen könnten, (muß ja nicht jedes Mal jemand reinkommen, aber vielleicht so jedes 3. Mal)
Sicher hat er irgendwann keine Lust mehr, wenn du den längeren Atem hast. Ja dann fliegt das ganz besondere Leckerli in seinen Korb. Weißt du, wie ich das meine? Um ihn schnell zu erwischen, bietet sich eine Hausleine an. :smile:
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dass etwas Sinn hat - egal, wie es ausgeht.

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Re: Gekläffe ohne Ende...

Beitragvon ameise » So 11. Dez 2016, 17:05

Genau Geli- so ähnlich hab ich mir das gedacht. Die Klingelorgie muss ich nur nicht planen, da jetzt vor Weihnachten eh jeden Tag Päckchen kommen und auch so täglich Leute klingeln.
Er hat auch gestern jedes mal großes Lob bekommen als er ruhig blieb.
Mit besonders tollen Leckerli wird es nur leider schwierig, weil er ja allergiebedingt nicht viel fressen darf. Da bin ich noch am herausfinden was er verträgt und super toll findet.

Ich bin auch dabei ihn auf seinen Platz zu schicken wenn es klingelt - das macht er ja auch brav weil er es eigentlich von Anfang an so kennt. Nur nützt das halt wenig wenn er von dort aus dann weiterkläfft und man kaum sein eigenes Wort versteht... Deswegen hab ich zwischenzeitlich angefangen ihn komplett aus der Situation rauszunehmen und ihn in einem extra Raum zu separieren. Gerade weil er sich so reinsteigerte und dann auch immer wieder vom Platz aufstand und zur Tür wollte. Das geht halt nicht wenn man ein Paket annehmen muss. Da stört das enorm und die meisten Postboten haben Angst wenn dauernd ein bellender Hund um die Ecke kommt.

Früher meldete er einfach kurz und dann war gut. Das hab ich toleriert, weil ich es okay finde wenn ein Hund bei "Eindringlingen" kurz anschlägt. Aber eben kurz!
Wie es kam dass er so extrem darin wurde, kann ich mir nur damit erklären dass meine Schwiegereltern ihn regelrecht hochpushen wenn er sie begrüßt. Sie kommen einmal pro Woche und natürlich freut er sich und zeigt das auch. Beide - Oma und Opa - feiern seine überkandidelte Freude indem sie ihn geradezu loben wenn er an ihnen hochspringt, sie lachen, streicheln und knuddeln ihn dann und fordern ihn geradezu auf weiterzumachen weil sie es ja so toll finden wenn er sich wegen ihnen so freut... :geschockt: :rolleyes:
Ich habe seither eigentlich gedacht, dass das nicht der Grund für so ein Verhalten sein kann, doch wenn ich nachdenke dann sehe ich schon eine Verbindung. Die Schwiegereltern waren in den letzten Monaten nicht so oft/unregelmäßig da. Eben nicht jeden Montag wie gewohnt -und jedesmal wenn sie länger nicht da waren wurde seine Freude extremer.
Ich weiß nicht wie oft ich ihnen schon erklärt habe, dass sie ihn nicht hochspringen lassen sollen und dass sie ihn erst begrüßen sollen wenn er ruhig ist. Wenn ich da bin greif ich da rigoros ein - dann bin ich die Böse... In der Regel kommen sie aber bevor ich von der Arbeit komme und gehen mit ihm spazieren - also begrüßen, hochpushen und dann mit Gassi belohnen :kopfklatsch: nach dem er den Vormittag allein war.
Da könnte es doch schon einen Zusammenhang mit seinem Verhalten geben oder? Hab ich seither nicht wirklich drüber nachgedacht, aber vom Zeitraum her wo es immer schlimmer wurde und den Phasen wo meine Schwiegereltern seltener da waren/länger nicht da waren, stimmt es überein.

