Partner von

Leben im Hunderudel

Erfahrungen/Probleme von Mehrhundehaltern

Dingens
Benutzeravatar
Rudelmitglied
Beiträge: 232
Registriert: Mo 16. Mär 2015, 13:24

Leben im Hunderudel

Beitragvon Dingens » So 22. Mär 2015, 17:12

Ich fände einen Erfahrungsaustausch ganz nett... Immerhin haben wir hier augenscheinlich mehrere Mehrhundehalter...



Wie viele Hunde habt ihr? Ab wann sprecht ihr von einem Rudel? Manche finden ja 2 Hunde bilden schon ein Rudel...
In welcher Konstellation (Geschlecht? versch. oder gleiche Rassen)?
Wie funktioniert es? Harmonisch oder gibt es oft Auseinandersetzungen?
Wie reagiert die Außenwelt? Und wie reagiert ihr?
Bemerkt ihr oft, dass es eine gewisse "Rudeldynamik" gibt? Dinge, die der Hund alleine nie machen würde, passieren im Beisein der anderen Hunde (z.b bei Fremdhundekontakt... Positiv und Negativ!)

Und so weiter... Erzählt einfach...
Vielleicht fallen euch ja noch ergänzende Fragen ein, die euch interessieren würden :D


Wir haben 5 Hunde, wobei Stella ja momentan noch mit uns alleine lebt, wir sind aber nahezu täglich mit den anderen zusammen...
3 Afghanen, ein Windspiel und ein Pudelmix. (zwischen 2 und 9 Jahre) Alle kastriert bis auf einen Afghanenrüden. Allerdings lebten wir viele viele Jahre in einem intakten Rudel. Bis auf ein bisschen Stress in den Stehtagen hat sich aber nichts verändert. Unsere Hunde waren eigentlich relativ "klar" was ihre Triebe anging und deshalb auch intakt gut händelbar. Ich kann also nicht behaupten, ein kastriertes Rudel wäre einfacher im Zusammenleben als ein unkastriertes...

Unsere Hunde sind wahnsinnig harmonisch. Ob es daran liegt, dass sie alle (außer Annabelle, der Pudelmix) sehr ähnlich im Wesen sind? Neuzugänge werden hier sofort akzeptiert, ob nun Welpe oder erwachsener Neuzugang. Aber man merkt seeeeehr deutlich, dass die 3 Afghanen wunderschön harmonieren, was für mich persönlich dafür spricht, dass gleiche Rassen vielleicht wirklich einfach im Rudel zu halten sind...
Früher, als unser unser unkastrierter Pudel noch lebte, gab es sehr oft Auseinandersetzungen zwischen ihm und den Afghanenrüden. Der Pudeloppa wollte selbst mit 16 noch nicht akzeptieren, dass er eigentlich das Ruder längst abgegeben hat... Hat er halt unfreiwillig und da er am Ende augenscheinlich dement war, hat er es wahrscheinlich ständig vergessen und wurde sanft, aber konsequent von Gucci daran erinnert... :smile2:
Die 2 "Kleinen" haben hier übrigens Narrenfreiheit :kopfklatsch:
Oftmals kommen mir die Hunde vor, wie eine kleine Familie: Papa Gucci, Mama Ashley, die Zwerge und Marley ist das Riesenbaby *lach*
Papa sorgt für Recht und Ordnung, Mama ist immer zu allen lieb und sorgt dafür, dass alle saubere Ohren haben aber wenns ihr reicht, dann krachts... Die Zwerge machen generell was sie wollen und das Baby stiftet irgendwie alle zu Untaten an... :smoking:

Zur Außenwelt kann ich nur soviel sagen. Wir sorgen dafür, dass sich keiner von uns gestört fühlt... Der Rest ist uns ehrlichgesagt schnuppe :prost:

Dass es mit einem Rudel u.U. anstrengend sein kann, Gassi zu gehen, ist wahrscheinlich in einem Hundeforum selbstverständlich... Aber hier reagieren viele mit Unverständniss, warum wir es jetzt nicht grad so pralle finden, wenn ein fremder Hund in unser Rudel kracht und wir die dann mit Mühe und Not beruhigt kriegen... Und dann diese Blicke, warum man 5 Hunde hat, wenn man sie dann nicht im Griff hat... Ja das ärgert mich manchmal schon... Sollen die doch mal besser machen :kaffee:

Oftmals ist dieser Zusammenhalt aber auch schön und praktisch. Marley und Stella sind einzeln sehr ängstlich und zurückhaltend, mit Begleithund aber wesentlich selbstbewusster und lernen somit, dass gewisse Dinge eben doch nicht sooo schlimm sind und man die irgendwann auch alleine bewältigen kann.

