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Kräutergeist
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Bürohund

Beitragvon Kräutergeist » Di 10. Jan 2017, 10:51

Hallo ihr Lieben,

einmal vorweg: Ich hatte jetzt keine Ahnung, wo dieses Thema am besten hinpasst, also kommt es nun erst mal hierhin und darf natürlich gern rumgeschoben werden.

Ich überlege ja momentan immer noch, wieder einen Hund zu adoptieren.
Leider ist es eben so, dass ich zumindest aktuell noch sehr viel Zeit auf der Arbeit und mit Pendeln verbringe. So bin ich von etwa 5:45 Uhr bis 16 Uhr aus dem Haus - also knapp 10 Stunden, von denen ich 1,5 Stunden mit Fahren verbringe. Nicht sehr ideal für die Hundehaltung. So lange sollte ein Hund nicht allein aushalten müssen, ich denke, da sind sich alle einig.

Ist die Frage: Wie regelt man das?

Näher zum Arbeitsort ziehen und ihn in der Mittagspause rauslassen.
Das ginge natürlich, ist für mich aber aktuell leider keine Option, da ich nur einen befristeten Vertrag habe und auch nicht alle 3 Jahre (oder so) umziehen mag.

Einen Dog-Sitter mieten.
Auch das ist eine Option. Allerdings muss man erst mal einen finden, der das auch professionell macht, sich mit Hunden auch auskennt und auf den einzelnen Hund eingeht. Dazu ist es nicht nur eine Vertrauens- sondern auch eine Kostenfrage.

Den Hund mit zur Arbeit nehmen.
Das geht sicher nicht ohne weiteres in allen Berufen und nicht jeder Arbeitgeber ist dem zugetan, aber ich habe das Glück, dass ich zumindest schon mal im Büro arbeite. Und so wäre es mir auch am liebsten, dann habe ich den Hund im Blick, es kostest mich keine horrenden Summen und ich muss mir keine Sorgen machen, dass es Probleme mit dem Dog-Sitter gibt.

Jetzt wird es ja aber erst richtig kompliziert, wie ich finde:

Wie überzeuge ich den Arbeitgeber davon, dass es eine super Sache ist und alle davon profitieren?
Welche Voraussetzungen sollte mein Arbeitsplatz erfüllen?
Welche Voraussetzungen muss mein Hund erfüllen? Was muss ich vielleicht vorher speziell üben?
Sollte ich ihn einfach von klein auf mitnehmen?

Vielleicht kann mir ja jemand mit Bürohund ein wenig weiterhelfen :)
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Ayumi
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Re: Bürohund

Beitragvon Ayumi » Di 10. Jan 2017, 11:13

Wie man einen Arbeitgeber "überzeugt" weiß ich nicht :rolleyes: Bei mir war es reiner Zufall, weil ich die Hunde dabei hatte als ich dort was vorbeigebracht hab - das hat der Chef gesehen und mich auf die Hunde angesprochen :rolleyes:

Grundsätzlich denke ich sollte der Hund in der Lage sein ruhig auf seinem Platz bzw in einer Box zu liegen ohne Theater zu machen, wenn sich da Leute bewegen, es irgendwo klingelt oder jemand spricht. Box würde ich grundsätzlich stehen lassen, falls mal Leute da sind, die vielleicht Angst haben - selbst wenn man weiß dass der Hund brav liegen bleibt ist es manchen doch lieber zu wissen, dass der Hund in der Box ist und nicht raus kann.
Dazu denke ich, ist es für den Hund - grade für einen jungen Hund - einfacher, wenn man ein eigenes Büro hat bzw nicht grade in einem Großraumbüro sitzt, zumindest für den Anfang.
Dilli liegt den ganzen Tag eigentlich auf seiner Decke solange ihn niemand anspricht. Joe hab ich an einer 2m Leine (wenn er nicht in der Box ist), sodass er eben nicht überall rumrennen kann - was er gerne würde, weil er sich ja über jeden freut und alles erkunden muss :dozey: - aber trotzdem die Möglichkeit hat sich ein bisschen zu bewegen. Ein Spielzeug hab ich dabei (mit dem er sich selbst beschäftigt), was zum kauen (nichts was so extrem riecht :rolleyes: :lachen: ) und so muss er eben lernen, dass man Ruhe halten muss. Funktioniert aktuell ganz gut :)
Liebe Grüße

Svenja, Dylan & Joe
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Re: Bürohund

Beitragvon RudiMentaer » Di 10. Jan 2017, 12:10

So bin ich von etwa 5:45 Uhr bis 16 Uhr aus dem Haus - also knapp 10 Stunden, von denen ich 1,5 Stunden mit Fahren verbringe.