Elvis ist genauso schlau wie er auch sensibel ist. Ich muss also vorsichtig sein. Schimpfen und Härte verträgt er nicht gut...
Wenn ich ruhig bleibe und ihn einfach mal separiere, beruhigt er sich schneller. Wenn ich Tempopäckchen werfe kriegt er Angst. So schnell ist niemand, dass Elvis nicht merkt wer das Päckchen geworfen hat... ich befürchte er wird sonst irgendwann zusammenzucken wenn ich nur die Hand zum werfen anhebe und beim Ball spielen soll das ja nicht sein. :gruebel:

Ich glaube ich kann nur die verschiedenen Möglichkeiten testen und weiterhin konsequent bleiben. Und ich muss meinen Schwiegereltern nochmal ins Gewissen reden...

Elvis bekommt bereits proteinärmeres Futter ( Vet Concept Lambpack). Viel rumprobieren geht nicht mehr, weil das das einzige Trockenfutter ist, dass wir gefunden haben, wo nichts drin ist wogegen er allergisch ist. Vielleicht könnte ich noch Platinum Lamm und Reis probieren? Das klär ich mit der Heilpraktikerin. Ob er sonst wirklich gesund ist, weiß ich nicht. Ihm geht es seit der homöopathischen Behandlung und Entgiftung auf jeden Fall gesundheitlich wesentlich besser! Er hat keine wunden Stellen mehr, sein Fell glänzt wieder (werde ich auch öfter drauf angesprochen ), er hat viel weniger "Output" und die Konsistenz des selben ist endlich normal bzw. fest wie es sein soll. Auch ist er draußen im Umgang mit anderen Hunden wieder souveräner geworden.
Nur vor großen Fahrzeugen und hektischen kleinen Kindern hat er wieder mehr Angst! Insbesondere bei (wirklich diagnostizierten) sehr hyperaktiven ADHS-Kindern (ich kenne und treffe da Viele durch meine Arbeit als Erzieherin) fängt er regelrecht zu zittern an und da würde ich auch nicht garantieren, dass er nicht doch mal vor Panik schnappt. Natürlich versuch ich solche Situationen für ihn zu vermeiden. Dass er mal eine Therapiehundeausbildung macht wie geplant, hab ich mir schon lange abgeschminkt.

Die Frage nach der Schilddrüse ist auf jeden Fall berechtigt. In ca 2 Monaten soll er sowieso nochmal überprüft werden, wenn die homöopathische Behandlung komplett abgeschlossen ist, wird nochmal eine Haaranalyse gemacht und verglichen. Vorher macht es keinen Sinn.
Vielleicht wäre dann auch ein Blutbild mal sinnvoll? Das würde in manchen Bereichen sicher mehr aussagen als eine Haaranalyse - wenn da nicht seine wirklich panische Angst vor Spritzen und Tierärzten wäre...

Immer wieder frage ich mich wieso ich mir so einen gesundheitlich wie auch verhaltenstechnisch verkorksten Hund vom Tierschutz holen musste... War ja von Anfang an alles mehr oder weniger problematisch. Andererseits wäre er in unerfahrenen oder falschen Händen entweder schon tot, zig mal herumgereicht worden, im Tierheim oder eine tickende Zeitbombe. Nach wie vor bin ich sicher dass wir ihn "hinbiegen" können. Nur kommen halt alte Verhaltensmuster und erlittene Erfahrungen in verschiedenen Formen immer wieder durch und die Parvovirose, die er als Welpe angeblich hatte, hat halt auch Spuren hinterlassen.

Ich bin froh dass ich mich hier mit euch austauschen kann! Oft sind es Kleinigkeiten im Verlauf der Diskussionen im Forum, die einen doch irgendwie doch ein gutes Stück weiterbringen oder eine Unsicherheit aus dem Weg räumen, eine Vermutung bestätigen und neuen Mut geben. Danke dafür!

LG Ameise

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Re: Gekläffe ohne Ende...

