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Für und Wider zum Zweithund

Erfahrungen/Probleme von Mehrhundehaltern

Schlundi
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Für und Wider zum Zweithund

Beitragvon Schlundi » Di 2. Jun 2015, 14:16

Hallo meine Lieben,

mich würd mal folgendes interessieren:

Warum habt ihr euch einen zweiten Hund angeschafft?
War es positiv für den ersten Hund und auch für Euch?
Oder gabe es eher negative Auswirkungen?
Würdet ihr wieder zwei Hunde haben wollen oder eher lieber nur noch einen?

Wie ändert sich der Alltag mit zwei Hunden, was ist das Beste dran bzw. das nervigste... :gruebel:

Tut mal erzählen! :mrgreen:
LG Schlundi
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**Steffi**
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Re: Für und Wider zum Zweithund

Beitragvon **Steffi** » Di 2. Jun 2015, 15:47


Warum habt ihr euch einen zweiten Hund angeschafft?


Weil wir beim Welpen anschauen waren. Ja, der dümmste und schlimmste Grund schlechthin, aber ich kann's nicht mehr ändern.

War es positiv für den ersten Hund und auch für Euch?

Rückblickend hätte ich noch gewartet. Kira war ein Jahr alt als Kane kam und rückblickend war es zu wenig Zeit. Ein Jahr weiter warten, wäre nicht schlecht gewesen. Aber Kira hat es geholfen, wir haben hier im Dorf nicht viel Sozialkontakt (auch wegen ihrem starkem Jagdtrieb) und so hatte sie einen Spielkamerad

Oder gabe es eher negative Auswirkungen?

Fakt ist: Hunde schauen sich vor allem das negative ab! Kira mochte keine Katzen, es dauerte nicht lange und auch bei Kane zeigte sich ein schleichendes Negatives Verhalten bei Katzen. Das muss man immer beachten
Außerdem:
-mehr Geld, also auch mehr Tierarztkosten
- sie brauchen mehr Platz. Sei es im Auto, beim Spazieren gehen (z.B. wenn man im Dorf bzw. in der Stadt spazieren geht).
- die Rudeldymnamik darf nicht unterschätzt werden.

Würdet ihr wieder zwei Hunde haben wollen oder eher lieber nur noch einen?

Eher mehr :-). 3 oder vier sind für mich ne gute Zahl.

Wie ändert sich der Alltag mit zwei Hunden, was ist das Beste dran bzw. das nervigste... :gruebel:

Es ändert sich schon einiges, das muss man schon sagen. Vor allem im Verhalten gegenüber anderen Hunden. Da entsteht eine gewisse Rudeldynamik, Stichpunkt Mobben z.B. oder Pöbeln an der Leine usw. Außerdem braucht man mehr Futter, muss Dinge mitunter auch besser Timen (z.B. die Hundeschule), du brauchst mehr Platz und du musst immer zwei Hunde im Auge haben. Nie nur einen. Du musst zum Manager werden.

Ich persönlich bin immer und überall mit vier Hunden vertreten, aber das ist mitunter echt anstregend. Nehmen wir nur das Beispiel Hundeschule. Wenn die Hunde laufen dürfen,muss ich immer vier Hunde im Blick haben. Der Collie pöbelt gerne, Kane hat was gegen junge Rüden und Hope reagiert mitunter sehr sensibel auf größere temperamentvolle Hunde. Nur Kira ist über jeden Zweifel erhaben :-). Aber das nur als Beispiel.

Außerdem - und das finde ich fast noch wichtiger! - du musst fähig sein Körpersprache lesen zu können. Ich finde das stellenweiße schockierend wie wenig Leute die Körpersprache ihrer Hunde lesen können. Zwei Hunde sind immer auch - zumindest meistens am Anfang - eine gewisse "Risikoquelle". Stichpunkt Ressourcen. Aber man muss auch fähig sein die Körpersprache der eigenen Hunde gegenüber anderen lesen zu können. Kane z.B. neigt dazu Hope beschützen zu wollen was diese widerrum super ausnutzt..

Oder anderes Beispiel. Phoebe pöbelt an der Leine bei Hundebegegnungen (wird besser!), nur weil die restlichen drei schon so gut erzogen sind, dass sie wissen dass man das nicht macht, pöbeln sie nicht mit. Aber so was kann sich total schnell hochschaukeln wenn der Ersthund nicht "Stabil" genug ist.

