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Kann man Schlittenhunde auch als Familienhunde halten?

-alle Rassen-

Schlundi
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Kann man Schlittenhunde auch als Familienhunde halten?

Beitragvon Schlundi » Fr 2. Okt 2015, 11:31

Hallo zusammen,

gestern habe ich ein wenig in meiner alten Hundeliteratur gestöbert.
Ich habe mir auch mal ein Buch über Schlittenhunde bestellt, weil ich die so toll fand und auch noch finde. :love:
Speziell Huskys und Malamuten finde ich einfach wahnsinnig schön.

Ich habe mich gefragt, ob man solche Arbeitshunde auch als "normale" Familienhunde halten kann.
Moony wurde uns ja auch als Familienhund angepriesen, aber in einem anderen Forum wurd gesagt, dass KHC ja eigentlich die Arbeitslinie der Collies wären und eher nicht so zum Familienhund taugen. (was ich jetzt nicht finde)

Leider kenne ich niemenden näher, der einen Husky hat oder nen anderen Schlittenhund.
Kennt sich hier jemand aus?
LG Schlundi
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Re: Kann man Schlittenhunde auch als Familienhunde halten?

Beitragvon Bellissa » Fr 2. Okt 2015, 13:52

Meine beste Freundin hat einen Malamuterüden. Balou ist jetzt 14 Jahre alt und wir sind mit ihm aufgewachsen. Er ist/war reiner Familienhund.


Ich kann jetzt nur von ihm sprechen, da ich keine anderen kenne, aber er ist ein toller Familienhund. Absolut freundlich zu allem und jedem (nur andere Rüden findet er doof :rolleyes: ). Sehr geduldig mit Kindern und sooooo verschmust. Allerdings braucht er bzw.brauchte er früher, sehr viel Bewegung und wichtig fände ich einen Garten für so einen Hund. Balou schläft auch oft draußen, weil er das einfach schöner findet, gerade im Sommer, das ist auch kein Problem, weil er am Zaun nicht bellt. Als Wachhund ist er nicht zu gebrauchen.
Allerdings sollte man den Dickschädel und auch den Jagdtrieb nicht unterschätzen.


Alles in allem ein toller Kerl :love: ich hoffe er bleibt noch ein bisschen bei uns.
LG Laura mit Josy + Finn

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Mia
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Re: Kann man Schlittenhunde auch als Familienhunde halten?

Beitragvon Mia » Fr 2. Okt 2015, 16:15

Schlundi hat geschrieben:Moony wurde uns ja auch als Familienhund angepriesen, aber in einem anderen Forum wurd gesagt, dass KHC ja eigentlich die Arbeitslinie der Collies wären und eher nicht so zum Familienhund taugen.

:lachen: :lachen: :lachen: :lachen:
Wer sagt denn sowas?
Entweder jemand, der keine Ahnung von der Rasse hat, oder ein KHC Halter, der sich für was Besseres hält :mrgreen:
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Victor

Re: Kann man Schlittenhunde auch als Familienhunde halten?

Beitragvon Victor » Fr 2. Okt 2015, 16:47

Die Huskys, Samojeden, Eurasier und Malamute, die mir bekannt sind/waren, kann/konnte man alle durch die Bank als Familienhunde bezeichnen.
Mit einigen Huskys und Malamuten konnte man sogar ohne Leine im Wald spazieren.
Jagd-/Beutetrieb kommt aber schon, teils ziemlich heftig, vor, wobei Samojeden und Eurasier da deutlich weniger problematisch sind.
Diese Rassen brauchen auf jeden Fall ne Menge Auslauf. Dessen sollte man sich bewußt sein, auch wenn das von Hund zu Hund verscjeden ausfällt.
Ein Garten ist vielleicht nicht zwingend nötig, aber sicher von Vorteil.

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Re: Kann man Schlittenhunde auch als Familienhunde halten?

Beitragvon **Steffi** » Fr 2. Okt 2015, 17:29

Ein ganz schwieriges Thema.

Kann man Jagdhunde wie Deutsch Drahthaar o. oder Altdeutsche Hütehunde als Familienhund halten? Oder bzw. sollte man es tun? Im Endeffekt sind alles Spezialisten für eine bestimmte Aufgaben und jeder muss selbst wissen ob er eine Spezialisten aus seinem Gebiet nehmen möchte und ihm mittunter einfach "Keine" Aufgabe geben will. Ich hatte dieses Thema heute kurz mit meiner Mutter weil ich einen neuen Gassigehhund habe, der absolut kein Familienhund ist. Ich glaube für ganz viele Rassen ist es nicht von Vorteil, das man sie "überall" kaufen kann.

Wir haben drei Huskey ims Dorf und alle tun mir von Herzen Leid. Sie haben keine Aufgabe, mit ihnen wird höchstens 1x alle zwei Wochen Rad gefahren, keiner kann ohne Leine gehen und alle (!!) haben bereits mehrfach Kaninchen gerissen! Wir haben auch einen Akita Inu im Dorf, da gilt das selbe wie bei den Huskey. Hat kleine Hunde schwer verletzt, Hühner gerissen usw.
Ich kenne nur einen einzigen Huskey der i.O. ist, das ist ne totale Zicke, aber sonst ist sie echt in Ordnung, die darf aber auch aktiv Roller fahren.