Generell ist es total schön, irgendwie für jede Situation einen Hund parat zu haben...
Den Souveränen, den Sportlichen, den Lernbereiten, den Entspannten etc etc...



Und ganz allgemein ist es wunderschön, die Interaktionen zwischen den Hunden zu beobachten, die ganze Kommunikation innerhalb der Hunde... Besser wie jedes Fernsehprogramm :platz1:


Letztendlich bin ich aber trotz allem froh, dass die Hauptaufgabe bei meinen Eltern liegt und ich am Ende des Tages nur noch einen Hund habe, den ich dafür nach Strich und Faden verziehen kann :klatsch:
Micha
mit Stella, Loisi, Lili, Theo auf dem Sofa und Ludwig immer im Herzen

Bellissa
Benutzeravatar
Begleithund
Beiträge: 403
Registriert: Do 12. Mär 2015, 13:11
Hunderasse(n): Briard-Mix, Schapendoes
Meine Hunde: Josy, Finn

Re: Leben im Hunderudel

Beitragvon Bellissa » So 22. Mär 2015, 17:37

Ich habe ja 2 Hunde, würde die Beiden aber noch nicht als Rudel bezeichnen. Ein Rudel beginnt für mich erst ab 3 Hunden.
Josy, 7 1/2 Jahre, kastrierte Hündin und Finn, fast 5-Jähriger, intakter Rüde, beide vom selben Typ Hund.

Hier geht es sehr harmonisch zu.
Josy ist unangefochtene Chefin, Finn würde das niemals anzweifeln und ist froh, dass er keine Entscheidungen treffen, Verantwortung tragen, oder gar nachdenken muss. :dozey: (er wurde von mir charakterlich bewusst so gewählt)
Dafür hat er absolute Narrenfreiheit.
Futter, Spielzeug, Körbchen, Aufmerksamkeit... wird alles geteilt, gab noch nie Streit deswegen.

Auch unterwegs sind die 2 wirklich klasse.
Ich kann problemlos Hundekontakt zulassen, ganz egal, ob 1, 2 oder 5 Hunde, Rüde, Hündin, kastriert oder intakt, angeleint, oder ohne Leine, sie sind absolut sozialkompetent! Ärger gehen sie aus dem Weg.
Da Finn "seine" Josy eher als Mama sieht und nicht als Hündin (vielleicht auch weil sie kastriert ist) würde er nie auf die Idee kommen sie zu verteidigen.
Und Josy ist sowieso der sozialste Hund den ich kenne.

Die Außenwelt reagiert zu 98% sehr positiv (ich sorge dafür, dass Niemand belästigt wird)
Allerdings denken die Meisten, dass es wahnsinnig aufwendig mit 2 so großen und langhaarigen Hunden sein muss und fragen interessiert nach.

Rudeldynamik kann ich verstärkt auf den Spaziergängen feststellen.
Z.B. wenn Josy jagen geht, würde Finn alleine niemals tun.
Und Finn hört alleine noch besser, als wenn ich mit Beiden unterwegs bin.
Generell wenn Josy irgendwas anfängt, hängt sich Finn gerne mit dran.

Mit 2 Hunden zu leben ist wahnsinnig schön. Allerding weiß ich nicht, ob ich mir nochmal 2 holen würde. Sie machen definitiv mehr Arbeit.
Aber meine größte Sorge wäre (da ich jetzt absolut verwöhnt bin) das sich 2 andere Hunde nicht mehr so gut verstehen würden wie Josy und Finn.
LG Laura mit Josy + Finn

Bellissa für immer ganz tief im Herzen

Hope
Rettungshund
Beiträge: 1427
Registriert: Do 12. Mär 2015, 12:50

Re: Leben im Hunderudel

Beitragvon Hope » So 22. Mär 2015, 17:52

Ich selbst hab momentan 3 Hunde... 3 Collies, alles Mädels.. knapp 3 und 1,5 Jahre alt.
Alle 3 unkastriert...
Jede für sich alleine beim Spaziergang super... alle 3 zusammen, wenn uns keiner begegnet - super - nur da dann ohne Freilauf, denn wenn 1 abhaut tuns die anderen leider auch :peitsche:
Aber wehe uns kommt ein Hund entgegen... da kläfft man wie blöd - die Leute glauben immer die sind böse.. tja wenn Hund dann da ist und schnuppert, is alles gut :kopfklatsch:

Das ist manch mal echt nervig...

Daheim is alles bestens.. da gibt es keinen Streit..

