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Größenwahnsinniger Collie


**Steffi**
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Größenwahnsinniger Collie

Beitragvon **Steffi** » Do 23. Apr 2015, 11:38

Obwohl die Überschrift nicht richtig stimmt, aber egal :-).

Es geht um meine Phoebe, amerikanischer Langhaar Collie, nächstes Monat wird sie ein Jahr alt. Sie ist ein fantastischer Hund, sehr triebig, lernt toll, nur haben wir nach wie vor Probleme was das Pöbeln an der Leine angeht :shifty:

Wie es aussieht:
Bellen, Knurren, in die Leine springen, auf die Hinterbeine stellen. Der Schwanz geht sofort in die Höhe und sie hat anschließend echt Probleme wieder runter zu fahren.

So weit bin ich jetzt schon:
Es richtet sich stärker gegen Hündinnen, die im Rang unter ihr stehen würden (total unsozialisierte und auffällige ängstliche Labbi Hündin z.B.)
Kleine Hunde findet sie sch... große Hunde werden besser.
Außerdem reagiert sie leider total auf meine Reaktion. Denn die Labbi Hündin kann ich z.B. selbst überhaupt nicht ausstehen.. und auch die Kleinhunde die bei uns herum laufen (v.a. zwei Chis..) finde ich furchtbar, da unerzogen. Ich versuche zwar es mir nicht anmerken zu lassen, aber sie kann es wohl riechen.

Wenn ich maßregele, richtet sich ihr Bellen (in dem Moment ist das Frustrationsbellen) gegen mich. Sie geht aber nicht mir gegenüber nach vorne. Das hat sie einmal probiert, und ich habe ihr dann sehr schnell klar gemacht dass nach mir nicht geschnappt wird :dozey:

Was ich mache:
Aktuell muss sie bei jeder Hundbegnung die eine gewisse Distanz unterschreitet (Wenn der Hund jetzt ca 30 Meter mir gegenüber geht, dann kann sie Ruhe geben und schimpft nur leise vor sich hin. Hört sich doof an, tut sie baer wirklich..) ins Platz. Da beibt sie auch liegen, sie steht nicht von sich selbst auf, aber sie kann den Schnabel einfach nicht halten :rolleyes:
Mittlerweile glaube ich, dass ist einfach ein Teil des Collie, das "Ständige Kommentieren", das bekomme ich nicht raus.

Allerdings glaube ich, dass das Pöbeln nur viel Show ist. Sie ist nämlich kein sooooo selbstsicherer Hund. Ich weiß nicht ob sie von sich aus erst mal sagt "Bleib du mal da stehen, ich habe hier Verstärkung". Ohne meine drei anderen reagiert sie nämlich bei weitem nicht so stark.

Ohne Leine ist sie - am Anfang! - eine sehr höfliches Hundemädchen. Kann allerdings auch ihre Krallen ausfahren. Das tut sie aber erfahrungsgemäß erst, wenn sie die Hunde schon etwas länger kennt :hahah: . Nachdem sie sich schon mit Kira angelegt hat (und dafür richtig Prügel bezogen hat.. und das absolut verdient!) war vor zwei Tagen mein Berner Sennen Rüden dran. Er hat sie gemaßregelt, sie drehte sich um und maßregelte zurück. Genau so hat sie es außerdem schon mit dem Mali meiner HuSchu Trainerin gemacht.
---> Ohne Leine also sehr höflich und freundlich beim Kennenlernen, testet dann aber schon deutlich die Grenzen aus und hat auch keine Probleme damit auszuteilen. Sie fängt keine Prügelei ein, aber sie schaut shcon immer wie weit sie kommt.

Jetzt bin ich am Überlegen wie ich da weiter mache.. das Platz an sich passt mir schon, aber ich möchte auch gerne mal an Hunden vorbei kommen ohne das drei 1A vorbei gehen und der Collie sich wie ein Wahnsinniger aufführt..