Wenn ich Hundeerfahrung habe (Stichpunkt fehlender Will To Please!) und Dauerläufer bin, oder aktiver Fußballspieler, oder total sportlich, dann kann man drüber reden. Aber ich persönlich finde es falsch solche Hunde als Familienhunde zu bezeichnen. Natürlich gibt es gewisse Hunde der Rasse die zufrieden sind mit der Rolle eines Familienhundes, aber ich würde die Rasse generell nicht als Familenhunde bezeichnen.

Was man auch nicht vergessen soll. Die ganzen Hund des Ursprungs + Huskey haben die ganze Palette des Jagdverhaltens in sich, sie jagen genau so wie der Wolf. Nicht nur einzelne Jagdfrequenzen. Nicht jeder, aber ich würde immer (!) mit einem erhöhten Jagdtrieb von Schlittenhunde rechnen.

(ich hatte über das Thema ein total interessantes Ganztagsseminar von Gerd Leder *gg*).
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Re: Kann man Schlittenhunde auch als Familienhunde halten?

Beitragvon trini » Fr 2. Okt 2015, 17:37

Wir hatten in unserer frueheren Nachbarschaft einen HH mit 2 Huskies. Beide sehr nett und angenehm - auch zu anderen Hunden - aber er fuhr wirklich jeden Tag eine weite Strecke Rad mit beiden. Er erzaehlte auch, dass er sie in 9 von 10 Faellen durchaus frei laufen lassen koennte, aber es auch immer wieder passierte, dass sie dann fuer Stunden weg waren.....

LG
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Re: Kann man Schlittenhunde auch als Familienhunde halten?

Beitragvon Victor » Fr 2. Okt 2015, 18:08

Ok, ich muß mich relativieren. :bistbleed:
Ein Polarhund kann durchaus für bestimmte Familien der richtige sein, wenn diese auf die speziellen Bedürfnisse dieser Rassen einzugehen bereit sind.
Leider ist auch oft von Exemplaren zu hören, die ein klägliches Wohnungsdasein in Verbindung mit viel zu wenig Auslauf haben.

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Re: Kann man Schlittenhunde auch als Familienhunde halten?

Beitragvon **Steffi** » Fr 2. Okt 2015, 18:21

Victor hat geschrieben:Ok, ich muß mich relativieren. :bistbleed:
Ein Polarhund kann durchaus für bestimmte Familien der richtige sein, wenn diese auf die speziellen Bedürfnisse dieser Rassen einzugehen bereit sind.
Leider ist auch oft von Exemplaren zu hören, die ein klägliches Wohnungsdasein in Verbindung mit viel zu wenig Auslauf haben.


Ich glaube leider die Ähnlichkeit des Huskey zum Wolf tut ihm nicht gut.

Aber ich gebe dir absolut Recht, bestimmte Familien (!) können die richtigen Besitzer für diese Hunde sein. Aber ich würde mal behaupten dass ca 80 % aller Besitzer von ursprünglichen Hunden sie nur wegen ihren Aussehens haben und nicht weil sie wirklich Ahnung von diesen Hunden haben. Leider!
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Re: Kann man Schlittenhunde auch als Familienhunde halten?

Beitragvon Victor » Fr 2. Okt 2015, 18:30

**Steffi** hat geschrieben: Aber ich würde mal behaupten dass ca 80 % aller Besitzer von ursprünglichen Hunden sie nur wegen ihren Aussehens haben und nicht weil sie wirklich Ahnung von diesen Hunden haben. Leider!

Das vergesse ich leider immer wieder :rolleyes:

**Steffi**
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Re: Kann man Schlittenhunde auch als Familienhunde halten?

Beitragvon **Steffi** » Fr 2. Okt 2015, 18:39

Victor hat geschrieben:
**Steffi** hat geschrieben: Aber ich würde mal behaupten dass ca 80 % aller Besitzer von ursprünglichen Hunden sie nur wegen ihren Aussehens haben und nicht weil sie wirklich Ahnung von diesen Hunden haben. Leider!

Das vergesse ich leider immer wieder :rolleyes:


Ich finde persönlich, diese Entwicklung nimmt immer mehr zu. In meiner neuen Huschu haben wir eine Dame, die hat sich einen altdeutschen Tiger geholt und wundert sich jetzt, warum er die Oma hütet. Letzte Hundeschule, eine Dame die vorher nur Labbis hatte, hat sich jetzt einen Herdenschutzhund geholt. Bereits mit 5 Monaten zeigte der ihr den Mittelfinger und Frauchen war überfordert ...
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Re: Kann man Schlittenhunde auch als Familienhunde halten?