Meine Eltern haben 2 Colliemädels.. die sind bei spaziergängen mal so mal so...
wenn wir zu besuch sind gibt es Gott sei Dank, seit Destinys Kastration auch keine Streitereien mehr...
Bild

Kiri
Benutzeravatar
Junghund
Beiträge: 146
Registriert: Fr 13. Mär 2015, 13:15

Re: Leben im Hunderudel

Beitragvon Kiri » So 22. Mär 2015, 18:08

Ich habe im Moment zwei Hunde und genieße es sehr mit Beiden. Als Yanka mit fast sieben zu uns kam, war Nelly fast sechs. Es gab das erste Jahr hindurch sehr viele Auseinandersetzungen, alle um Ressourcen, alle sehr lautstark und manchmal mit kleineren Blessuren. Irgendwann hat Nelly dann aber wohl verstanden, dass sie keinerlei Nachteile durch Yankas Anwesenheit hat und die Beiden sind ein gutes Team geworden. Heute - fast fünf Jahre nach Yankas Ankunft - harmonieren sie wie ein altes Ehepaar, man tobt morgens durch die Betten, leckt und beknabbert sich, schnüffelt auf den Spaziergängen an den gleichen Stellen, achtet aufeinander und schaut nacheinander. Es ist klar, dass Nelly der kleine Chef ist, wenn es um Futter geht. Da würde sie sich niemals die Butter vom Brot nehmen lassen. Yanka dagegen hat die Nase vorne, wenn es um Spielzeug geht. Reibereien gab es in den letzten Jahren nur ein einziges Mal und zwar, als Nelly operiert werden musste und entsprechend nüchtern bleiben musste und sie dann einen Krümel in einer Ecke gefunden hat und Yanka von der Seite kam. Das war aber nur ein kleines, harmloses Abschnappen und zählt für andere wahrscheinlich nicht mal als Reiberei.

Rudelverhalten gab es früher. Da reichte es, wenn Nelly in den Wald schaute und das kleine Border Tier raste schon wie angestochen los und ward nicht mehr gesehen. Zum Glück alles laaange her. Heute ist das einzige an Rudelverhalten, was mir so spontan einfällt, das gegenseitige Drüberpinkeln über den Urin der anderen. Das deute ich nicht als Konkurrenzverhalten, sondern als Ausdruck von Zusammengehörigkeit. Wie gesagt, man schaut nacheinander. Auch als Nelly von der OP zurückkam ist Yanka ganz vorsichtig mit ihr umgegangen.

Kontakt zu fremden Hunden lasse ich gar nicht zu. Warum auch? Sie haben da beide keine Lust drauf, "spielen" möchte man schon seit Jahren nicht mehr und Sozialkontakte haben sie im Hundeverein. Zu Hunden, wo ich die Besitzer kenne und weiß, dass diese bei einem Knurren oder Abschnappen nicht gleich hysterisch werden. Die Reaktion meiner Umwelt interessiert mich nicht. Klingt vielleicht arrogant, aber meine zwei Hunde sind besser erzogen als 98% der anderen (meist Einzel-)hunde in der Gegend. Ich bemühe mich immer, Rücksicht zu nehmen und niemanden zu belästigen, begehe aber den Fehler, dies auch von anderen zu erwarten.

Manchmal denke ich schon, dass es einfacher ist, nur einen Hund zu halten (ganz aktuell habe ich etwas Angst davor, dass die Hunde meiner Mutter auf der Nase herumtanzen, wenn ich zur Geburt meines Kindes im Krankenhaus bin..da wäre es mit nur einem Hund leichter, ebenso bei der Urlaubsbetreuung, da Nelly mit fremden Hunden nicht verträglich ist und somit in keine Pension kann und die Schwägerin kann nur einen Hund nehmen, so dass die Hunde im Urlaub getrennt werden - aber das ist nur für eine Woche alle paar Jahre mal...), aber wenn ich sie dann zusammen sehe, freue ich mich jedes Mal, dass ich mit beiden leben darf. Und der dritte Hund wird wahrscheinlich in den nächsten ein bis zwei Jahren folgen :froh: .

Achso, von einem "Rudel" spreche ich gar nicht :blush: , das ist für mich nämlich nur eine Gruppe von miteinander verwandten Individuen. Da hab ich wahrscheinlich zuviel Bloch gelesen :smile2: .
Bild

Ganz lieben Dank an Lisa für die Signatur :smile:

**Steffi**
Benutzeravatar
Rudelmitglied
Beiträge: 200
Registriert: Do 12. Mär 2015, 20:00

Re: Leben im Hunderudel

Beitragvon **Steffi** » So 22. Mär 2015, 18:17

Ich wollte seit Tagen so ein Thema aufmachen... Danke, dass es endlich jemand getan hat :-).

