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Mantrailing - noch jemand in dem Bereich unterwegs?

trini
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Mantrailing - noch jemand in dem Bereich unterwegs?

Beitragvon trini » Mi 2. Mär 2016, 17:56

Hallo Ihr Lieben,

ist von Euch noch jemand im Mantrailing mit seinem Hund aktiv?

Bungee hat Superspass dran und wir werden es in diesem Jahr mit "echtem" Maintrailing versuchen. Mit abschliessender Pruefung und der Aussicht auf reale Einsaetze. Eigentlich wollte ich schon Anfang des Jahres starten, aber wegen fieser Erkaeltung fiel es dann erst einmal aus.

Bin gespannt, wie sich der Ungar macht. :smile:

LG
Martina

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Re: Mantrailing - noch jemand in dem Bereich unterwegs?

Beitragvon *Geli » Mi 2. Mär 2016, 19:15

Finde das klasse, dass du ihm das bietest. Bungee wird sicher der Star sein und der schöne Nebeneffekt...du hast einen ausgeglichenen Hund :daumenhoch:
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dass etwas Sinn hat - egal, wie es ausgeht.--nunHoffnung begraben :cry:

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Re: Mantrailing - noch jemand in dem Bereich unterwegs?

Beitragvon trini » Mi 2. Mär 2016, 20:29

Bis dato waren wir ja in einer privaten Gruppe unterwegs. Faellt aber deswegen auch oefter aus, weil nicht genug Leute da waren.

Mantrailing hat den Vorteil, dass Hund wirklich nichts koennen muss. Verfressenheit und Menschenaffinitaet sind ein Vorteil, aber kein unbedingtes Muss.

Sehr spannend ist auch, dass der Untergrund - Wiese, Wald, Asphalt - sehr unterschiedlich schwierig ist. Asphalt oder gepflasterte Wege sind Koenigsdisziplin.

Und eine weitere Herausforderung fuer den Menschen ist, sich bei fortgeschrittenen Trailern tatsaechlich auf den Hund zu verlassen. Das faellt uns Menschen oft sehr schwer. Bei den Fortgeschrittenen machen wir es tatsaechlich haeufiger so, dass sich ein Mensch versteckt, aber keine Begleitperson dabei ist, die weiss, wo der Mensch versteckt ist. Das ist interessanterweise die schwierigste Uebung fuer die HHs, weil sie sich wirklich komplett auf ihren Hund verlassen muessen.

LG
Martina

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Re: Mantrailing - noch jemand in dem Bereich unterwegs?

Beitragvon *Geli » Do 3. Mär 2016, 14:03

Das hört sich toll an und ich würde mich freuen, wenn du weiter berichtest. Ab und zu ein Foto wäre dann auch nicht schlecht. :smile2:
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Victor

Re: Mantrailing - noch jemand in dem Bereich unterwegs?

Beitragvon Victor » Do 3. Mär 2016, 15:33

Das hört sich ja schon faszinierend an :daumenhoch:
Leider ist bis auf absehbar meine Zeit zu knapp für solche Aktionen :ka:, da ich ja hündische Doppelbelastung habe :lachen:
Meinem alten Herren mute ich das nicht mehr zu.
Wie unser Mädel sich da schlagen würde, fänd ich aber schon interessant :gruebel:

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Re: Mantrailing - noch jemand in dem Bereich unterwegs?

Beitragvon trini » Do 3. Mär 2016, 18:04

@Geli

Mit Fotos ist es immer etwas schwierig. Muss GoeGa dann immer mitnehmen, der dann Fotos machen kann.