Beitragvon trini » Fr 2. Okt 2015, 21:09

Ich glaube nicht, dass es nur ein Problem der Anschaffer von urspruenglichen Rassen ist. Ich denke, dass allgemein - trotz HuSchu-Boom - die Bereitschaft der HHs sinkt, sich mit Problemen mit ihren Hunden auseinander zu setzen und daran zu arbeiten. Hunde werden haeufig immer mer mehr zum Accessoire. :staun: Ich habe da immer noch die Dame im TH vor Augen, die ihren Russian Toy - ohne mit der Wimper zu zucken - im TH abgab, weil er nach den Enkeln geschnappt hatte. Kein Bedauern, keine Traene, kein Gefuehl. So, als wenn man den alten Mantel im Secondhand-Shop abgibt. Das Problem hatte sie selbst verursacht, aber keinen Bock dran zu arbeiten. Abgeben, gibst halt nen neuen Hund..... :thumbsdown:

LG
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Re: Kann man Schlittenhunde auch als Familienhunde halten?

Beitragvon **Steffi** » Fr 2. Okt 2015, 22:02

trini hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass es nur ein Problem der Anschaffer von urspruenglichen Rassen ist. Ich denke, dass allgemein - trotz HuSchu-Boom - die Bereitschaft der HHs sinkt, sich mit Problemen mit ihren Hunden auseinander zu setzen und daran zu arbeiten. Hunde werden haeufig immer mer mehr zum Accessoire. :staun: Ich habe da immer noch die Dame im TH vor Augen, die ihren Russian Toy - ohne mit der Wimper zu zucken - im TH abgab, weil er nach den Enkeln geschnappt hatte. Kein Bedauern, keine Traene, kein Gefuehl. So, als wenn man den alten Mantel im Secondhand-Shop abgibt. Das Problem hatte sie selbst verursacht, aber keinen Bock dran zu arbeiten. Abgeben, gibst halt nen neuen Hund..... :thumbsdown:

LG
Martina


Ja, da stimme ich dir auf jeden Fall zu. Es stellt sich nur die Frage - um mal doch arg zu provozieren :-) - ob einige der Hundetrainer (einige, nicht alle natürlich!) genau dazu beigetragen haben. Nicht das "Einfach abgeben im Tierheim", sondern die Tatsache, dass ganz viele Hunde zum Problem werden. Weil manchmal Erziehungsarten einen Hund kaputt machen können, sowohl ein ganz harter Erziehungsstill, aber auch ein zu weicher Erziehungsstill. Und weil wenn alles schief läuft, Menschen auch oftmals keine richtige Beziehung zu ihrem Hund aufbauen können. Einen Herdenschutz (und ich berufe mich auf diese Rasse weil ich von meiner Mix Dame so unglaublich viel gelernt habe) muss man anders behandeln als einen DSH der dir vor lauter Will To Please schon fast in die Arme kriecht.
Ich gehe sogar so weit um zu sagen, dass wenn ich einem Hund keine Grenzen setze (Liest man ganz oft in Gruppen die nur über positive Belohnung arbeiten, dass diese Hunde kein Abbruchsignal kennen, da wird nicht geschrieen, man wird nie lauter, nichts!) muss ich micht wundern, wenn bewusster Hund dann irgendwie schnappt oder ähnliches. Ganz viele Hundeschulen die diese "Wattebauschmethode" praktizieren sind aber dann auch die, die mit etwas kernigen Hunden vollkommen überfordert werden. Da wird dann aus einem unerzogenen Hund der bestimmte Dinge noch wissen will, ganz schnell ein hoch aggressiver verhaltensauffälliger Hund gemacht und der Besitzerin geraten, den Hund ins Tierheim zu bringen.
Nicht falsch verstehen, ich sehe das absolut gleiche Problem auch bei den sehr harten Hundeschulen. Meine Hope zum Beispiel würde da zerbrechen und wäre nur noch ein Schatten ihrer Selbst. Ich finde man muss die Balance finden und vor allem alles auf den Hund zusammen schneiden. Aber leider können ganz viele Hundetrainer nur Variante A, oder Variante B usw.
Weil eben nicht jeder Hund gleich ist, jeder muss anders erzogen werden und als HH muss ich mich drauf auch einstellen.

Und weil du schriebst, der HuSchu-Boom. Das ist auch meiner Meinung nach ein schwieriger Punkt. Ich bin der Meinung, eine richtige HuSchuu zu finden ist genau so schwer wie einen richtigen TA zu finden. Mittlerweile glauben ganz viele wenn sie einen (!) Hund (und damit meine ich keinen Problemhund!), mehr oder weniger erzogenen haben, können sie eine Hundeschule aufmachen und sich Hundetrainer nennen. Ich persönlich tue mich mit ganz vielen Trainern immer relativ schwer. Nichts gegen die Rasse Labrador (liebe Labbi Besitzer, nicht falsch verstehen, die Rasse dient nur als Beispiel!), aber weiß ich als jemand, der zwei Labbis erzogen hat, was ich tun muss wenn ein HSH vor mir steht? Oder ein Altdeutscher Tiger? Die Theorie ist das eine, aber so einem Hund dann gegenüber zu stehen und damit zu arbeiten und damit zu leben ist was ganz anderes. Ich persönlich hatte das Angebot von meiner ehemaligen Trainerin bei ihr die Trainer Ausbildung zu machen, habe es dann aber wider verworfen. Interessiert hätte es mich auf jeden Fall, aber noch eine von diesen HuSchus zu werden die aus der Erde schießen? Nein Danke. Natürlich kann kein Trainer mit jeder Rasse Erfahrung haben, aber dann muss ich u.a. auch so ehrlich sein um das zuzugeben.