Spielen war das mal durch: Du stehst dann jeden Morgen also um ca. 4:30 Uhr auf, damit du vor der Abfahrt noch mit dem Hund raus kannst.
Es gibt hier drin eine geschätzte Forianerin, die morgens irgendwann zwischen 2 Uhr und 3 Uhr aufsteht. Die hat neben Hunden aber auch noch Gäule. Gibt es also alles. Aber... puuuuh. :ka:

Und deine Mittagspause verbringst du mit einem Gassi-Gang. Und wenn du nach den besagten 10 Stunden müde heim kommst, gehst du gleich wieder Gassi. Und das Tag für Tag.

Wie überzeuge ich den Arbeitgeber davon, dass es eine super Sache ist und alle davon profitieren?

Mich könntest du nicht überzeugen, egal mit welchem Argument. :mrgreen:

Gut sieht es aus, wenn man mit jemanden zusammenlebt, der am besten noch versetzte Arbeitszeiten zu den eigenen hat oder gar nur in Teilzeit arbeitet.
Wenn man allein lebt und voll arbeitet ist eine Hundehaltung zwar nicht ausgeschlossen aber sicher schwierig. Würde ich ums Verrecken nicht machen. Aber du bist ja nicht ich. :smile2:
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Kräutergeist
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Re: Bürohund

Beitragvon Kräutergeist » Di 10. Jan 2017, 12:17

Genau aus diesen Gründen habe ich auch aktuell keinen Hund. Momentan wäre es für mich keinesfalls machbar.
Daher suche ich ja eine Lösung, mit der alle ok wären. Muss ich dann natürlich sehen, langfristig steht ja noch ein Jobwechsel und ein Umzug an. Aber sich schon mal umhören, hat ja noch nie geschadet.
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Schlundi
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Re: Bürohund

Beitragvon Schlundi » Di 10. Jan 2017, 12:36

Moony ist ja auch Bürohund, zumindest teilzeit mittlerweile.
Ich habe zuerst mit meinen Bürokollegen drüber gesprochen und gefragt, wer etwas dagegen hätte. Damals waren wir zu fünft im Büro.
Nachdem keiner etwas dagegen hatte, bin ich zum Chef und habe ihn gefragt, ob er die Erlaubnis gibt.
Er meinte nur, es ist ihm im Prinzip egal, solange keiner der Kollegen etwas dagegen hat. Allerdings ist mein Chef ziemlich cool. Das ist ja nicht immer gegeben.

Ich habe sie mitgenommen als sie fast 15 Wochen alt war.
Sie war aber ein echt ruhiger Welpe, und hat im Büro fast nix angestellt. EInmal hat sie reingepischt und einmal auf den Teppich gekotzt.
Ich habe anfangs eine Box dabei gehabt, aber da ist sie nie wirklich reingegangen. Sie pennt überall und wandert immer mal wieder im Büro herum.
Als sie noch klein war, bin ich mit ihr vor dem Büro etwa ne halbe stunde gelaufen und dann hat sie meist ein bis zwei Stunden gepennt.
Dann hab ich ihr was zu fressen gegeben und bin dann mit ihr ne viertel Stunde raus.
Da hat sie meistens gepinkelt.
Dann hab ich nochmal zwei bis drei Stunden gearbeitet, solange hat Moony meist geschlafen. Wenn sie sich gerührt hat, bin ich mit ihr raus.
Sie hat sich recht schnell dran gewöhnt, dass sie ruhig bleiben muss, wenn wir im Büro sind.

