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Zerstörungswut


ameise
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Zerstörungswut

Beitragvon ameise » Mo 7. Dez 2015, 16:49

Miss Piggy ist jetzt seit 10 Tagen hier und wir haben sie langsam an das allein bleiben mit Elvis gewöhnt. 2 Stunden schafften sie bisher locker.
Heute waren sie 2,5 Stunden allein.
Als meine Schwiegereltern dann kamen, hatte sie ein kleines bisschen an der untersten Treppenstufe rumgenagt, etwas vom Putz neben der Türe abgekratzt und das Körbchen angefressen. :schreck:
Was mach ich denn jetzt?
Ich kann ja nicht eingreifen wenn sie das macht während niemand dabei ist und ihr das somit auch nicht abgewöhnen.
Auf renovieren hab ich keinen Bock!
Beim Vorbesitzer hat sie das angeblich nie gemacht. Nur mal ein Kissen zerrupft - damit könnte ich auch leben, aber das Haus sollte schon ganz bleiben.

Kräutergeist
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Re: Zerstörungswut

Beitragvon Kräutergeist » Mo 7. Dez 2015, 18:54

Dann sind wohl 2h bisher das Maximum.
Bleibt dir erstmal nur, sie vorher ordentlich müde zu machen. Wäre sie nicht so ein diebisches Miststück würde ich sagen biete Beschäftigung an - was zum Kauen z.B....
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trini
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Re: Zerstörungswut

Beitragvon trini » Mo 7. Dez 2015, 18:59

Hallo Ameise,

Ihr habt eigentlich ne Welpen-Beageline. :smile2: Ich erinnere mich an viele Threads mit entsprechenden Fotos in diversen Foren, dass die Junghunde genau das taten. Ich wuerde es als Stress einordnen, der aber durch Kauen abgebaut werden kann. Fressen beruhigt.....
Und sie ist sicherlich nicht umsonst im Garten oefter mal gepsrkt worden.

Sie kann noch kein Vertrauen zu Euch aufgebaut haben, deswegen wuerde ich momentan wirklich drauf achten, die 2h nicht zu ueberschreiten. Aktuell ist noch jede Kleinigkeit wichtig, damit sie Euch fuer verlaesslich einstuft......

LG
Martina

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Re: Zerstörungswut

Beitragvon ameise » Mo 7. Dez 2015, 20:32

:lachen: Jaaa diebisches Miststück... das trifft es genau. Das ist auch mein Problem - könnte ich ihr ihr Hirschhorn geben wäre alles paletti.
Elvis hatte immer was zum kauen und das hat er auch gebraucht.

Das blöde ist, dass ich die Zeit nicht mehr habe. Ich muss sie länger allein lassen weil ich arbeiten muss. Meine Schwiegereltern kommen morgens immer damit sie schrittweise daran gewöhnt wird.
Aber ab nächste Woche können die nicht mehr kommen, weil meine Schwägerin in die Klinik muss für mehrere Wochen und meine Schwiegereltern dann nach deren Kinder schauen müssen...
So war das nicht geplant, ist aber nicht zu ändern :shifty:

Piggy konnte aber 4 bis 5 Stunden alleine bei den Vorbesitzern in der Küche sein ohne was kaputt zu machen. Hier ist sie ja gar nicht so ganz alleine. Elvis ist ja da.
Sie liebt ihn. Sie hat sich heute ganz sachte an ihn rangerobbt, ihm die Pfoten und die Lefzen geleckt, ihren Kopf an seiner Seite gerieben, unter seine Achsel gesteckt und ist eingeschlafen... :love:
Elvis lag mit aufrechtem Kopf im Platz und sah recht steif und etwas verdutzt aus, ließ es aber zu und tat als würde er es ignorieren :lachen: er hätte ja auch weggehen können...

Bis Freitag muss ich entschieden haben ob sie bleibt. Ausgerechnet jetzt wo sie und Elvis sich näher kommen macht sie sowas... und ausgerechnet jetzt geht der Plan mit den Schwiegereltern nicht mehr auf. In gut 2 Wochen hab ich Urlaub, da könnte ich sie behutsamer eingewöhnen...
Was mach ich so lange?
Was ist wenn ich sie behalte und sie zerlegt mir dann täglich die Bude? Und lernt es nie?