@Victor

Alter schuetzt vor Mantrailing nicht. :lachen:
Nein, ganz ehrlich ist auch fuer aeltere und alte Hunde eine tolle Beschaeftigung, wenn man es nur Just for Fun macht. Und die Alten sind, selbst wenn sie erst spaet angetrailt werden, sehr viel gelassener und konzentrierter. Wir haben einige Hunde dabei, die 11Jahre und aelter sind. Der aelteste Hund ist mittlerweile 16 Jahre, muss aber aufgrund seiner anfangenden Demenz jedes Mal neu angelernt werden. :smile:
Koerperlich anstrengend ist es beim Ueben fuer die Hunde nicht, fuer den Menschen ja, weil man schon etliches an Metern laeuft. Je nachdem wie viele Teams wir sind, sind wir einmal in der Woche ca. 1,5 - 2,5h beim Trailen. Davon sind die Anfaenger etwa 2x5 Minuten unterwegs und verbringen den Rest der Zeit im Auto. Hoert sich nicht wirklich nach Auslastung an, aber Bungee ist nach 2 Durchgaengen platt und faellt fast fuer den Rest des Tages in Tiefschlaf.

LG
Martina

Victor

Re: Mantrailing - noch jemand in dem Bereich unterwegs?

Beitragvon Victor » Do 3. Mär 2016, 18:13

...mal schaun, ob ich hier in der Gegend was finde.
Reinschnuppern schadet ja bekantlich selten :zwinker:

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Re: Mantrailing - noch jemand in dem Bereich unterwegs?

Beitragvon Rübe » Do 3. Mär 2016, 19:00

Oh ja, ich fände es auch toll, wenn du hier wie in einer Art Tagebuch regelmäßig von euren Trainings berichtest :smile:

Mit Phoebe wollte ich vor gut einem Jahr auch mal das trailen ausprobieren, aber mir wurde von vorn herein abgeraten, weil sie zum einen kein Brustgeschirr tragen kann und zum anderen sich nicht sonderlich für Menschen interessiert.

Priya möchte ich hauptsächlich im Dummysport führen, aber das Trailen als Nebenbeschäftigung könnte ich mir auch gut vorstellen.
Aber erstmal muss das Baby groß werden und dann mal sehen woraufhin beide Lust haben :smile:

Liebe Grüße
Steffi
Liebe Grüße von Steffi mit Phoebe und Priya
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Re: Mantrailing - noch jemand in dem Bereich unterwegs?

Beitragvon trini » Do 3. Mär 2016, 19:59

@Steffi

In unserer Hobby-Gruppe ist derzeit auch ein Junghund, der schon als Welpe angetrailt wurde. Sind wirklich nur Mini-Einheiten.

Und ja, Geschirr ist schon wichtig, weil an der Schleppe gefuehrt wird. Aber auch da haben wir Hunde dabei, die Geschirr hassen, es aber fuer die Arbeit dulden und richtig gut sind. Menscheninteresse halte ich fuer eher nebensaechlich. Es geht ja ums Futter am Ende der Strecke. Bei den Rettungshunden wird da sehr viel mehr Wert drauf gelegt, weil sie fast immer ueber Spielzeug belohnt werden.

Was brauche ich zum Trailen?

Nicht viel. Eigenen Geruchsstoff fuer die anderen Teams. Da reicht tatsaechlich ein Papiertaschentuch, was 10 Minuten am Koerper getragen wurde. Gefriertuete oder kleine Plastikbox, in der der Geruchsstoff aufbewahrt wird. Plastikboxen und leckeres Futter oder Leberwursttuben etc. fuer die Hundebelohnung des eigenen Hundes.
Geschirr fuer Hunde, die normalerweise nur am HB gefuehrt werden. Extra-HB fuer Geschirrhunde, damit es eine Unterscheidung zwischen Freizeit und Arbeit gibt. Und eine 5m-Schleppe. Das ist schon alles, was benoetigt wird.

LG
Martina

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Re: Mantrailing - noch jemand in dem Bereich unterwegs?

Beitragvon Rübe » Fr 4. Mär 2016, 12:01

Wir haben Priya erst seit fünf Wochen und bevor wir mit der Freizeitausbildung anfangen, möchte ich erst eine gewisse Basis an Grundgehorsam aufbauen bzw. halte ich es auch für wichtig, dass sie gelassen auf verschiedene Umweltreize reagiert, weil sie sich sonst auch nicht richtig konzentrieren kann.

