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Streit ums Spielzeug

Erfahrungen/Probleme von Mehrhundehaltern

ameise
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Streit ums Spielzeug

Beitragvon ameise » Mo 30. Nov 2015, 12:39

Hallo ihr Lieben!

Miss Piggy ist ja nun erst seit 3 Tagen hier aber sie hat sich von der ersten Sekunde aufgeführt wie die Axt im Wald. Sie ist frech wie Oskar, kennt keine Grenzen und ist größenwahnsinnig glaube ich.

Ihre erste Aktion im Haus war: Rauf aufs Sofa und von oben runter den Hausherren Elvis angekläfft ohne Pause. Also schickte ich sie vom Sofa und sie kläffte mich an und schnappte nach mir - zwar nicht aggressiv mit Verletzungsabsichten, aber dennoch ein Nogo.
Am ersten Tag war ich noch nachsichtig weil sie ja in der neuen Umgebung und ohne vertraute Menschen auch etwas durch den Wind sein darf.

Es stellte sich aber raus, dass die Madame nur dreister und frecher wurde! Folglich begann ich sie bei Gekläffe gegen mich oder Elvis zum abregen in ihre Box zu schicken. Klappte gut, sie beruhigte sich schnell und das Gekläffe ist auf ein annehmbare Maß gesunken. Sie lernt schnell.

Außer schnappen wenn sie sich durchsetzen will, reitet sie bei mir auf und will mit Elvis spielen, wobei sie keine Grenzen kennt und akzeptiert! Elvis will irgendwann seine Ruhe aber sie geht ihm nach und schnappt ihm in die Lefzen - sogar wenn er sich in die Box verzieht! Für sie ist das ein Spiel und sie versteht Elvis' Ansagen nicht. Ich glaube sie hatte nicht genug Hundekontakte.
Seither war Elvis sehr gutmütig. Inzwischen wird er sehr deutlich. Er fletscht Zähne, knurrt wirklich ganz von unten rauf und schnappt in ihre Richtung wenn sie ihn penetrant belästigt, bespringt und schnappt. Wenn er noch deutlicher werden muss, dann muss er zupacken!
Wenn sie ihn dann doch endlich in Ruhe lässt, legt sie sich wie wenn nichts gewesen wäre aufs Sofa und pennt.
Er ist nicht nachtragend und verhält sich bisher jedesmal wieder offen ihr gegenüber.

Was ganz schlimm ist, ist dass sie ihm sein Spielzeug klaut. Egal was er hat, sie holt es sich! Nicht weil sie das selbe will oder nichts hat, sondern nur damit er es nicht hat! Bei identischen Spielzeugen oder Kauartikeln, die ich beiden zur selben Zeit gebe, geht sie hin und klaut ihm Seins aus dem Maul. Er gibt immer nach ohne zu murren. Meistens geht er dann hin und nimmt einfach ihres, welches sie ja liegen lassen hat um seins zu nehmen. Das sieht sie aber gar nicht ein und schnappt ihm das dann auch wieder weg.
Sie gönnt ihm gar nichts! Er soll nichts haben und sie alles - auch wenn sie es dann nur in der Ecke liegen lässt -Hauptsache er hat nichts. Das kann sie ewig treiben selbst wenn ich mich einmische und ihr z.B. denn Knochen sofort wegnehme und Elvis zurückgebe. Sie versucht dann mit dem Teil vor mir abzuhauen oder schnappt.

Wie würdet ihr mit so einem dreisten und penetrant aufdringlichen Verhalten umgehen?

LG Ameise

Kräutergeist
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Re: Streit ums Spielzeug

Beitragvon Kräutergeist » Mo 30. Nov 2015, 13:06

Bei mir würde sie als erstes permanent und für immer vom Sofa fliegen. Wer so dreist, frech und größenwahnsinnig ist, braucht nicht noch das Privileg mit mir auf meinem Platz liegen zu dürfen.
Wenn sie Elvis gegenüber zu heftig wird würde ich spätestens dazwischen gehen, wenn er in seine Box geht und sie ihn immer noch nervt. Wenn er in seiner Box liegt, hat sie da nix zu suchen.
Spielzeug würde ich in eine Kiste packen - falls du das nicht so wie so machst - und ich entscheide dann wann Spielzeit ist. Bei Kausachen würde ich beaufsichtigen und gleich dazwischen"hauen", wenn sie nur die kleinste Anstalt macht Elvis seins zu klauen, oder eben räumlich trennen. Tür zu und Ruhe ist.