Ich habe vier Hunde. Einen - kastrierten! - 7 Jahre alten Bernen Sennen Rüde, eine 8 Jahre alt HSHMix Hündin, eine 2 Jahre alte BC/Mali Mix Hündin und eine 10 Monate alte Collie Hündin. Die Damen sind intakt.

Eigentlich habe ich ein recht harmonisches Rudel, würde ich so sagen. Wir haben ein paar Spannungen, da die Collie Hündin doch ziemlich pöbelig sein kann und meine Althündin extrem souverän ist und sich keine Unfreundlichkeiten gefallen lässt. Aber wir arbeiten dran und das bekommen wir schon noch hin. Alles in einem funktioniert es sehr gut würde ich sagen. Wenn man sich an gewisse Regeln hält, Knochen werden nicht ohne meine Anwesenheit gefressen und jeder hält die Nase aus dem Futternapf des anderen raus :smile: Das muss vor allem so sein, weil der Collie ein kleines Miststück ist :blush:

Mir persönlich ist es wichtig, dass ich mit vier Hunden so gut wie alles machen kann, wie ich mit nur einem Hund auch machen kann. Das bedeutet, ich gehe mit allen vier Hunden gleichzeitig in die HuSchu und arbeite dort auch gleichzeitig mit ihnen, ich gehe mit allen vieren zusammen auf den Fußballplatz oder ins Dorf, auf die Bank oder zum Obst und Gemüse einkaufen. Ich gehe auch keinen Hundebegegnungen aus dem Weg o.ä.

Allerdings muss man sagen, mein Mann geht nicht mit allen vier gleichzeitig spazieren. Sondern nur immer höchstens mit drei (und keines davon ist mein Collie *lach*).

Die Reaktionen sind unterschiedlich. Allgemein hält man mich wohl für verrückt *lach*, wie man sich vier Hunde holen kann und dann auch noch verhältnismäßig große und schwere (Immerhin haben sie ein Gesamtgewicht von fast 130kg) . Von Hundeleuten - und vor allem in der HuSchu sind die Reaktionen sehr sehr positiv. Vor allem weil sie alle vier eine sehr sehr gute Bindung zu mir haben und man das auch sehr deutlich sieht. Ich werde öfters gefragt ob sie schon alle mir gehören und wenn man uns dann sieht, bekommen wir sehr oft Lob für unsere tolle Dynamik.

Für mich persönlich ist es mein Traumrudel, aber es ist arg arbeitsintensiv. Ich arbeite von Zuhause auch und "nur" an drei Tagen der Woche, sonst wäre das denke ich nicht möglich. Ich mache mit drei von vier Hundesport (der Bernern Sennen kann nicht mehr soooo gut und ist auch kein Typ für den Hundesport *g*). Außerdem arbeite ich mit ihnen auch oft einzeln oder gehe einzeln spazieren. Es steckt da natürlich viel Zeit dahinter, aber man sieht im Resultat dass es sich lohnt.

Rudeldynamik? Jein würde ich mal sagen. Mein Collie pöbelt gerne - obwohl wir dank intensiver Arbeit in den letzten 5 Wochen eine extreme Besserung erfahren haben! - hat aber nicht geschafft die anderen anzustecken. Allerdings jagt sie Vögel und da muss ich zugeben, ist mein BC/Mali Mix (die ist leider auch Sichtjägerin..) schon mit hinterher gerannt, obwohl sie keine Vögel jagt. Aber wir arbeiten da noch dran :-). Auf der anderen Seite aber hat mein Collie sich gerade im Bezug auf das Bleib Kommando unglaublich viel von meiner Althündin abgeschaut.

Immer vier Hunde? Kann ich nicht genau beantworten, aber wahrscheinlich immer 3 - 4 Hunde. Man lernt so viel wenn man ihnen nur zuschaut. Meine Trainerin hält jetzt dann ein Seminar zum Thema "Körpersprache der Hunde" und die Hälfte der Bilder sind von mir und meinem Rudel :rolleyes: . Ich finde es faszinierend wenn man ihnen einfach nur zusieht wie sie miteinander umgehen.
Bild

Terri_Lis_07
Benutzeravatar
Polizeihund
Beiträge: 2579
Registriert: Do 12. Mär 2015, 14:03
Wohnort: im Odenwald
Hunderasse(n): West Highland White Terrier
Meine Hunde: Susi

Re: Leben im Hunderudel

Beitragvon Terri_Lis_07 » So 22. Mär 2015, 19:44

Gehör zwar noch nicht zu den Mehrhundehaltern aber ich schmeiß mal ne weitere Frage in den Raum. Hab überlegt ob ich da nen Thread aufmachen soll, aber nee. Naja, so is hier dann alles zusammen in einem Thread vereint :smile:

Was waren eure Gedanken zur Anschaffung des weiteren Hundes ? Ich meine da bspw von der Einzel- in die Paarhundehaltung was ihr da so berücksichtigt habt, was es hinsichtlich des vorhandenen Hundes auf keinen Fall sein durfte, ect,...