Was haltet ihr von so einem großen Zimmergitterkennel?
Ist es wichtig für sie wenn sie alleine ist, viel Platz zum rumlaufen zu haben? Elvis liegt immer nur in seinem Körbchen und pennt. Er bräuchte kaum Platz.
Im Kennel könnte ich ihr auch was zum nagen geben und Elvis dann getrennt von ihr auch.
Wieviel Stunden wären akzeptabel?
Hat wer Erfahrungen / bessere Ideen?

LG Ameise
Denkt ihr das wäre eine Möglichkeit?
Was wären Vor- bzw. Nachteile?

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Re: Zerstörungswut

Beitragvon Kräutergeist » Mo 7. Dez 2015, 20:42

Andere Hundeleute, da kennste doch sicher nette?
Die die beiden vielleicht einfach zwischendurch ein bisschen bespaßen könnten? Sonst Hundesitter oder so. Was ist mit dem Junior, wann kommt der Heim?
Ansonsten vielleicht einen "Laufstall" hinstellen? Ein HUndegitter irgendwo hinmachen und die beiden so unterbringen, dass zumindest nicht das Haus angeknabbert wird?
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ameise
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Re: Zerstörungswut

Beitragvon ameise » Mo 7. Dez 2015, 22:08

Ich kenne einige nette Hundeleute, die das bestimmt mal machen würden, aber nicht jeden Tag, denn die gehen entweder wie ich arbeiten oder haben Babys und Kleinkinder daheim.
Hundesitter gibt's hier nicht sehr viele. Hab mich schonmal schlau gemacht für alle Fälle und weil meine Kollegin einen suchte. Sie hat die einzige im Ort gefunden - eine alte fast blinde Frau. Dort hat meine Kollegin ihre Hündin untergebracht. Mit spielen oder Gassi ist da aber nicht viel... nur streicheln, in Garten lassen und verhätscheln. Dann gibt's noch Eine die verlangt 50 € am Tag! Das kann ich mir nicht leisten. Und noch eine angebliche professionelle Hundesittrin mit Diplom von irgendwelchen Fortbildungen , die hatte mal die Hündin meiner Kollegin für 1 bis 2 Stunden und rief dann an, dass sie ihr entlaufen ist und sie die selber einfangen soll und sie diese "Problemhündin" nicht weiter betreut...

Junior kommt leider erst um 5 abends heim. Er hat im September eine Ausbildung begonnen. Ich arbeite von 8 - 13 Uhr. Da hat niemand Zeit - auch kein Schüler.

Aus einem Laufstall würde sie einfach raushüpfen, aber da könnte ich doch auch genauso eine große Gitterbox in den Flur stellen oder nicht?

LG

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Re: Zerstörungswut

Beitragvon Kräutergeist » Mo 7. Dez 2015, 22:26

Mit Laufstall war eben eher gemeint, dass du einen Bereich begrenzt in dem sie sich aufhalten. Ein Gehege quasi. Oder eben eine Tür mit Hundegatter versehen und sie dann in den Raum tun. Eben am Besten wo sie nicht viel anstellen können. Zimmerkennel...k.A. beim großen von neu Freundin hat's nicht geklappt. Er hat dann im Zweifel das Hundebett zerlegt auf dem er gelegen hat. Seit dem sie den 2. Hund haben ist das Problem nicht wieder aufgetreten. Also zumindest da kann ich dir nicht weiter helfen :(
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Re: Zerstörungswut

Beitragvon Kelpie » Di 8. Dez 2015, 09:00

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen das es manchen Hunden zu viel ist wenn sie zu viel Freiraum haben.
Denen geht es viel besser wenn sie nur einen begrenzten Teil der Wohnung, des Hauses haben.
Ein Zimmer oder eben die Küche reichen da oftmals schon.