Phoebe kann leider aus gesundheitlichen Gründen kein Brustgeschirr tragen, denn sie hat am ganzen Körper Lipome. Die m Brustkorb sind zT so groß wie ein Hühnerei und bereiten ihr Schmerzen, wenn man Druck darauf ausübt.
Aber habe ich es richtig verstanden, dass mit einem zB breit gepolsterten Halsband dennoch das Trailen möglich wäre?

Viel Ausrüstung braucht man ja wirklich nicht :daumenhoch:

Liebe Grüße
Steffi
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Kräutergeist
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Re: Mantrailing - noch jemand in dem Bereich unterwegs?

Beitragvon Kräutergeist » Fr 4. Mär 2016, 12:36

Nee, es geht darum, dass der Hund der sonst immer im Geschirr geht zusätzlich ein HB anbekommt - nur so zur "Deko" - damit er die Möglichkeit bekommt zwischen dem normalen an der Leine gehen und dem Trailen zu unterscheiden.
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Re: Mantrailing - noch jemand in dem Bereich unterwegs?

Beitragvon trini » Fr 4. Mär 2016, 17:25

@Steffi

Ist so wie Kraeutergeist schreibt. HB soll dem Geschirrtraeger dann eben signalisieren "Jetzt ist arbeiten angesagt". Und Schleppe mit Halsband ist tatsaechlich eine unguenstige Kombi.

@All

Im Gegensatz zur Rettungsarbeit geht beim Trailen deutlich weniger Zeit drauf. Ich habe vor Jahren mal ein Probetraining bei einer Staffel mitgemacht und fand es fuer mich definitiv zu zeitintensiv. Da war wirklich ein ganzer Tag am WE weg, der mir persoenlich sehr wichtig ist. Morgens frueh los, irgendwo hin fahren - war nie um die Ecke, sondern mal locker 30 - 50 km fahren - und erst abends wieder zurueck. War fuer mich ein entscheidenes Argument mich da nicht engagieren. Und interessanterweise sind Pausen beim Trailen auch immer mal ganz gut. Die Hunde vergessen nichts, oft hat sich das Erlernte sogar nach einer Pause noch gefestigt.

Bis dato macht Bungee nur recht kurze Trails auf Wald- oder Wiesenboden, ist aber mit Feuereifer bei der Sache. Der schmeisst sich so in die Schleppe, dass man schon aufpassen muss, nicht auf der Nase zu landen.

LG
Martina

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Re: Mantrailing - noch jemand in dem Bereich unterwegs?

Beitragvon *Geli » Fr 4. Mär 2016, 20:29

trini hat geschrieben:Die Hunde vergessen nichts, oft hat sich das Erlernte sogar nach einer Pause noch gefestigt.


Das weiß man ja auch inzwischen, dass man Hunden nach einer "Arbeit", einüben von neuen Kommandos oder whatever, Gelegenheit geben soll, zu ruhen. Das Erlernte wird im Schlaf verarbeitet und verinnerlicht. :daumenhoch:


Schade, dass das bei meinen Kindern nicht geklappt hat :lachen:
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Re: Mantrailing - noch jemand in dem Bereich unterwegs?

Beitragvon Rübe » Fr 4. Mär 2016, 23:09

Achso, danke fürs aufklären, das hatte ich vorhin falsch verstanden :rotwerd:
Naja, dann belassen wir es bei dem was wir regelmäßig machen und Grandma kann ihren Ruhestand genießen :love:

Liebe Grüße
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Re: Mantrailing - noch jemand in dem Bereich unterwegs?