Ich hab bei mir für den 2. ja auch die ein oder anderen Gedanken durch. Bin zu dem Entschluss gekommen dass es keine Hündin sein darf, somit nur ein Rüde in Frage kommt. Er darf nicht zu alt sein, denn die pisakt Madame gern mal. Kombination ältere Hündin ist daher das schlimmste das ich ins Haus holen könnte.
Die einzigen Hunde bei dessen Begegnungen Susi sich drüber freut, sind Rüden die sie im Welpenalter kennen gelernt hat. Also besteht die Möglichkeit dass ein Welpe vielleicht die beste Wahl sein könnte. Zumindest aber ein Hund der eher jünger ist.
Was die Rasse betrifft sollte der Zweite ihr was entgegen setzen können und kein Sensibelchen sein, denn in der Wohnung kann Susi auch ein wenig grob sein. Ausserdem kann es Vorteilhaft wenn er sich nicht so sehr von Susi unterscheiden wird, denn mit Hunden ähnlichen Charakters kommt sie immernoch am besten zurecht, auch wenn was anderes dennoch klappen würde. Ausserdem darf er gesundheitlich keiner Krankheitsanfälligen Rasse angehören da Susi schon sehr oft krank wird.
So bin ich - auch in Verbindung mit meinen Amforderungen an den Zweiten - zu dem Resultat gekommen, dass es warscheinlich das beste ist, wenn der Zweite ein junger Airedale Terrier Rüde wird.

Von nem Rudel würd ich auch erst ab 3 Hunden sprechen, 2 sind 'n Paar.

Und nu, halt ich mich erstmal wieder raus da ich dieser Gruppe noch nich angehöre :smile2:
Liebe Grüße von Lisa und Susi

Bild

Ehemals Lisa1607

Dingens
Benutzeravatar
Rudelmitglied
Beiträge: 232
Registriert: Mo 16. Mär 2015, 13:24

Re: Leben im Hunderudel

Beitragvon Dingens » So 22. Mär 2015, 20:09

Mitschreiben darf JEDER, egal wie viele Hunde :D Eine Meinung kann man ja auch haben, wenn man keinen oder einen Hund hat :smile:


Der Zweithund war eigentlich der schwierigste... Ich hab Jahrelang gebettelt und dann stand das aber auch irgendwie von jetzt auf gleich fest. Ein Afghane! Das war einfach Faszination pur...

Und naja, der Weg zum Dritten war dann nicht mehr schwer... Ein Afghane, kein Afghane und so... Naja und dann flutschts irgendwie, wo 3 gehn, gehn 4... usw :lachen:


Wobei man auch den Finanziellen Aufwand nicht vergessen darf... 2015 begann gleich mal mit 1500Euro TA Kosten...
Manchmal hab ich das Gefühl, wenn einer anfängt, ziehen die anderen immer nach... Kennt ihr das?

Mir persönlich ist es wichtig, dass ich mit vier Hunden so gut wie alles machen kann, wie ich mit nur einem Hund auch machen kann. Das bedeutet, ich gehe mit allen vier Hunden gleichzeitig in die HuSchu und arbeite dort auch gleichzeitig mit ihnen, ich gehe mit allen vieren zusammen auf den Fußballplatz oder ins Dorf, auf die Bank oder zum Obst und Gemüse einkaufen. Ich gehe auch keinen Hundebegegnungen aus dem Weg o.ä.