Kennel kannst versuchen. Viele haben diesen ja auch für ihre Welpen (meist Nachts) da sind es ja auch mehrere Stunden.
Ansonsten würde ich ihr ein Zimmer oder die Küche zur Verfügung stellen, wo sie bleiben kann wenn ihr weg seit.
Wichtig find ich einfach Wasser und was zum kauen. (Vorausgesetzt sie schlingt nicht)

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Re: Zerstörungswut

Beitragvon Mecki » Di 8. Dez 2015, 09:10

Wenn sie den Kennel kennt und ihn gerne annimmt, würde ich es auch damit versuchen. Ansonsten eben ein Zimmer, in dem sie nicht viel anstellen kann. Zur Beschäftigung könntest Du ihr ein Suchspiel anbieten. Einen Karton voll mit Papier, leeren Toilettenpapierrollen usw. Dazwischen kleine Leckerchen verstecken. Dann hat sie erst mal was zu tun und ist danach hoffentlich müde. :smile:
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ameise
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Re: Zerstörungswut

Beitragvon ameise » Di 8. Dez 2015, 17:32

Aber das ist ja genau das Problem! Ich habe ein Gitter zwischen unterem und oberem Flur angebracht um die Hunde trennen zu können. Ein Zimmer wo sie nichts anstellen kann, habe ich nicht zur Verfügung. Das würde auch nicht funktionieren, weil die durchdrehen wenn einer in einem anderen Zimmer ist - genauso wie in getrennten Fluren. Die zerlegt mir das Gitter und kratzt am Boden an der Treppe.

Ideen wie ich sie beschäftigen könnte so lange sie allein ist, hätte ich genügend - bei Elvis hab ich das auch gut überbrücken können bis er auch ohne große Beschäftigung allein sein konnte.
Nur lässt sich das mit den Zweiten nicht umsetzen, weil die sich um alles streiten. Sie ist einfach sehr eifersüchtig auf Elvis und gönnt ihm nichtmal wenn ich ihn streichle, obwohl iCh din gleichzeitig streichle.
Heute hat sie angefangen als meine Schwiegereltern da waren, sämtliche Sachen aus den schränken zu ziehen und gestern hat sie noch eine Hose meiner Tochter aus dem Wäschekorb geholt zerfetzt, während ich in der offenen Küche daneben gekocht habe :schreck:

Ich schätze das ist jetzt erst der Anfang und ich weiß nicht ob mir die Art von Frechheit und Zerstörungsdrang nicht zu viel wird.
Ich kann mit Angsthunden umgehen und komm mit nicht stubenrein Hunden klar und mit unerzogenen und hyperaktiven nehme ich es auf, aber dass sie jetzt anfängt alles kaputt zu machen und dazu noch den Elvis so grob stresst, dass er nachts gar nicht mehr ins Schlafzimmer zum schlafen kommen will, das bereitet mir Kopfzerbrechen.
Irgendwie scheint sie vielleicht nicht die Richtige für uns zu sein - so sehr ich es mir auch wünsche...
:sick:
Sie will immer im Mittelpunkt stehen und braucht dauernd Aufmerksamkeit sonst stresst sie Elvis oder macht was kaputt...

Victor

Re: Zerstörungswut

Beitragvon Victor » Di 8. Dez 2015, 17:44

Ich würde dich verstehen, wenn du sie zurück geben würdest :ka:
Unser Hector war auch so ein Kandidat.
Am Anfang durftest du ihm nicht mal den Rücken zu drehen - übertrieben gesagt - und er hatte was in der Mangel.
Ihn konnte ich Zeit seines Lebens nie länger als ne viertel Stunde alleine lassen und das war manchmal schon zu lange.
Da lernst du Einrichtungsmanagement :rolleyes:
Alles zerstörbare ausser Reichweite (incl. Sicherheitsgurte im Auto :kopfklatsch: )
Die Dame braucht Einzelhaltung mit Ganztagesbetreung, wobei ich den zweiten Punkt für wichtiger erachte :gruebel:

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Re: Zerstörungswut

Beitragvon ameise » Di 8. Dez 2015, 19:18

Das vermute ich auch... wobei ich eher mehr auf die Einzelhaltung eingehen würde. Sie verträgt es nicht, dass sie nicht als einzige bespasst, beschmust und beachtet wird.
Ihr wird sehr schnell langweilig und sie mag es überhaupt nicht wenn man sie nicht ständig beachtet und das zeigt sie einem dann ganz deutlich.
Am Wochenende als wir alle da waren und Zeit hatten war sie der liebste Hund und ich schöpfte Hoffnung, aber jetzt legt sie jeden Tag noch eins drauf...
Ich weiß, dass die Zeit noch viel zu kurz ist um ein Urteil zu fällen, aber ich kann ihr und uns es auch nicht antun jetzt monatelang rumzuprobieren und dann doch zu erkennen dass ich ihrer Art nicht gerecht werden kann.