Beitragvon ameise » Mo 18. Apr 2016, 19:46

Schön dass es hier "Trailer" gibt! Das sehe ich jetzt erst.
Da Elvis ein Allrounder ist, habe ich auch vor Mantrailing mit ihm zu machen. Immer nur Tricks, Unterordnung oder Agi-Übungen werden irgendwann langweilig und außerdem erhoffe ich mir seine Beagletypischen Schnüffelallüren so in eine kontrollierbare Bahn zu lenken.
Nächsten Sonntag bietet meine Hundetrainerin ein Man-Trailing-Einsteiger-Seminar an und da machen wir mit. Ich bin schon total gespannt wie es klappt und wie er darauf reagiert!

LG Ameise

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Re: Mantrailing - noch jemand in dem Bereich unterwegs?

Beitragvon Schlundi » Di 19. Apr 2016, 11:25

Ich möchte mit Moony nach unseren Leinenführungsstunden einen "Nasen"hunde-Kurs machen.
Da wird allerdings nach einem Teebeutel geschnüffelt.

Bin schon gespannt. :smile:
LG Schlundi
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Re: Mantrailing - noch jemand in dem Bereich unterwegs?

Beitragvon ameise » Di 19. Apr 2016, 15:59

Ich brauche dafür meine Käsesocken und Schwitz-T-Shirts... :hahah:

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Re: Mantrailing - noch jemand in dem Bereich unterwegs?

Beitragvon trini » Di 19. Apr 2016, 19:15

@ameise

Berichte dann mal. :smile:

Schwitze-Shirt und Stinke-Socken brauchst Du nicht. :lachen: Ich nehme ein Halstuch als Geruchsstoff, dass ich vorm Training noch einmal trage. Ansonsten reicht aber auch ein Tempo, mit dem man den Hals mal abwischt. Wichtiger ist gerade am Anfang ausreichend viel und tolle Belohnung! Bei uns gibt es bei 4 Durchgaengen 2 Schalen Katzenfutter.

Momentan habe ich mir leider die WEs zu voll gepackt, so dass es mit dem Trailen nicht so richtig klappt. Mache derzeit noch nen Imkerkurs, der auch immer samstags stattfindet... :kopfklatsch:

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Re: Mantrailing - noch jemand in dem Bereich unterwegs?

Beitragvon ameise » Do 21. Apr 2016, 21:48

Doooch , ich soll für das Einsteiger-Seminar getragene Socken oder T-Shirts mitbringen. Die Trainerin meinte aber auch ein Tuch das man davor für eine halbe Stunde am Körper getragen hat, würde ausreichen.

Ich werde berichten...

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Re: Mantrailing - noch jemand in dem Bereich unterwegs?

Beitragvon trini » Sa 23. Apr 2016, 16:07

Heute waren wir nach langer Pause mal wieder in kleiner Runde trailen. Mit dabei ein neuer TSch-Hund von einer Freundin, 2 erfahrene Trail-Hunde und der Jungspund einer Freundin.

Fuer die Anfaenger gabs 2x2 kurze Trails, fuer die erfahrenen 1 langen Trail. Auf Sicht brauchen wir mit Bungee und auch dem Jungspund nicht mehr arbeiten. Ist zu einfach! :lachen: Beide arbeiten dann eher auf Sicht und nicht mit der Nase. Beim TSch-Border wurde Frauchen beim 2. Durchgang zu ehrgeizig und wollte direkt beim ersten Mal auf Asphalt und ohne Sicht suchen lassen. War viel zu frueh und zu schwer.

Bungee liegt jetzt seit heute mittag platt unterm Tisch und pennt. :lachen:

LG
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Re: Mantrailing - noch jemand in dem Bereich unterwegs?

Beitragvon ameise » So 24. Apr 2016, 20:21

So nun haben wir unser Einsteiger-Seminar hinter uns.
Ich dachte schon da brauch ich gar nicht hin so wie Elvis sich gerade benimmt, aber meine Hundetrainerin hat mich bestärkt zu kommen.
Elvis läuft nämlich seit 3 Tagen nervös fiepend durch diese Wohnung... am Donnerstag waren wir mit 3 Rüden und 1 Hündin spazieren. Elvis hatte Pippi vom Gras geleckt und seine Lefzen zitterten - irgendwann muss ne läufige Hündin da gewesen sein und Elvis muss das wohl auf diese Hündin die mit beim spazieren dabei war übertragen haben. Er wollte sie permanent decken und ging mir keinen Meter mehr...
Ab da fing dann zu hause das Gefiepe und Rumgerenne an. Und diese Hündin, diese beim spazieren dabei war, war auch zum Man-Trailing angemeldet... folglich dachte ich dass ich das wohl vergessen könne.