Alles in einem als Fazit:
JA, ich würde immer mehr Hunde haben wollen. Wahrscheinlich sogar mehr als zwei. Aber (!!) das sage ich jetzt nur als folgenden Gründen:
a) Ich habe mir jetzt viel Wissen angeeignet, sei es Körpersprache, Ressourcenverteilung, usw. um gewisse Gefahrenquellen vorzeitig erkennen zu können und dementsprechend handeln zu können.
b) Ich habe jetzt die Hunde dafür, bzw fast. Kane hat ja aktuell keine gute Zeit und ich habe schon darüber nachgedacht, ob ich wieder einen vierten suchen würde, sollte es mit Kane nicht mehr gehen. Habe mich aber dann dagegen entschieden! Der Grund? Phoebe ist jetzt ein Jahr alt und zwar wirklich gut, aber für mich persönlich einfach noch nicht stabil genug. Stichpunkt Pöbeln,

Vielleicht konnte das Helfen :-).
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Bellissa
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Re: Für und Wider zum Zweithund

Beitragvon Bellissa » Di 2. Jun 2015, 21:25

Der Zweithund kam aus mehreren Gründen.

Ich wollte einen Hund mit dem ich Hundesport machen kann.
Auserdem ist Josy so extrem sozial veranlagt, dass wir ihr auch einen Gefallen tun wollten.
Und 1 Hund ist zu wenig für 3 Leute.

Josy hat sehr von Finn profitiert und die 2 lieben sich heiß und innig. Hier gab es auch noch NIE Streit!
Da die Beiden wirklich sehr harmonisch sind, sind wir total froh den 2ten Hund geholt zu haben, weil es einfach toll ist.
Und für uns Alle eine Bereicherung.

Was man aber bedenken sollte:
2 Hunde:
- kosten wesentlich mehr
- machen viel mehr Dreck
- der Zeitaufwand verdoppelt sich nicht einfach, sondern vervielfacht sich
- brauchen wesentlich mehr Platz, auch im Auto, oder Restaurant
- lassen entspanntes Gassi gehen (zumindest in der Anfangszeit) der Vergangenheit angehören
- kann man nicht mehr problemlos überall mithin nehmen
- entwickeln eine Rudeldynamik, die man kontrollieren können muss
...
Das klingt alles erstmal eher negativ, aber das sind Dinge, die man sich vorher wirklich gut überlegen muss.


Nochmal 2 Hunde?
Jein.
Nur wenn mehrere Personen vorhanden sind die sich kümmern.
Nur wenn ein gut erzogener, verlässlicher, sozialer Ersthund vorhanden ist.
Und dann eher einen großen und einen kleinen Hund zusammen.

Was ich jetzt merke, und womit ich mich erst arrangieren muss, ist, dass mittlerweile meine Beiden unterschiedliche Bedürfnisse haben, was das Gassi gehen angeht. (Sie sind nur 2 1/2 Jahre auseinander, für mich der perfekte Abstand)
Josy reichts nach einer halben Stunde, da hat sich Finn gerade erst warm gelaufen.
Sprich, jetzt muss ich wieder vermehrt getrennt gehen. Das tut mir für den, der zu Hause bleibt immer Leid, aber vor allem kostet das auch extrem viel Zeit.

Auf der anderen Seite gibt es nichts schöneres, als die Interaktion dieser 2 Hunde, wenn sie spielen, zusammen im Körbchen schlafen oder gemeinsam irgendeinen Unsinn aushecken.
Und ihr solltet mal sehen, wie Finn " seine" Josy anschaut! Wie seine Augen dann leuchten und er übers ganze Gesicht strahlt. Unbezahlbar.
Oder wenn Josy betont genervt ein Stück zur Seite rutscht, damit Finn sich neben sie legen kann und sie sich dann ganz heimlich an ihn kuschelt.
Das kann einfach keine menschliche Interaktion ersetzen.

