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Stubenreinheit beim "erwachsenen" Hund


ameise
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Stubenreinheit beim "erwachsenen" Hund

Beitragvon ameise » Mi 24. Feb 2016, 19:38

Hallo Ihr!

Schon wieder ich :rolleyes: ...
Habt ihr noch ein paar Tipps zur Stubenreinheit? Also nicht das übliche wiecman es bei Welpen macht, sondern wie man das einem Straßenhund antrainiert.
Bisher konnte ich das allen Hunden , diese zu mir kamen innerhalb weniger Tage vermitteln dass sie kapierten, dass man seine Geschäfte draußen erledigt. Natürlich passierte ab und an noch ein Malheur, wenn ich nicht aufmerksam war oder der Tagesablauf mal anders war, aber im großen und ganzen klappte es immer innerhalb kurzer Zeit relativ verlässlich.

Bei Mila ist das anders. Sie ist jetzt seit 10 Tagen hier und es scheint als ob ihr das scheißegal wäre im wahrsten Sinne des Wortes... es ist kein Rhythmus und kein Muster zu erkennen wann und wie oft sie raus muss und sie zeigt auch kein Verhalten an dem man Anzeichen erkennen könnte. Sie macht einfach so wo sie geht und steht Pfützen und Häufchen.
Selbst wenn ich sie im flagranti erwische und sofort vor die Türe bringe hat das nach dem gefühlt tausendsten Mal keinen Effekt.
Ich kann mit ihr rausgehen und sie macht nichts, aber 5 Minuten später pinkelt sie in den Flur. Ich kann mit ihr rausgehen, sie pinkelt, ich gehe noch eine Weile weiter, komme wieder rein, zieh die Jacke aus und sie kackt in den Flur...
Es ist nicht so, dass sie sich draußen nicht traut. Sie macht ihr Geschäft ob groß oder klein beim Spaziergang auch draußen. Aber die Abstände sind nicht abschätzbar. Es kann sein wir spazieren eine Stunde, sie macht groß und mehrmals klein und nach einer Stunde muss sie schon wieder und macht dann ins Haus oder aber sie muss 6 Stunden gar nicht.
Es ist ihr auch egal ob Tag oder Nacht.

Ich hab sie jetzt an die Box gewöhnt und sperre sie seit zwei Tagen, wenn ich arbeite für ca 2 Stunden da rein bis meine Schwiegereltern zum dogsitting kommen. Das hat bis jetzt geklappt. Gestern wollte ich sie über Nacht einsperren, da hat sie gleich Theater gemacht und ich bin nochmal mit ihr in den Garten gegangen, aber sie machte nichts- erst als wir wieder drin waren :geschockt: machte sie eine schöne Wurst in den Flur als ich gerade wieder im Bett war und legte sich ins Körbchen. Weil sie schlief bis ich gewischt hatte, ließ ich sie und brachte sie nicht in die Box zurück. Morgens war der Flur sauber, aber kaum war ich aufgestanden pinkelte sie wieder rein!

Ich wische täglich 5/6mal den Boden und langsam bin ich davon genervt. Es ist keine Besserung in Sicht!

Was fällt euch dazu noch ein?

LG Ameise

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Re: Stubenreinheit beim "erwachsenen" Hund

Beitragvon *Geli » Do 25. Feb 2016, 10:29

Lobst du sie tüchtig, während sie draußen macht? Ich gehe mal davon aus. :smile:
Drinnen würde ich poltern, d.h. laut schimpfen (richtig laut "hey!" oder "nein!"), um sie zu unterbrechen, wenn du sie erwischt. Das sollte so dosiert sein, dass sie wirklich eine Schrecksekunde hat und sofort damit aufhört. Dann würde ich sie schnappen und rausgehen. Wenn sie draußen "macht", würde ich das auch benennen---> fein "Pipi", fein "Kacka" oder wie du es nennst. So kannst du ihr später sagen, was du von ihr willst, wenn mal wenig Zeit da ist. Ich hab das bei Cheyenne leider versäumt, aber es ist hilfreich.

Klar braucht das seine Zeit, wenn sie das nicht gewöhnt ist. Das muß dann auch erst trainiert werden, dass sie nicht überall machen kann, wo sie geht und steht. :zwinker:
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Re: Stubenreinheit beim "erwachsenen" Hund

Beitragvon Komm-Tessa » Do 25. Feb 2016, 16:56

und bis das sitzt, bekommt sie drinnen eine Hose/Windel an... :klatsch:
denn mir scheint, sie ist unkonzentriert und es ist ihr auch egal.

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Re: Stubenreinheit beim "erwachsenen" Hund

Beitragvon trini » Do 25. Feb 2016, 17:59

Hallo ameise,

ich kann mir vorstellen, dass sie einfach noch etwas Zeit braucht. Eigentlich sind erwachsene Hunde drauf bedacht, ihr eigenes Reich sauber zu halten.