So ehrlich muss ich sein, ich hatte die ersten zwei Jahre total Probleme zu Kira "Mein Hund" zu sagen, weil ich total andere Vorstellungen hatte und keiner zu mir sagte "Okay, der Hund ist jetzt so aber ich kann dir wie folgt helfen um für euch Beide eine Übereinkunft zu finden." Erst als ich eine Aufwärtsdynamik sah und Dinge besser verstand, wurde sie mein Hund und - viel wichtiger wahrscheinlich - wurde ich "Ihr Frauchen". Und jetzt sind wir ein wahnsinns Team, aber auch weil ich weiß dass ich sie jetzt so nehmen muss wie sie ist.

Natürlich, der immer unnatürlichere Umgang mit Hunden ist ein ganz wichtiger Punkt. Du sprachst es ja schon an, ein Accessoire sind einige mittlerweile geworden. Deswegen muss ich immer wieder sagen, mir tun sehr viele kleine Hunderassen sehr Leid. Sie sind klein und passen in die Handtasche und manchmal vergessen die Leute dann dass es ein Hund ist. Für was sie ursprünglich gezüchtet worden. Der Punkt dass Hunde aber immer mehr Accessoires werden, hat aber auch zur Konsequenz dass Hunde wegen ihrer Optik ausgesucht werden. Weil so ein Huskey oder ein Wolfshund schon ganz schick aussehen (wenn man drauf steht *g*).

(sehr interesante Diskussion :-) )
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Schlundi
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Re: Kann man Schlittenhunde auch als Familienhunde halten?

Beitragvon Schlundi » Sa 3. Okt 2015, 21:02

Ui,hier ist ja schon ne schöne Disskussion am Laufen! :smile:

Mia hat geschrieben:
Schlundi hat geschrieben:Moony wurde uns ja auch als Familienhund angepriesen, aber in einem anderen Forum wurd gesagt, dass KHC ja eigentlich die Arbeitslinie der Collies wären und eher nicht so zum Familienhund taugen.

:lachen: :lachen: :lachen: :lachen:
Wer sagt denn sowas?
Entweder jemand, der keine Ahnung von der Rasse hat, oder ein KHC Halter, der sich für was Besseres hält :mrgreen:


Naja, diese Userin hat eine KHC Hündin, die als Rettungshund ausgebildet wurde.
Und sie meinte eben, sie merkt es deutlich, wie gerne ihr Hund arbeitet und sie glaubt, wenn ihr HUnd "nur" als Familienhund gehalten würde, würde er sich zu Tode langweilen bzw. eben resignieren und nur "vor sich hin leben".
Und es wäre eben schade, einen solchen Hund mit so viel Potential "nur" als Familienhund zu halten.

Ok, Moony hat ja jetzt keine spezielle Ausbildung und sie ist im Prinzip "nur" ein Familienhund.
Ich versuche jedoch, ihr viel Abwechslung zu bieten und die Kinder bringen ihr gern Tricks bei und bei den Spaziergängen machen wir auch immer kleine Übungen.
Aber ich könnte jetzt Moony keine "richtig" AUfgabe in dem Sinne geben, wie z.B. hüten oder Rettungshundearbeit.

Ich bin noch auf der Suche, was man mit ihr machen könnte, aber es scheitert vermutlich an der ZEit.
Ich brauche etwas, was ich mit ihr im Alltag immer wieder mal machen kann.
Ich hoffe, dass ihr nicht langweilig ist. Sie macht auf jeden Fall nicht den Eindruck. :love:


Und nochmal zu den Schlittenhunden:
Wir hatten einen Husky Mix und der hat mich manchmal schon verrückt gemacht mit seinem Jagdtrieb.
Er konnte schon frei laufen und es ging meistens echt gut, aber wenn ihm ein Tier in Sichtweite über den Weg lief, dann war erstmal weg. :rolleyes:

Allerdings war er sonst so ein angenehmer Hund, so ein Schmuser und lieb und überhaupt ein Goldschatz.
Wie es dann mit einem reinrassigen Schlittenhund wäre?
Hm, mit viel Arbeit und Konsequenz kann man vermutlich auch einen Schlittenhund frei laufen lassen.

