Gesundheit von Rassehunden und mischlingen

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Gesundheit von Rassehunden und mischlingen

Beitrag von Minze » So 26. Apr 2020, 11:38

Da die Diskussion aufkam ob Mischlinge gesünder sind, geht es nun hier weiter

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Re: Gesundheit von Rassehunden und mischlingen

Beitrag von Minze » So 26. Apr 2020, 12:17

Manu hat geschrieben:
So 26. Apr 2020, 03:53
Pixi hat geschrieben:
Sa 25. Apr 2020, 11:49
Manu hat geschrieben:
Sa 25. Apr 2020, 02:09

meine Meinung... :ka:
Klassisches Beispiel für einen nicht gesunden Mischling ist der Doodle... die, die ich kenne haben alle Probleme mit Allergien :ka:
Ich kann mir nicht vorstellen das z.B. bei einer Mischung aus Goldi und Schäferhund ein gesunder Welpe raus kommt wenn beide Eltern HD haben :ka:
ok...dann haben wir aneinander vorbeigeredet...Du meinst diese gewollten Mischungen.(Designerhunde).
Ich meine die Mischlinge ausm Tierschutz,die die sich auf der Straße verpaaren wo kein Mensch dazwischenpfuscht,weil er irgendwas desingen will
Ansonsten ja...da hast Du recht...entweder krank oder irre...siehe Frops...Mischung aus Mops und Beagle :kopfklatsch: und da gibt es sicher eine endlos lange Liste
Dass ist eine Meinung, die man auch haben darf. Es ist aber keine Tatsache. In der Wissenschaft müsste so eine Aussage einen doppelt verblindeten Test standhalten und es müsste das selbe Ergebnis raus kommen.
Der Gedankengang, dass ein möglichst vielfältiger Gen Pool auch eher Gesundheit als Krankheit mitbringt ist schon richtig- aber auch bei Hunden die schon seit vielen Generation keinen Rassehund mit engen genpool gesehen haben kommen Gene zusammen, die zusammen nicht optimal sind. Sicherlich eine extrem kurze Nase wie beim Mops wird da nicht vorkommen, weil es dafür lange Zeit braucht wo mit einem Merkmal gezüchtet wird. Jedoch Herzprobleme oder andere organische Themen, Gelenks Geschichtn, Tendenz für Augenerkrankungen oder Allergien kommen hier genauso vor. Auch Hunde mit einem unausgewogenen Körperbau (wenn auch nicht so krass wie bei Dackel, Mops und co) kommen hier vor.
Dass fällt aber oft nicht auf. Zum einen weil die Hunde einfach früh sterben- vom Auto überfahren, an Parasiten gestorben, vergiftet... zum anderen weil viele die dann in Haushalte kommen einfach Haushunde sind. Die müssen kein Hunde Sport auf wettkampfniveau betreiben und werden daher auch nicht auf hd oder so geröntgt. Also bleibt vieles unentdeckt und man schiebt es später dann auf das Alter. Oft genug wenn etwas auffällig ist, weiß man dann nicht ob es genetisch bedingt ist, oder vom Leben auf der Straße her kommt.
Der Unterschied ist nämlich dass Rassehunde in einem gut überwachten Rahmen gezüchtet werden. Hier weiß man also welche Tendenzen mit gebracht werden. Beim straßenhund ist es willkürlich. Da wird nichts überwacht und der eine mix hat halt Glück und er bringt wenig mit und der Nächste hat halt Pech.
Ein schönes Beispiel ist der Hund von der Mutter einer Freundin. Durchgemixt ohne Ende kommt von der Straße. Gesund? Never ever! Der Hund hat so krass Hauptproblem dass sie an vielen Stellen kahl ist. Sie hat hohe Entzündungswerte, hat Probleme mit den Gelenken und ist Dauergast beim Tierarzt. Genetik sucht sich halt nicht nur das beste raus.
Der mix der mein Opa damals aus dem Meer fischte und ein langes Leben bei ihm hatte, hatte zum Schluss eine mitralklappen insuf.
Hatte auch mein Rassehund und starb genauso deswegen.
Der andere mix von meinem Opa aus Spanien hatte mehrere Schlaganfälle, und auch hier gab es Gelenk Probleme.
Der Griechen mix der Nachbarn hat nur ne Allergie mit gebracht und verträgt Lamm am besten.
Nein, straßenhund zu sein und einen ganz bunten Stammbaum zu haben schützt nicht vor genetischen Dispositionen.

