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Arbeitstier Collie


**Steffi**
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Arbeitstier Collie

Beitragvon **Steffi** » Fr 27. Mär 2015, 09:58

Hallo zusammen,

Der Titel ist schlecht formuliert, aber ich hoffe es wird im Thema deutlicher.

Es geht um meine Phoebe, bald 11 Monate alt, Collie. Phoebe gehört zu den Collies, deren Vorfahren noch zur Arbeiten am Tier eingesetzt wurden. Die väterliche Seite kommt auch (ich glaube 4 Generationen vorher) aus Amerika direkt. Ihr Opa hat z.B. Rinder gehütet. Sie selbst ist durch und durch ein Arbeitstier, extrem triebig, arbeitet extrem konzentriert und lässt sich durch keine Außenreize bei der Arbeit stören. Sie ist allerdings nicht sonderlich leicht führig und kein bißchen sensibel. Selbst massige Maßregelung von mir lässt sie stellenweiße total kalt und sie unterbricht das Fixieren nicht.

Am Anfang hatten wir extrem viel zu kämpfen, bei Maßregelung von mir ging sie nach vorne, schnappte ab. Wenn sie nicht auf die Decke wollte, schnappte sie nach vorne. Das haben wir jetzt geklärt, sie weiß, dass man nach mir nicht schnappt ...

Gegenüber anderen Hunden ist sie ähnlich. Vor zwei Wochen wurde sie von der 2 Jahre alten Mali Hündin meiner Trainerin gemaßregelt (zurecht!), mein Collie drehte sich um maßregelte zurück. Auch gegenüber Kira zeigt sie keinen sonderlichen Respekt und provoziert - gerade gerne in Verbindung mit Knochen. Deswegen frisst bei mir jetzt jeder seinen Knochen nur noch auf seinem Platz.

Jeder der sie sieht, von dem bekommt man gehört dass sie absolut kein typischer Collie ist. Der Vater ist übrigens genau so. Der hat auch noch ne gewaltige Portion Schutztrieb dabei, den ich bei ihr auch mittlerweile etwas durchschimmern merke.

An der Leine pöbelt sie andere Hunde sehr gerne an. An dem Problem arbeiten wir jetzt und das wird deutlich besser.

Primär beschäftigen mich zwei Probleme: Die Vögel und der richtige Sport

Phoebe jagt Vögel und das sehr gerne und sehr ausdauernd. Sie schaut schon, wenn die Vögel direkt oder in ihrer Umgebung vorbei fliegen (also sie müssen nicht mal am Boden sein o.ä.) Ich gehe aktuell den Weg jeden Vogel zu beclickern, wenn sie ruhig da steht. Nur irgendwie bekomme ich - zuverlässig! - den Bogen vom Anschauen zu mir herkommen nicht hin :thumbsdown:

Das Zweite Problem ist der Hundesport. Aktuell habe ich das Gefühl sie ist unterfordert und würde gerne mehr tun. Ich habe mich bewusst dazu entschlossen nicht so viel zu machen, weil ich keinen Hund wollte der jeden Tag immer mehr will und es ja immer heißt, Hütehunde müssen zuerst Ruhe lernen. Was auch funktioniert, im Haus wird sie merklich ruhiger.
Wenn man übrigens draußen mit ihr arbeite - und sei es nur ein Round um den Baum herum - dann ignoriert sie die Vögel komplett!
Wir gehen drei Mal täglich Spazieren, beim Spazieren werden immer wieder UO Übungen gemacht, der Dummy geschmissen oder Leckerlies gesucht. Oder natürlich gespielt. Außerdem haben wir einen Garten und wir clickern auch daheim regelmäßig und lernen so kleine Tricks o.ä. In die Hundeschule gehen wir zwei Mal wöchentlich.

Jetzt bin ich am Überlegen was ich für einen Sport mit ihr machen sollte und ich hätte zu meinen Gedanken gerne eure Meinung.
"Leider" erweißt sie sich als All Round Talent für jeden Sport. In der HuSchu haben wir Agility ausprobiert -natürlich dem Alter angemessen, also wenig Sprünge usw - und ich habe mich beschlossen das einmal wöchtlich zu machen und ein großes Augenmerk darauf zu legen, dass sie auf mich schaut. Also aus dem Agility primär eine Unterordnungsübung zu machen. Dummy Training macht sie persönlich unglaublich gerne, das werde ich definitiv noch ausbauen (hat da jemand von euch einen Buch oder einen DVD Tipp? Oder ne gute Homepage vielleicht.)
Ich bin jetzt nur am Überlegen ob ich nicht doch Obidience ausprobieren sollte mit ihr. Sie arbeitet ja unglaublich gerne mit mit zusammen und gerade im Hinblick auf ihren Charakter würde es sich anbieten.
Was meint ihr dazu?

Dazu muss man sagen, wir haben uns bewusst für den Collie entschieden, da er eben kein soo extremes Arbeitstier ist wie Border & Mali. Aber Phoebe macht jeden Border und Mali spielend Konkurenz. Und damit hatte ich - das muss ich zugeben - einfach nicht gerechnet.