Dann muss man sehen wie es sich entwickelt.
Erfahrungsgemäß wäre es nicht ungewöhnlich wenn Missy längerfristig gesehen die ranghöhere Position gegenüber Elvis einnehmen würde. Muss man schauen, ob das jetzt reiner Übermut ist, weil man ihr nicht genug Grenzen gesetzt hat und sie ja auch noch recht jung ist. Bleibt abzuwarten. Das einzige was man momentan machen kann ist wirklich nur dazwischen gehen, wenns zu heftig wird.
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ameise
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Re: Streit ums Spielzeug

Beitragvon ameise » Mo 30. Nov 2015, 13:23

Danke! Das bestätigt mich in meinem Verhalten.
Wenn Elvis in die Box geht ist für sie Schluss - da zieh ich sie dann weg und schick sie auf ihren Platz. Sie schnappt dann zwar manchmal nach mir, aber sie trollt sich.

Spielzeug hab ich schon weg geräumt. Aber Elvis muss ja auch seine Spannungen abbauen und braucht sein Hirschhorn zum kauen. Ich habe beiden ein neues gekauft, aber sie will immer das welches Elvis hat. Ich gebe Elvis Seins nur noch in der Box und wenn sie dann vor seiner Box rumkläfft, schicke ich sie in ihre Box.

Wer nachher der Ranghöhere ist, ist mir egal, aber in Ruhe lassen muss sie ihn ja trotzdem und ihm auch mal was gönnen. Sonst muss sie Einzelhund bleiben.
Aber ich glaube dass das eher Übermut ist. Draußen - egal ob mit oder ohne Elvis wirft sie sich gleich auf den Rücken wenn ein andrer Hund in ihre Nähe kommt. So war auch die erste Begegnung draußen mit Elvis.
Da dachte ich das läuft ja prima wenn die sich gleich unterordnet... von wegen!

Ich war mir nicht sicher ob ich eingreifen soll wenn sie Spielzeug oder Kausachen klaut oder ob die das selber regeln sollen, aber weil sie ihm wirklich gar nichts lässt, habe ich genauso angefangen maßzuregeln wie du es beschrieben hast. Echt ne Hexe, die kleine Dicke!

Denkt ihr die beiden können sich zusammenraufen?

Kräutergeist
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Re: Streit ums Spielzeug

Beitragvon Kräutergeist » Mo 30. Nov 2015, 15:08

Ich denke schon, dass die beiden miteinander klar kommen.
Ich schätze, so wie du, dass die Misses bisher einfach kaum bis keine Grenzen bekommen hat - braucht sie ja auch nicht, wenn sie nur im Garten hockt... *hust*
Wenn erstmal klar ist, dass du Ressourcen verwaltest wird sich das sicher legen, wobei es natürlich immer vorkommen kann, dass sie es nochmal versucht.

Momentan ist das wohl einfach nur testen bis zum Limit.
Wie sehr kann ich Elvis ärgern?/Wie viel lässt der sich gefallen?
Kann ich mir einfach alles nehmen, was ich will?
Lässt sich mein Halter beeindrucken, wenn ich mal schnappe?
etc.pp.

Dazu kommt, dass Hündinnen meiner Erfahrung nach echt richtige Zicken sein können.
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Re: Streit ums Spielzeug

Beitragvon ameise » Mo 30. Nov 2015, 22:22

Da hast du wahrscheinlich recht.
Sie muss sich halt bis in zwei Wochen ein bisschen eingekriegt haben. Denn dann entscheidet sich ob sie bleibt.
Natürlich ist das zu kurz und das braucht Zeit und Geduld, aber man müsste ja zumindest mal eine Verbesserung ihres Verhaltens bemerken oder eine Tendenz feststellen können.