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Re: Gesundheit von Rassehunden und mischlingen

Beitrag von Schlundi » Mo 27. Apr 2020, 21:54

ALso, unser Dusty war angeblich ein Labrador-Husky.
Gut, den Labrador konnte man wirklich gut an seinem Hintern erkennen.
*grins*
Husky... Naja, er hatte so gelbe, bernsteinfarbene Augen und er hatte einen seeeehr ausgeprägten Jagdtrieb. Könnte schon ein Husky drin gewesen sein.

Er hatte im Alter schlimme Arthrose und später Krebs.
Aber ob das jetzt altersbedingt war oder genetisch kann man natürlich nicht sagen.
Er wurde so ungefähr 12 Jahre alt. Genau wissen wir es nicht.

Unser Pudel wurde 14 und der hatte alles mögliche. Diabetes, Hodentumor, einen Tumor in der Hypophyse, extrem schlechte Zähne.
Irgendwann war er inkontinent und konnte nicht mehr gut sehen.
(aber die Kühlschranktür konnte er bis zum Schluß hören... :lachen: )
Er war aber etwa bis zum 10ten Lebensjahr echt fit.
Dann hat er so langsam aber sicher abgebaut.

Gut, bei Moony kann man bis jetzt sagen, dass sie wirklich nur Pillepalle hatte.
Keine wirklichen Probleme.
SIe wird ja bald sechs.
Das ist ja das beste Alter. :love:

Im Endeffekt glaube ich schon, dass es Mischlinge gibt, die sclechtes Erbgut haben udn deswegen auch früher sterben oder krank werden.
Und eben auch welche, die echt alt werden, weil sie eben ne gute Erbkombi hatten.

Aber das gibt es ja bei Rassehunden auch.
Insofern denke ich, hält sich das die Waage. :smile:
LG Schlundi
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Re: Gesundheit von Rassehunden und mischlingen

Beitrag von Terri_Lis_07 » Di 28. Apr 2020, 00:23

Meine Meinung in kurz gefasst ist : Es hängt von der Genetik ab ob sich Krankheiten durchschlängeln. Insofern bedeutet es nix anderes als dass man bei einem guten Züchter auf Erbkrankheiten achten kann, somit die Wahrscheinlichkeit höher ist einen erblich gesunden Hund zu bekommen ( Was allerdings auch wieder von Rasse und Züchter an sich ab hängt. Wie viel wird getestet? Wie ist die Anatomie? Wie streng wird damit umgegangen? Ist der Züchter geschult? Sind bei der Rasse Krankheiten bekannt die man quasi garnicht raus bekommen kann weil sie rezessiv sind und man die evtl auch garnicht zuverlässig diagnostizieren kann wie bspw DCM beim Dobi, oder is da generell Gesundheit purer Lottogewinn ?) , als bei einem Mischling dessen Herkunft unbekannt ist.
Klar wenn der Hund zudem noch unter miesen Bedingungen aufwächst ( zu früh von der Mutter getrennt, schlechte Haltung, Überbelastung, Straße,... ), wird er wohl auch nicht gesund sein.
Wie ich erwähnt hab "Alles Leben entsteht mit Genen". Das sieht man doch auch bei uns Menschen. So wie sich Haar-/Haut-/Augenfarbe vererbt, vererben sich eben auch Krankheiten ( sind die Eltern Herz krank, starke Allergiker, Migräne Patienten, Asthmatiker etc, ist die Tendenz dazu dass eines der Kinder sowas auch bekommt erhöht. Trifft oft auch zu auf Psychische Geschichten, wie bspw erhöhte Neigung zu psychischen Krankheiten, kann aber auch einfach ausbleiben bis es etwas gibt das das triggert, oder an die nächste Generation vererbt werden, je nachdem was es eben ist ).
Trotzdem muss eine gute Zucht nicht bedeuten dass sich nicht trotzdem was einschleicht, aber man kann zumindest versuchen dem so gut wie möglich gegen zu steuern. Bei nem Mischling geht das eben nicht, weil man darauf entweder nicht achtet oder es sich um ein "Zufallsprodukt" ( Okay die Bezeichnung klingt scheiße aber ich denke man weiß was ich meine ) handelt.

