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Wie wird mein Hund "stadttauglich"?


ameise
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Wie wird mein Hund "stadttauglich"?

Beitragvon ameise » So 5. Jun 2016, 09:45

Hallo ihr!

Wir leben auf dem Land und weil ich weiß dass Elvis der Trubel in der Stadt stresst, nehme ich ihn selten mit.
Gestern waren wir mit ihm auf einem multikulturellen Fest in der Stadt - überall fremde Gerüche, Musik , Menschen...
Meinen vorigen Hund hat das nicht gejuckt. Er trottete immer entspannt neben mir her und konnte Menschen, Gerüche und Geräusche ignorieren.
Elvis kann das nicht. Er kommt mir vor wie ein ADHS-Kind, das alles wahllos und ungefiltert wahrnimmt und nicht unterscheiden kann was wichtig ist und was nicht. So ist er immer, auch wenn wir in ruhigerer Umgebung sind, aber gestern war es aufgrund der vielen Eindrücke halt heftig.
Er hatte seine Nase ständig schnuppernd und suchend in der Luft und abwechselnd auf dem Boden, seine Ohren fuhren schier Karussell und er blieb dauernd irgendwo stehen zum gucken. Er sieht auch extrem gut, ist mir schon aufgefallen. Er bemerkt weit entfernte Dinge oft zuerst mit den Augen und will hinrennen (wenn er nicht an der Leine ist).
Seine Wahrnehmung und Neugierde ist Wahnsinn! Habe ich so noch bei keinem anderen Hund erlebt. Er ist auch draußen immer wachsam, besonders natürlich auf Strecken die wir nicht so oft gehen.
Ich habe nicht den Eindruck dass er dabei unentspannt ist, aber sobald was kommt, das nicht gewöhnlich ist, passt er auf.

In der Stadt kommt immer was ungewöhnliches für ihn und da ist er dann dauerangespannt und auch gestresst. Er kann ja nichts ignorieren.
Wenn ich ihn mit in Urlaub nehmen will, sollte er da aber cooler werden, denn da sind wir ja viel unterwegs wo es viele Menschen hat.

Wie kann ich ihn da heranführen ohne dass es zuviel für ihn wird? Oder kann man das einem solchen Hund einfach nicht zumuten?

LG Ameise

*coookiie*
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Re: Wie wird mein Hund "stadttauglich"?

Beitragvon *coookiie* » So 5. Jun 2016, 11:23

In dem du ihn ab jetzt immer mitnimmst! :)

Keine Sorge, er wird sich daran gewöhnen und dann auch weniger gestresst sein. Dass du ihn bisher nie mitgenommen hast, ist genau das Problem. Er hätte es am besten von Klein auf als etwas völlig normales gelernt. Je älter, desto länger wird er brauchen um sich zu gewöhnen. Aber er ist ja noch jung.

Ist ja schonmal super, dass er nur aufgeregt und neugierig ist, nicht ängstlich. Also nimm ihn ab jetzt einfach so oft wie möglich mit, anfangs vielleicht eher kürzere Stadtbesuche um ihn nicht zu überfordern. ABer da mach dir nicht zu große Sorgen, er ist ja wie gesagt nicht ängstlich oder panisch, das kann er schon ab. Und keinesfalls sollte er dir Leid tun, du musst souverän führen. Soll alles was ganz normales sein. In Bewegung bleiben ist immer gut, er soll idealerweise die Umweltreize ausblenden und sich auf dich/die Bewegung konzentrieren. Das hilft ihm anfangs nicht aufzudrehen. Erst wenn er etwas fortgeschritten ist, würde ich stehend Reize beobachten.
Laura, mit Zes und Tia im Herzen...

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Re: Wie wird mein Hund "stadttauglich"?

Beitragvon Schlundi » So 5. Jun 2016, 13:56

Moony ist ähnlich, wenn es viel Trubel gibt.

Wir haben sie mal auf die Kirchweih im Nachbarort mitgenommen... *ächz*
Sie hat alles gefressen, was sie gefunde hat, bestimmt ein Portion Pommes und allerlei Bratwurstreste und was sonst noch so rumlag.
:essen:

Und sie war mega aufgeregt, insofern war es auch für mich stressig, weil sie gezogen hat wie ne Dampflok.
Evtl. probieren wir es dieses Jahr nochmal. Nachdem sie ja jetzt so toll an der Leine geht.
Wäre ja ein guter test. :smile:
LG Schlundi
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Re: Wie wird mein Hund "stadttauglich"?