Das wäre z.b auch mein Ziel, wenn es mein eigenes Rudel wäre...
Meine Mama nimmts nicht sooo genau, ich glaub die würd so und so nie mit allen laufen gehen... Alleine schon weil die Afghanen nicht abgeleint werden können, schon gar nicht zusammen :schreck:
Micha
mit Stella, Loisi, Lili, Theo auf dem Sofa und Ludwig immer im Herzen

Hope
Rettungshund
Beiträge: 1427
Registriert: Do 12. Mär 2015, 12:50

Re: Leben im Hunderudel

Beitragvon Hope » So 22. Mär 2015, 21:13

Ich hab das auch versucht...aber naja.... wie gesagt jeder einzeln is super..zusammen einfach spazieren geht auch...nur wenn dann ein Hund kommt wird halt mal lautstark gebellt... dumpfbacken....
Ich hab das leider in der schwangerschaft schleifen lassen weil ich da ja nicht viel gehen durfte und dann bin ich meist nur mit 1 nach dem anderen bisserl....joa und nu hab ich halt auch noch den KiWa dabei....also kann ich mich auch nicht einfach hinstellen und üben...
Aber ich hab mir jetzt vorgenommen wieder mehr daran zu arbeiten.... alle zusammen frei laufen lassen tät ich mich hier aber eh nicht trauen...ein jäger hochstand neben dem anderen und wild noch und nöcher...
Bild

**Steffi**
Benutzeravatar
Rudelmitglied
Beiträge: 200
Registriert: Do 12. Mär 2015, 20:00

Re: Leben im Hunderudel

Beitragvon **Steffi** » So 22. Mär 2015, 21:38

Ich kann drei vom vier ableinen gemeinsam, Kira leider wegen Herz und Jagdproblemen nicht mehr. Aber kane, Hope und Phoebe können gleichzeitig ohne Leine laufen. Ich arbeite auch draußen gleichzeitig ohne Leine mit ihnen.
Auch mit anderen spielen geht und dann abrufen, obwohl das aktuell noch verbesserungsfähig ist, aber dazu besuchen wir nächste Woche noch einen Kurs. Rückruf für fortgeschrittene :-). Aber ein Rückruf kann generell nie zu gut sein, denke ich :-).

Das bellen war bei Phoebe ein Problem und ab und zu wird noch einmal laut gegeben, aber die restlichen drei schweigen dazu :-). Gott sei Dank wohlgemerkt, sonst hätte ich das Problem nicht so schnell in den griff bekommen.

Habt ihr so Rudel spezifische Kommandos oder so ?
Im Moment lege ich Viel Wert auf Bleib Übungen während Ich mit einem Hund arbeite. Oder alle vier im Kreis aufreihen und von jedem einzelne Übungen verlangen. Generell finde ich das arg wichtig. Also vier sitzen, drei bleiben und nur einer wird gerufen.
Hinten ist für mich ein wichtiges Kommando, also alle vier Hunde müssen hinter mich und so bleiben oder gehen.

Der zweithund war eher ne spontan Entscheidung ... Welpen angeschaut :-). Im Nachhinein war die Entscheidung unüberlegt, das gebe ich zu.
Bild

Kiri
Benutzeravatar
Junghund
Beiträge: 146
Registriert: Fr 13. Mär 2015, 13:15

Re: Leben im Hunderudel

Beitragvon Kiri » Mo 23. Mär 2015, 17:06

Bei mir stand fest, dass es keinesfalls ein junger Hund sein darf, denn die findet Nelly größtenteils grässlich. Eine Hündin stand fest, da ich damals noch sehr dicht bei meiner Mutter und meinem Stiefvater gewohnt habe und die einen GaLa-Bau und eine Baumschule betreiben und ein Rüde die frischen Triebe angepinkelt hätte. Es sollte ein Tierschutzhund sein, der aber schonmal in einer Familie gelebt hat, da damals schon feststand, dass es mal Kinder geben wird. Völlig unerzogen durfte sie auch nicht sein, da ich gerne Hundesport machen wollte. Was die Rasse betrifft, hatte ich verschiedene im Auge, teils sehr unterschiedliche, auch Mischlinge. Der Border Collie hat mich jedoch schon immer fasziniert und so fand ich eben Yanka. Ich sage nur "Sechser im Lotto".

Zu Steffis Frage : Ich handhabe das so, dass wenn ich ein Kommando ohne Namen gebe, also zB "Stop", beide reagieren sollen. Sage ich den Namen vorweg ist nur der jeweilige Hund gemeint. Beim Zurückkommen reagieren sie allerdings meistens beide. Aber besser beide als keiner :lachen: . "Sammelruf" für die Hunde ist "Hunde". Dann habe ich noch einen Pfiff konditioniert auf den auch beide reagieren.