Die Trainerin managte es so, dass Elvis als erster dran kam und diese Hündin als letzte. Sie begegneten sich nicht und bekamen ihre Trails auch in unterschiedlichen Richtungen. Das funktionierte gut.
Beim ersten Trail nahm Elvis die Spur auf und und fand die versteckte Person zielgerichtet sofort. Beim zweiten mal war er abgelenkt, weil er auf dem Weg zum Trail wieder Pippi geleckt hatte- es müssen gerade viele läufige Hündinnen unterwegs sein... aber nach dem er eingesehen hatte dass er nicht der "Pippispur" folgen soll, sondern der Spur von der versteckten Person, schnuffelte er kurz, tappte hin, schaute mich an und wollte weiter :lachen: so ala "so reicht das? Kann ich jetzt machen was ICH will?" Die Belohnung hat er aber dann doch noch mitgenommen.

Das Trailen lief so ab: zuerst bekamen wir erklärt was das ist, wie es von statten geht, woher es kommt usw... dann wurden wir eingewiesen. Wir mussten erst mit Menschen üben wie wir die Leine halten und nachziehen etc... und wie wir uns abgestimmt auf den Hund verhalten, bewegen müssen Körperhaltung usw...
Dann ging es los. Die VP legte eine Fährte mit gebrauchten Klamotten und zog einen Teil (z.B. Schal) davon über den Boden. Dann musste sie sich hinter einem Baum verstecken und mit Körper und Gesicht abgewandt da warten. Dann durfte ein Mensch-Hund-Team auf die Suche gehen.
Die meisten machten das echt super! Nur eine Hündin machte es zuerst gut und als sie die VP erschrack sie so, dass es aus war. Obwohl die VP sich nicht bewegte und nichts erschreckendes machte! Einfach die Tatsache dass da jemand ist hat diese Hündin nicht gepackt. Danach verweigerte sie jeglichen Versuch überhaupt eine Spur aufzunehmen - egal wer sich versteckte und wo. Sie kniff den Schwanz ein und knurrte sogar die VP an! Da taten mir die Hündin und Frauchen echt leid...

Ich bin froh dass ich mit Elvis trotz seines Rüdenhaften-Triebigkeits-Verhaltens mitgemacht habe , denn es hat ja besser geklappt als erwartet.
Warum er gerade so triebgesteuert ist kapier ich trotzdem nicht. Ich war schon mit ihm mit läufig Hündinnen spazieren und einmal sogar mit einer sehr bereitwilligen Dame in der Standhitze... und Elvis war zwar interessiert, hätte wenn er gedürft hätte sicher auch "seine Arbeit erledigt", aber er war trotzdem noch abrufbar und auf mich konzentriert. Momentan hat er nur eins im Kopf, hört nicht und ist total nervös...
Wenn der jetzt immer tagelang so auf läufige oder auch nicht läufige Hündinnen reagiert, dann wird er kastriert :brood:

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Re: Mantrailing - noch jemand in dem Bereich unterwegs?

Beitragvon trini » Mo 25. Apr 2016, 18:04

Interessant ist, dass ein Teil des Geruchs hinterhergezogen wurde. Machen wir nicht, sondern tatsaechlich nur Geruchsgegenstand am Anfang des Trails vor die Nase halten (bei Anfaengerhunden werden auch schon mal Leckerchen auf den Geruch in der Tuete gestreut, damit sie die Nase ganz tief in die Tuete stecken), allerdings fuer die Anfaenger wird auf Sicht versteckt. Koennte fuer die Huendin, die so verschreckt reagierte, vermutlich der leichtere Weg sein. Damit haette sie dann vielleicht den Schreck verdauen koennen und die Suchperson eher mit den leckeren Keksen verbunden.