Beitragvon Kelpie » So 5. Jun 2016, 15:47

Taz war genau gleich, wenn nicht sogar noch schlimmer.
Er war total aufgeregt, hat dann auch vor lauter, hui uiui und weiss nicht was ständig gepieselt. (konnt es auch fast nicht halten) Er hatte also richtig Stress.

Ich hab ihn aber weiterhin, immer wieder an Veranstaltungen mit genommen.
Erst nur kurze Zeiten, dann immer mal etwas länger. Bin aber auch da immer mal wieder etwas weg, damit er sich erleichtern konnte.

Erst letzthin waren wir an nem Mittelalterspektakel. Anfangs hat er noch etwas gezogen. Aber nach kurzem wars dann auch gut. Er war absolut nicht gestresst, fand es sogar noch toll. War zum spielen aufgelegt und hat sich suuuper gut benommen. :juhu:

wie sagt man so schön, übung macht den Meister.

Cookiie hat das wirklich super beschrieben, wie du da vorgehen kannst.
Aufgeregt wird er wohl immer bleiben, so im ersten Moment. Ist ja auch super interessant das ganze, die vielen Gerüche, vielen Eindrücke usw.
Nur wird er mit der Zeit, auch schneller wieder runter fahren.

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Re: Wie wird mein Hund "stadttauglich"?

Beitragvon ameise » So 5. Jun 2016, 15:56

Danke für eure Antworten!

Es stimmt aber nicht, dass ich ihn nie mitgenommen habe! Ich habe ihn mit 7/8 Monaten bekommen und da war er schon so. Anfangs habe ich ihn überall mitgenommen, abermals er hatte immer mehr Stress dabei, also dachte ich, ich warte bis er sich hier gut eingelebt hat und ein bisschen sicherer ist. Ich nehme ihn immer wieder mit auf Feste, aber eben nur selten weil es ihn stresst. Und er hat schon etwas Angst dabei. Ich bin mir auch nicht sicher dass er nicht zuschnappen würde wenn ihm im Getümmel ausversehen jemand tritt. Natürlich pass ich da sehr auf dass das nicht passiert! Ihr wisst aber ja alle dass jeder mal einen Moment abgelenkt sein kann.

Trotzdem werde ich das jetzt verstärkt mit ihm trainieren und hoffe er gewöhnt sich dran.

LG Ameise

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Re: Wie wird mein Hund "stadttauglich"?

Beitragvon Kelpie » So 5. Jun 2016, 16:06

hm, vielleicht wird er wirklich nie der Hund, der im grössten Getümmel entspannt sein wird.
Meine kommen an einem Freitagabend auch nicht mit an die Kirmis, weil ich einfach weiss das es zu viele Leute haben wird, so das ich nicht mal mehr anständig durch laufen kann. Da müssen sie nicht mit, da tu ich mir und ihnen nix gutes mit.

Aber bei einem Stadtrundgang, mit Essen oder so, ja wieso nicht.
Einem Dorffest, wo er mit kann, warum nicht?

Vielleicht magst du ihm an solchen Orten eine kleine Decke mit nehmen, wo er sich drauf legen kann wenn ihr mal wo pausiert.
So wie sein persönlicher Rückzugsort, wo er von euch auch absolut geschützt wird. ??

Und wenn du merkst es wird ihm wirklich zu viel, entfern dich etwas von der Masse, geh etwas ausserhalb, damit er "mal durchatmen kann".
Das hat bei meinen immer gut geholfen.

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Re: Wie wird mein Hund "stadttauglich"?

Beitragvon *coookiie* » So 5. Jun 2016, 16:32

Ist ja auch nochmal ein Unterschied, ob es der normale Stadttrubel ist, oder ein spezielles Fest. Auf letzteres hab ich selbst meine super nervenstarken Hunde, die alles gewöhnt waren, nur selten mitgenommen. Wenns so eng ist, dass man Sorge hat der Hund könnte getreten werden, dann machts ja auch keinen Spaß mehr. Da bleiben sie dann einfach daheim.
In der Überschrift steht "stadttauglich", das ist ja nochmal was ganz anderes als Feste.
Laura, mit Zes und Tia im Herzen...