Victor

Re: Streit ums Spielzeug

Beitragvon Victor » Di 1. Dez 2015, 10:09

Wenn sie weiss, was schlechtes/unerwünschtes Verhalten ist, dann weiss sie auch was gutes/erwünschtes Verhalten ist :zwinker:
Ich sehe da durchaus den Silberstreifen am Horizont :lachen:
Viel Durchhaltevermögen :respekt:

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Re: Streit ums Spielzeug

Beitragvon Kelpie » Di 1. Dez 2015, 10:20

Hihi da hast du dir ja ein kleines Miststück ins Haus geholt.
Ich persönlich würde ihr erst mal alle Ressourcen nehmen. Und ihr sehr deutlich klar machen das Diebstahl, auch beim 2. Hund absolut nicht geduldet wird. Dies wenn nötig auch mal etwas lauter und grober und zwar bevor das der andere Hund von sich aus regelt.
Du verwaltest jegliche Ressourcen und bestimmst wann sie was bekommt und wie lange.

Schnappen wird bei mir absolut nicht geduldet, einmalig, ja okey, aber mehrfach und immer dann wen man sie massregelt, nope, würde ich mir nicht gefallen lassen. :peitsche:

Ganz klare Grenzen, anfangs straffer angezogen, einen geregelten Tagesablauf, Konsequenz und gute Nerven, sollten dich so zum Ziel führen. Den Anfang hast du ja schon gemacht. :smile2:

Victor

Re: Streit ums Spielzeug

Beitragvon Victor » Di 1. Dez 2015, 10:35

Kelpie hat geschrieben:Schnappen wird bei mir absolut nicht geduldet, einmalig, ja okey, aber mehrfach und immer dann wen man sie massregelt, nope, würde ich mir nicht gefallen lassen. :peitsche:

So sieht es aus :zwinker:
Dem Rest des Vorposts kann ich mich nur anschließen. :daumenhoch:

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Re: Streit ums Spielzeug

Beitragvon ameise » Di 1. Dez 2015, 15:14

Ja ich stimme euch da absolut zu. Inzwischen gibt's hier so gut wie nichts was sie sich klauen könnte und ich allein bestimme wer wann was bekommt.
Das Schnappen wenn ich sie maßregle ist fast weg. Das lass ich mir natürlich nicht gefallen! Ich War mir nur nicht klar wie ich am besten drauf reagiere. Jetzt klopf ich ihr wenn sie schnappen will dezent auf die Schnauze und sage laut und energisch nein. Wenn sie es nochmal probiert, kommt sie umgehend in die Box - aber das hat sie glaub ich kapiert.
Genauso verfahr ich wenn sie mich ankläfft. Einmal Kommando Ruhe und wenn nicht, dann Box.

Gestern hab ich sie geschimpft als sie Elvis Hirschhorn aus seiner Box rausgeklaut hat. Sie wollte bellen ich sagte gleich nein, da ging sie freiwillig in die Box und kläffte raus! Sie hat einfach den Spieß umgedreht! :kopfklatsch:
Da machte ich das Gitter zu und sie verstand sofort dass sie jetzt ruhig sein muss wenn sie wieder raus will :froh:

Nur Elvis Grenzen akzeptiert sie noch immer nicht. Er ist manchmal schon angepisst wenn sie nur in seine Nähe kommt. Wenn sie sich nicht ändert wird er sie bald nicht mehr leiden können. Auf Dauer zwei Hunde die sich nicht mögen kann und will ich nicht halten...

Sollte ich Elvis mehr unterstützen? Muss ich ihr zeigen wann Ruhe ist, wenn sie Elvis Ansagen nicht respektiert?

LG

Victor

Re: Streit ums Spielzeug

Beitragvon Victor » Di 1. Dez 2015, 15:56

Das würde ich vorläufig nicht tun, ausser dass du ihn durch Zuneigung und Anerkennung (für korrektes Verhalten und weil er halt dein Elvis ist :zwinker: ) hervorhebst und stärkst.
Elvis sollte sich besser selbst behaupten können und vielleicht muß ihm mal der Kragen platzen, dass bei ihr der Grosche fällt.
Wenn sich nicht massiv die Grenzen überschreitet, würde ich sie weitgehend solange ignorieren, bis sie erwünschtes Verhalten an den Tag legt.