Ich denke auch, dass viele diese Hunde sooo schön finden (sie sind ja auch toll), dass sie über den Rest lieber nicht so nachdenken.
Und wenns zu schlimm wird, dann kommt der HUnd weg. :dozey:

@Viktor: Eurasier, sind keine Schlittenhunde, oder? Ich dachte, die sind eher ne Neuzüchtung aus verschiedenen Rassen und der Samojede wurde nur zur Verschönerung eingekreuzt.
Die sollten ja Familienhunde sein, wenn ich das richtig verstanden habe.
Die gefallen mir auch, aber leider haben sie so wahnsinnig viel Fell. :lachen:
LG Schlundi
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Re: Kann man Schlittenhunde auch als Familienhunde halten?

Beitragvon Terri_Lis_07 » Sa 3. Okt 2015, 22:56

Ich finde, wenn schon, sollte man versuchen einem Hund das zu geben worin er sich ausleben kann.
Ein Jagdhund sollte bspw schon die Möglichkeit haben in jagdliche Richtung zu arbeiten, sei s Nasenarbeit, Dummy oder weis der Geier was.
Dem zu Folge sollten Husky und Co auch die Möglichkeit haben zu laufen. Joggen, Canicross, Bikejöring, Fahrrad fahren,... Inzwischen gibts doch soo viele Möglichkeiten...
Andererseits brauchen sie allerdings auch geistliche Beschäftigung...

Ich schreibe in erster Linie vom Husky da ich mehr Husky als Samojeden, Malamuten ect kenne...
Ich hab mal jemanden kennen gelernt. Er hat einen Siberian Huskyrüden und eine ältere Alaskan Husky Hündin.
Die Hündin war Jahre lang internationale Schlittenhündin. Sie kam zusammen mit paar anderen Hunden aus dem Rudel ins Tierheim.
Der Besitzer geht regelmäßig mit den Hunden Fahrrad fahren, spannt sie vors Bike und lastet sie anderweitig aus.
Die Althündin hielt anfangs länger durch als der jüngere, sollte an der Kondition liegen ^^
Mein Sportlehrer hat ein ganzes Rudel und spannt sie im Winter vor den Schlitten.
Die Hunde gehen darin richtig auf. Ich denke, das sollte man ihnen nicht vorenthalten. Es ist irgendwo eine Art Bestimmung - egal ob der Hund es kennt, es steckt in ihnen drin. Klar gibt es Ausnahmen, aber man spricht nicht umsonst von ihrem"Desire to go"...

Familienhunde sind es sicherlich, wenn die Familie sportlich ist und ausreichend Zeit hat...
Liebe Grüße von Lisa und Susi

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Re: Kann man Schlittenhunde auch als Familienhunde halten?

Beitragvon ameise » So 4. Okt 2015, 09:41

Ich denke auch wenn man gewillt ist einen Schlittenhund seinem Bedürfniss entsprechend auszulasten, dann kann das schon funktionieren als Familienhund.
Wie schon geschrieben wurde, gibt es aber immer mehr die sich Hunde nur wegen dem Aussehen holen und sich nicht über rasetypische Eigenschaften informieren oder es einfach verdrängen.

Es spielt keine Rolle ob Schlittenhund, Hüter oder Jagdhund - wenn auf die Bedürfnisse nicht eingegangen wird, dann wird man Schwierigkeiten bekommen.

Hier gibt es einen Border-Goldie-Mix bei dem die HH sich beschweren dass er so wenig vom Goldie hat :staun: - da muss ich mir doch vorher drüber im Klaren sein, dass das sein kann.
Des weiteren haben wir hier einen (angeblichen) silbernen Labbi, der original wie ein Weimaraner aussieht und als Familienhund mit amerikanischen Papieren gekauft wurde... Die HH sind total überfordert und der Hund ist sowohl aggressiv auf Rüden jeglichen Alters wie auch schon gegen sein Frauchen gegangen, als sie ihn geschlagen hat weil er auf einen Hund los wollte.
Er war schon in vielen Hundeschulen, aber die HH suchen die Schuld halt immer bei den anderen und ändern nichts an ihrem eigenen Verhalten. Eine Stunde Gassi am Tag und einmal wöchentlich HuSchu reicht dem Hund halt nicht um ausgelastet zu sein.

Dann gibt es hier noch einen Weimaraner der alles reisst (die eigene Katze usw...) was er erwischen kann und gern auch mal jüngere Hunde angreift. Er mag ansonsten gut erzogen sein, aber als reiner Familienhund ohne jagdliche Aufgabe ist er unter Umständen eine unberechenbare Waffe!