LG
Steffi
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Hope
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Re: Größenwahnsinniger Collie

Beitragvon Hope » Do 23. Apr 2015, 11:41

In der Gruppe ist das hier bei uns auch so...obwohl sie wenn der Hund dann zu ihnen kommt, super freundlich sind...
Ausser unsere Destiny, die wirklich aus Angst nach vorne geht.. da nutzt wirklich nur ausweichen - oder mit Sprühflasche ansprühen, dann ist gleich ruhe...

Total bescheuert....grad meine sind ohne die jeweils anderen super brav an der Leine, aber wehe Verstärkung ist dabei :hau:
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Kräutergeist
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Re: Größenwahnsinniger Collie

Beitragvon Kräutergeist » Do 23. Apr 2015, 15:05

Bei Kiki half nur maßregeln bei der kleinsten Reaktion - immer und immer wieder.
Sobald sie einen Hund gesehen hat wurde sie gleich 2 cm größer, Rute hoch und fixieren. Kam der dann näher ging sie bellend und knurrend in die Leine und/oder hat sich hingeschmissen und hat den anderen belauert.
Leider ist es dann auch nicht so einfach, ein 40kg Hundchen zum weitergehen zu bewegen.

Da half wirklich nur anschnauzen sobald sie das fixieren anfing und loben sobald sie wenigstens den Hund nicht mehr anstarrte...
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**Steffi**
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Re: Größenwahnsinniger Collie

Beitragvon **Steffi** » Do 23. Apr 2015, 16:45

Kräutergeist hat geschrieben:Bei Kiki half nur maßregeln bei der kleinsten Reaktion - immer und immer wieder.
Sobald sie einen Hund gesehen hat wurde sie gleich 2 cm größer, Rute hoch und fixieren. Kam der dann näher ging sie bellend und knurrend in die Leine und/oder hat sich hingeschmissen und hat den anderen belauert.
Leider ist es dann auch nicht so einfach, ein 40kg Hundchen zum weitergehen zu bewegen.

Da half wirklich nur anschnauzen sobald sie das fixieren anfing und loben sobald sie wenigstens den Hund nicht mehr anstarrte...


Mein 50kg schwerer Berner Sennen mag keine Labradors.. ich weiß also wie das ist. Obwohl Kane jetzt genau weiß, dass er eines auf die Nase bekommt, wenn er spinnt.

Allerdings habe ich bei Phoebe das Gefühl, je mehr ich maßregele, umso mehr steigert sie sich in die ganze Sache rein. Leider bellt sie auch vereinzelt Menschen an.

Ich bin am Überlegen es wie bei den Vögel zu machen. Jede kleinste erwünschte Reaktion wird belohnt, das andere entweder gemaßregelt oder ignoriert. Also sie mir praktisch gesehen alle "schön clickern".
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Stinkihuendchen
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Re: Größenwahnsinniger Collie

Beitragvon Stinkihuendchen » Do 23. Apr 2015, 22:59

Vorab, eine Lösung hab ich nicht. Aber ich persönlich finde alles was mit stehen bleiben und Platz und Sitz zu tun hat, macht es für den Hund spannend. Ahh Frauchen bleibt auch gespannt stehen und bellt vielleicht noch mit....also aus Hundesicht mega aufregend und evtl. gefährlich. Gina hat lange immer wieder gepöbelt. Ich hab von Stehen bleiben ablenken, Kommandos ausweichen und leinenrucks alles probiert. Ich war gestresster als der Hund wenn wir nur einen entgegenkommenden gesehen haben. Erst seit ich für mich die innere Einstellung geändert habe und meinen Hund hoch erhobenen Kopfes und ruhig neben mir an andren vorbei führe klappt es zuverlässig. Ich sehe jedes kleines ohr zucken und kommentiere das mit kurzem leinenimpuls kein richtiger Ruck, eher ein klingeln, und dränge gina hinter mich. Sie geht hinter mir. Sie regelt nix. Das mache ich auch oder ich versuche das auch auf meine tierheimhunde anzuwenden. Man muss dem Hund Sicherheit geben als hundeführer. Erst dann geben Sie die Führung ab und befolgen Kommandos in solchen Situationen. Gina konnte ich als junger Hund nicht schützen und sie wurde gebissen. Daran mir zu vertrauen muss ich noch heute immer wieder arbeiten. Die Kopf hoch und andere ignorieren Methode funktioniert jedoch in meinen Augen wirklich.