Vielen Dank für's Lesen

Gruß
Steffi
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Mini
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Re: Arbeitstier Collie

Beitragvon Mini » Fr 27. Mär 2015, 10:06

Wo fang ich an?
Vater deiner Phoebe müsste vom "schwarzen Feuer" sein oder? Wenn ja dann ist er auf die Hunde vom Bopparder Hamm gezogen und das ist die Arbeitslinie schlecht hin beim Collie. Hast du mal mit Verena Schaube Kontakt aufgenommen?

Meine Collies sind nicht so wobei wir auch den ein oder anderen "richtigen" Hüter zustande gebracht haben. Aus unserem A-Wurf wird ein Rüde regelmässig mit Schafen gearbeitet und auch die Mutter unserer Hündin Fleur besteht darauf zu "ihren" Schafen zu dürfen.
Was ich erstaunlich finde ist das deine Hündin so gar nicht sensibel ist! Das liebe ich gerade so am Collie :staun:
Liebe Grüße
Eva und Rudel
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**Steffi**
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Re: Arbeitstier Collie

Beitragvon **Steffi** » Fr 27. Mär 2015, 10:17

Mini hat geschrieben:Wo fang ich an?
Vater deiner Phoebe müsste vom "schwarzen Feuer" sein oder? Wenn ja dann ist er auf die Hunde vom Bopparder Hamm gezogen und das ist die Arbeitslinie schlecht hin beim Collie. Hast du mal mit Verena Schaube Kontakt aufgenommen?

Meine Collies sind nicht so wobei wir auch den ein oder anderen "richtigen" Hüter zustande gebracht haben. Aus unserem A-Wurf wird ein Rüde regelmässig mit Schafen gearbeitet und auch die Mutter unserer Hündin Fleur besteht darauf zu "ihren" Schafen zu dürfen.
Was ich erstaunlich finde ist das deine Hündin so gar nicht sensibel ist! Das liebe ich gerade so am Collie :staun:


Ha, gerade nachgeschaut, Du hast Recht! Ihre Mutter (Also die Mutter ihres Vaters) ist vom schwarzen Feuer. (wow, woher du das wusstest!).

Sensibel ist sie überhaupt nicht. Das sieht man vor allem beim Maßregeln. Ich habe ja u.a. noch einen HSH Hund und einen Berner Sennen, beide haben einen extremen Sturschädel und sind auch überhaupt nicht sensibel. Und ich bin echt was gewohnt diesbezüglich, aber bei Phoebe ist das schon extrem ausergewöhnlich, dass man sie sehr sehr schlecht "Beeindrucken" kann.
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Boomer2009
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Re: Arbeitstier Collie

Beitragvon Boomer2009 » Fr 27. Mär 2015, 11:15

Also ich würde mir das mit Obi nicht überlegen, ich würde das mit ihr definitiv anfangen!
Longieren machst du mir ihr ja schon, wenn ich es richtig im Kopf hab.

Das mit den Vögeln und gerade nicht weiter kommen, kann aber auch gerade am Alter liegen - bleib am Ball, ich bin sicher, irgendwann macht es plötzlich klick und ihr kommt da weiter!

Ich hab ja auch schon wegen Dummytraining geschaut - ich finde da Bücher gut, aber evtl. wäre einen Trainingsgruppe da besser?
Ob es das dann allerdings gerade bei einem in der Nähe gibt?
Bei uns leider nicht!
Ansonsten würde mir noch Nasenarbeit einfallen z.B. Trailen lastet ja enorm aus und das meist auch längerfristig!
Lg Tanja & Boomer

"Ich brauche einen Hund, der keiner 'Mode' unterworfen ist, sondern ein lebendiges Tier, ein natürliches Geschöpf mit unverdorbener Seele."
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Re: Arbeitstier Collie

Beitragvon *coookiie* » Fr 27. Mär 2015, 11:22

Von Agility würde ich mit so einem Hund eher abraten. Meiner Erfahrung nach puscht das eher auf und die Hunde sind nachher noch aufgeregter als sowieso schon...

Ich würde viel an der Impulskontrolle arbeiten und sie mit ruhigeren Arbeiten geistig auslasten. Nasenarbeit ist da super und Obedience auch.
Laura, mit Zes und Tia im Herzen...

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Re: Arbeitstier Collie

Beitragvon **Steffi** » Fr 27. Mär 2015, 11:26

*coookiie* hat geschrieben:Von Agility würde ich mit so einem Hund eher abraten. Meiner Erfahrung nach puscht das eher auf und die Hunde sind nachher noch aufgeregter als sowieso schon...

Ich würde viel an der Impulskontrolle arbeiten und sie mit ruhigeren Arbeiten geistig auslasten. Nasenarbeit ist da super und Obedience auch.