Vor allem muss man den Alltag mit 2 Hunden mehr/besser organisieren.
LG Laura mit Josy + Finn

Bellissa für immer ganz tief im Herzen

podifee
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Re: Für und Wider zum Zweithund

Beitragvon podifee » Di 2. Jun 2015, 23:10

ist wie mit kindern, eins zwei drei????
bei uns war unsere dame der grund, warum wir uns einen zweithund zugelegt haben. und, die entscheidung war richtig, sie ist durch den rüden aufgelebt, wurde immer selbstsicherer. erziehen muß man immer, ob ein hund oder mehrere, nur finde ich, ist es im rudel leichter.
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schau in die augen deines hundes und du siehst seine seele

**Steffi**
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Re: Für und Wider zum Zweithund

Beitragvon **Steffi** » Mi 3. Jun 2015, 09:39

podifee hat geschrieben:ist wie mit kindern, eins zwei drei????
bei uns war unsere dame der grund, warum wir uns einen zweithund zugelegt haben. und, die entscheidung war richtig, sie ist durch den rüden aufgelebt, wurde immer selbstsicherer. erziehen muß man immer, ob ein hund oder mehrere, nur finde ich, ist es im rudel leichter.


Im Rudel leichter? Dann hattest du du noch nie links 50kg Hund und rechts 38kg & 20kg Hund in der Hand wenn eine Katze kam :lachen:

Natürlich kann es im Rudel leichter werden, aber man sollte sich immer vor Augen halten, dass sich Hunde auch die Dinge abschauen, die man vielleicht nicht haben will. Und während das vielleicht bei Hunden unter 10 kg gerade noch so geht, wird es bei bei der höheren Gewichtsklasse mitunter echt kompliziert :smile:
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Re: Für und Wider zum Zweithund

Beitragvon Schlundi » Mi 3. Jun 2015, 11:15

Danke für Eure Antworten! :smile:

Bei Moony merke ich es, wenn wir Hundebesuch haben.
Sie ist dann nur am spielen und rumhupfen und es interessiert sie fast nicht, ob ich rufe oder sonstwas.
Nur bei Leckerli gehts einigermaßen.... :rolleyes:

Unsere Besuchshündin ist ne alte Kläffi und wenn die beiden im Garten sind, und es wagt einer am Zaun vorbeizugehen, dann schaukeln sich die beiden echt hoch... Hmpf.
Das macht Moony alleine eher nicht.
Gut, als Collie sagt sie schon ganz gerne was, aber sie hört dann zumindest wieder auf, wenn ich dann auch laut werde.

Naja, ich würd ja auch gerne ganz blauäugig nen zweiten Hund haben, aber im Moment ist das eher schlecht. Moony ist noch zu jung, ich würde mit zweien vermutlich überfordert sein und die Kinder sind ja auch noch da...
und das Haus, der Garten, die Vögel, die Fische und mein liebster Holder und Arbeit und... äh, ja, wie habe ich überhaupt Zeit für einen ersten Hund... :gruebel:
:mrgreen:
LG Schlundi
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Re: Für und Wider zum Zweithund

Beitragvon Rosi » Mi 3. Jun 2015, 16:52

Moony wäre mir auch noch zu jung für einen weiteren Welpen, wenn dann eher einen souveränen etwas älteren Hund dazu. Aber du weißt ja besser was du schaffst :D definitiv würden mir nicht 2 Hunde mit größeren Baustellen einziehen. ***damit meine ich nicht Moony ;) **

Ich leb ja nun auch seit Anbeginn meiner Hundehaltung mit zweien. Beide sind etwa gleich alt, der Kleine Terrier gehört meinem Mann seit Welpenbeinchen an. Ich habe mir eine vierjährige aus dem Tierheim geholt, mit Wissensstand eines Welpen was Alltag betrifft und dem Habitus eines Wolfes. da hätt ich´s mit nem Welpen heute sicher leichter, einiges ist in diesem Hund einfach drin, das in Kombi mit dem Terrier ist schon manchmal Nervenraubend, auch bei Hunden die inzwischen Ü10 sind ;)
Und natürlich kommt es auf deine Ansprüche und die der Hunde drauf an. Für mich sind 2 Hunde drei mal Arbeit in vielen Dingen, mal abgesehen vom Theoretischen (Steuern, TA, Futter etc ist nat. nur doppelt), aber ich möchte meine Hunde auch einzeln arbeiten und zusätzlich gemeinsam. Das heißt nicht, dass jeder, jeden Tag seine Extras bekommt, aber oft genug :)

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Re: Für und Wider zum Zweithund

Beitragvon trini » Mi 3. Jun 2015, 19:47

Ich kann ja nur aus der Haette-Perspektive berichten. Wir hatten uns fuer den Zweithund entschieden, weil Spunky super pflegeleicht war und wir das Gefuehl hatten, dass er (und wir auch) es toll finden wuerden einen 2. Hund im Hause zu haben. Haette mit den beiden auch funktioniert, da sowohl Spunky als auch Bungee sehr gut mit anderen Hunden klar kamen bzw. kommen.

