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Sensibler Welpe


Rübe
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Sensibler Welpe

Beitragvon Rübe » Fr 8. Jan 2016, 20:08

Hallo ihr Lieben :wink:

ich wüsste gerne von euch wie ihr mit einem Welpen umgehen würdet, der auf neue Situationen oder Umweltreize (z.B. ein Ausflug in die Innenstadt oder die Fahrt zum Tierarzt) etwas sensibler und ängstlicher reagiert als normal.

Würdet ihr solche Situationen, in denen der Welpe ängstlich ist, meiden und erst später trainieren, wenn er etwas älter und selbstbewusster ist oder gezielt von Anfang an an dem Problem arbeiten, indem ihr ihn regelmäßig den Angstsituationen aussetzt?

Schreibt mir doch einfach mal eure Meinungen und Erfahrungen :smile:

Liebe Grüße
Steffi
Liebe Grüße von Steffi mit Phoebe und Priya
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Kräutergeist
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Re: Sensibler Welpe

Beitragvon Kräutergeist » Fr 8. Jan 2016, 20:44

Das hängt für mich vorallem davon ab, wie lange der Welpe schon bei mir ist.
Wenns erst 3 Tage sind, dann würde ich es eh noch langsamer angehen lassen - das Tierchen kennt mich ja kaum und muss erst eine Bindung aufbauen um mir vertrauen zu können. Is ja klar.
Da würde ich es dann erstmal auf die nähere Umgebung beschränken und dann nach und nach weiter ausweiten. Bewusst meiden würde ich solche Situationen nicht. Man sollte zwar nichts erzwingen finde ich, aber je mehr aufhebens man macht...
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Re: Sensibler Welpe

Beitragvon ameise » Fr 8. Jan 2016, 21:33

ich würde damit beginnen sobald der Welpe eine gute Bindung zu mir hat und mir einigermaßen vertraut.
Elvis war zwar schon 7/8 Monate alt als er zu mir kam, aber er war auch so ein sensibler, schnell überforderter Hund. Ich hab die Situationen nie gemieden, sondern immer wieder getestet was geht. Je öfter er merkte dass ich die Lage im Griff habe umso lockerer wurde er und inzwischen vertraut er mir und kann mit neuen Situationen ganz gut umgehen.
Nur den Tierarztbesuch empfindet er immer noch als Drama...

Ich würde die Situationen aber nicht gezielt herausprovozieren, sondern locker nehmen was kommt und bewusst evtl. unangenehme Situationen nicht vermeiden. Ich würde es auch nicht als Problem angehen, sondern es so sehen, dass es einfach etwas ist was der Welpe noch nicht kennt oder noch lernen muss und da gar nicht erst ein Problem draus machen.
Wenn es echte wiederholte Schwierigkeiten gibt, kommt es auf die Reaktion des Hundes an wie man dann damit umgeht.

LG Ameise

Rübe
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Re: Sensibler Welpe

Beitragvon Rübe » Fr 8. Jan 2016, 22:45

Danke für eure Antworten, die helfen mir schonmal sehr weiter :smile2:

Meint ihr, dass es dem Welpen hilft, wenn ihn ein Hund begleitet, der beispielsweise mit dem Trubel in der Stadt kein Problem hat?
Liebe Grüße von Steffi mit Phoebe und Priya
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Kräutergeist
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Re: Sensibler Welpe

Beitragvon Kräutergeist » Fr 8. Jan 2016, 23:23

Ich denke das kann schon helfen. Aber nur, wenn es ein bekannter Hund ist.
Sonst müsste er sich ja auch fürchten, denn der fremde könnte ihm ja auch ans Fell wollen. Nach Hundeverständnis.
Muss eben ein Hund sein, an dem sich der Welpe auch so das ein oder andere abschaut.
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Re: Sensibler Welpe

Beitragvon trini » Sa 9. Jan 2016, 14:54

Hallo Steffi,

ich wuerde es auch am Alter des Welpen festmachen. Es gibt ja immer die sog. Spooky-Phases. Wenn Welpi mittendrin ist, wuerde ich es eher entspannt angehen lassen. Es nuetzt nichts, wenn Welpi vor lauter Angst oder Uebererregung in solche Situationen gebracht wird. In solchen Situationen lernt Hund naemlich gar nichts, weil er nichts mehr mitbekommt und sich nicht auf den Halter konzentrieren kann.

Ich persoenlich versuche darauf zu achten, dass Hund immer noch ansprechbar bleibt. Es bringt nichts den Hund mit Reizen zu ueberfluten. Kann ich bei unserem erwachsenen Riesenwelpen auch ein Lied von singen. Bei ihm ist es zwar keine Aengstlichkeit sondern die vielen Aussenreize. Wir laufen seit fast 9 Monaten fast immer die gleichen Strecken. Ist mir zwar eigentlich zu oede, aber auf der bekannten Strecke ist er groesstenteils ansprechbar. Eine befreundete Hundetrainerin verdrehte dabei zwar die Augen, aber fuer uns ist es der richtige Weg.

Und immer gut aufs eigene Bauchgefuehl hoeren. :smile:

LG
Martina

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Re: Sensibler Welpe

Beitragvon Rübe » So 10. Jan 2016, 13:51

Hallo Martina,

von den Spooky-Phases habe ich schon gehört und werde mich in das Thema nochmal genauer einlesen.