Ich bin hin und hergerissen. Ich denke dass sie als Einzelhund bei Leuten die sie nicht länger als 4 Stunden allein lassen bestimmt die allertollste Hündin wäre.
Ich glaube mit viel Geduld und Zeit würde man sie auch hier eingewöhnen können. Wenn ich wie es geplant war jemand hätte, der morgens kommt und sie langsam ans allein sein gewöhnt.
Und wenn ich ihr was zum beschäftigen geben könnte...
Trotzdem gefällt mir Elvis' Entwicklung dabei nicht so gut. Er zieht sich viel zurück. Er kommt kaum noch zum schmusen her und er reagiert wenn jemand heimkommt furchtbar gestresst mit Gebelle und Gehüpfe. Draußen fängt er an Leute anzubellen.
Er hat Stress und Frust den er nicht wirklich abbauen kann.

Bin traurig...

Victor

Re: Zerstörungswut

Beitragvon Victor » Mi 9. Dez 2015, 09:48

:knuddeln:
Kann ich dir gut nach fühlen.
Aber wenn keine vernünftige Pespektive zu erreichen ist, zerfleischt ihr euch alle daran - dann lieber ein Ende mit Schrecken, als schrecken ohne Ende.
Es zeugt auch von Größe, sich sein Nichtkönnen einzugestehen.
Du hast es versucht, es sollte nicht sein. Mehr kannst du nicht tun.
Trotzdem oder gerade deswegen :love: :bouquet:
Ich hoffe, Piggy findet ein Zuhause, dass ihr gerecht wird :daumdrueck: :bistbleed:

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Re: Zerstörungswut

Beitragvon Kelpie » Mi 9. Dez 2015, 10:31

Manchmal stimmt die Chemie einfach nicht. Kenn ich selbst auch.
Sich das ein zu gestehen und dem Hund die Chance auf die passende Familie geben, braucht viel, aber es lohnt sich!

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Re: Zerstörungswut

Beitragvon ameise » Mi 9. Dez 2015, 14:10

Heute Nacht haben sie im selben Körbchen geschlafen :love:
Und heute vormittag waren die beiden 2,75 Stunden allein und nichts ist kaputt.
Ich geb Piggy wann immer ich daheim bin und ich sie beobachten kann was zum nagen. Heute morgen nach dem Gassi gehen auch bis ich zur Arbeit musste.

Außerdem habe ich ihr vorgestern ein Baldrian-Spot on für Hunde aufs Fell getan und beide bekommen Zylkéne - das sind Kapseln mit Muttermilchenzymen die eine entspannende Wirkung haben.
Damit hab ich bei Austin (Pflegehund) gute Erfahrungen gemacht.

Als ich mit meinem Mann gestern gesprochen habe ob wir Piggy behalten oder nicht, da war er ganz perplex. Für ihn schien das gar kein Thema zu sein, aber er kommt ja auch erst abends heim - da sind die Hunde relativ entspannt...
Mich wundert es dass ihm die angefressene Treppe und die abgekratzte Stelle an der Wand nichts ausmacht.

Gerade nagt Piggy wieder am Hirschhorn. Ich habe 3 Stück davon aber beide Hunde wollen immer das selbe haben. Was ist an dem einen besser als an den anderen?
Piggy hat es Elvis mal wieder weggenommen. Elvis nimmt dann halt das andere aber nach kurzer Zeit geht er zu ihr hin und bellt sie an oder jammert. Sie ist davon völlig unbeeindruckt. Dann schaut er mich an und bellt mich an. Er will dass ich das regle, aber ich greife nicht ein. Er kann ja eins der anderen Hirschhörner nehmen. Immer wieder bettelt er im Wechsel Piggy oder mich an.
Mich würde interessieren was er macht wenn ich nicht dabei bin...

Piggy kaut wie blöd. Man merkt dass sie das braucht. Die hat schon ein Viertel weg gekaut!