Das Problem Agility hatte ich genau so mit meiner Trainerin auch angesprochen, deswegen meinte sie: Sie würde vor allem eine UO Übung drauf machen. Also sprich dass sie da hin geht wo ich sie hinschicke und sie auch wirklich Rücksprache mit mir hält. Das sie sich einfach noch mehr an mir orientiert. Und auch da Tempo wieder rauslegen. Weil sie auch meinte, es gäbe ein gewisses Risiko dass wir sie da noch hochfahren.

Trailen hatte ich versucht, da zeigt sie leider absolut kein Interesse und keine wahre Freude. Ironischerweiße ist es das Einzige, was ihr nicht gefällt ^^

Was die Sucharbeit angeht, arbeitet sie einfach gerne am Dummy. Aber leider gibt's das in meiner Hundeschule nicht :-(, auch keinen Kurs/Workshop o.ä. Longieren machen wir einfach nebenbei und das funktioniert gut.
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Re: Arbeitstier Collie

Beitragvon Mini » Fr 27. Mär 2015, 11:31

Seit nun fast 12 Jahren bin ich dem Collie verfallen und eine befreundete Züchterin sagte mal "Du bist ein Zuchtbuch mit 2 Beinen!" :lachen:
Ich verschlinge Ahnentafeln und hab da ein enormes Gedächtnis ... andere Sachen vergess ich ratzfatz so das mein Mann schon mault ich hätte Alzheimer :blush:
Und die Hunde vom Bopparder Hamm erkennt man eigentlich recht fix wenn man sich ein wenig auskennt :smile:
Liebe Grüße
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Re: Arbeitstier Collie

Beitragvon **Steffi** » Fr 27. Mär 2015, 11:42

Mini hat geschrieben:Seit nun fast 12 Jahren bin ich dem Collie verfallen und eine befreundete Züchterin sagte mal "Du bist ein Zuchtbuch mit 2 Beinen!" :lachen:
Ich verschlinge Ahnentafeln und hab da ein enormes Gedächtnis ... andere Sachen vergess ich ratzfatz so das mein Mann schon mault ich hätte Alzheimer :blush:
Und die Hunde vom Bopparder Hamm erkennt man eigentlich recht fix wenn man sich ein wenig auskennt :smile:


Ist auf jedenfall unglaublich beeindruckend :daumenhoch: und für alles andere kann man sich ja Zettel schreiben :klatsch:
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Re: Arbeitstier Collie

Beitragvon **Steffi** » Fr 27. Mär 2015, 13:14

Das nicht rüber kommt als würde ich mich nur beschweren ... i hatte anscheinend im Esszimmer meine Kugelschreiber verloren. Gerade eben kam Phoebe aus dem Esszimmer mit meinem Kugelschreiber im Maul angelaufen und hat ihn mir gebracht :-). :love:
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Re: Arbeitstier Collie

Beitragvon *Geli » Fr 27. Mär 2015, 22:20

Sei froh, dass er nicht essbar war. :lachen1:

Wenn man sich Tipps holt und andere Sichtweisen oder Erfahrungen lesen möchte, hat das ganz sicher nichts mit beschweren zutun. Ganz im Gegenteil sieht man doch, dass dir an deinem Hund liegt. :love:
BildLG Geli jetzt leider verwaist - ohne :cry: Cheyenne
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Hoffnung... ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat - egal, wie es ausgeht.--nunHoffnung begraben :cry:

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Re: Arbeitstier Collie

Beitragvon **Steffi** » Sa 28. Mär 2015, 10:33

Wäre es essabar gewesen, hätte sie es mir sicherlich nicht gebracht :froh:

Ich habe einige Homepage entdeckt, die den Stammbaum jedes Collies (zumindest scheint es mir so..) kennt, alle Verpaarungen und Geburtsdaten. Wahnsinnig interessant!
Ich habe auch festgestellt, dass Phoebe u.a. in der Vorgänger Linie "Andy von Königshof" hat, der damals ja sehr sehr erfolgreich in der DDR war (Das kommt wohl von der Cheyenne v. Bopparder Hamm Linie).

Zur Erziehung werde ich jetzt v.a. das Platz sichern. Sie kann zwar schon ein sehr gutes und flüssiges Platz - auch in Entfernung - aber das Ziel sollte sein, auf Kommando (später werde ich da dann den Pfiff einbauen) sofort ins Platz zu fallen, wenn ich es sage. Die Idee mit den Vögel anzuschauen ist gut und funktioniert auch, bringt mir aber nichts, wenn sie z.B. im Spielen einen hochschreckt ... :gruebel: .

Außerdem habe ich gestern ihr Wissen über den Bogentarget wieder aufgefrischt (Gott sei Dank lernt die ja alles sehr sehr schnell.. oder leider?). Da ich vorhabe mit ihr irgendwann die BGH zu laufen, baue ich jetzt das Fuß gleich links auf.
Kurze Frage: Wieso muss in der BGH alles links gelaufen werden? Das ist für mich X Mal schwieriger als den Hund .. ich hasse es links laufen zu lassen.. :confused:
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