Zudem koennten natuerlich auch die ganzen Behandlungen zum totalen Durcheinander fuehren. Ansonsten ist wirklich der Welpentipp momentan noch angesagt.

LG
Martina

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Re: Stubenreinheit beim "erwachsenen" Hund

Beitragvon Minze » Do 25. Feb 2016, 20:20

Oh man, sehr anstrengend!
Bei Maja hatten wir das Thema auch, nur dass da ein Muster erkennbar war. So war es dass sie Punkt 13 Uhr sich lösen musste, auch wenn sie um 11 Uhr draußen war...
Hast du die Möglichkeit sie Räumlich zu begrenzen? Küche/Bad o.ä., vielleicht hilft es wenn sie erstmal begrenzt wohnt, so das sie ihren Lebensraum nicht beschmutzen will. Ich könnte mir vorstellen, wenn sie die gesamte Wohnfläche hat, dass es für sie egal ist ob sie rein macht, weil sie ja genug Möglichkeiten hat, sich zum schlafen irgendwo hin zu legen. Wenn der Raum aber begrenzter ist, sollte sie das selber schon stören. Ich weiß aber nicht ob ein offener Raum mit Absperrgitter den selben Effekt haben kann.

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Re: Stubenreinheit beim "erwachsenen" Hund

Beitragvon ameise » Do 25. Feb 2016, 22:01

Natürlich, wenn sie draußen macht wird sie megamäßig gelobt und kriegt die besonders beliebten Leckerli - oft nimmt sie da aber gar nichts an...

Ich begrenze sie auch räumlich. Sie darf zum Beispiel nicht in die obere Etage damit ich sie immer im Blick haben kann. Nachts muss sie unten im Flur schlafen - Elvis bleibt freiwillig bei ihr. Sonst geht er oft mit ins Schlafzimmer oder geht in den oberen Flur in seine Box zum schlafen.
Und wenn ich sie nicht im Blick haben kann, weil ich dusche oder weg bin etc... dann kommt sie mittlerweile in ihre Box.
Heute hatte meine Tochter keine Schule und ich ging wie immer mit den Hunden Gassi, sperrte Mila in die Box, gab beiden einen Rinderhautknochen zum nagen und ging zur Arbeit.
Meine Tochter erzählte dass Mila so nach einer Stunde anfing zu jammern woraufhin Elvis bellte. Das ging dann eine halbe Stunde so. Im richtigen Moment als sie dann gerade mal ruhig waren, stand meine Tochter auf und ging mit den beiden in den Garten wo Mila dann auch pinkelte.
Sie musste also nach nichtmal 2 Stunden schon wieder...

Jetzt überlege ich ob ich sie nicht mehr in die Box sperren soll, wenn Elvis sich so einbellt - meine Nachbarin hat mich auch darauf angesprochen warum der so bellen muss.

Heute war der erste Tag an dem ich nichts wegwischen musste! :juhu:
Wir waren alle 2 Stunden mit ihr draußen! Das ist halt schwierig wenn ich arbeite und keiner schulfrei hat... irgendwann muss sie doch mal länger aushalten können?

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Re: Stubenreinheit beim "erwachsenen" Hund

Beitragvon ameise » Do 25. Feb 2016, 22:04

@kommtessa: das mit der Windel ist doch nicht dein ernst?

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Re: Stubenreinheit beim "erwachsenen" Hund

Beitragvon Komm-Tessa » Fr 26. Feb 2016, 09:52

Ja,doch,schon...
Wenn der Hund ein deutlicheres Unterscheidungsmerkmal braucht zwischen "hier machen" und "hier nicht machen". Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein gesunder Hund in eine Hose machen würde. Und dann würde ich so oft es geht raus (Hose weg) und rein (Hose an).
Geht natürlich nur unter Aufsicht, so eines Teiles hat man sich schnell entledigt.
Ich würde mich nicht entblöden, meinem Hund so einleuchtend wie möglich zu vermitteln, was ich von ihm will.

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Re: Stubenreinheit beim "erwachsenen" Hund

Beitragvon *Geli » Fr 26. Feb 2016, 10:17

Das Problem dabei ist, dass sie es mit der Buxe verknüpft. Hab ich sie an, darf ich nicht usw. Wenn aber alle außer Haus sind, hat sie sie dann ja nicht an. Finde das kontraproduktiv, weil sie dann ja auch wieder "entwöhnt" werden muß. :zwinker:
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Re: Stubenreinheit beim "erwachsenen" Hund

Beitragvon ameise » Sa 27. Feb 2016, 20:06

Windel hin oder her - sie ist immer noch ein Hund und körperlich gesund. Ich werde nicht anfangen einem nicht läufigen Hund, der jung und lernfähig ist ein Höschen anzuziehen. Bei aller Liebe ob das Sinn macht oder nicht, aber es widerspricht meiner Auffassung von Sauberkeitserziehung beim Hund.
Sie ist bereits der 5. erwachsene Hund den ich stubenrein kriegen musste und auch sie wird es lernen.