Jetzt mit Bungee ist der Zweithund erst einmal wieder in weite Ferne gerueckt. Er benoetigt noch sehr viel Erziehung und da waere ein Zweithund fuer uns zu viel Stress.

LG
Martina

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Re: Für und Wider zum Zweithund

Beitragvon Mecki » Mi 3. Jun 2015, 22:28

Ich habe jetzt schon seit fast 14 Jahren immer 2 Hunde. Der Grund für mich war ursprünglich, dass ich gerne Hundesport machen wollte und das ging aus gesundheitlichen Gründen mit meinem Ersthund nicht. Also kam ein Zweiter dazu. Aber ich habe immer gewartet, bis der "alte" Hund einigermaßen zuverlässig war, bevor der junge Hund dazu gekommen ist. Wie schon mehrfach hier erwähnt, schauen sich Hunde auch gerne die Unarten untereinander ab. :dozey: Aber wenn der Althund souverän ist, hilft er durchaus auch bei der Welpenerziehung mit. Gerade jetzt mit Luna und Smilla war das auch mal hilfreich für mich. :smile: Der finanzielle Aufwand ist natürlich doppel so hoch, der zeitliche Aufwand ist für mich aber nur unwesentlich höher, da ich fast alles mit beiden zusammen mache. Rudeldynamik gibt es natürlich, aber zumindest bei meinem beiden ist das nicht so ausgeprägt, dass es ein zu einem Problem wird. Katzen sind da vielleicht die Ausnahme, aber glücklicherweise haben wir hier nicht so viele... :lachen:

Ich würde immer wieder 2 Hunde halten, weil ich glaube, dass es für die Hunde auch schöner ist, vor allem, wenn sie öfter mal alleine bleiben müssen. Und ich finde es total interessant, die Hunde untereinander zu beobachten.
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Re: Für und Wider zum Zweithund

Beitragvon Ela » Mi 3. Jun 2015, 22:35

Wir hatten zuerst einen Beagle, dazu kam Paul (erwachsen aus dem Tierschutz). Zu Paul kam Frida (ebenfalls erwachsen aus dem Tierschutz) und zu Frida schließlich Brixx (Welpe).
Paul war mein Arbeitshund und Brixx wird es nun hoffentlich. Beagle und Frida waren quasi "Begleithunde". Das mein ich nicht negativ. Mal bezogen auf meine rote: Frida is super leicht zu handeln, ist zwar zurückhaltend aber sehr umweltsicher, hat kaum Jagdtrieb aber ist halt nich so der fordernde Typ ;)
Sie und Brixx haben knapp 5 Jahre Altersunterschied. Hätte es beim Ersthund noch Baustellen gegeben, dann hätt ich mich sicher dagegen entschieden. So ist es recht easy.
Die Hunde verstehen sich super, ignorieren sich in der Wohnung weitestgehend und fetzen draußen zusammen. Macht auch uns Spaß das zu beobachten. Kann mich eigentlich nicht beschweren? Klar, was nervt ist, dass Frida momentan etwas zu kurz kommt was den Bewegungsdrang angeht. Aber das wird sich ja wieder ändern.
Wir sind übrigens 2 Personen mit 2 mittelgroßen Hunden.
LG Ela mit Epagneul Breton Frida und NSDTR Brixx

Schlundi
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Re: Für und Wider zum Zweithund

Beitragvon Schlundi » Fr 5. Jun 2015, 14:24

Danke nochmal für Eure Antworten! :smile:

Es gibt noch was, was mich interessiert:
Wie habt ihr die "Rasse" des zweiten ausgesucht? Oder anders: Unter welchen Aspekten habt ihr den zweiten Hund ausgesucht?
Sind sie ähnlich oder haben sie ganz andere Anforderungen: einer ruhig, einer wild?
Oder zwei gleiche (ich schiele zu den beiden KH Collie Mäusen... :mrgreen: )
LG Schlundi
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Re: Für und Wider zum Zweithund

Beitragvon trini » Fr 5. Jun 2015, 17:40

Mein Hauptschwerpunkt war, dass der zweite Hund zum ersten passt und auch das Gefuehl bei uns stimmt. Bei uns kam nur ein erwachsener Hund aus dem TSch in Frage. Rassetechnisch hatte ich mich nicht festgelegt, aber das es zumindest ein Huete-Mix wird, war klar. Ich mag die Hueter einfach. :smile: Bei uns waere es eine Mischung aus einem im Haus fast unsichtbarem, eher unsicherem Hund mit einem sehr selbstbewussten Hund geworden, die aber draussen beide ein sehr aehnliches Bewegungs- und Beschaeftigungsbeduerfnis gehabt haetten.