Aber ich arbeite eben nur teilzeit. Einen ganzen Tag mit Welpen halte ich für echt schwierig. Da ist ein erwachsener Hund besser.
Da ich im Moment nur 4 Stunden arbeite, bleibt Moony mittlerweile öfter mal zuhause.
Ich gehe mit ihr ne Stunde in der Früh spazieren und dann kommt um 13.30 Uhr meine Große und geht mit ihr ne Löserunde.
Da ist Moony ungefähr 4 Stunden alleine.
LG Schlundi
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Kräutergeist
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Re: Bürohund

Beitragvon Kräutergeist » Di 10. Jan 2017, 18:12

4 Stunden halte ich ja auch für durchaus vertretbar, aber viel mehr als 6 Stunden am Stück sollten es meiner Meinung nach nach Möglichkeit nicht werden.
Daher gehe ich grade gedanklich verschiedene Optionen durch. Teilzeit ist mir aktuell einfach nicht möglich, da stimmt dann im jetzigen Job das Geld nicht. Wie es dann im Verlauf wird, das weiß natürlich niemand. Wenn ich es dieses Jahr noch nach Meißen schaffe, könnte Christian während der Welpenzeit tagsüber die Aufsicht übernehmen. Aber er will dann nächstes Jahr studieren, da weiß auch wieder keiner genau, wie es mit den Zeiten wird.

Ist doof, wenn alles so in der Schwebe ist.
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Bob
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Re: Bürohund

Beitragvon Bob » Mi 11. Jan 2017, 18:23

Ja solange alles in der Schwebe hängt ist es schwer. Generell finde ich aber, dass man es durchaus auch mit einer ganztags Stelle einen Hund zu halten, wenn er mit ins Büro darf.
Ich würde den Hund (Welpe) so ziemlich von Anfang an mitnehmen, so das er es gar nicht großartig anders kennt und in das Bürohunde Leben rein wächst. Zuhause, schlafen die Hunde ja auch die meiste Zeit und wenn man Spaß daran hat, vor, nach der Arbeit und in der Mittagspause sich mit dem Hund zu beschäftigen, warum nicht? Je nach Büro, kann der Hund nach einer Weile dort ja vielleicht auch einfach frei rumlaufen zwischendurch und jedem mal hallo sagen.
Wenn die Kollegen Hunde mögen, ist es wohl oft gut für das Arbeitsklima.
Es gibt ja auch Beschäftigungen, die in kurzer Zeit, ohne viel Aufwand gut auslasten, so das Hundi wieder zufrieden weiter schläft.

Ich hab ja das Glück das meine Hunde so gut wie immer bei mir sein können und ich beim Arbeiten ja auch sehr viel draußen bin, wo die Hunde sich frei bewegen können und ich mich auch immer wieder mit ihnen beschäftigen kann.

Ich kann also nur bedingt mitreden, was es für einen Stress bedeutet, vor und nach der Arbeit anständig sich mit dem Hund beschäftigen zu müsse.
Ich war aber vor einem Jahr, mit allen 3 Hunden in Reha. Sprich auch Terminlich volles Programm unter der Woche. Mir tat es gut, morgens früh, zwischendurch und abends mit den Hunden zu laufen und was mit ihnen zu tun. Dazwischen waren sie schon viel alleine, auf dem Zimmer. Obwohl meine Hunde zwar alleine sein kennen, sind sie es in der Form ja nicht gewohnt gewesen. Da ich mich aber in der Freizeit intensiv mit ihnen Beschäftigt habe, waren alle 3 super entspann und zufrieden.
Andere Patienten, die ihren Hund zuhause hatten, waren froh, dass sie sich nicht noch um den Hund kümmern mussten und keine Verpflichtung neben dem normalen Programm hatten.
So stelle ich es mir auch mit den Arbeitstagen vor. Der eine sieht es als Belastung vor und nach der Arbeit wenn man vielleicht müde ist mit dem Hund zu laufen, der nächste sieht es als Erholung und Entspannung an.
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Liebe Grüße Bettina mit tierischem Anhang

Kräutergeist
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Re: Bürohund

Beitragvon Kräutergeist » Mi 11. Jan 2017, 20:21

Wobei deine drei sich ja auch noch gegenseitig haben, das ist ja noch mal anders als ganz alleine. Das würde ich einem Hund wirklich nicht länger als 6h am Stück zumuten wollen.
Ja, das mit der Schwebe ist eben das und auch, dass ich dann wohl nicht wüsste, wie ich das ansprechen soll. Ich habe aktuell eine Bewerbung offen, will was anderes machen, wäre dann zweite Ausbildung. Das ist ja dann noch wieder sowas, falls das klappt.