Beitragvon Bob » So 11. Dez 2016, 18:03

Grrrrr, jetzt hatte ich hier geschrieben und dann stürzt mein Laptop ab. :peitsche:
Ich finde die Ansätze von Geli und auch die anderen sehr gut. Denke aber deine Postboten die ständig klingeln, helfen dir nicht beim üben. Denn wenn der Postbote vor der Tür steht, hast du ja keine Zeit dich um den Hund zu kümmern.
Würde mir also wirklich Leute bestellen, die gezielt klingeln.
Da du schreibst das er immer als erster durch die Tür möchte zum hallo sagen, würde ich wohl auch da ansetzen. Sprich, Tür geht ein bisschen auf, er will die Nase durchstecken und schon ist die Tür wieder zu. Dann wieder das gleiche Spiel. Irgendwann wird er zurückbleiben und ist so auch nicht gleich so auf 180. Ist er ruhig, gibt es die Freigabe und er darf hallo sagen. Diese kann dann ja immer etwas später kommen. Wichtig finde ich dabei immer das die Hunde von alleine zurück bleiben und nicht weil wir ständig was von Sitz usw. reden.
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Re: Gekläffe ohne Ende...

Beitragvon trini » So 11. Dez 2016, 20:56

Hallo ameise!

Was fuetterst Du denn jetzt? Und warum wird er homoepathisch behandelt? Kann das Mittel u.U. nicht das richtige fuer ihn sein? Da wuerde ich erst einmal noch mal den THP kontaktieren. Stutzig macht mich naemlich, dass er wieder in alte - eigentlich abgelegte - Verhaltensmuster verfaellt.

Ansonsten solltest Du Dich mal ueber konditionierte Entspannung informieren. Koennte ihm auch helfen.

Ich bin kein Freund von fliegenden Gegenstaenden. Weil je nach Erregungslage das auch gar nicht ankommt. Bei sensiblen Hunden kann das zu Meideverhalten fuehren, bei selbstbewussten Hunden hat man vielleicht ein oder zwei Mal Erfolg, danach lachen sie sich darueber kaputt. Muss wenn wirklich richtig aufgebaut und konditioniert werden.

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Re: Gekläffe ohne Ende...

Beitragvon ameise » So 11. Dez 2016, 23:20

@Bob
Ich "trainiere" das was du beschreibst seit fast 2 Jahren!
Elvis ist 2,5 und war 7,5 Monate als er zu mir kam - damals total hyperaktiv durch ständige Überforderung der Vorbesitzer (3 -4 Stunden spazieren täglich und dazu noch spielen und trainieren und den Rest des Tages allein - bis zu 8 Stunden!) und sehr unsicher vermutlich durch deren Unerfahrenheit und seiner Krankengeschichte etc...
Mittlerweile darf er erstmal gar nicht hallo sagen. Er bleibt im Zimmer wenn der Postbote klingelt und dafür nehme ich mir dann schon Zeit - egal wer klingelt, er muss erstmal warten. Da lass ich mich nicht stressen. Wer diese Geduld nicht aufbringt, hat Pech. Das "Nase durch Tür schieb- Spiel" folgt dann wenn Besucher im Haus sind. Dann darf er erst aus dem Zimmer wenn er es schafft ruhig zu bleiben. Ich bin wirklich konsequent - einmal eine winzige Nachlässigkeit versaut mir sonst jeden Teilerfolg...
2 Jahre! Elvis hat eine unfassbare Ausdauer!
Das selbe Spiel hatten wir mit der Leinenführigkeit. Alle bewährten Methoden konsequent durchgeführt von stehen bleiben, weitergehen wenn er locker lässt, Richtungswechsel, an der Mauer entlang gehen und ihn nicht vorlassen wenn er vorbei drücken will, Lob und Leckerli wenn es klappt etc pp - das hat jetzt ebenfalls knapp 2 Jahre gedauert bis er einigermaßen ohne ziehen an der Leine geht - und es ist immer noch ausbaufähig.
Meine Hundetrainierin hat keine Ideen mehr dazu und erzählt mir immer nur das Gleiche was ich seit 2 Jahren mache... :rolleyes:
Und nochmals - es liegt nicht daran dass ich nicht konsequent genug wäre. Ist ja auch nicht mein erster Hund.