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Re: Streit ums Spielzeug

Beitragvon ameise » Di 1. Dez 2015, 19:26

Naja ich finde schon dass sie massiv die Grenzen überschreitet. Sie folgt Elvis in seine Box wenn er seine Ruhe will, beißt ihm in die Lefzen und will ihn rausziehen.
Vorhin hat sie sich geweigert beim Essen unterm Tisch vorzugehen. Ich schickte sie auf ihren Platz und sie kläffte mich an und wollte bei mir aufreiten :geschockt:
Da hab ich sie mir geschnappt und auf den Boden gedrückt bis sie sich entspannt hat. Dann ließ ich sie los - sie geht weg und versucht gleich nochmal mir auf dem Rücken (ich war in der Hocke) aufzureiten!
Also schnappte ich sie gleich nochmal und drückte sie auf den Boden. Sie wehrte sich diesesmal nicht, sondern wurde schlaff und schlief ein.

Ich glaube die ist im Kopf echt noch ein Welpe! Oder was ist das für ein Verhalten?

Dafür hat sie sich das Schnappen ziemlich abgewöhnt.

Draußen mit anderen Hunden ist sie echt super! Total easy und unkompliziert.
Es wäre so schön wenn sie mit Elvis im Haus auch so locker sein könnte...

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Re: Streit ums Spielzeug

Beitragvon ameise » Di 1. Dez 2015, 19:27

Elvis ist der Kragen schon mehrfach geplatzt. Wenn er noch mehr platzt müsste er sie ernsthaft verletzen...

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Re: Streit ums Spielzeug

Beitragvon Kelpie » Mi 2. Dez 2015, 08:07

Kannst du mal etwas zu ihrer Vorgeschichte und zu ihr schreiben?

Und was heisst Elvis ist schon öfters der Kragen geplatzt? Wie hat sich das geäussert?

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Re: Streit ums Spielzeug

Beitragvon Komm-Tessa » Mi 2. Dez 2015, 15:33

Du kannst nicht Elvis' Grenzen abstecken und durchsetzen. Das muss er selbst machen. Und wenn er da keine Probleme mit hat, warum dann du?
Vielleicht könntest du Elvis' Box für die Gake mit einem Tabu besetzen, dass er darin echt seine Ruhe findet, aber viel mehr kannst du für ihn nicht tun.

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Re: Streit ums Spielzeug

Beitragvon *Geli » Mi 2. Dez 2015, 16:31

Sie ist noch so jung und noch nicht mal eine Woche da...

Nicht nur für Elvis, sondern ganz besonders für die "kleine Irre" ist alles neu. Neues Zuhause, neue Gassistrecken, neues Frauchen/Herrchen, Kinder, vielleicht neues Futter, neue Regeln und noch dazu ein 2. Hund.
Ich denke, sie muß wahrscheinlich den sozialen Umgang mit euch und Elvis erst lernen, wenn sie im alten Zuhause einfach nur "da" war. Irgendwie ist es ja gut, dass sie sich jetzt schon zeigt und nicht erst in ein paar Wochen. :zwinker:

Ich würde sie sofort auf den Clicker konditionieren und dann alles (drinnen und draußen), was sie gut macht und erwünscht ist, clickern. :smile:
BildLG Geli jetzt leider verwaist - ohne :cry: Cheyenne
Bild
Hoffnung... ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat - egal, wie es ausgeht.--nunHoffnung begraben :cry:

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Re: Streit ums Spielzeug

Beitragvon ameise » Do 3. Dez 2015, 13:34

Wenn Elvis der Kragen platzt, was ich vor Miss Piggys Ankunft noch nie so erlebt habe, dann Fleisch er die Zähne, geht knurrend auf sie los und versucht sie auf den Boden zu drücken. Meistens wirft sie sich dann gleich selbst auf den Rücken - sobald er aber ablässt geht sie wieder auf ihn los und so Widerhall sich das bis Elvis in seine Box geht, die ich für sie schon mit einem tabu belegt habe , was sie aber trotz konsequenter Durchführung nicht juckt...