Werde ich ja im Laufe des Jahres sehen, vielleicht kann ich mir hier aber schon mal ein paar Sachen zusammen tragen. :)
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Re: Bürohund

Beitragvon Terri_Lis_07 » Mi 11. Jan 2017, 20:31

Wegen dem Aspekt des allein bleibens will ich dass ein Welpe auch erst zu bereits vorhandenen Hund kommt wenn man anfangs nicht so massig Zeit hat ihm das allein bleiben beizubringen.

Ich versuche unter anderem aus dem allein bleiben Grund zu gucken dass ich ne Ausbildung in nen Beruf mache der es mir ermöglicht das Tierchen mitnehmen zu können.

Allem in allem wäre es praktisch - wenn man lang arbeiten muss und ne Pension oä nicht in Frage kommen - wenn man nicht allein lebt und die Arbeitszeiten der beiden im Haus lebenden Personen ein wenig Unterschied haben.
So muss der Hund dann wenigstens nicht so lange allein bleiben, und man verhindert dass der Hund mehr Kontakt mit anderen Personen hat als man selbst mit ihm hat.
Aber ist halt auch immer die Frage ob man das umsetzen kann oder/und will.
Liebe Grüße von Lisa und Susi

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Re: Bürohund

Beitragvon Kräutergeist » Do 12. Jan 2017, 06:47

Gut, wenn man um's Eck arbeitet und nicht wie ich immer noch 45 min zur Arbeit und zurück fahren muss, ginge auch morgens Gassi, in der Mittagspause und dann Abends lang. Das wäre meiner Meinung nach noch vertretbar. Aber bei mir wäre der Hund eben die ganze Zeit allein und das funktioniert so eben nicht.

Naja, mal sehen was 2017 noch so kommt.
Vielleicht kann es dann langsam konkretere Formen annehmen.
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Ayumi
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Re: Bürohund

Beitragvon Ayumi » Do 12. Jan 2017, 12:19

Ich muss ehrlich sagen, ich hätte Joe am Anfang nicht mitnehmen wollen. Dem fiel es am Anfang wirklich sehr schwer runterzukommen - dh nachdem ich draußen war und er welpentypisch hätte müde sein sollen (und es auch war) konnte er von alleine nur schwer runterfahren. Da musste er öfter mal in die Box und hat die ersten 5min ein zeimliches Theater veranstaltet bis er dann mal geschlafen hat - dann war aber auch gut. Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass da meine Kollegen bzw der Chef so begeistert von gewesen wäre(n). Aber er war da dann halt auch schon 16 Wochen alt und keine 8 mehr... vielleicht ist es etwas anders wenn der Welpe noch jünger ist :smile:

So finde ich es ziemlich entspannend die Hunde dabei zu haben. Jeder dort mag sie und ich muss nicht mittags heimfahren um sie rauszulassen.
Ich werde aber vermutlich das Glück haben dass ich nach meinem Master nur halbtags arbeiten kann. Da bleiben die Hunde dann tendetiell eher daheim.
Liebe Grüße

Svenja, Dylan & Joe
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Re: Bürohund

Beitragvon Bob » Do 12. Jan 2017, 16:38

Ja länger als 6 Stunden würde ich meine Hunde auch nie am Stück alleine lassen wollen. Das gab es in der Reha aber ja auch nicht, da ich in der Mittagszeit ja auch immer Zeit für die Hunde hatte.
Dein weiter Weg, ist sicher ein Problem und damit würde ich einen Hund auch nicht Zuhause lassen wollen.
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Schlundi
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Re: Bürohund

Beitragvon Schlundi » Fr 13. Jan 2017, 11:46

Wenn meine Große nicht so früh von der Schule heim kommen würde, dann wäre Moony ca. 5 Stunden alleine.
Mein Arbeitsweg ist einfach etwa ne halbe Stunde. Das geht noch.
Das wäre für mich auch das Maximum, allerdings würde ich sie dann vermutlich auch wieder öfter mit ins Büro nehmen.
Einfach damit sie nciht allein sein muss.