@Trini
Wie ich oben schon geschrieben habe, bekommt er "Vet Concept Lamb Pack". Er wird homöopathisch behandelt weil er allergisch ist und laut Haaranalyse auch mit Toxinen belastet und mehrere Organe angegriffen sind. Daher Entgiftung, Darmsanierung, Immunsystem aufbauen und Bachblüten wegen seinem Verhalten. Alles mit der THP abgesprochen und bereits zweimal angepasst.

Das mit den fliegenden Gegenständen sehe ich eigentlich auch so wie du. Es funktioniert nur wenn du extrem schnell bist und der Hund erstens nicht merkt dass du das Teil geworfen hast und zweitens diese "Strafe" sofort ankommt damit er es auch mit seinem Verhalten verknüpfen kann. Und daran scheitert es in den meisten Fällen, denn man hat dazu nur 1 Sekunde Zeit.
Wie gesagt - Elvis ist dafür sowieso eher zu sensibel als dass eswas bringen würde.

LG Ameise

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Re: Gekläffe ohne Ende...

Beitragvon trini » Mo 12. Dez 2016, 20:02

@ameise

Ich kenne es von unserer THP, dass sie ueber jegliche Verhaltensaenderungen unterrichtet und auf dem Laufenden gehalten werden will. Und Elvis zeigt ja massive Verhaltensaenderungen seit der Behandlung, wenn ich Dich richtig verstehe. Vielleicht zu viel auf einmal?

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Re: Gekläffe ohne Ende...

Beitragvon ameise » Di 13. Dez 2016, 18:44

Ja Trini, unsere THP will auch auf dem laufenden gehalten werden. Gerade weil es so viel auf einmal war, was das Labor vorgeschlagen hat nach der Haaranalyse, hat sie das Ganze etwas entzerren und wir haben nicht alles auf einmal gegeben, sondern teilweise eins nach dem anderen über Wochen bzw jetzt 2 Monate und sie hat die Bachblüten seinem Verhalten angepasst.
Ich denke es könnte trotzdem etwas viel sein. Die THP meinte das ja auch, aber anhand seiner schlechten Werte, war sie der Meinung auch nichts davon weglassen zu können.
Mittlerweile muss er "nur" noch 6 Mittel nehmen - 3 davon nur einmal pro Woche (Globuli) und mit einem anderen Mittel (Tabletten) wird er diese Woche fertig. Also wir haben das meiste der Behandlung schon durch und dann kriegt er erstmal "Globuli-und Tablettenpause"...
Ich hoffe dass er sich dann wieder einkriegt.

Trotz Allem muss ich sagen, dass er seit der Behandlung wunderschönens Fell bekommen hat, seine Haut sieht wieder gut aus, Entzündungen an Pfoten und Ohren sind weg und er wirkt in Begegnungen mit Rüdesheim etwas entspannter bzw. allgemein ist er draußen aufmerksamer mir gegenüber und hört besser.
Es ist nur der Stress wenn es klingelt und Besuch kommt und wie abartig er sich da reinsteigern kann und sein Boden und Gegenstände ablecken, was seither so extrem geworden ist.

Ich hab den Eindruck seit meinem Geburtstag am Samstag wo es ja den ganzen Tag geklingelt hat und Besuch kam ist sein Gekläffe etwas besser geworden. Ich hoffe das bleibt so bzw dass ich das mit konsequentem Klingeltraining noch verbessern kann.

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Re: Gekläffe ohne Ende...

Beitragvon Bob » Di 13. Dez 2016, 20:53

Daumen sind gedrückt.
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