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ein aufgeweckter Golden Retriever und ich


Flöckchen
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ein aufgeweckter Golden Retriever und ich

Beitragvon Flöckchen » Do 25. Aug 2016, 08:34

Guten Morgen meine lieben,

wir bräuchten mal dringend ein paar Tipps und Tricks.
Meinen Dicken habe ich mit 3 Monaten damals von einem "Züchter" (war ein Vermehrer :brood: ) bekommen. Er war so gut wie gar nicht sozialisiert und das merkte man auch sofort.
Er liebte zwar von Anfang an alles was sich bewegt hat, allerdings war er zeitgleich auch ängstlich und kam mit manchen Dingen einfach gar nicht klar. Auto fahren und der Staubsauger stresst ihn total.
Die ersten 3 Jahre seines Lebens hat sich mein damaliger Freund eigentlich mit ihm beschäftigt, da wir meinen Dicken zusammen geholt haben.
Wir sind auch zur Hundeschule gegangen, allerdings haben wir abgebrochen als jegliche Hundeschule in der Nähe mit Gewalt und Ruck gearbeitet hat. Damals konnte Inuki nicht mal vernünftig an der Leine gehen und wollte Frauen, Männer und Fahrräder anspringen. Was mein Ex-Partner an Erziehung geleistet hat, kann ich euch nicht sagen. Ich bin mir nicht mal sicher, ob er überhaupt etwas getan hat. Aber das sei dahin gestellt, daran bin ich selber schuld.

Nach einiger Zeit hat sich das Leben getrennt und ich konnte mit meinem Dicken mehr üben und hab es hinbekommen, dass er andere Menschen zu 97% ignoriert und einfach vernünftig neben oder hinter mir an der Leine läuft. Manchmal zieht er dann noch wenn er dringend zu einer Stelle will, wo es gut riecht.
Nun bin ich wieder umgezogen und habe hier viel mehr Möglichkeiten mit dem Dicken auch entsprechend zu üben und habe entschlossen jetzt alles auf den Kopf zu werfen. Oft wird der Dicke nicht mit in die Stadt mit genommen wenn wir ein Eis holen, weil wir die ganze Zeit darauf achten müssen wen er anschaut und ob er vernünftig läuft. Er zieht auch gerne bei Dingen, die er nicht kennt weil es so neu und aufregend ist.

Heute bin ich mit ihm kurz eine Runde vor der Arbeit gegangen und da ist es tatsächlich passiert, dass er mich zum ersten Mal überhaupt 3 Meter so mit sich gezogen hat, das ich fast auf die Fresse gezogen bin und das nur, weil er zu einem anderen Hund wollte. Ich habe zwar immer wieder Versuche gestartet sein Verhalten draußen zu ändern (drinnen ist alles top), habe es aber nie geschafft.

Ich habe immer wenn er mir Aufmerksamkeit gab und Blickkontakt herstelle geklickt und belohnt, doch der Kontakt wurde nicht mehr und er hat es nicht in Verbindung gebracht. Vielleicht habe ich auch einfach nur zu schnell "aufgegeben".

Zum normalen Training machen wir ein Schleppleinen Training im Garten mit Leckerlies und allem drum und dran. Das funktioniert auch. Er lässt sich ganz okay abrufen und kommt zum Leckerlie holen oder spielen, wenn ich ihn rufe. Er entfernt sich auch nicht wirklich weg. Allerdings hat er da auch absolut gar keine Störfaktoren und wenn doch mal etwas super duper riecht dann kann es auch sein, dass er später kommt.

Daher:

Wie mache ich mich spannend genug, dass mein Dicker auch in "Notfall" Situationen bei anderen Hunden auf mich hört?
Momentan ist es so, dass er einfach stehen bleibt in der Hoffnung der andere Hund kommt nähre und schaut was passiert. Ich kriege ihn dann fast keinen Meter mehr weg. Ich versuch ihn immer mal wieder aus seinem "Traum" heraus zu holen, allerdings funktioniert es seltenst. Ich möchte nicht nur mit sondern auch dem Dicken ein besseres Leben bieten. Ich möchte das er auch mal ohne Leine sich austoben kann, da ich keine Angst haben muss, dass etwas passiert. Immer nur Schleppleine ist bescheuert.

Hat jemand eine Idee?
Soll ich weiter clickern und jedes mal wenn er mich anschaut ihn belohnen um zu zeigen das es was super tolles ist?
Oder doch eher etwas mit einer Leberwurst tube?
Wie kann ich ihn aus dieser "Fixierung" heraus holen?

Danke euch :sick:

Kräutergeist
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Re: ein aufgeweckter Golden Retriever und ich

Beitragvon Kräutergeist » Do 25. Aug 2016, 10:56

Also, dass du nicht mit Gewalt und Ruck arbeiten willst verstehe ich gut.
Aber wenn du sein Fixieren unterbrechen möchtest musst du ihn evtl. mal leicht zur Seite schubbsen. Nicht doll, aber dass er kurz das Gleichgewicht und seinen Fokus verliert. Ansonsten musst du testen was für euch funktioniert. Rückruf ginge ja vielleicht auch, wenn du eine Pfeife als Signal einbaust und es direkt mit Futter verknüpfst?
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Flöckchen
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Re: ein aufgeweckter Golden Retriever und ich

Beitragvon Flöckchen » Di 13. Sep 2016, 08:37

Update:

Es geht voran ;D
Wir machen jetzt ausgiebiges Schleppleinen Training, Clickern und es läuft auch soweit besser. Nur bei Katzen und anderen Hunden schaltet er noch mehr oder weniger auf Stumm. Aber auch das bessert sich. :juhu:

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Re: ein aufgeweckter Golden Retriever und ich

Beitragvon Schlundi » Di 13. Sep 2016, 10:48

Klingt doch schon mal gut! :klatsch:

Ich bin mit Moony auch noch am arbeiten...
:smile:
LG Schlundi
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Re: ein aufgeweckter Golden Retriever und ich

Beitragvon Hanca » Di 13. Sep 2016, 12:03

KLingt gut! :juhu:

Das Wichtigste bei der Arbeit mit dem Hund ist Geduld, Geduld und - Geduld! :lachen:

Es ist oft so, dass man beinahe verzweifelt, weil man denkt: DAS klappt NIE. :shifty:
Aber wenn man konsequent am Ball bleibt und nicht aufgibt, kommt man eben doch irgendwann zum Erfolg. :daumenhoch:

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Re: ein aufgeweckter Golden Retriever und ich

Beitragvon ameise » Sa 15. Okt 2016, 21:21

Falls es dich irgendwie tröstet - hier gibt es gleich zwei Goldies, diese ganz genau das selbe Problem haben. Und diese sind beide von Vereinszüchtern und von Welpe an in ihrer Familie und in unterschiedlichen Hundeschulen.


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