LG
Martina

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Re: Für und Wider zum Zweithund

Beitragvon ameise » Mo 8. Jun 2015, 00:46

Ein interessantes Thema! Ich mache mir darüber gerade auch so meine Gedanken - ich wurde von der Tierschutzorga von der wir unseren Elvis haben gefragt ob wir nicht evtl. einen Pflegehund aufnehmen möchten.
Eigentlich würde ich das gerne, aber Elvis ist erst 1 Jahr alt und auch erst seit nichtmal 5 Monaten bei uns. Er muss noch viel lernen. Er ist sehr unsicher und fängt momentan an so richtig schlimm an der Leine zu pöbeln (wenn wir fremde Hunde treffen). Ich bin locker und geh dann den anderen aus dem Weg oder nehme Elvis auf die andere Seite und dräng mich dazwischen wenn andere zu nahe kommen und geh einfach weiter. Wenn ich ihm die Schnauze zuhalte (ich weiß dass das nicht die beste Lösung ist), steigert er sich nicht so sehr rein und kommt gleich wieder runter - wenn ich ihn bellen lasse, dann kläfft er wie blöd, hängt in die Leine und fängt an zu knurren wie eine Bestie!
Ohne Leine gibt es in der Regel gar kein Problem - es sei denn ein anderer Hund macht ihn an.
Sorry ich schweife ab...
Ich habe mir gedacht, weil Elvis sich besonders gern an älteren Hündinnen orientiert wenn wir mal mit mehreren Hunden unterwegs sind, dass es für ihn auch gut sein könnte wenn wir so eine relativ souveräne ältere Hündin zur Pflege aufnehmen würden.
Vielleicht könnte er vieles von ihr lernen und wäre so sicherer wenn er auf andere trifft.

Andererseits denke ich natürlich auch dran, dass das nach hinten los gehen kann und es mit zwei Hunden erst richtig stressig wird.
Die Tierschutzorga würde mir selbstverständlich für den "Einstieg " erstmal einen passenden und unkomplizierten Hund zur Pflege geben und mich dementsprechend unterstützen - aber man steckt ja nicht drin und ich bin mir sehr unschlüssig ob es wirklich schon der richtige Moment dafür wäre oder ob ich lieber warte bis Elvis mal "cooler" geworden ist und auch die Hundesprache von anderen besser versteht. Er kann schon verhältnismäßig frech und aufdringlich sein und wenn er nur alle paar Wochen auf einen Hund trifft der ihn auf sanfte Art maßregelt, dann lernt er es wohl nie.
Erst heute ging er wieder frech auf einen anderen zu, der nach einer kurzen Warnung sofort zubiss. Elvis wollte wie immer nur schnuppern, aber er kapiert einfach nicht dass es Hunde gibt, die ihn nicht sofort mögen, sondern mitunter aggressiv auf seine Aufdringlichkeit reagieren.
Könnte ein älterer, gelassener Hund ihm dabei helfen Hundesprache auf Anhieb zu verstehen?
Oder wäre ein Zweithund zur Pflege unter solchen Umständen vielleicht sogar eine total blöde Idee?

Liebe Grüße

Ameise

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Re: Für und Wider zum Zweithund

Beitragvon ameise » Fr 10. Jul 2015, 16:14

Schade, dass hier keiner mehr geantwortet hat...

ich habe mich jetzt trotzdem für eine Pflegehündin entschlossen. Elvis hat die letzten Wochen echt extreme Fortschritte gemacht und inzwischen bin ich überzeugt, dass ihm eine Gefährtin wirklich gut tun würde.
Gerade wenn ich mit anderen Hunden/Haltern unterwegs bin, merke ich wie er dabei aufblüht und wie gut er vorallem auf Hündinnen ansprich, die etwas älter sind als er. Mir fällt auf, dass er am liebsten in der Meute unterwegs ist - als Beagle-Mix ja auch kein Wunder...
Jetzt probieren wir mit einem Pflegehund aus, wie es mit zwei Hunden abläuft und sehen dann ob das auf Dauer für uns überhaupt in frage kommen kann.
Bin schon sooooo gespannt! :juhu:

Victor

Re: Für und Wider zum Zweithund

Beitragvon Victor » Fr 10. Jul 2015, 16:35

Eine gute Entscheidung :zwinker:
Ich denke, ihr werdet alle davon profitieren und dein Risiko hält sich in Grenzen.
Das größte ist wohl, dass du ein weiterer Pflegestellenversager wirst. :lachen:

Schlundi
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Re: Für und Wider zum Zweithund

Beitragvon Schlundi » Sa 11. Jul 2015, 13:38

Na da bin ich ja mal gespannt! :mrgreen:

Also, ich hätte da ja total Schiss, den Pflegehund nicht mehr hergeben zu können. :zwinker:
Und mit unseren Kindern wäre das sicher auch schwierig.
Die reden jetzt schon vom "nächsten" Hund und wie sie wohl heißen könnte und so... :gruebel:

Wenn sie sich um die auch mit soviel Elan kümmern, wie um Moony, dann Prost... :lachen:
LG Schlundi
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ameise
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Re: Für und Wider zum Zweithund

Beitragvon ameise » Mo 13. Jul 2015, 19:48

:rotwerd: ... könnte gut sein, dass ich zum Pflegestellenversager werde... :gruebel: aber das wär ja dann auch nicht schlimm - denn dann würde es ja wohl so gut passen, dass es der richtige Hund wäre.
Ich fürchte auch dass ich den Hund dann nicht mehr hergeben mag, doch wenn es gut läuft, es aber vielleicht nicht 100% für uns passt und der Hund trotzdem eine wirklich tolle Familie findet, dann gebe ich ihn bestimmt gern her und kann ja dann einem neuen Hund eine Chance geben.
Eigentlich hast du vollkommen recht Victor - mein Risiko ist relativ klein. Das Schlimmste wäre, dass sich der Neue nicht mit meinem Elvis verträgt oder er bzw sie (es ist ja ein Mädchen) die Katze jagt...
Aber wenn es gar nicht gehen würde, habe ich schon vorgesorgt - da gibt es eine sehr nette Familie in meinem Ort, die immer wieder Urlaubs- oder Pflegehunde aufnimmt, die mir dann sicher aushelfen würden. :blush:

Hab an alles gedacht, alles gut geplant - wir haben dann alle Urlaub/Ferien und meine Tochter ist sogar noch 2 Wochen länger daheim, also insgesamt ist mindestens 5 Wochen rund um die Uhr immer jemand da - Zeit um sich einzugewöhnen, stubenrein zu werden (falls sie es nicht ist) und auch stundenweise das allein bleiben zu lernen. Wer weiß, vielleicht ist sie ja gar nicht so lange da...
Außerdem habe ich den Pflegi so ausgewählt, dass es gut passen müsste. Elvis liebt Hündinnen, vorallem wenn sie Mutterinstinkt haben (die Pflegehündin ist ca 2 Jahre alt und hatte schon mehrmals Welpen, unter anderem als sie ins Tierheim kam) und sie wird als gehorsam, unterwürfig und sanftmütig beschrieben. Das sind Eigenschaften mit denen Elvis gut zurecht kommt. Bei solchen Hündinnen blüht er auf und ist dann total lieb und folgsam. Ich denke das ist ein guter Ausgleich zu meinem (nur noch leicht) hyperaktiven Spinnerle.
Dazu ist alles mit meinen Schwiegereltern abgesprochen, die sich dann im Notfall auch mal kümmern werden.
Ich habe ein echt gutes Gefühl bei der Sache und bin schon wahnsinns gespannt auf das schnuckelige Tier! :juhu: nur noch ca 3 Wochen...