Der Welpe ist erst 10 Wochen alt und noch bei der Züchterin, weil sie lange überlegt hat welchen Welpen sie aus dem Wurf behält. Nun hat sie sich dazu entschieden für den etwas sensibleren Welpen ein geeignetes Zuhause zu finden, weil sie Sorge hat, dass er ihr in ihrem fünfer-Rudel sonst untergeht.
Im Welpenauslauf und im Gelände ist er wohl genauso fröhlich, neugierig und verspielt wie seine Wurfgeschwister, nur ist er, so wie du es beschreibst, schnell mental überfordert, wenn zu viele neue Außenreize gleichzeitig auf ihn einströmen.
Den Tierarztbesuch sieht die Züchterin selbst nicht als repräsentabel an, weil noch mehr Welpen aus dem Wurf anschließend groggi waren und den restlichen Tag verschlafen haben. Am nächsten Morgen war bei allen die Welt wieder in Ordnung.
Nur der Spaziergang durch die Fußgängerpassage im Alter von 9 Wochen war für diesen einen Welpen ein Problem. Er hat am ganzen Körper gezittert, sein Schwänzchen eingeklemmt und versucht sich zu verstecken. Er wurde dann aber erlöst, indem er wieder zurück zum Auto getragen wurde.

Ich kann mich gar nicht mehr genau daran erinnern, wie wir das damals mit Phoebe gemacht haben. Sie ist ja in ihren ersten 8 Lebenswochen in einem kleinen dunklen, gefliesten Raum aufgewachsen und kannte nicht mal das Gefühl von Gras unter den Pfoten. Sie versteckte sich in der ersten Zeit z.B. oft, wenn ein Flugzeug am Himmel flog und Menschen fand sie auch lange Zeit total unheimlich, aber irgendwie sind wir darauf gar nicht groß eingegangen. Nach einer Eingewöhnungszeit von ca. zwei Wochen haben wir sie Stück für Stück überall mit hin genommen und scheinbar reichte ihr Vertrauen zu mir damals schon aus, sodass sie einfach überall mit durchmarschiert ist.
Liebe Grüße von Steffi mit Phoebe und Priya
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Re: Sensibler Welpe

Beitragvon Snoopy » Do 21. Jan 2016, 17:51

Luna lebte die ersten 8 Wochen ebenfalls in einem dunklen Messi-artigem Wohnzimmer und kannte nix anderes.
Allerdings hat sie das ohne Probleme weg gesteckt und hat(te) vor nichts Angst oder war unsicher....

Ich würde auch in kleinen Schritten arbeiten. Keine grosse Sache draus machen.
Sprich mit Welpe kurze Ausflüge in die Stadt und anschliessend auf einem Fleck Grün spielen etc.

Ich denke, je mehr Trubel man drum macht, umso mehr denkt Hund "huiii das muss ja was 'besonderes' sein, wenn Mensch das so spannend macht".
Nur würd ich so einen Welpen denk nicht zu sehr hektischen Menschen geben, sondern in ein ruhiges, entspanntes zu Hause :)

Überlegst du, ihn zu nehmen? :love:
Liebe Grüße Tina

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Dingens
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Re: Sensibler Welpe

Beitragvon Dingens » Fr 22. Jan 2016, 09:59

Ist es eine kleine Rasse?

Dann würde ich persönlich anfangs eine kuschelige Hundetasche in der Wohnung als Kuschelort bereitstellen und dann auf Ausflügen, die das Kleine überfordern könnten, eben je nach Situation, mitnehmen und in bestimmten Situation als Rückzugsort anbieten. Dann ist es in einer vertrauten Umgebung und kann sich alles in ruhe und ohne Stress ansehen und u.U. mag es dann sogar von alleine wieder raus und sich umschaun...

So handhabe ich es nach wie vor mit Stella.... Ich meide Stress-Situationen nicht, aber habe immer was in Petto, damit sie sich nicht überforder und negative Verknüpfungen damit bekommt...

Ein souveräner Mit-Hund hilft hier übrigens immer ganz enorm...

außerdem testen wir gerade das Adaptil Halsband... Bei Stella wirkt es und vll kannst du dem Kleine das ja anfangs bei ungewohnten Umständen auch ranmachen!


Lg
Micha
mit Stella, Loisi, Lili, Theo auf dem Sofa und Ludwig immer im Herzen

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Re: Sensibler Welpe

Beitragvon Rübe » Mo 25. Jan 2016, 11:36

Es ist eine Golden Retriever Hündin, heute genau 13 Wochen alt und wir haben sie gestern endlich das erste Mal live kennenlernen dürfen :love:

Dass so ein Goldenbaby zuckersüß ist brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen, aber die Kleine hat uns auch so mit ihrer ganzen Art total verzaubert :love: Im Gegensatz zur ihrer Schwester (die bei der Züchterin bleibt) hat sie uns zunächst etwas vorsichtiger begrüßt, war aber nach wenigen Minuten dann genauso neugierig, schmusig und verspielt.

Der zweite Tierarztbesuch war übrigens gar nicht mehr schlimm und auch der zweite Ausflug in die Stadt und in den Baumarkt verlief laut der Züchterin viiiel entspannter. Sie und ihr Mann waren mit den Welpen sogar schon im Restaurant essen, wo beide ganz lieb auf ihren Vetbeds lagen und geschlafen haben :daumenhoch:
Alles in allem scheint es der Kleinen sehr gut getan zu haben noch ein bisschen länger bei der Züchterfamilie zu bleiben, sodass sich ihre anfängliche Skepsis gegenüber neuen Eindrücken gar nicht als sooo großes Problem darstellt, wie ich erst befürchtet hatte.

Nachdem mein Freund und ich nun eine Nacht darüber geschlafen haben, denken wir, dass die Kleine mit ihrer sanften und ausgeglichenen Art sehr gut zu uns und auch zu Phoebe passen würde und auch in Bezug auf das Baby machen wir uns wenig Sorgen, dass das nicht klappt.

LG
Liebe Grüße von Steffi mit Phoebe und Priya
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