Allerdings schläft sie sowohl zuhause als auch im Büro die meiste Zeit.
(außer jemand isst was... :rolleyes: )
Manchmal ist sie derart verpeilt, wenn ich die Türe aufsperre, das ist schon fast lustig. :gutenmorgenmuede:
LG Schlundi
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Re: Bürohund

Beitragvon ameise » Fr 13. Jan 2017, 23:45

Elvis muss mittlerweile 2x die Woche 6,5 bis 7 Stunden alleine bleiben. An den anderen 3 Tagen 5 Stunden. Vorher war er immer maximal 5 bis 6 Stunden allein, aber mein Dienstplan hat sich unfreiwillig geändert und die Schul- bzw. mittlerweile auch Arbeitszeiten meiner Kids auch... Elvis hatte aber zwei Jahre Zeit sich von anfangs 4 bis 5 Stunden an die aktuellen Zeiten zu gewöhnen.
An den langen Tagen merkt man ihm aber schon an, dass er sich noch mehr freut als sonst, wenn endlich jemand heim kommt. Also 6 bis 7 Stunden sind wirklich die Obergrenze des Zumutbaren für einen Hund!
Er schafft das ganz gut, schläft die meiste Zeit, stellt nichts an, bellt nur wenn jemand klingelt oder nah am Haus vorbeigeht (sagen die Nachbarn) und muss auch nicht sofort raus wenn ich heimkomme. Als Gesellschaft hat er ja auch noch die Katze.

Ich habe ein schlechtes Gewissen dass er 2x die Woche so lange allein sein muss, aber ihn deswegen abgeben oder einen Hundesitter kommen lassen, wäre definitiv schlimmer für ihn (meine Schwiegis kamen seither ja zum hundesitten, als ich noch einen Tag pro Woche über 8 Stunden arbeiten musste, und im Rückblick muss ich sagen, dass es so - ohne hundesitting durch weitere Bezugspersonen -besser läuft.)
Es kommt sicher auch auf den einzelnen Hund an wie er das allein sein verträgt und wie er mit hundesittern klar kommt.

Meine Freundin hat einen Bürohund. Als er klein war , nahm sie ihn immer mit, inzwischen nur wenn er sonst länger als 5 Stunden alleine wäre.
Ein Bürohund muss Fremde akzeptieren können und sollte ein freundliches und aufgeschlossenes Wesen haben, aber trotzdem auch nicht aufdringlich oder zu sehr interessiert an Fremden sein. Kommt halt auch drauf an, ob es viel Kundenverkehr im Büro gibt. Außerdem ist ein ruhiges Wesen von Vorteil - nervöse oder bellfreudige Hunde sind da eher überfordert und werden bestimmt auch schnell als anstrengend oder nervig von Kollegen und Kunden wahrgenommen.
Am besten ist es, wenn man den Hund von Anfang an dran gewöhnen kann. Das heißt man braucht einen kulanten Chef, der in der Anfangszeit Verständnis für die Bedürfnisse und Notwendigkeiten eines Welpen hat.
Bei einem erwachsenen Hund aus dem Tierschutz kann man halt nicht mit Sicherheit sagen ob er dafür geeignet ist oder es noch lernen kann - es sei denn man hat die Möglichkeit es zu testen und ihn vorab mal versuchsweise mit ins Büro zu nehmen. Es gibt sicher viele Tierschutzhunde, die einen super Bürohund abgeben würden, aber in den wenigsten Fällen kann man das vorher wissen.

Meine Kollegin bringt ihren Hund an langen Tagen zur Hundesitterin - eine alleinstehende Rentnerin, für die sie im Gegenzug Besorgungen, Einkäufe oder leichtere Reparaturen... übernimmt. Sowas ist natürlich eine glückliche Fügung.

Generell ist es schon möglich Vollzeitjob und Hund zu vereinbaren. Es ist halt wie gesagt eine Kostenfrage, wenn man den Hund nicht mit zur Arbeit nehmen kann und keine Schiegereltern oder nette Nachbarn zur Unterstützung hat.