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Re: Wie wird mein Hund "stadttauglich"?

Beitragvon ameise » So 5. Jun 2016, 17:59

Die Stadt bzw Städte allgemein findet er schon stressig, aber auch Dorffeste, größere Zusammenkünfte von Menschen usw...
Natürlich bleibe ich nicht mit ihm permanent im Getümmel, sondern achte drauf dass er ruhigere Gebiete durchwandert und Pausen zur Erholung kriegt - ist ja logisch.
Manchmal muss man eben aber bei solchen Festen ein Stück durchs Getümmel und da schauen wir dass er zwischen uns läuft und somit geschützt ist.
Im Urlaub muss er mit und da gibt es auch oft Straßen wo Getümmel ist, deswegen sollte er es lernen etwas cooler zu werden. Ich kann ihn in Kroatien nicht im heißen Auto sitzen lassen und auch nicht allein im fremden Haus wenn wir den ganzen Tag unterwegs sind.
Auch entspannt in einer Gaststätte beim essen warten, ist für ihn eine Herausforderung. Bei uns gibt's wenige wo man Hunde mitnehmen darf. Das müssen wir jetzt in Biergärten üben.

Ich habe mich gefragt ob das generell jeder Hund lernen kann oder ob das für manche einfach zu viel verlangt ist bzw. ob es an mir liegt ihm das beizubringen oder mehr von seinem Wesen abhängt.
Hinge es mehr von ihm ab, würde ich mir eher ein abgelegenes Urlaubsziel vielleicht im bayerischen Wald oder sowas suchen. Aber auch da muss er noch etwas cooler werden.

LG Ameise

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Re: Wie wird mein Hund "stadttauglich"?

Beitragvon Schlundi » Mo 6. Jun 2016, 11:08

Wir hatten Moony mal in einem Lokal dabei und da hatten wir ihre Decke mit.
Da hat sie sich dann nach einiger Zeit drauf gelegt und man hat nix mehr von ihr gemerkt.

Im Biergarten war das etwas schwieriger, weil ständig andere Hunde kamen und gingen, da hat sie dann immer gucken müssen.
Aber irgendwann hat sie sich auch dort hingelegt und war ruhig.
LG Schlundi
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Re: Wie wird mein Hund "stadttauglich"?

Beitragvon Kelpie » Mo 6. Jun 2016, 12:06

wie gesagt, Taz war ein ganz schlimmer kandidat. Mit dem konntest kaum in nen Laden laufen ohne das der los gepinkelt hat.
Veranstaltungen waren Stress pur, für ihn, als auch für mich. Er konnte keine Sekunde ruhig liegen, war ständig auf Strom, erschrak sich ab sämtlichen geräuschen usw.

Heute, 3 Jahre später, begleitet er mich doch öfters an Feste und Veranstaltungen. Und dies für seine Verhältnisse recht gelassen.
Er zieht nicht mehr wie ein Esel, seine Zunge hängt nicht mehr am Boden, gepinkelt wird dann wenn man wirklich muss und nicht mehr willkürlich laufen gelassen. Wenn wir uns irgendwo hin setzten, legt er sich neben uns und beobachtet ruhig, aber interessiert die Umgebung.

Das brauchte aber seine Zeit, viiiiiel viel Üben, konsequente und ruhige Führugn (wobei ich teilweise echt keine Nerven mehr hatte). Erst kleine Schritte, dann immer etwas steigern.
Eine Decke hatte ich nie dabei, dafür immer ein Pullover oder eine Jacke von mir, worauf er sich legen durfte.

Du siehst es ist durchaus machbar.
Vorausgesetzt du hast die Zeit und die Geduld dafür. ;-)

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Re: Wie wird mein Hund "stadttauglich"?

Beitragvon trini » Mo 6. Jun 2016, 21:04

Da scheint doch mehr der Hueter als der Beagle durch zu kommen. :lachen: Wie man hier im Thread ja auch feststellen kann, sind es die Hueter, die bei solchen Geschichten mehr Stress haben, weil sie sehr stark optisch orientiert sind.