Zugegebenermaßen habe ich wahrscheinlich auch zu viel erwartet. Sie war ja krank, sie ist geschwächt, sie lebte noch nie in einem Haus und sie ist neu hier- alles ist neu für sie! Dazu bekam sie Antibiotika, was ja auch harntreibend sein kann.
So langsam findet sie einen Rhythmus.
Ich geh morgens bis sie "Pippi und Kacka" gemacht hat und nachmittags die lange Runde und dann spät abends nochmal. Zwischendrin lass ich sie mehrmals in den Garten zum pinkeln.
In den letzten 3 Tagen hat sie nur ein mal in den Flur gepinkelt - hab sie erwischt, automatisch "oh nein" gerufen und sofort in den Garten gebracht. Zum ersten Mal hat sie dann im Garten trotz dem "Schreck" nochmal gepinkelt !
Sie muss einfach drei Häufchen am Tag machen und seit ich abends wirklich so lange mit ihr gehe bis das erledigt hat, geht auch nichts mehr in den Flur. Inzwischen geht das auch schon schneller. Pinkeln geht sogar immer sofort wenn sie in den Garten geht!
Ihr Häufchen macht sie aber nur an der langen Leine und nie im Garten. Mit der Zeit wird das auch noch. Sie braucht halt eben für den Anfang etwas länger und feste Rituale um zu "können" :rolleyes:
Am Montag werde ich es morgens ohne Box versuchen wenn ich gehe.
Ihre Abstände wie oft sie raus muss sind schon etwas länger geworden - nur Zeichen gibt sie immer noch keins.
Habt ihr da noch eine Idee wie ich ihr Zeichen geben beibringen kann?

Liebe Grüße Ameise

*Geli
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Re: Stubenreinheit beim "erwachsenen" Hund

Beitragvon *Geli » So 28. Feb 2016, 13:16

Finde das Prima, dass es schon soviel besser geworden ist. :daumenhoch: Nöö, mit Windeln hätte ich es auch nicht probiert. :zwinker:

Zu deiner Frage: Cheyenne hab ich das nicht beigebracht, aber sie läuft zu ihrer Leine und stupst sie an, wenn sie Not hat.
Evtl. könntest du einen Gegenstand, der klimpert neben der Tür auf einer Höhe befestigen, an die sie problemlos drankommt. Jedes Mal, wenn du mit ihr rausgehst, kannst du dranstupsen. Vielleicht verknüpft sie es...? :smile:
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Re: Stubenreinheit beim "erwachsenen" Hund

Beitragvon trini » So 28. Feb 2016, 16:53

Unsere Freundin hat seit 2 Wochen auch einen Pflegehund aus Irland. Der hat wohl auch nur draussen oder im Keller gelebt. Er markiert auch noch fleissig im Haus, kriegt dafuer nen Anschiss. Bei Bungee wars am Anfang auch nicht ganz eindeutig, da sind auch schon mal Haufen oder Urin im Haus gelandet. Hat bei ihm etwas gedauert, bis wir einen bzw. seinen Rhythmus gefunden haben. Seitdem ist nie wieder was drinnen gelandet.
Und wir haben auch gelernt, seine Zeichen zu deuten.

Und vielleicht ist der Kulturschock gerade fuer die Sensibelchen nicht ganz so leicht weg zu stecken. Bungee wirkt zwar nicht wie ein Sensibelchen sondern eher wie der wilde Draufgaenger, aber im tiefsten Innern seines Herzens ist er ein Mimi. :lachen:

LG
Martina

Victor

Re: Stubenreinheit beim "erwachsenen" Hund

Beitragvon Victor » So 28. Feb 2016, 17:55

Ein Mimi oder ein Minimi? :lachen:

Das mit dem Kulturschock bei Mila sehe ich genau so.
Das Mädel hatte wahrscheinlich noch nie geregelte Verhältnisse und hat sich, bei dem, was in der letzten Zeit so alles auf sie eingeprasselt ist, vermutlich innerlich schon aufgegeben.
Das deine Bemühungen so gute Früchte tragen, sehe ich als Zeichen dafür, dass sie gerade wieder den Weg ins Leben zurück findet.
Unser Hector hat, als er seinen Rythmus noch nicht hatte, auch immer ansatzlos in die Bude gemacht. :rolleyes:
Die Idee mit dem Glöckchen am Eingangsbereich finde ich gut und würde sie mal austesten.
Kostet kaum Mühe und könnte von den kuhzünftigen Haltern so fortgeführt werden, wenn die Verknüpfung bei Mila greift. :zwinker:

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Re: Stubenreinheit beim "erwachsenen" Hund

Beitragvon trini » Mo 29. Feb 2016, 17:02

@Victor

Mit seinen 60 cm geht er nicht wirklich als Minimi mehr durch! :hahah:


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