Bei Susi kann ich nur sagen : Hatte in ihren Leben so ziemlich alles ( gefühlt ). Aber vor allem Geschichten die für die Rasse typisch sind ( Allergien, kein gesundes Herz. Ja der Tierarzt hat gesagt es schlägt schön kräftig, aber auch nur weil die Medizin wirkt ).
Zu Lilo kann ich bisher nix sagen. Bisher ist sie ein gesunder Hund, aber sie ist auch erst ein Jahr alt. Nur Zahnstein hat sie schon, damit hat Susi nicht so die Probleme. Ach und ne leichte Unverträglichkeit auf Rind, Huhn und Pute, aber damit kann ich leben. Während sie da nur Durchfall bekommt, würde Susi Durchfall kriegen und sich die Haut aufknabbern. Das bei so ziemlich allem ( da bin ich richtig froh dass sie Hühnchen verträgt) + zu bestimmten Zeiten im Jahr grundsätzlich mindestens entzündete Ohren.

Ansonsten weiß ich von den Vorgängern meiner Eltern dass die alle gesund waren. Darunter fallen 2 Schäfermix Rüden, und eine Zwergschnauzer Hündin. Die Zwerghündin hatte lediglich bissl Probleme weil sie voll kupiert war, und einer der Rüden hatte gern Ohrenentzündungen, der Andere würde 14 Jahre alt und wurde dann wegen nem Bandscheiben Vorfall erlöst.

Dann kannte ich eine Großpudel Hündin die 14 Jahre alt geworden ist. Vermutlich Hirntumor ( ansonsten immer gesund gewesen ), und eine Westie Hündin die 17 Jahre aufm Buckel gekriegt hat obwohl die auch nicht fit war ( Zahnstein, Knieprobleme, Allergien ).
Ich kannte aber auch einen Kaninchenteckel der mit nur 4 Jahren eingeschläfert werden musste wegen Bandscheibenvorfällen ( einer würde behandelt, irgendwann bekam er dann einen der inoperabetl war, und im Hals war der dritte ). Selbe Frau hatte noch eine größere Dackelomi ( 12 Jahre ), die war Top fit.
Ich kannte einen kleinen Pudel mit Allergien und Cushing Syndrom, und einen Cairn Mix mit ebenfalls Cushing. Aber auch sehr viele Pudel die ganz fit und alt waren. Bis auf die ganz kleinen, da sind die Kniescheiben oft richtig hin und her geploppt ohne dass die Besitzer das gecheckt haben.
Ich hatte mal Kontakt mit einer Airedale Züchterin dessen Stammhündin 17 Jahre alt geworden ist. Zu dem Zeitpunkt hatte sie noch einen Airedale mit 12 Jahren, und einen mit 9 um die ältesten zu nennen, alle Top fit. Aber sie hatte auch einen Rüden der nur 2 Jahre alt geworden ist, wegen Krebs. Bisher hab ich nur recht gesunde Airedales kennen gelernt ( höchstens mal Übergewicht oder Gelenke im Alter ). Bei Schnauzern dagegen hab ich schon richtig verrückte Sachen gehört ( einer Hündin sind die Krallen ausgefallen, ein Rüde wurde eingeschläfert weil sich die Wirbelsäule aufgelöst hat, bei Zwergen gibt es Züchter deren Hunde alle Herzkrank sind und früh sterben, und fast jeder schwarze Riese stirbt an Krebs :gruebel: ).
In Tierarztpraxen traf ich oft auf ehemalige Boxer Halter. Eine hatte vor ihrem Schäferhund Mix 3 Boxer, sie meinte die waren alle krank und wurden nicht alt. Der Schäfermix hatte es bissl mit den Gelenken, der kam aber auch ausm Auslandstierschutz.

Also an Mischlinge erinner ich mich Grad nicht so fällt mir auf, aber wenn man sieht dass es von Rasse zu Rasse echt variieren kann, und auch innerhalb einer Rasse, macht es zu einem Mix keinen richtigen Unterschied, denn die waren ( egal wie durchgemixt sie sind ), auch vor Generationen mal Rassehunde. Und wenn da Erbkrankheiten drin sind, verschwinden die natürlich nicht einfach so. Aber klar, hat so ein Mischling oft nen größeren Genpol als manch Rassehund ( Beispiele Linienzucht, oder Rassen die auf Inzucht basieren, verglichen mit dem durchgemixten Mischling ). Wie gesagt : Bei den einen kann man ahnen was möglich ist, und ob manches evtl sogar unwahrscheinlich ist, und beim anderen weiß man es nicht, und kann es höchstens erahnen wenn man weiß welche Rassen beteiligt sind und was die so an Erbkrankheiten haben können.
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Liebe Grüße von Lisa mit Oma Susi und Schnauzpubertier Lilo :)

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