Ich weiß nicht wie ich entscheiden soll. Meine Schwiegereltern haben angeboten dass sie sich aufteilen und einer zu den Hunden geht und einer zu den Kindern meiner Schwägerin. Ich müsste dann nur eben den einen wenn ich heimkomme nach hause fahren, weil sie nur ein Auto haben.

Meint ihr es macht Sinn Piggy noch eine Chance zu geben und bei dem Besitzer um Verlängerung der Probezeit zu bitten?
Vor Weihnachten ist immer blöd, ich möchte nicht dass Piggy irgendwo als "Weihnachtsgeschenk " landet. Das will der Besitzer sicher auch nicht und er wird sich wahrscheinlich darauf einlassen.
Aber was wäre für die Misses am besten?
Sie so lange hier lassen bis ich jemanden Geeigneten finde und hoffen dass sie sich doch noch einlebt oder sie dem Besitzer zurückbringen und ihn selber jemand suchen lassen?

LG Ameise

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Re: Zerstörungswut

Beitragvon Kelpie » Mi 9. Dez 2015, 15:46

Was sagt den dein Herz und dein Bauch zu der ganzen Sache?

Schlussendlich hast du ja den Hund dann mehrheitlich. Du erziehst ihn, du musst die nerven und die Kraft dazu aufbringen können. Und ich denke da hast du noch einiges vor dir.

Bei mir wollte damals mein Kopf unbedingt das es klappt, aber mein Bauchgefühl hat mir von Anfang an gesagt das es nicht passt. :confused:
Seh ich sie heute mit ihren Besitzern, hät ich nie ne bessere Entscheidung treffen können. :zwinker:


Wegem zurück oder nicht, wie lange ist sie den schon beim "Besitzer"?

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Re: Zerstörungswut

Beitragvon trini » Mi 9. Dez 2015, 19:10

Was Du sonst so schreibst, erinnert mich stark an unsere Gasthuendin..... Die beiden Hunde kamen zwar gut miteinander klar, aber hier brach in der Konstellation die Hunde-Anarchie aus. :schreck: Bungee fing ploetzlich Einbrueche in die Kueche wieder an. Die beiden pushten sich drinnen gegenseitig hoch und ich habe teilweise gedacht ich bekomme einen Schreikrampf. Fuer sich alleine sind beide Hunde toll, obwohl unsere Gasthuendin - wie Miss Piggy - staendige Bespassung fordert. Die haette ich erst einmal komplett runterfahren muessen, das klappt aber in 2 Wochen nicht, obwohl sie schon mehrfach bei uns war. Die beiden Hunde harmonierten im Haus ueberhaupt nicht. Und Bungee war auch ganz froh, als sie wieder weg war! Seine Ruhe hat er schon arg vermisst. Draussen hat er aber von ihrem sehr menschenbezogenen Verhalten einiges abgeschaut. Elvis scheint ja wie Bungee auch ein Hund zu sein, der durchaus einen huendischen Mitbewohner schaetzen wuerde. Aber es muss fuer alle Seiten passen.

Wir haben etliche Wochen gebraucht, bis Bungee wieder in der Normalitaet ankam. Es gibt seit einigen Tagen keine Kuecheneinbrueche mehr. Wir koennen jetzt sogar wieder die Kuechentuer offen lassen, wenn wir ihn nicht unter Beobachtung haben.....

LG
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Re: Zerstörungswut

Beitragvon ameise » Mi 9. Dez 2015, 22:27

Danke für eure Antworten!
Heute war sie wieder fast ein Engel - die macht es mir echt schwer!
Sie haben nur ein paar Mal gestritten um das Hirschhorn. Ich übe das gerade unter Beobachtung. Draußen konnte ich sie ohne Leine laufen lassen. Sie hört sofort! Sogar im Wald!
Sie hat nichts kaputt gemacht oder geklaut und kommt mit jedem Hund aus den man trifft.

Elvis traut sich auch wieder aufs Sofa und wirkte heute nicht so geknickt.

Nur sind sie beide ziemlich eifersüchtig aufeinander. Wie sind da eure Erfahrungen? Kann sich sowas geben oder bleibt das eher so?