Wir haben alle Huetis mitgeschleift. Essen gehen mit Hund ist hier aber auch kein Problem. Bungee geniesst es, wenn er viele Streicheleinheiten auf irgendwelchen Festen bekommt. Die anderen haben sich lieber unter den Tisch oder die Bank gelegt. Wir haben eher auf Knusperkram gesetzt. Ablegen und futtern. Und ehrlich gesagt, mussten sie da alle einfach durch.

LG
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Re: Wie wird mein Hund "stadttauglich"?

Beitragvon ameise » Di 7. Jun 2016, 21:38

Stimmt, da kommt tatsächlich mehr der Hüter durch. Allgemein kommen die Hütehundmerkmale immer mehr bei ihm durch.
Wir üben fleißig - Geduld hab ich! Am Sonntag musste er nochmal mit aufs Stadtfest - er war schon etwas weniger gestresst. Ich denke er kann sich dran gewöhnen, wenn er es vielleicht auch nie lieben wird... Gestern musste er mit zum Eis essen - die Eisdiele hatte sehr viel Betrieb. Aber er hat sich verhältnismäßig gut geschlagen.

Ich war mir nur unsicher ob es richtig ist von ihm zu verlangen da jetzt durch zu müssen. Anscheinend habt ihr da aber recht. Er muss es lernen basta. Eigentlich hat mir das mein Bauchgefühl auch so gesagt... Sollte man mehr drauf hören...

So schlimm dass er wo hinpinkelt ist es ja bei ihm auch nicht. Er markiert gelegentlich an Pfosten und Laternen aber nie in Häusern oder Läden!
Wenn ich seine Entwicklung anschaue , kann ich zufrieden sein! Als er hier ankam kläffte er alles Neue oder Unbekannte an und versuchte dann davor wegzulaufen. Er verbellte Radfahrer, Kinderwägen, Roller, Schubkarren, Motorräder, LKWs, sogar Flugzeuge und still stehende Skulpturen!

Das hat er alles abgelegt! Dann kriegen wir das jetzt auch noch in Griff :lachen:

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Re: Wie wird mein Hund "stadttauglich"?

Beitragvon Kelpie » Mi 8. Jun 2016, 15:50

Na siehste, das ist die richtige Einstellung!! :daumenhoch:

@trini, das ist wahr.
Wir haben Gwizdo auch von klein auf immer mit genommen. Der hat das also von anfang an kennen gelernt. Heute kann ich den überall hin mit nehmen ohne das wir beide Stress haben und ich danach völlig entnervt bin.
Und ich werd das bei zukünftigen Hunden auch immer so machen. :zwinker:

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Re: Wie wird mein Hund "stadttauglich"?

Beitragvon ameise » Mi 8. Jun 2016, 19:43

Meinen Tuli holte ich mit 4 Jahren aus dem Tierheim - er verbrachte davor 3 Jahre in einer slowakischen Tötungsstation! Und dennoch konnte ich ihn überall mitnehmen. Er war immer gelassen und verlässlich- er vertraute mir blind!
Ich nehme an er hatte mit dem Leben schon abgeschlossen und war einfach dankbar dafür doch noch ein schönes Zuhause zu bekommen und dafür gab er alles.

Elvis hat in dem Sinn keine schlechten Erfahrungen machen müssen, außer dass er wohl irgendwann mal in seinem jungen Leben allgemein das Vertrauen in den Mensch verloren hat bzw. glaubt er wie es scheint nicht dass Menschen zuverlässig sind. Er will alles kontrollieren und wenn er das nicht kann, wird er nervös oder laut. Als Hütehundmischling ja auch nicht untypisch...
Er stellt uns damit immer vor neue Herausforderungen - haben wir ihm eine "Unart" abtrainiert, fängt er eine Neue an. Mit ihm wird es nie langweilig :lachen:
Dafür lernt er sehr schnell Tricks und apportiert verschiedene Gegenstände. Außerdem ist er ein toller Allrounder- egal ob Agility, Mantrailing, Crossdogging, Frisbee usw... Er ist für alles zu haben! Nur wenn der sture Beaglekopf durchkommt dauert es manchmal länger... Aber am Ende siegt sein "will to please". Gelegentlich sind sein Kontrollwahn und seine Wachhundqualitäten aber schon anstrengend. Das gepaart mit seinem grundsätzlich unsicherem Wesen ist und dem beagletypischen, wenn auch nur leicht ausgeprägten, Jagdtrieb ist nicht zu unterschätzen :dozey:

Diese Unsicherheit ist das größte Problem dabei. Daran muss ich arbeiten. Ich glaube wenn er souveräner und sicherer wäre, würden sich viele Unarten von alleine geben. Dann wäre die Stadt nicht so stressig für ihn, er müsste nicht alles kontrollieren, würde nicht so leicht nervös oder überfordert und er könnte mir mehr vertrauen.
Wir haben eine gute Bindung und er vertraut mir schon, aber nicht 100% in jeder Situation - obwohl ich schon sehr konsequent und verlässlich bin und auch nicht unsicher bin. Zumindest nicht in brenzligen Situationen oder so. Eher eben in einzelnen Fragestellungen wie oben genannt: "ist es okay dass er da durch muss oder sollte ich ihn nicht damit stressen?" Diese Frage stelle ich mir in einer aktuellen Situation nicht, da handle ich einfach und zwar so, dass er weiß ich bin der Chef und hab die Lage im Griff.

Der Titel des Threads wäre wahrscheinlich besser gewesen "wie mache ich meinen Hund souverän und sicher in seinem Verhalten? " oder "wie bringe ich ihn dazu, dass er voll und ganz auf mich vertraut?"...

LG Ameise

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Re: Wie wird mein Hund "stadttauglich"?

Beitragvon Komm-Tessa » Do 9. Jun 2016, 13:29

deine letzten zwei Fragen, bzw die Antworten schließen einander aus, denke ich.
Es ist nicht jederhundes Ding souverän und selbstsicher zu sein, dann muss er auf seinen Besitzer vertrauen können.
Und manchmal sind es die kleinen, für den Menschen mit seinem Verstand garnicht als problematisch wahrgenommenen Dinge, die den Hund an dessen Führung zweifeln lassen.
Tessa hatte mich, glaub ich, augenblicklich für vollkommen unfähig gehalten, als ich bei einer entgegen kommenden Gruppe Kinder keinen Flucht- oder Ausweichversuch machte.
Sie wollte da nicht, auf keinen Fall, unter keinen Umständen durch.

Da wäre ich doch so verstandesmäßig nie drauf gekommen!
Ein Jogger, der sich schnell auf mich zu bewegt will mich nicht angreifen... ICH WEISS DAS, aber woher sollte Tessa das wissen? Gerade auch, weil ich sie im Anblick dieser "Gefahr" an die Seite zerre.
Und schon hatte SIE ein Feindbild. :schreck:

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Re: Wie wird mein Hund "stadttauglich"?

Beitragvon ameise » Sa 15. Okt 2016, 21:09

Kleines Update:
Elvis ist stadttauglich :klatsch:
Als wir im Urlaub waren, konnte er durch Städte spazieren, durch Menschenmengen tapsen, zur Rush hour ruhig an der Ampel warten, anderen Hunden begegnen und alles ohne Probleme!
Manchmal war er etwas unsicher aber nie nervös oder ängstlich. Er hat sich voll auf uns verlassen und war recht locker!
Allgemein war er richtig entspannt im Urlaub. Toller Hund!

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Re: Wie wird mein Hund "stadttauglich"?

Beitragvon Rübe » So 16. Okt 2016, 00:46

Gratuliere, das ist ja echt super toll :daumenhoch:
Liebe Grüße von Steffi mit Phoebe und Priya
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Re: Wie wird mein Hund "stadttauglich"?

Beitragvon ameise » So 16. Okt 2016, 19:41

Danke. Ja ich finde es auch toll! Vor allem hat er das sehr schnell gelernt. Er hat sich voll und ganz auf mich verlassen und mich immer angeschaut wenn er unsicher war und auf meine Bestätigung gewartet. Echt süß!
Jetzt muss er nur noch lernen dass er sich auch wenn andere Hunde spielen auf mich verlassen kann...
Ich versteh nicht ganz dass er es eigentlich kann abermals in bestimmten Situationen dann doch meint kontrollieren zu müssen.

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Re: Wie wird mein Hund "stadttauglich"?

Beitragvon Schlundi » So 16. Okt 2016, 22:08

:klatsch:
Super, dass Elvis in der Stadt so cool ist!
LG Schlundi
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