Klar ist alles neu und verwirrend für das arme Tierchen und dafür hab ich auch Verständnis. Trotzdem muss ich ja schauen dass ich mit ihrem Verhalten klar komm und richtig damit umgehen um nichts zu versauen.
Seit ich sie vorgestern abend 2 mal nachdem sie mir am Rücken aufreiten wollte, geschnappt hab und auf den Boden gedrückt bis sie sich beruhigt hat, ist sie tatsächlich wesentlich umgänglicher geworden und sie lässt auch von Elvis eher ab.

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Re: Streit ums Spielzeug

Beitragvon Komm-Tessa » Do 3. Dez 2015, 13:52

Ok, Elvis macht das schon, in der richtigen Form, der richtigen Dosierung und dem richtigen Timing. Also lass ihn machen.
Wie du selbst damit umgehst um DEINE Angelegenheiten mit ihr "zu besprechen"... würde sagen: nicht so viel nachdenken sondern machen.
Bei der Dame darf man scheint's auch mal körperlich werden, wenn sie" zarte Andeutungen" nicht verstehen will.

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Re: Streit ums Spielzeug

Beitragvon ameise » Do 3. Dez 2015, 18:23

Ja die Dame sucht was sie wohl lange nicht hatte: klare Ansagen und jemand der sie führt.

Sie verhält sich auf der ganzen Linie noch wie ein Welpe. Sie spielt wild und im nächsten Moment fällt sie um und pennt. Sie beißt in Jackenärmel und für sie ist das ein Spiel, wie alles ein Spiel für sie ist. Sie nimmt nichts ernst und muss dauernd testen. Sie ist noch tollpatschig und unkoordiniert.

Zur Vorgeschichte: Miss Piggy wurde angeschafft über einen ungarischen "Züchter" weil der Mann und die Kinder einen Hund wollten- die Frau war dagegen. Dann fing die Frau wieder mit Vollzeitarbeit an, die Kinder sind im Hort und der Mann arbeitet auch voll. Folglich war Miss Piggy von morgens bis abends allein draußen im Hof sich selbst überlassen. Für einen Junghund mit 8 oder 9 Monaten und dazu noch einen Beagle kein schönes Leben. Der Mann erkannte das auch und entschied sich zum Wohle des Hundes ihn abzugeben.

Niemand weiß welche Erfahrungen die kleine Hündin den ganzen Tag im Hof gemacht hat...

Auf jeden Fall stellt sie uns auf die Probe - besonders Elvis.
Elvis ist oft auch eifersüchtig wenn sie gestreichelt wird und beschwert sich dann indem er laut mault, fiept oder winselt oder manchmal auch in ihre Richtung schnappt.
Wie würdet ihr damit umgehen?
Sie gönnt ihm genauso wenig und drängt sich dazwischen wenn er gestreichelt wird oder/und schnappt ihn an den Lefzen.

Ich möchte dass sie sich irgendwann akzeptieren und nicht mehr eifersüchtig sind. Denkt ihr die Chance besteht?

Wenn wir draußen auf einen fremden Hund treffen, stellt sich Elvis vor sie und verwarnt den anderen. Soll ich das zulassen? Eigentlich bin doch ich der Rudelführer und er muss die Aufgabe nicht übernehmen sie zu verteidigen, oder?

LG Ameise

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Re: Streit ums Spielzeug

Beitragvon ameise » So 6. Dez 2015, 13:21

Langsam spielt es sich hier ein wenig ein.
Der unbändige Spieldrang von Piggy hat etwas nachgelassen und Elvis findet wieder mehr Ruhe. Auch schaffen die beiden es inzwischen nach einer Weile voneinander abzulassen und getrennte Wege zu gehen. Meistens legt sich dann jeder in seine eigene Box.