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Re: Bürohund

Beitragvon trini » Sa 14. Jan 2017, 18:45

Bei uns war jeder hund "Buerohund" - allerdings sind wir beide selbstaendig und arbeiten mittlerweile ohne Angestellte aus dem Buero zuhause.

Herr Stein war ab der Uebernahme mit 8 Wochen mit im Buero. Da mussten wir dann noch oefter raus, aber er musste von Anfang an Autofahren und "Buero-Ruhe" lernen. Allerdings hat er dadurch das Alleinebleiben nie gelernt..... Bestand ja nie Bedarf. Bei unseren TSch-Hunden war es sowieso kein Problem, aber auch bei Spunky und Bungee konnten wir beobachten, dass sie mit der Zeit immer ungerner alleine blieben, einfach weil sie es bei uns nicht anders kennengelernt haben. Die Hunde geniessen es schon sehr, dass sie bei Bedarf uns zur Verfuegung haben.

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Re: Bürohund

Beitragvon Anakin » Sa 14. Jan 2017, 21:12

Mein Anakin war auch von seiner achten Lebenswoche an ein Bürohund. Ich hatte keinen einzigen Tag frei, er kam ja auch ganz überraschend (nach einer Saarlooswanderung an einem Wochenende aus einem Schweizer Ups-Wurf spontan übernommen). Ich bin meinem Ex-Chef heute noch dankbar, dass er das mitgemacht hat, obwohl er kein Hundefreund ist. Aber so war seine Bedingung eben auch, dass der Hund vom ersten Augenblick an völlig unsichtbar sein muss, niemanden stören darf, mich nicht vom Arbeiten abhalten, nichts kaputtmachen etc. pp. ... Nun hatte ich mit Akin wirklich Glück, dass er ein außergewöhnlich ruhiger und braver Welpe war, außer dass ich anfangs öfter mit ihm rausmusste hat man ihn im Büro tatsächlich überhaupt nicht bemerkt. Er hat so natürlich auch von Anfang an Ruhe im Büro gelernt, aber wiegesagt, er hat die Voraussetzung dazu auch durch sein sehr ruhiges Wesen mitgebracht. Er war einfach der perfekte Bürohund. Wir hatten allerdings auch keinen Kundenverkehr und waren insgesamt vier Leute.

Als er gerade vier Monate alt war, hatten wir einen großen Kartierauftrag, da war ich wochenlang täglich und teilweise auch nachts mit ihm in den Innauen unterwegs, das hat auch gut geklappt. Er lernte später auch, dass er beim Kartieren bei Bedarf frei hinter mir laufen muss (um keine Reptilien und Amphibien zu verscheuchen). Das konnte er super, aber auch das war etwas, was er quasi von allein anbot. Er war schon als Welpe beim Gassigehen meistens hinter mir. Anfangs hat er sich ab Dämmerung draußen gefürchtet, da musste ich ihn dann vorsichtshalber anleinen.

Ich konnte immer eine schöne lange Mittagspause zum Spazierengehen oder Treffen mit einer Hundefreundin machen, das war auch ideal. Früher bin ich außerdem öfter mal die 13 km zur Arbeit mit dem Fahrrad gefahren, da konnte sich Akin auch schön ausrennen.

trini hat geschrieben:Allerdings hat er dadurch das Alleinebleiben nie gelernt..... Bestand ja nie Bedarf.

Das war bei Akin genauso, ich hatte ihn ja immer und überall dabei. Mich gab es einfach nicht ohne ihn. Allerdings konnte er als Erwachsener doch mal ein paar Stunden allein zuhause bleiben - das auszuprobieren habe ich mich aber erst getraut, nachdem er schon älter als 6 Jahre war und es da einfach mal sein musste. Und es klappte.

Chinook und Yoda sind nun natürlich auch Bürohunde, aber jetzt ist das ja unproblematisch, da ich mittlerweile selbstständig bin. Ich kann nur sagen, Yoyo hatte als Welpe soviel Blödsinn im Kopf, dass es mit meinem angestellten Bürojob nicht so gut geklappt hätte. Er war definitiv nicht unsichtbar und bei weitem nicht so brav wie Akin. Wenn ich vormittags telefoniere, muss ich ihn heute noch manchmal rausschmeißen. :lachen:


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