Bei Bungee muss ich mir ueber Leinenhaltung eher weniger Gedanken machen. Wenn der auf der Spur ist, ist die 5m-Schleppe in 0,nix am Anschlag und ich muss die Beine in die Hand nehmen. :lachen: Wichtig ist bei uns eher, dass ich ihn bei Ablenkung nicht unbewusst ueberhole sondern immer hinter ihm bleibe, auch wenn er sich gerade mal an einer Stelle aus anderen Gruenden festgeschnueffelt hat. Das ist aber mein Problem. Mit "weiter"ist er dann aber auch schnell wieder auf dem Trail.

LG
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Re: Mantrailing - noch jemand in dem Bereich unterwegs?

Beitragvon ameise » Mo 25. Apr 2016, 19:44

Bei euch schnüffeln die Hunde nur in die Tüte und müssen dann die Person finden?

Wir haben ausdrücklich getragene Klamotten in einer geschlossenen Tüte mitbringen müssen, diese niemand anders angefasst haben durfte und mussten eins davon hinterherziehen. Manche Hunde blieben mit der Nase auch genau auf der Spur! Ein 9 Monate junger Ridgeback der ging der Fährte nach, war einen halben Meter zu weit, drehte sofort um und ging zurück und nahm diese Fährte wieder auf und fand die Person. Der freute sich wie Bolle!

Es war für keinen der Hunde ein Problem die versteckte Person zu finden. Die schreckhafte Hündin fand sie ja auch, aber mit der Reaktion hätte keiner gerechnet. Sie ist sonst nicht so ängstlich.
Auf Sicht suchen ist aber doch für viele Hunde bestimmt schwierig - ich meine sie nehmen dann doch evtl. gar keine Fährte auf und rennen gleich so hin oder?

Ich weiß nicht ob die Hündin auf Sicht anders reagiert hätte. Sie sah diese Person ja auch und ging nicht hin weil sie erschrocken ist. Sonst erschrickt sie ja auch nicht wenn irgendwo Leute auf einer Bank sitzen. Und die Person machte wirklich nichts falsch! Sie saß unbewegt und ruhig da.

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Re: Mantrailing - noch jemand in dem Bereich unterwegs?

Beitragvon trini » Di 26. Apr 2016, 18:26

Den Geruchsstoff bringt jeder von uns auch in einer verschlossenen Tuete von zuhause mit, damit er nicht verunreinigt wird. Die Sichtsuche ist tatsaechlich nur fuer die totalen Newbies, um ihnen das Konzept zu vermitteln. Sie werden auch durchaus von der Suchperson gerufen, wenn ihnen so gar nicht klar ist, was das mit dem Schnueffeln in der Tuete sollte. :lachen: Die Suche selbst funktioniert aber trotzdem. Ich denke, da gibt es verschiedene Ansaetze anzutrailen.

Fuer Bungee, der ja draussen eher so unterwegs ist: :huah: , war es so einfacher, die Aufgabe zu verstehen.

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Re: Mantrailing - noch jemand in dem Bereich unterwegs?

Beitragvon Mia » Di 26. Apr 2016, 19:31

Wir haben damals ja auch getrailt, wollten eigentlich auch in die Rettungshundestaffel (unser Trainer in der Gruppe war auch Ausbildungsleiter der RHS). Leider war und ist Mia aber kein Hund, der sicher in Einsätze gehen könnte, da sie viel zu sehr auf mich fixiert ist und sich auch in der Suche teilweise an mir orientiert wenn sie unsicher wird. Das geht natürlich nicht, und so haben wir es noch eine zeitlang nur so aus Spaß in der Trailergruppe gemacht, haben es dann aber ganz sein lassen, als sich unsere Gruppe nach und nach aufgelöst hat.
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