Piggy schaut sich viel von Elvis ab, was ja positiv ist.
Aber auch Elvis, der aus mir unerfindlichen Gründen Angst vor Leine , Halsband und Geschirr hat und den wir deshalb jeden Tag auf's neue überzeugen müssen sich anziehen zu lassen wenn wir rausgehen, schaut interessiert zu wie Miss Piggy sich wackelnd freut wenn sie angezogen wird weil sie weiß dass wir dann rausgehen.
Er kommt langsam näher und hat sich schon ein paar mal getraut ohne große Überzeugungsaktion unsereseits seinen Kopf vorsichtig in sein Geschirr zu stecken.

Spielzeug muss ich natürlich immer noch unter Beobachtung gut dosieren... aber für das, dass sie ja erst seit 8 Tagen hier ist, sieht die Entwicklung doch recht positiv aus.

Mein 16jähriger Sohn wurde vom Ehrgeiz gepackt, was für ihn sehr untypisch ist, da er von Grund auf und schon immer eher eine "L... mich am A....-Einstellung" hat :lachen:
Er will Piggy unbedingt behalten und er, der noch nie wirklich Begeisterung für etwas gezeigt hat, will mit ihr in die Hundeschule gehn!

Ich war am Freitag nochmal bei der Tierärztin weil ich festgestellt hatte, dass Piggy nach dem pinkeln einen leichten eitrigen Ausfluss hatte. Leichte Vaginitis, anscheinend häufiger in dem Zeitraum nach der Läufigkeit. Sie hat ihr eine AB-Spritze gegeben um ein aufsteigen in die Gebärmutter zu verhindern und meinte erfahrungsgemäß dass wenn sowas gleich behandelt wird meistens für immer Ruhe ist.
Die TÄ sagte auch, dass uns eigentlich nichts besseres passieren kann als ein Hund für den ein 16jähriger freiwillig die Verantwortung übernehmen mag... :rolleyes:
Bin mal gespannt... klar ist dass die Hauptverantwortung sowieso bei mir bleibt. Aber wenn er mich was Hundeschule angeht unterstützt, bin ich zufrieden. In seinen Erziehungsmethoden ist er bis jetzt konsequent und klar - daran sieht man dass es ihm echt wichtig ist.

Wäre toll wenn es sich so weiter entwickelt :klatsch:

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Re: Streit ums Spielzeug

Beitragvon Kräutergeist » So 6. Dez 2015, 14:29

Manchmal bekommt man eben nicht den Hund, den man will sondern den, den man braucht ;)
Wenn Elvis da ein bisschen seine Angst verliert, Piggy in geordnete Bahnen kommt und der rebellische Teenie lernt, was Verantwortung bedeutet und sein Leben ein bisschen danach strukturiert - was hätte euch besseres passieren können?
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Re: Streit ums Spielzeug

Beitragvon ameise » So 6. Dez 2015, 15:23

:lachen: ja sowie ist Schicksal - bis jetzt bekam ich immer den Hund den ich oder irgendeiner in der Familie brauchte.
Ich hoffe halt mal dass das so positiv bleibt...
Mein Junior ist übrigens kein rebellierender Teenie - eher ein "teilnahmsloser". Er ist leicht autistisch veranlagt und es ist schön zu sehen, wie er jetzt für etwas Einsatz zeigen kann. :love:

Aber ich will den Tag nicht vor dem Abend loben. Piggy hat gerade erst angefangen ihr Köfferchen auszupacken...

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Re: Streit ums Spielzeug

Beitragvon Kräutergeist » So 6. Dez 2015, 16:53

Na, das hoffe ich, dass der Junior am Ball bleibt und eine Freundin für's Leben gefunden hat :)
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Victor

Re: Streit ums Spielzeug

Beitragvon Victor » So 6. Dez 2015, 18:18

Hört sich erst mal gut an :daumenhoch:
Ausdauer und Beharrlichkeit bringens halt doch noch am meißten :zwinker:
Auch wenn sich auf Dauer "nur" eine vernünftiges Zusammenleben mit eurer "Neuen" entwickelt, wäre das ja schon mal was im Gegensatz zu den Aussichten von vor ein paar Tagen :lachen:

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Re: Streit ums Spielzeug

Beitragvon trini » So 6. Dez 2015, 20:00

Es waere ja toll, wenn dein Hrosser bei der Stange bleibt. :love: Beagle sind haeufig, stelle ich hier auch fest, bei maennlichen Jugendlichen beliebt. Unser unerzogener Nachbar-Beagle ist auch bei einer Familie mit 2 pubertierenden Jungs in der Nachbarschaft gelandet. Der Aeltere war aber auch vorher schon sein bezahlter Gassi-Gaenger, der sich aber auch damals schon sehr in der Erziehung engagiert hat.