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Re: Für und Wider zum Zweithund

Beitragvon trini » Mo 13. Jul 2015, 21:29

Ameise,

Du hibbelst ja genauso wie wir vor dem Einzug von Bungee. Ich druecke die Daumen, dass es passt. :smile:

LG
Martina

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Re: Für und Wider zum Zweithund

Beitragvon ameise » Mo 13. Jul 2015, 22:03

danke! Natürlich bin ich hibbelig! Es ist doch auch sooo spannend ein neues Tier kennen lernen zu dürfen - besonders wenn es von so weit weg kommt und somit ein echtes Überraschungspaket sein wird.
Ich rechne mal mit einem nicht-stubenreinen-Jagdhund-Mix... :staun:

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Re: Für und Wider zum Zweithund

Beitragvon Bellissa » Di 14. Jul 2015, 09:09

ameise hat geschrieben:danke! Natürlich bin ich hibbelig! Es ist doch auch sooo spannend ein neues Tier kennen lernen zu dürfen - besonders wenn es von so weit weg kommt und somit ein echtes Überraschungspaket sein wird.
Ich rechne mal mit einem nicht-stubenreinen-Jagdhund-Mix... :staun:



Ich kann dich sooo gut verstehen! Außerdem Vorfreude ist doch die schönste Freude! :smile2:
LG Laura mit Josy + Finn

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Re: Für und Wider zum Zweithund

Beitragvon ameise » Di 14. Jul 2015, 15:44

Ja das stimmt! Die Vorfreude ist am Schönsten :juhu:

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Re: Für und Wider zum Zweithund

Beitragvon trini » Di 30. Mai 2017, 17:38

Ich hol den Thread mal wieder hoch. :smile:

Nach jetzt gut 4 Monaten Zweithund kann ich bestaetigen, dass es, wenn die Hunde harmonisieren, eine sehr schoene Sache ist. Es ist einfach schoen zu sehen, wie die Beiden miteinander interagieren. Allerdings gibt es auch immer mal wieder "Konfliktpontential". Hotti neigt dazu erhoehte Plaetze fuer sich zu beanspruchen. Der Kleine schlaeft im Bett und versucht Bungee davon abzuhalten, am WE zum Kuscheln ins Bett zukommen (im Bett schlafen mag er nicht - viel zu warm). Dann fliegt Hotti raus. Auch ins Auto kommt erst Bungee dann Hotti. Umgekehrt gibts Theater ubd Hotti versucht "sein" Auto zu verteidigen. Und da Beide draussen mit Schleppe laufen (bei Hotti wird sich das bald erledigen) ist es gerade zu den Anfaengen des Spaziergangs meist ein ziemliches Kuddelmuddel. Und auch nicht schoen, wenn beide sich mit vollem Gewicht in die Schleppe haengen, weil ein Reh direkt vor uns ueber den Weg rennen muss. Ansonsten proftieren aber beide Hunde. Hotti kam mit einer im Ansatz steckenden Leinenaggression zu uns, die sich aber innerhalb kuerzester Zeit verfluechtigt hat, da Bungee bei Hundebegegnungen super souveraen ist.Und auch von seiner Coolness profitiert Hotti sehr. Umgekehrt stellt Bungee gerade fest, dass es vielleicht doch etwas toller ist, sich draussen mehr am Menschen zu orientieren. Mit Futter- oder Spielzeugneid gibt es hier keinerlei Probleme. Anfangs haben wir die Spielzeuge rationiert, nicht weil sie sich drum gestritten haben, sondern weil sie sich gegenseitig so hochpushten.

LG
Martina

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Re: Für und Wider zum Zweithund

Beitragvon Schlundi » Mi 31. Mai 2017, 12:50

Heißt er jetzt Hotti? :love:

Ist ja echt schön, dass die beiden so gut harmonieren.
Kann mir schon vorstellen, dass man grade am Anfnag einiges managen muss, aber wenn die Hunde gut zusammen passen, gewöhnen die sich auch gut aneinander.

:smile:
LG Schlundi
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Re: Für und Wider zum Zweithund

Beitragvon trini » Mi 31. Mai 2017, 20:12

Hotti hoert sch einfach etwas netter an als Hotte. :smile: Aktuell ist auch noch Skippy (erinnert sich noch jemand an das Buuuuuschkaenguruuuuuh?) im Rennen, weil er vor dem Fuettern immer auf den Hinterpfoten wie verrueckt rumhuepft. :lachen:

Schlundi
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Re: Für und Wider zum Zweithund

Beitragvon Schlundi » Do 1. Jun 2017, 10:54

Kleiner Flummi! :lachen:

Wie macht ihr das mit dem Füttern?
Dürfen beide im gleichen Raum fressen oder gibts dann Zoff?
LG Schlundi
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