Ich kann gerade gar nicht zwischen Bauchgefühl und Verstand unterscheiden. Ich denke aber schon dass sie sich integrieren könnte. Sie ist ja im Inneren noch ein Baby und wird ja sicher auch älter und ein bisschen ruhiger werden. Das geht halt nicht in 2 Wochen...
Die Arbeit mit ihr macht mir weniger Sorgen. Da sitzt nur im Hinterkopf die Angst, dass sie und Elvis sich in einem halben Jahr immer noch nicht zusammen geraubt habe...

LG Ameise

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Re: Zerstörungswut

Beitragvon Kräutergeist » Do 10. Dez 2015, 09:08

Vor dem Hintergrund, dass sie beim Besitzer hauptsächlich im Garten hockt und es dieses Jahr bestimmt noch kalt wird würde ich dem Besitzer anbieten sie als pflegehund zu nehmen mit Option sie vielleicht zu behalten.
Dann hast du noch Optionen offen und kannst längerfristig beobachten ohne dich jetzt schon festlegen zu müssen.
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Re: Zerstörungswut

Beitragvon ameise » Do 10. Dez 2015, 13:58

Ja genau die Gedankengänge hatte ich auch...
Mal sehen ob er sich drauf einlässt.
Wenigstens für diesen Monat.

Sie hat heute noch nichts zerstört, aber ich hab sie mehrmals vom klauen abgehalten...
Jetzt nagt sie wieder das Hirschhorn. Elvis hat neben ihr rumgejammert und geklärt bis er sich dann doch aufs Sofa gelegt hat. Lieber hat er kein Horn als das andere...
Versteh ich nicht wirklich.

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Re: Zerstörungswut

Beitragvon Komm-Tessa » Do 10. Dez 2015, 16:44

Alles reine Nervensache.
Elvis ist wohl ein Guter und sie nutzt das aus wo es nur geht.
Aber das ist deren Sache.
Und du solltest an den Stellen, wo du ins Spiel kommst, klar Position beziehen. Gerade bei dem Beagel.
WER trifft die Entscheidung wann wer gestreichelt wird?
Lass dich lieber nicht zum Besitz der Hunde machen. Zumindest nicht von Piggy.
Wie komnst du denn dazu zu streicheln, wenn die es wollen?
Und wenn die dich beide bedrängen und dabei miteinander rangeln, wer dich zuerst haben darf, machst du auch noch mit... ;)
Nimm nen Block und male eine Tabelle für
DICH / ELVIS / PIGGY
und mach immer in die entsprechende Spalte Striche, wenn wer ein Entscheidung durchsetzt.
(Achtung : zu entscheiden, dass der Hund jetzt seinen Willen durchsetzen darf, ist keinen Strich Wert :nono:)
:bouquet:

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Re: Zerstörungswut

Beitragvon ameise » Do 10. Dez 2015, 21:10

nene... ich streichel die schon wenn ich will. Aber streichel ich den einen will der andere auch und dann geht das Gerangel los. Ich schick den weg, der blöd wird und wenn beide blöd werden müssen sie in die Box wenn mein Wort nicht reicht.

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Re: Zerstörungswut

Beitragvon ameise » Sa 12. Dez 2015, 00:42

Der Besitzer von Miss Piggy hat sich auf Verlängerung der Probezeit bis Anfang Januar eingelassen. - und auch darauf, dass er sie vertraglich an einen Tierschutzverein meiner Wahl übergibt, falls sie sich auch dann noch nicht soweit mit Elvis arrangiert hat, dass wir sie behalten können und Piggy dann über den Tierschutzverein bei uns in Pflege bleibt bis eine geeignete Endstelle gefunden ist.

Ich möchte nicht, dass Piggy hin und hergeschoben wird, deshalb soll sie nicht mehr zurück müssen um dann wieder woanders hinzumüssen. Wenn sie wirklich nicht hierbleiben kann soll sie wenigstens direkt vermittelt werden ohne Zwischenstation und Verwirrung für den Hund.

Ich hoffe einfach wenn sie jetzt länger Zeit hat, dass sie sich hier noch einfügt und Elvis akzeptiert...

LG

Victor

Re: Zerstörungswut

Beitragvon Victor » Sa 12. Dez 2015, 09:31

:respekt: :daumenhoch:

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Re: Zerstörungswut

Beitragvon ameise » Sa 12. Dez 2015, 23:55

Danke


kuchnie na wymiar Czeladź

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