Ein Border-Schäfer hier, ist genauso aggressiv Rüden gegenüber und die HH will es nicht wahr haben.
Der ging auch mal wüst auf Elvis los obwohl der still stand und weg guckte. Die HH machte nix! Ich konnte ihn zum Glück mit meiner Wasserflasche vertreiben. Aber er wollte immer wieder zu Elvis hin der sich hinter mir versteckte. Ich stellte mich immer schön zwischen ihn und Elvis egal aus welcher Richtung er es versuchte.
Die HH rief ihren Hund nicht und belächelte das. "Nicht bewegen. Die müssen das selber regeln und meiner tut doch nix. Beim nächsten mal klappt's..." sagte sie. :geschockt:
Also ich kann unterscheiden ob ein Hund seine Grenzen abstecken oder spielen will oder ob es in Aggression überschwenkt. Bei diesem Fall war es sofort aggressiv. Er knurrte von Anfang an und biss unverzüglich in den Nacken von Elvis. Zum Glück hat Elvis da viel Fell und "überschüssige" Haut, da gab's nur einen Kratzer.
Im Nachhinein hörte ich viele ähnliche Geschichten über diesen Hund und dass die HH mit ihm in die "harte HuSchu" geht, in der man seinen Hund nicht schützen darf :dozey:

Es gibt tausend Möglichkeiten einen Hund zu "verkorksen", aber in den richtigen Händen kann jeder Hund entsprechend gehalten werden.

LG Ameise

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Re: Kann man Schlittenhunde auch als Familienhunde halten?

Beitragvon Mia » So 4. Okt 2015, 10:13

Schlundi hat geschrieben:Ui,hier ist ja schon ne schöne Disskussion am Laufen! :smile:

Mia hat geschrieben:
Schlundi hat geschrieben:Moony wurde uns ja auch als Familienhund angepriesen, aber in einem anderen Forum wurd gesagt, dass KHC ja eigentlich die Arbeitslinie der Collies wären und eher nicht so zum Familienhund taugen.

:lachen: :lachen: :lachen: :lachen:
Wer sagt denn sowas?
Entweder jemand, der keine Ahnung von der Rasse hat, oder ein KHC Halter, der sich für was Besseres hält :mrgreen:


Naja, diese Userin hat eine KHC Hündin, die als Rettungshund ausgebildet wurde.
Und sie meinte eben, sie merkt es deutlich, wie gerne ihr Hund arbeitet und sie glaubt, wenn ihr HUnd "nur" als Familienhund gehalten würde, würde er sich zu Tode langweilen bzw. eben resignieren und nur "vor sich hin leben".
Und es wäre eben schade, einen solchen Hund mit so viel Potential "nur" als Familienhund zu halten.

Also eine Halterin, die sich/ihren Hund für was Besseres hält :mrgreen:
Natürlich sind KHC schon etwas triebiger als LHC, aber sooo viel macht das auch nicht aus. Das ist eher eine Sache des individuellen Charakters.
Mia geht auch voll drin auf, wenn sie arbeiten muss bzw darf. Je mehr ich mit ihr mache, desto fordernder wird sie. Und wenn sie voll drin ist könnte man meinen, der Hund wär ungllücklich ohne Arbeit. Aber fast 2 Jahre Zwangspause haben mir gezeigt, dass Mia auch durchaus ohne "feste" Arbeit sehr zufrieden und glücklich sein kann. Und das wird bei einem KHC nicht anders sein. In ersten Linie ist ein Collie (auch ein KHC) nämlich unheimlich anpassungsfähig :love: :daumenhoch:

Aber nochmal zum Nordischen.

Meine Nachbarn hatten 2 Samojeden als Familienhunde. Die kamen allerdings nur 2x am Tag für eine (meiner Meinung nach) recht kurze Runde an der Leine raus. Das haben sie dann durch Dauerkläffen wett gemacht. Aber schmusig waren sind ... vom Wesen her ganz tolle Hunde.

Andere Bekannte haben einen Husky (inzwischen 14 Jahre alt). Bis vor 4 Jahren lief der Hund noch täglich an die 10km am Rad plus normalem Gassigang. Damit gings ihm bestens. Er war auch nicht soooo arg jagdtriebig, so dass er viel ohne Leine laufen konnte.
Er war ein absoluter Schmuser und lieb zu allem und jedem
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Re: Kann man Schlittenhunde auch als Familienhunde halten?

Beitragvon Victor » So 4. Okt 2015, 10:19

ameise hat geschrieben:Es gibt tausend Möglichkeiten einen Hund zu "verkorksen", aber in den richtigen Händen kann jeder Hund entsprechend gehalten werden.

Da bin ich ganz bei dir :wink:
Schlundi hat geschrieben:@Viktor: Eurasier, sind keine Schlittenhunde, oder? Ich dachte, die sind eher ne Neuzüchtung aus verschiedenen Rassen und der Samojede wurde nur zur Verschönerung eingekreuzt.

Eurasier sind jetzt sicher nicht die soooo typischen Schlittenhunde, finden da aber sehr wohl Gefallen dran und sind wohl auch ausdauernd bei der Sache. :smile:
Als Polarhunde würde ich sie aber auf jeden Fall einstufen :zwinker:

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Re: Kann man Schlittenhunde auch als Familienhunde halten?