mischling
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Re: Größenwahnsinniger Collie

Beitragvon mischling » Fr 24. Apr 2015, 07:35

Ich habe meine Hunde von klein auf dazu erzogen -wenn uns jemand entgegen kam,wurde mein Hund in die Sitzposition gebracht.Sind meine Hunde devot geblieben,gab es zur Belohnung viel viel Lob und ein Leckerchen-und das hat immer gut geklappt.Heute muss ich das Ritual nicht mehr anwenden.
Meine beiden sind jetzt Erwachsen,und lassen sich in jeder Situation abrufen.Jeder Hund ist halt anders ,und darum ist es so schwierig ,dass passende "Rezept"- was die Erziehung angeht,für den jeweiligen Hund zu finden. :smile:
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**Steffi**
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Re: Größenwahnsinniger Collie

Beitragvon **Steffi** » Fr 24. Apr 2015, 09:44

Stinkihuendchen hat geschrieben:Vorab, eine Lösung hab ich nicht. Aber ich persönlich finde alles was mit stehen bleiben und Platz und Sitz zu tun hat, macht es für den Hund spannend. Ahh Frauchen bleibt auch gespannt stehen und bellt vielleicht noch mit....also aus Hundesicht mega aufregend und evtl. gefährlich. Gina hat lange immer wieder gepöbelt. Ich hab von Stehen bleiben ablenken, Kommandos ausweichen und leinenrucks alles probiert. Ich war gestresster als der Hund wenn wir nur einen entgegenkommenden gesehen haben. Erst seit ich für mich die innere Einstellung geändert habe und meinen Hund hoch erhobenen Kopfes und ruhig neben mir an andren vorbei führe klappt es zuverlässig. Ich sehe jedes kleines ohr zucken und kommentiere das mit kurzem leinenimpuls kein richtiger Ruck, eher ein klingeln, und dränge gina hinter mich. Sie geht hinter mir. Sie regelt nix. Das mache ich auch oder ich versuche das auch auf meine tierheimhunde anzuwenden. Man muss dem Hund Sicherheit geben als hundeführer. Erst dann geben Sie die Führung ab und befolgen Kommandos in solchen Situationen. Gina konnte ich als junger Hund nicht schützen und sie wurde gebissen. Daran mir zu vertrauen muss ich noch heute immer wieder arbeiten. Die Kopf hoch und andere ignorieren Methode funktioniert jedoch in meinen Augen wirklich.


Ich habe vier Hunde und wohne auf einem Dorf. Ich muss zwangsläufig sehr oft mit meinen Hunden ins Feld oder irgendwo auf die Seite reingehen und sie absitzen lassen, damit die anderen Leute überhaupt vorbei können. Vor allem bei Hundebesitzer. Wir haben hier Wege die sind nicht breit genug, damit zwei Hundebesitzer bequem aneinander vorbei gehen können, vor allem wenn die anderen kläffende Hunde haben (Was meinen Collie arg anstachelt, natürlich). Ich habe da die Erfahrung gemacht, dass meine Hunde deutlich ruhig sind, wenn sie sitzen bzw. liegen können. Und Phoebe ist dann auch ruhig, nur ganz die Klappe kann sie nicht halten :bleed: :lips:

Was du beschreibst mit dem "Hinterdrängen" habe ich als Kommando. Da gehen alle vier Hunde von sich auf mein Kommando aus nach hinten (super übrigens beim Treppen runter gehen oder in engen Gassen ^^ Außerdem muss es wohl lustig aussehen, wenn vier Hunde hinter einem her gehen..). Würde auch funktionieren, aber ich bin mir nicht sicher ob das - Stichwort Frustration - der richtige Weg ist. Ich habe keine Lust, dass sie da recht viel Frustration ansammelt und mich irgendwann das trifft.
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*Geli
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Meine Hunde: Cheyenne *18.02.06---†12.06.2018
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Re: Größenwahnsinniger Collie

Beitragvon *Geli » Fr 24. Apr 2015, 12:58

Ich denke bei euch sind Hundebegegnungen seltener als bei uns hier in der Stadt. Dadurch sind sie "besonders". Mit Cheyenne gab es da nie Probleme, sie kannte es ja tägl. von Welpe an. Natürlich wollte sie, als sie klein war zu jedem (angeleinten) Hund, aber das haben wir sanft unterbunden.

Meiner Meinung nach solltest du auf jeden Fall einzeln mit ihr üben. Dazu würde ich unbedingt Orte aufsuchen, wo es ganz ganz sicher viele Hundebegegnungen gibt und du auch den Platz hast, um aneinander vorbei zu gehen. Als Belohnung würde ich dann vielleicht ein tolles Spiel mit dem Ball oder whatever nehmen.

Cheyenne läuft auch super hinter mir/uns. Allerdings benötigen wir das tatsächlich nur zum Treppenlauf. Da finde ich das allerdings für alle Hunde zwingend notwenig, weil viele Hunde die Treppen hoch und runterjagen.


Kennst du das Buch Impulskontrolle: Wie Hunde sich beherrschen lernen von Ariane Ullrich? Falls nicht, würde ich es dir empfehlen. :smile:
BildLG Geli jetzt leider verwaist - ohne :cry: Cheyenne
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Hoffnung... ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat - egal, wie es ausgeht.--nunHoffnung begraben :cry:

**Steffi**
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Re: Größenwahnsinniger Collie

Beitragvon **Steffi** » Fr 24. Apr 2015, 13:10

*Geli hat geschrieben:Ich denke bei euch sind Hundebegegnungen seltener als bei uns hier in der Stadt. Dadurch sind sie "besonders". Mit Cheyenne gab es da nie Probleme, sie kannte es ja tägl. von Welpe an. Natürlich wollte sie, als sie klein war zu jedem (angeleinten) Hund, aber das haben wir sanft unterbunden.

Meiner Meinung nach solltest du auf jeden Fall einzeln mit ihr üben. Dazu würde ich unbedingt Orte aufsuchen, wo es ganz ganz sicher viele Hundebegegnungen gibt und du auch den Platz hast, um aneinander vorbei zu gehen. Als Belohnung würde ich dann vielleicht ein tolles Spiel mit dem Ball oder whatever nehmen.

Cheyenne läuft auch super hinter mir/uns. Allerdings benötigen wir das tatsächlich nur zum Treppenlauf. Da finde ich das allerdings für alle Hunde zwingend notwenig, weil viele Hunde die Treppen hoch und runterjagen.


Kennst du das Buch Impulskontrolle: Wie Hunde sich beherrschen lernen von Ariane Ullrich? Falls nicht, würde ich es dir empfehlen. :smile:


Einzeln haben wir in der Tat kein Problem mit ihr und so wirklich viele Hundebegegnung gibt's bei uns leider überhaupt nicht. Wir sind ein kleineres Dorf, aber die Hundehalter hier sind die typischen "Hund hängt an Flexi und kommt am Tag 30 Minuten raus" Hundehalter. Also man kann nirgends üben o.ä. In der Huschu hat sie absolut keine Probleme, auch am Parkplatz der HuSchu nicht oder so. Obwohl das ja generell was spezielles an sich ist..

Das Buch kenne ich und habe ich :-). Wir üben zurzeit extrem an der Impulskontrolle (Hallo Vögel..) und es wird auch besser.
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kuchnie na wymiar Czeladź

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