LG
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Re: Streit ums Spielzeug

Beitragvon ameise » So 6. Dez 2015, 20:59

Am Anfang wenn ein neuer Hund ins Haus kommt ist man immer so ungeduldig weil überhaupt nicht absehbar ist wie es sich entwickeln wird. Man ist vorsichtig und achtet auf jede Kleinigkeit um einen Moment der die Situation kippen könnte, nicht zu verpassen.
Vor allem wenn es anstrengend und stressig beginnt, wünscht man sich dass die Eingewöhnung schnell funktioniert und sich "endlich" was tut.
Wenn man dann merkt, dass sich was getan hat und es ja schon viel besser läuft als in den ersten Tagen, denkt man: "Wow! und das obwohl der Hund erst 1 Woche hier ist!" :lachen:
So ist es eigentlich jedesmal...
Und ich denke mir dass es wirklich erstaunlich ist wie anpassungsfähig, lernfähig und flexibel die Hunde doch meistens sind.
Elvis hat sich bisher jedes mal auf's Neue auf die Pflegis eingestellt und sich bei jedem Hund anders verhalten und entsprechend angepasst. Bisher fiel es keinem unserer Pfleglinge besonders schwer sich an unseren Tagesablauf zu gewöhnen. Alle wurden innerhalb kürzester Zeit stubenrein und haben ruckzuck gelernt sich zu melden wenn sie raus wollen.
Es ist schon erfüllend das miterleben zu können finde ich - auch wenn es am Anfang aufregend und stressig ist.

Wenn Piggy bleibt, kann ich keine Pflegehunde mehr aufnehmen. Dafür müsste Elvis sich nicht dauernd an neue Mitbewohner gewöhnen. Als Austin im Sommer vermittelt war, war Elvis sehr traurig. Das möchte ich ihm nicht immer zumuten.
Er mag Piggy schon. Inzwischen fängt er auch mal ein Spielchen mit ihr an und er jammert wenn jemand von uns mit Piggy rausgeht und er nicht mitdarf. Draußen sind sie fast schon ein Team. Sie schaut fast immer nach ihm und er holt sie zurück wenn sie mal an einem Mäuseloch stehen bleibt und nicht gleich kommt wenn ich rufe. Nur drinnen scheppert es oft noch, aber ich glaube es könnte sich mehr als nur ein vernünftiges Miteinander entwickeln.
Ich habe sie draußen an der Schleppe, die ich inzwischen einfach hinterherschleifen lasse. Klappt prima. Sie geht nicht weit weg und kommt zu 98% auf Zuruf zu mir her.

Wenn mein Sohn dran bleibt, wird sie bestimmt seine Freundin für's Leben. Er hat sich schon immer einen Beagle gewünscht und es war auch seine Idee mit dem Laborbeagle. Es scheint wohl der richtige Zeitpunkt dafür zu sein. Junior ging schon immer lieber die komplizierten Wege... die anderen Hunde, die hier waren, waren einfachere Charaktere als Piggy.
Meine Tochter hatte dafür schon immer den besseren Draht zu Elvis.

Ich glaube Teenie-Jungs mögen Beagles weil die süß sind, aber trotzdem als "richtiger Hund" gelten und nicht so ein "Tussi-Image" haben wie viele andere kleinere Hunde. Sie sind keine Pudel, Yorkies oder Chihuahuas, also keine typischen "Mädchenhunde". Niedlich, putzig und trotzdem "männlich" akzeptabel - außerdem ja auch sehr ansprechend wenn man "seinen Beagle" einem Mädel zeigen kann. Auf sowas stehen doch die Mädchen auch... :lachen: :bleed:


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