Beitragvon ameise » So 4. Okt 2015, 11:41

Meine Schwester hat einen Eurasier, der als reiner Familienhund gehalten wird. Er ist erst 11 Monate und dementsprechend umtriebig wie junge Hunde halt so sind.
Er ist ein absoluter Schmuser und mit relativ kurzen Gassirunden unter der Woche, dafür längere Runden am Wochenende und zweimal wöchentlich HuSchu völlig zufrieden.

Er würde sicher mehr "arbeiten" wenn ihm das angeboten werden würde, aber er braucht es nicht um ein glückliches Hundeleben zu führen.

Manchmal denk ich mir auch, es ist schön wenn jemand sich gern und viel mit seinem Hund beschäftigt, wenn er ihm verschiedene Ausbildungen und Sportarten ermöglicht etc... aber so wie man es anfängt muss man es auch treiben. Ein Hund der immer auf Hochtouren läuft und ständig "bespasst" wird, kann dann eben erstmal schlecht damit umgehen wenn Herrchen oder Frauchen sich das Bein bricht und ihm nicht mehr so viel bieten kann.
Ich glaube viele Arbeitshunde wären auch mit weniger (also nicht mit gar nichts!) zufrieden.
Und bei den tausend "ich will unbedingt so einen intelligenten Border-Collie"- Besitzern, die zu Beginn voller Euphorie den Hund beschäftigen, Tricks lernen wollen und ihm schon als Welpen keine Ruhe gönnen und stundenlang spazieren gehen "weil er ja so viel Energie hat und ausgelastet werden muss", sind dann so manche Probleme einfach hausgemacht.

Auf Dauer wird so ein hohes Aktivitätslevel nämlich vielen zu anstrengend und dann hat man einen hyperaktiven Junghund, dem man nicht mehr gerecht werden kann/will. (Wie es z.B. auch bei meinem Elvis war, der dann mit 7 Monaten beim Tierschutzverein abgegeben wurde).
Mir ist aufgefallen dass das mit der Auslastung oft falsch verstanden wird und deswegen bin ich der Meinung, dass ein richtiger Arbeitshund egal ob Jagd-, Hüte-,Herdenschutz-, oder Schlittenhund nicht an Familien, die noch nie einen Hund hatten abgegeben werden sollten. Auch (oder erst recht...) wenn sie hochmotiviert sind.

LG Ameise

Schlundi
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Re: Kann man Schlittenhunde auch als Familienhunde halten?

Beitragvon Schlundi » So 4. Okt 2015, 14:31

Ich mein, die meisten HUnde sind ja Spezialisten.
Außer die Begleithunde, aber das sind ja meist kleine Fußhupen (sorry... :baetsch: ), die trotz ihrer Größe eigentlich richtige HUnde sind,
aber von den HH meist zu kleinen verhätschelten Blödis degradiert werden.

Das Schlimme ist ja, wenn die Leute keinen Hund beim seriösen Züchter bekommen, brauchen sie bloß zum Vermehrer gehen und schon haben sie nen Hund,der nicht zu ihnen passt und mit dem sie überfordert sind. :(
Und diese sind dann auch vermutlich krank oder sonst wie verkorkst.

Ich denke auch, wenn man einen Hund zu sehr puscht, wird er immer mehr fordern.
Wir sind ja mit Moony zu Abspeckzwecken ne zeitlang relativ viel Fahrrad gefahren, aber das haben wir auch relativ schnell wieder eingeschränkt,
weil sie dann schon angefangen hat beim normalen Spaziergang einfach nicht mehr heimwollte.
Wie ihr geht jetzt schon heim, ich will noch weitergehen. Nee, ich bleib jetzt hier stehen, bis ihr wieder umdreht. :peitsche:

Bikejöring hab ich mir mal in Internet angesehen.
Wow, das sieht bissi aus wie Kamikaze. Ich glaube, da hätte ich Schiss, dass es mich hinbrezelt.
Ich bin eher so der relativ gemütliche Radfahrer.
Ich könnte mir eher vostellen in nem Wagen zu sitzen und mich ziehen zu lassen oder Schlitten.
(und dann bekommen sie noch ne rote Nase dran und ich singe Hohoho! :mrgreen: )
LG Schlundi
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Re: Kann man Schlittenhunde auch als Familienhunde halten?

Beitragvon Schlundi » So 4. Okt 2015, 14:50

Mia hat geschrieben:Also eine Halterin, die sich/ihren Hund für was Besseres hält :mrgreen:
Natürlich sind KHC schon etwas triebiger als LHC, aber sooo viel macht das auch nicht aus. Das ist eher eine Sache des individuellen Charakters.
Mia geht auch voll drin auf, wenn sie arbeiten muss bzw darf. Je mehr ich mit ihr mache, desto fordernder wird sie. Und wenn sie voll drin ist könnte man meinen, der Hund wär ungllücklich ohne Arbeit. Aber fast 2 Jahre Zwangspause haben mir gezeigt, dass Mia auch durchaus ohne "feste" Arbeit sehr zufrieden und glücklich sein kann. Und das wird bei einem KHC nicht anders sein. In ersten Linie ist ein Collie (auch ein KHC) nämlich unheimlich anpassungsfähig :love: :daumenhoch:


Naja, ich glaube, die hat schon Ahnung, sie hat auch noch zwei Huskies und nen Kampfhundmischling, hat noch einen Pflegehund und so ne Art Hundepension.
Im Prinzip macht sie nix anderes als Hunde, Hunde, Hunde. Zumindest kommt das so rüber.
Also, eher kein Otto Normal Hundehalter.
Aber man kann sie natürlich auch net als Maßstab nehmen. Mach ich auch net.
Aber es hat mich zumindest nachdenklich gemacht.
Weiß gar nicht, wie sie das alles unter einen Hut bringt und dann auch so rege im Forum schreibt. :zwinker:

Mia hat geschrieben:Aber nochmal zum Nordischen.

Meine Nachbarn hatten 2 Samojeden als Familienhunde. Die kamen allerdings nur 2x am Tag für eine (meiner Meinung nach) recht kurze Runde an der Leine raus. Das haben sie dann durch Dauerkläffen wett gemacht. Aber schmusig waren sind ... vom Wesen her ganz tolle Hunde.

Andere Bekannte haben einen Husky (inzwischen 14 Jahre alt). Bis vor 4 Jahren lief der Hund noch täglich an die 10km am Rad plus normalem Gassigang. Damit gings ihm bestens. Er war auch nicht soooo arg jagdtriebig, so dass er viel ohne Leine laufen konnte.
Er war ein absoluter Schmuser und lieb zu allem und jedem


Vom Wesen her gefallen mit Schlittenhunde eben auch sehr.
Sie sind sehr menschenbezogen und freundlich. Sowar der Dusty auch. :love:
Und was ich ganz bemerkenswert fand, er hat so gut wie nicht gehundelt, das war voll angenehm.
LG Schlundi
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ameise
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Re: Kann man Schlittenhunde auch als Familienhunde halten?

Beitragvon ameise » So 4. Okt 2015, 21:29

Jemand der genug Zeit, Geld, Platz, Erfahrung und Motivation hat, kann sich auch ein Rudel verschiedenste Hunde halten.
Das muss man dann halt "leben".

Wenn ich könnte, wie ich wollte, hätte ich auch mehrere Hunde - aber dafür ist mein Haus /Garten zu klein, ich muss zu viel arbeiten und leisten kann ich mir das leider auch nicht unbedingt.

LG Ameise

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Re: Kann man Schlittenhunde auch als Familienhunde halten?

Beitragvon Mecki » Mo 5. Okt 2015, 07:35

Ich würde meine KHC's als temperamentvolle Familienhunde bezeichnen. :smile: Wenn ich was mit ihnen mache, sind sie voll dabei. Aber wenn mal weniger Zeit ist, nehmen sie es mir auch nicht sofort übel.

Ich denke schon, dass man auch Schlittenhunde als Familienhunde halten kann. Man muss sich halt darüber im Klaren sein, dass es keine Schlafmützen sind und dass sie viel Auslauf brauchen. Am besten in Form von Zughundesport.
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Re: Kann man Schlittenhunde auch als Familienhunde halten?

Beitragvon Schlundi » Mo 5. Okt 2015, 11:06

Ich denke mal, nicht alle Schlittenhundehalter mutieren zum Musher.
Aber zumindest muss man sich an den Hund anpassen, denke ich.
Wenn man auf verschiedenen Züchterseiten so liest, finde ich es ja immer niedlich,
weil auch die manchmal eher blauäugig an die Rasse geraten sind. Und dann kam der zweite, dann der dritte... usw. :lachen:
Scheint so ne Art Virus zu sein. :staun:

Aber alle sind dann zum Zughundesport gekommen.
Das ist ja auch die beste Auslastung. Allerdings hat ja der "normale" Halter nicht 4 Hunde. (oder gar mehr)
Da ist das mit dem Ziehen ja wieder schwierig. Könnte ich mir vorstellen.

Naja, ich finde diese Hunde jedenfalls extrem faszinierend,
auch wenn wir vermutlich nicht in den "Genuss" kommen werden, so einen Hund zu halten.
Trotzdem darf man ja mal bissi träumen, hihihi.
LG Schlundi
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Re: Kann man Schlittenhunde auch als Familienhunde halten?

Beitragvon Mecki » Mo 5. Okt 2015, 13:00

Man braucht nicht mehrere Hunde zum Ziehen. Am Fahrrad oder Roller ist einer völlig ausreichend. :zwinker:
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Re: Kann man Schlittenhunde auch als Familienhunde halten?

Beitragvon Schlundi » Mo 5. Okt 2015, 13:07

Ja, am Fahrrad langt einer. :mrgreen:
*grins*
Dann fahr ich nimmer mit'm Auto auf die Arbeit, sondern mit'm Hundgespann. *hihihi*
Jetzt muss ich nur noch den Chef überreden, dass ich zusätzlich zu Moony noch drei Huskies mitbringen kann. :susan:
LG Schlundi
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