Ich lasse die Hunde immer zusammen laufen, das klappt prima, die lassen sich aus jeder Situation abrufen bzw. schon vorher stoppen. Allerdings gibt es zwei Ausnahmen : Yanka darf nicht mehr an der "Hauptstraße" (nicht viel befahren) ohne Leine laufen, da sie sich neuerdings mit dem ganzen Körper umdreht, wenn man sie ruft und sie dabei schon zweimal mit den Hinterbeinen auf dem Radweg gelandet ist. Das ist mir einfach zu heikel. Und beim Abendgassi durch's Wohngebiet im Dunkeln darf auch nur Nelly ohne Leine laufen, da Yanka im Dunkeln doch etwas aufmerksamer ist und ich einfach nicht möchte, dass sie sich dann doch mal erschreckt und jemanden anknurrt oder so.

Beschäftigung auf den Spaziergängen findet auch immer gleichzeitig und immer ohne Leine statt. Das macht mir am meisten Spaß, da man zB ein Apportiertraining mit mehreren Hunden so unendlich variieren kann und es viel anspruchsvoller ist, als wenn man nur einen Hund dabei hat.
Bild

Ganz lieben Dank an Lisa für die Signatur :smile:

**Steffi**
Benutzeravatar
Rudelmitglied
Beiträge: 200
Registriert: Do 12. Mär 2015, 20:00

Re: Leben im Hunderudel

Beitragvon **Steffi** » Mo 23. Mär 2015, 17:42

Kiri hat geschrieben:Zu Steffis Frage : Ich handhabe das so, dass wenn ich ein Kommando ohne Namen gebe, also zB "Stop", beide reagieren sollen. Sage ich den Namen vorweg ist nur der jeweilige Hund gemeint. Beim Zurückkommen reagieren sie allerdings meistens beide. Aber besser beide als keiner :lachen: . "Sammelruf" für die Hunde ist "Hunde". Dann habe ich noch einen Pfiff konditioniert auf den auch beide reagieren.


Unser Sammelruf für Hunde ist "Mädels".. und mein Baby hört da grundsätzlich auch drauf :smile: Und was die restlichen Kommandos angeht, geht es mir genau so wie dir. Mit einem bestimmten Namen angesprochen, reagiert nur der Hund.. sonst alle. Auch wenn ich zugeben muss, mein "Sitz" für alle ist zurzeit etwas eingerostet.. Hope ist in einer Pupertätsphase :nono:
Bild

Kiri
Benutzeravatar
Junghund
Beiträge: 146
Registriert: Fr 13. Mär 2015, 13:15

Re: Leben im Hunderudel

Beitragvon Kiri » Di 24. Mär 2015, 09:48

Ja, meine Mädchen haben auch ihre Lieblingskommandos. Aber das erklärt sich auch durch ihre gesundheitlichen Zipperlein. Yanka fällt es leichter, sich hinzusetzen (eigentlich ja eher untypisch für den Border) und Nelly mag Hinlegen lieber.
Bild

Ganz lieben Dank an Lisa für die Signatur :smile:

Rosi
Forums-Welpe
Beiträge: 48
Registriert: Sa 14. Mär 2015, 17:28

Re: Leben im Hunderudel

Beitragvon Rosi » Di 24. Mär 2015, 16:28

Ich hab hier 2 Hunde, vom Rudel würde ich ab dreien sprechen. Momentan ist das noch eher so eine Partnerschaft und entsprechende Dynamik ;) Man merkt auch, wie sich einiges umtut, kommt mal ein dritter Hund für eine Weile dazu.
Dennoch schaffen es auch zwei Hunde sich gegenseitig zu puschen, regeln aufzustellen und umzuboxen...
Einen Sammelpfiff haben wir, außerdem für jeden einen eigenen Pfiff. Ich rufe seltenst, wenn dann müsste ich beide beim Namen oder mit "Komm" rufen.
Inzwischen sind beide kastriert, wir hatten zuweilen auch beide intakt, bevor die Hündin nach 2 gemeinsamen Jahren kastriert wurde. Bei uns wird eher kein dritter Hund einziehen, wir werden aber immer Hunde haben :)

Minze
Benutzeravatar
Moderator
Beiträge: 2377
Registriert: Di 10. Mär 2015, 20:58
Wohnort: Baden Württemberg
Hunderasse(n): Cavalier, english setter und Weimaraner

Re: Leben im Hunderudel

Beitragvon Minze » Fr 27. Mär 2015, 19:12

Wie viele Hunde habt ihr?

Knapp 7 Jahre lang hatte ich 2 Hunde, meiner und der Hund meiner Schwester.

Ab wann sprecht ihr von einem Rudel?

So ab 3 Hunden würde ich von einem Rudel sprechen, allerdings nur wenn die Hunde zusammen leben oder oft und viele Stunden zusammen sind.

In welcher Konstellation (Geschlecht? versch. oder gleiche Rassen)?

Einmal einen Cavalier und einen Setter. Vorher ein Setter und ein Bearded Collie. Alles Hündinnen. Der Altersunterschied vom Setter und Spaniel beträgt ca. 7 Jahre. Der vom Setter un Bearded Collie betrug ca. 10 Jahre.

Wie funktioniert es? Harmonisch oder gibt es oft Auseinandersetzungen?

Mit dem Bearded Collie und dem Setter hat es nicht so gut funktioniert, was allerdings am Bearded Collie lag. Sie kam nicht mit anderen Hunden klar und somit wurde sie vom Setter räumlich getrennt. Damals war der Setter aber auch nur ein paar Stunden täglich da.
Mit dem Setter und dem Spaniel lief es harmonisch. Der Spaniel hat auf den Setter verjüngend gewirkt. Sie eränzten sich gut. Wenn der Setter zu sehr genervt wurde, dann sprang sie auf einen Stuhl und war in Sicherheit vor den spitzen Zähnchen. Ab und an schnappte sie sich aber den kleinen Quälgeist. Draußen orientrierte der Setter sich am Spaniel. Der Spaniel fand ja auch jede Fährte.

Wie reagiert die Außenwelt? Und wie reagiert ihr?

Von der Außenwelt haben wir nichts negatives erfahren, eher positives, weil die ja soooo gut erzogen sind.

Bemerkt ihr oft, dass es eine gewisse "Rudeldynamik" gibt? Dinge, die der Hund alleine nie machen würde, passieren im Beisein der anderen Hunde (z.b bei Fremdhundekontakt... Positiv und Negativ!)

Ja, wenn einer der Hunde allarm schlägt und einen anderen Hund o.ä. verbellt dann macht der andere Hund mit.

carl.a
Benutzeravatar
Administrator
Beiträge: 128
Registriert: Di 10. Mär 2015, 20:00
Hunderasse(n): Galgo
Meine Hunde: Fluse & Floyd

Re: Leben im Hunderudel

Beitragvon carl.a » Di 7. Apr 2015, 21:49

Hallo zusammen. Ich hatte lange nur einen Hund, aber vor zweieinhalb Jahren kam dann ein Galgomädel (Fluse) dazu. Als Zura, meine Lehrmeisterin, starb waren wir 6 Monate auf der Suche. Jetzt leben wir mit 2 Galgos.
Obwohl Floyd (mein Angstscheißerl) noch sehr zurückhaltend ist, bemerke ich eine große Rudeldynamik.

Fluse war, solange Zura noch lebte, ein Mitläufer. Sie war zwar bei jedem Gepöbel dabei, aber hat nie etwas angestachelt. Es war ihr alles so richtig egal, solange der Futternapf voll war...

Seit Floyd da ist, benimmt sie sich ganz genau wie Zura war. Als ob sie all die Information gespeichert hätte, bis sie die "Altdienende" im Rudel wäre. Weil so benimmt man sich ja....
Floyd hingegen, der jeder potentiellen Gefahr ausweicht - bloß keine Energie verschwenden - beginnt langsam mitzuspielen, wenn Fluse tobt. Es wird ihm zwar schnell zu eng, aber er probiert es doch immer öfter. Solange die beiden nicht auf die Idee kommen, sie könnten auf der Hundewiese auf die Jagd gehen, passt mir das sehr gut.

Es ist schön, Hunde zu beobachten... Man lernt viel für den Umgang mit anderen Menschen.

Schlundi
Benutzeravatar
Leitwolf
Beiträge: 3156
Registriert: Sa 9. Mai 2015, 10:37
Wohnort: Obergefranken
Hunderasse(n): KH-Collie
Meine Hunde: Moony, *14.05.2014

Re: Leben im Hunderudel

Beitragvon Schlundi » Fr 15. Mai 2015, 11:37

Hallo,

sehr interessant, die Beiträge zu lesen.
Ich merke immer, wenn wir Hundebesuch haben, wie Moony sich ein bisschen verändert.
Sie hört echt schlecht und konzentriert sich voll auf den anderen hund.
Spielen, spielen, spielen, alles andere unwichtig.

Ich nehme mal an, das kommt auch davon dass sie noch so jung ist, oder?
Sie ist dann auch total aufdringlich zu dem anderen Hund und legt sich auch erst nach nachdrücklichem Aufforden mal hin.

Und beim letzten Mal war sie voll eifersüchtig und hat sich immer dazwischen gedrängelt, wenn ich den anderen Hund auch mal gestreichelt habe bzw auch nur mal angesprochen habe. :dozey:
LG Schlundi
Bild


kuchnie na wymiar Czeladź

Zurück zu „Rudelverhalten“




  Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron