Partner von

Gesundheit von Rassehunden

Genetik - Verpaarung - sonstige Zuchtthemen

Terri_Lis_07
Benutzeravatar
Polizeihund
Beiträge: 2631
Registriert: Do 12. Mär 2015, 14:03
Wohnort: im Odenwald
Hunderasse(n): West Highland White Terrier
Meine Hunde: Susi

Gesundheit von Rassehunden

Beitragvon Terri_Lis_07 » Mi 11. Jan 2017, 20:49

Nachdem wir heute in der Praxis das Thema hatten dass es hier wohl eine Zwergschnauzerzucht gab dessen Hunde massenweise Leberprobleme haben, hab ich mich mal ein wenig ungesehen welche Untersuchungen wohl gemacht werden müssen bei den einzelnen Rassen.
Teilweise ist es ja ganz ok und ich bin eigentlich zufrieden, aber bei einigen bin ich dann doch ein wenig schockiert wie wenig es braucht damit ein Hund dieser Rasse gesundheitlich die Zuchtzulassung besteht.

- Beim Zwergschnauzer reicht wohl lediglich eine Augenuntersuchung ( das erklärt die Lebersache was in dieser einen Zucht so weit verbreitet war )

- Bei Standard Schnauzern konnte ich oft nur eine HD-Untersuchung finden ( gehören aber nicht grad zu den Krankheiten durchseuchten Rassen )

- Beim West Highland Terrier reicht eine Untersuchung auf Patella Luxation ( meines Erachtens sollte man zusätzlich noch auf Allergien und das Herz wert legen )

- Beim Border Terrier reicht ebenfalls wieder Patella ( was allerdings soweit nicht so schlimm ist da diese Rasse meines Wissens noch recht gesund ist )

Nun wird es schon besser :

- Beim Manchester wird auf Patella, PRA und von Willebrand getestet

- Bei den Jack Russells auf Patella, PLL, SCA und LOA

- Bei Airedales HD, ED, PRA


Um mal ein paar Beispiele zu nennen.
( Bei Zwergschnauzern gibts in der Dissidenz noch gescheckte bzw Piebald farbene aber das isn anderes Thema irgendwie)

Aber jedenfalls : Nur ne Augenuntersuchung, DNA Test ( was iwi sowieso bei allen Rassen so is ), Wesensüberprüfung und auf paar Ausstellungen gut abschneiden um ne Zuchtzulassung zu haben. Das finde ich schon irgendwie... Zu wenig.
Liebe Grüße von Lisa und Susi

Bild

Ehemals Lisa1607

Kräutergeist
Benutzeravatar
Moderator
Beiträge: 2844
Registriert: Di 10. Mär 2015, 20:58
Wohnort: Goslar
Hunderasse(n): Rhodesian Ridgeback
Meine Hunde: Kiki †

Re: Gesundheit von Rassehunden

Beitragvon Kräutergeist » Do 12. Jan 2017, 07:20

Ja, wenn man sich bei vielen Rassen mal aus Interesse schlau liest, dann wundert man sich echt über die teils doch sehr geringen Anforderungen.

Beim Dobi ist ja DCM ein großes Thema. Es gab über 2 Jahre den Versuch mit dem Schallen auf DCM (ja, es wurde beim DV wieder abgeschafft!). Das ist ja aber immer nur eine Momentaufnahme und sagt mir, dass der Hund jetzt grade (noch) keine Auffälligkeiten hat. Genau so ist es ja auch mit dem 24-h-EKG, das sagt ja nix aus, ob der Hund es vielleicht mit 18 Monaten noch nicht hat, aber vielleicht mit 5 Jahren daran zu Grunde gehen wird, weil er die Veranlagung dazu hat. Also ist es eigentlich total nutzlos.

Sinnvoll wäre ja es so zu handhaben

Innerhalb der ersten drei Jahre Kurzzeit-EKG
Wenn sich hier schon was zeigt, ist es so und so fraglich ob der Hund überhaupt drei Jahre alt wird.

24-h-EKG zwischen dem dritten und vierten Lebensjahr
bis hierhin kann eine DCM nämlich okkult verlaufen und wird nicht erkannt. Hat der Hund DCM kann es FRÜHESTENS jetzt erkannt werden.

Weiteres 24-h-EKG zwischem dem fünften bis sechsten Lebensjahr (falls der Hund nicht schon tot umgefallen ist)
Sollte beim ersten nix gefunden worden sein, kann hier nun doch plötzlich ein positiver Befund sichtbar werden. Eine DCM bei der die Hunde i.d.R. so um das siebte Lebensjahr versterben, wird meist auch in diesem Alter festgestellt.

weiteres 24-h-SKG zwischen dem achten und neuten Lebensjaht (die meisten Dobis werden gar nicht so alt)
Wenn auch hier negativ ist, dann hat der Hund eine gute Chance auch 12 Jahre oder älter zu werden. Hat er hier dann DCM, fällt er eben vielleicht mit 11 Jahren tot um.Wenn der Hund dann DCM und ein Lebensalter von 11 Jahren vererbt hat, dann wäre das duchaus vertretbar.

Aber wie gesagt, viele Dobis werden ja keine 8 Jahre mehr alt. Allzu oft hört man ja von 3-jährigen, die nach dem Gassi plötzlich tot umfallen. Wäre also nach dem Schema viel sinnvoller, nicht junge Rüden herzunehmen - auch, wenn diese i.d.R. mehr Welpen pro Wurf zeugen - sondern lieber die alten Greise. Lieber 5 gesunde Welpen, als 10 kranke. Aber ist wohl auch ein Kostending...

Bei den Hündinnen ist es ja eher schwierig, bis in das Alter abzuarten, in dem man davon ausgehen kann, dass sie auch gesund bleiben.
Bild

Hope
Rettungshund
Beiträge: 1476
Registriert: Do 12. Mär 2015, 12:50

Re: Gesundheit von Rassehunden

Beitragvon Hope » Do 12. Jan 2017, 08:21

Wegen jungen Rüden und alten Rüden.. ich kenne viele alte Rüden die große Würfe bringen ;)

Auch beim Collie hat man nicht viele Pflichtuntersuchungen... das meiste ist freiwillig..
Beim Neufi hat man HD,ED und Herz... aber wer sagt das das Herz mit 4 Jahren noch gesund ist? Dann müsste es schon pflicht sein jährlich nen Schall machen zu lassen oder zumindest VOR jedem Wurf bei der Hündin und jährlich beim Rüden.
Bringt aber auch nix, weil ja so und so nicht in jedem Land die selben Untersuchungen pflicht sind..

Beim Berner is es hier HD,ED.DM... ich glaub das wars... MH kann man auch testen, is aber keine Pflicht..
Naja und mal ehrlich, auf Krebs testen? Geht so und so nicht, der kommt wo und wann er will - leider..
Bild

Kräutergeist
Benutzeravatar
Moderator
Beiträge: 2844
Registriert: Di 10. Mär 2015, 20:58
Wohnort: Goslar
Hunderasse(n): Rhodesian Ridgeback
Meine Hunde: Kiki †

Re: Gesundheit von Rassehunden

Beitragvon Kräutergeist » Do 12. Jan 2017, 08:47

Ja, sicher. Aber in der Regel ist es wohl so. Hab ich gelesen. Bin ja nun keine ausgewiesene Expertin ;)
Aber grade beim Dobi und Rassen mit ähnlicher Problematik würde es ja so rum viel mehr Sinn machen. Bei Neufi dann ja auch denke ich, oder?

Tritt Krebs nicht gehäuft in bestimmten Linien auf?
Da müsste man ja dann als Züchter das im Blick haben und sortieren, oder nicht? Weil testen ist ja nicht wirklich möglich.

Beim DSH ist ja z.B. im SV auch nur HD und ED Pflicht.
Dabei gibt es ja noch zig andere Sachen, die in der Rasse umgehen. Rückenprobleme sind z.b. häufig.

Ja, man fragt sich dann echt, ob die es nicht sehen oder nicht sehen wollen.
Aber das ist wahrscheinlich mehr Vereinspolitik als Liebe zum Tier. Zumindest behaupte ich das jetzt einfach mal.
Bild

Hope
Rettungshund
Beiträge: 1476
Registriert: Do 12. Mär 2015, 12:50

Re: Gesundheit von Rassehunden

Beitragvon Hope » Do 12. Jan 2017, 08:50

Nein, aber man kann einfach nicht alles testen und auf alles selektieren..
Ich sehe es ja beim Collie.. da hätte jeder gerne CEA,DM,MDR,PRA genetisch non carrier, HD-A.. ja klar is das toll.. aber nicht machbar..
Sollte ich mit Thia einen Wurf machen, werden auch hier wieder CEA carrier und affected geboren werden.. es ist einfach nicht möglich nur noch träger und non carrier zu züchten ohne immer die selben Rüden zu nutzen.
Bild

Kräutergeist
Benutzeravatar
Moderator
Beiträge: 2844
Registriert: Di 10. Mär 2015, 20:58
Wohnort: Goslar
Hunderasse(n): Rhodesian Ridgeback
Meine Hunde: Kiki †

Re: Gesundheit von Rassehunden

Beitragvon Kräutergeist » Do 12. Jan 2017, 08:57

Heißt euch fehlt aktuell auch irgendwo die genetische Vielfalt, damit man das so selektieren könnte?
Und man könnte, wenn es mehr Vielfalt gäbe
:gruebel:
Bild

Hope
Rettungshund
Beiträge: 1476
Registriert: Do 12. Mär 2015, 12:50

Re: Gesundheit von Rassehunden

Beitragvon Hope » Do 12. Jan 2017, 08:59

Ja, es gibt zu wenig freie, die nicht miteinander Verwandt sind... in den letzten jahren wurden immer die selben paar Rüden genutzt um bessere werte zu haben und nun hat man überall das selbe Blut...
Bild

Terri_Lis_07
Benutzeravatar
Polizeihund
Beiträge: 2631
Registriert: Do 12. Mär 2015, 14:03
Wohnort: im Odenwald
Hunderasse(n): West Highland White Terrier
Meine Hunde: Susi

Re: Gesundheit von Rassehunden

Beitragvon Terri_Lis_07 » Do 12. Jan 2017, 09:23

DCM beim Dobermann... Ja da gibt es wenn man bei den Ataraxies guckt irgendwo ein Vermeidungsprogramm. Allerdings ist es da sehr sehr schwer passende Hunde zu finden. Die züchten mit alten Hunden die bis in die 7. Generation oder so DCM-frei sind.
Dazu hat der Dobermann ja lange nicht nur DCM...

Aber im Prinzip wenn ich als Züchter sehe dass bei meinen Hunden zB immer wieder Leberkrankheiten vorkommen, sollte man doch auf die Idee kommen das aus der eigenen Zucht irgendwie zu verbannen.

Sonst wegen Krebs...
Das is eine der wenigen bedeutenden erblichen Krankheiten beim Airedale. Bei einer Züchterin isses zB so : Bis auf ein Rüde der mit 2 oder 3 Jahren an Darmkrebs gestorben ist, sind alle Hunde fit und gesund bis ins hohe Alter.
Liebe Grüße von Lisa und Susi

Bild

Ehemals Lisa1607

Hope
Rettungshund
Beiträge: 1476
Registriert: Do 12. Mär 2015, 12:50

Re: Gesundheit von Rassehunden

Beitragvon Hope » Do 12. Jan 2017, 09:31

Und dennoch kann Nachzucht an Krebs erkranken... Nur gesunde Hunde is halt leider nicht machbar...
Bild

Kräutergeist
Benutzeravatar
Moderator
Beiträge: 2844
Registriert: Di 10. Mär 2015, 20:58
Wohnort: Goslar
Hunderasse(n): Rhodesian Ridgeback
Meine Hunde: Kiki †

Re: Gesundheit von Rassehunden

Beitragvon Kräutergeist » Do 12. Jan 2017, 09:36

Klar gibt es beim Dobi noch andere Sachen, außer DCM.
Aber auf vWD kann man ja "einfach" testen, genau wie Dilute. Wobbler lässt sich meines Wissens nach wie ED, HD und Spondy etc. im Röntgen feststellen. Das Größte Problem, an dem eben die meisten Hunde im recht jungen Alter versterben ist beim Dobi eben die DCM.
Mit ED / HD "noch ok" kann ein Hund ja trotzdem alt werden, dass kann man behandeln, falls es ihm jemals Probleme bereiten sollte.

Das ist wie bei Hope und der CEA.
Das ist eine Augenerkranung, auf die man schon achten sollte in der Zucht. Aber Carrier sind nicht betroffen und selbst Affected Tiere haben i.d.R. keine Einschränkungen (80 bis 90%). Da schaut man doch lieber, dass man PRA vermeidet.

Natürlich kann man nicht immer und 100%ig nur gesunde einwandfreie Hunde züchten.
Aber man kann viel dafür tun.
Bild

Terri_Lis_07
Benutzeravatar
Polizeihund
Beiträge: 2631
Registriert: Do 12. Mär 2015, 14:03
Wohnort: im Odenwald
Hunderasse(n): West Highland White Terrier
Meine Hunde: Susi

Re: Gesundheit von Rassehunden

Beitragvon Terri_Lis_07 » Do 12. Jan 2017, 10:56

Das mit den anderen Krankheiten war darauf bezogen dass es nochmal die Zuchthundeauswahl einschränkt.

Ich frag mich ja ob bzw wie sich Allergien vererben
Liebe Grüße von Lisa und Susi

Bild

Ehemals Lisa1607

Kräutergeist
Benutzeravatar
Moderator
Beiträge: 2844
Registriert: Di 10. Mär 2015, 20:58
Wohnort: Goslar
Hunderasse(n): Rhodesian Ridgeback
Meine Hunde: Kiki †

Re: Gesundheit von Rassehunden

Beitragvon Kräutergeist » Do 12. Jan 2017, 11:13

Ich könnte mir Vorstellen, dass es evtl eine Neigung dazu gibt.
Irgenwann habe ich irgendwo auch mal was gelesen... :gruebel:
Aber da sich ja auch eine Neigung zu Autoimmunerkrakungen vererbt (zumindest bei Menschen), warum dann nicht auch Allergien?
Bild

Schlundi
Benutzeravatar
Leitwolf
Beiträge: 3248
Registriert: Sa 9. Mai 2015, 10:37
Wohnort: Obergefranken
Hunderasse(n): KH-Collie
Meine Hunde: Moony, *14.05.2014

Re: Gesundheit von Rassehunden

Beitragvon Schlundi » Do 12. Jan 2017, 12:21

Hope hat geschrieben:Ja, es gibt zu wenig freie, die nicht miteinander Verwandt sind... in den letzten jahren wurden immer die selben paar Rüden genutzt um bessere werte zu haben und nun hat man überall das selbe Blut...


Meine Züchterin hat sich ja ne Hündin aus Russland importiert und jetzt auch nen Rüden aus Finnland.
Das mit dem Blutlinien ist scheinbar echt schwer.
Ich hab mal irgendwo gelesen, dass auch bei den KH-Collies ein besonderer Rüde in fast allen Stammbäumen auftaucht.
Da muss man aber jetzt schon ziemlich weit zurück gehen.
Da habe ich mal in dieser Collie Database geschaut, der ist echt oft dabei.

Was bei Hütehunden deswegen ja auch net so in den Griff bekommen, ist dieses MDR "Problem".
Da ist die genetische Basis scheinbar auch zu klein, um nur mit MDR freien HUnden zu züchten.

Was ich so schlimm finde, sind eben auch Rassen, die eh schon total "verzüchtet" wurden, immer so weiter gemurkst werden.
Da sind die Strukturen in den Vereinen scheinbar so festgefahren und es werden Hunde mit "Vorzüglich" bewertet, wo es vielen Leuten die Schuhe auszieht, wenn sie den Hund nur vom Erscheinungsbild her bewerten müßten.

Ich hab das ja schon oft auf der CACIB gesehen. Da sind Hunde dabei, da fragst du dich echt, ob es sein muss, dass man einen Hund zu Tode tupiert und einfach nur noch einen Haarbollen mit Füßen in den Ring führt. :rolleyes:
Solche Hunde kann man ja als 0815-Hundehalter nicht gebrauchen.

Ja, aber wie so oft, der frische Wind, der mal durch die alten Strukturen wehen müßte, der ist noch nicht so spürbar.
Evtl. müssen echt erst ein paar Rassen aussterben, damit man aufwacht? :huh:
LG Schlundi
Bild

Hope
Rettungshund
Beiträge: 1476
Registriert: Do 12. Mär 2015, 12:50

Re: Gesundheit von Rassehunden

Beitragvon Hope » Do 12. Jan 2017, 12:29

Ich würde niemals alle MDR1, CEA oder DM -/- Hunde aus der Zucht nehmen..never....

Und naja, man darf Hunde auf Show nicht ansehen und glauben die rennen daheim auch nur so rum... Ich kenne Pudel, Bobtail und Co die daheim im Dreck rum rennen usw. Aber für die Show halt dann so zu recht gemacht werden.

Elsa kommt aus Weißrussland, ihr Papa aus Lativa und wohnt in Polen, dennoch gibts von ihm gerade nen Wurf in Österreich.. Und auch in Polen, Deutschland, Slowakei... Verhindern kann man das nie das Rüden oft genutzt werden. Aber ich für mich möchte keine Rüden nutzen der schon in jeder 2. AT steht.
Bild

Schlundi
Benutzeravatar
Leitwolf
Beiträge: 3248
Registriert: Sa 9. Mai 2015, 10:37
Wohnort: Obergefranken
Hunderasse(n): KH-Collie
Meine Hunde: Moony, *14.05.2014

Re: Gesundheit von Rassehunden

Beitragvon Schlundi » Do 12. Jan 2017, 13:48

Ich dachte bei DM darf man keine Hunde verpaaren, die beide carrier sind. :gruebel:
Bzw, eben mit einem HUnd der betroffen ist, schon gleich gar nicht.
LG Schlundi
Bild

Hope
Rettungshund
Beiträge: 1476
Registriert: Do 12. Mär 2015, 12:50

Re: Gesundheit von Rassehunden

Beitragvon Hope » Do 12. Jan 2017, 14:32

Der DM Test is na nicht mal Pflicht , wie will man dann so eine Regel aufstellen?
Bild

Schlundi
Benutzeravatar
Leitwolf
Beiträge: 3248
Registriert: Sa 9. Mai 2015, 10:37
Wohnort: Obergefranken
Hunderasse(n): KH-Collie
Meine Hunde: Moony, *14.05.2014

Re: Gesundheit von Rassehunden

Beitragvon Schlundi » Fr 13. Jan 2017, 11:41

Achso, ich dachte, der wäre vorgeschrieben...

Fände ich aber sinnvoll, denn diese Krankheit ist ja echt net schön...
Gut, keine Krankheit ist schön, aber wenn man es testen kann, fände ich es schon sinnvoll.
LG Schlundi
Bild

Hope
Rettungshund
Beiträge: 1476
Registriert: Do 12. Mär 2015, 12:50

Re: Gesundheit von Rassehunden

Beitragvon Hope » Fr 13. Jan 2017, 11:46

Das Problem ist, der DM Test ist nur beim Berner und beim Schäfer aussagekräftig. Bei allen anderen Rassen ist er noch nicht fertig entwickelt um 100% sicher zu sein. So gab es schon mehrfach falsche Ergebnisse -auch bei mir-.. Ich kenne auch einen Hund 3x im selben Labor getestet, mit Blut und 3x ein anderes Ergebnis.. Na welches nimmt man denn dann?
Bild

Schlundi
Benutzeravatar
Leitwolf
Beiträge: 3248
Registriert: Sa 9. Mai 2015, 10:37
Wohnort: Obergefranken
Hunderasse(n): KH-Collie
Meine Hunde: Moony, *14.05.2014

Re: Gesundheit von Rassehunden

Beitragvon Schlundi » Fr 13. Jan 2017, 11:51

Na, das ist ja blöd. :rolleyes:
Das heißt also, man kann sich auf gar nix verlassen.
Sprich, wenn ein Züchter auf seiner Seite mit X verschiedenen Tests wirbt, dann kann ich das teilweise gar nciht ernst nehmen... :dozey: :shifty:

Bei den Saarloos WH wird ja auch auf DM getestet und das steht bei allen Züchterseiten, die ich bis jetzt angeschaut habe.
Auch bei Schäferhunden (aber da hast du ja gesagt, da sind die Ergebnisse i.O.) steht das oft.

Weißt du, wieso das nciht bei allen Rassen aussagekräftig ist?
LG Schlundi
Bild

Hope
Rettungshund
Beiträge: 1476
Registriert: Do 12. Mär 2015, 12:50

Re: Gesundheit von Rassehunden

Beitragvon Hope » Fr 13. Jan 2017, 11:54

Weil es verschiedene Gen Kombinationen gibt. Selbst die Labore sagen, das die Ergebnisse nicht immer richtig sind, weil eben noch nicht ausgereift, man kann also immer nur hoffen das es passt. Und natürlich schauen das man keine carrier oder affected mit einander verpaart. Und hoffen das die Ergebnisse eben gestimmt haben.

Es gibt ja auch bei der CEA Fälle, genetisch frei bzw. Carrier und beim Spezialisten dennoch nicht CEA frei.
Bild

Schlundi
Benutzeravatar
Leitwolf
Beiträge: 3248
Registriert: Sa 9. Mai 2015, 10:37
Wohnort: Obergefranken
Hunderasse(n): KH-Collie
Meine Hunde: Moony, *14.05.2014

Re: Gesundheit von Rassehunden

Beitragvon Schlundi » Fr 13. Jan 2017, 12:11

Ja, das mit der Genetik ist eben nicht so einfach... :gruebel:
Danke für die Einblicke.
So als 0815 Hundehalter kriegt man ja sowas im Normalfall garnet mit.
Und mir könnte eh jeder alles mögliche erzählen.
Ich bin ja kein Genetikexperte und muss mich da theoretisch auf die Aussagen der Leute verlassen.
LG Schlundi
Bild

Anakin
Benutzeravatar
Begleithund
Beiträge: 486
Registriert: Sa 21. Mär 2015, 20:47

Re: Gesundheit von Rassehunden

Beitragvon Anakin » Sa 14. Jan 2017, 20:12

Beim SWH ist nur HD und Augenuntersuchung vom VDH her vorgeschrieben. Aber natürlich machen die meisten Züchter freiwillig mehr, so z. B. ED, DM und HZ (Zwergenwuchs). Zunehmend mehr haben auch einen Gentest (genetische Diversität).

http://www.swhzb.net/zuchtzulassungsbestimmungen.html

Schlundi hat geschrieben:Bei den Saarloos WH wird ja auch auf DM getestet und das steht bei allen Züchterseiten, die ich bis jetzt angeschaut habe.

Ja, DM-Test ist quasi obligatorisch. Beim SWH funktioniert der Test auch gut. Da DM-Träger gar nicht selten sind in der Rasse (wie übrigens auch beim TWH) und zugleich die Population nicht so groß ist, kann man es sich nicht erlauben, die Träger nicht in der Zucht zu verwenden. Durch den Test ist das auch nicht mehr risikoreich, denn Träger sind gesund, es erkranken nur betroffene Tiere, die eben bei der Verpaarung Träger x Träger oder Träger x Betroffen oder Betroffen x Betroffen entstehen können. Bei der Verpaarung Träger x Frei kann es im Wurf nur Träger und Freie geben. Langfristig kann man so allmählich auf Freie selektieren und hat zugleich bei den Trägern kein Krankheitsrisiko. Dasselbe gilt für HZ (Zwergenwuchs). Durch die Gentests kann man konsequent vermeiden, dass betroffene Tiere entstehen.

Schlundi hat geschrieben:Ich dachte bei DM darf man keine Hunde verpaaren, die beide carrier sind. :gruebel:
Bzw, eben mit einem HUnd der betroffen ist, schon gleich gar nicht.

Erster Satz: Richtig, siehe oben. Zweiter Satz: Das geht schon, wenn der Partner DM frei ist, dann sind alle Nachkommen Träger.

Hope
Rettungshund
Beiträge: 1476
Registriert: Do 12. Mär 2015, 12:50

Re: Gesundheit von Rassehunden

Beitragvon Hope » Sa 14. Jan 2017, 20:53

Ich zerstöre nur ungern Illusionen aber es ist bis heute nicht klar ob nicht auch Träger und sogar frei daran erkranken können... Ebenso wie ein affected nicht daran erkranken muss.

Beim Berner gibts den "Berner Krebs" kann man auch testen, da gibts dann A = Chance daran zu erkranken sehr gering aber möglich, B- Erkrankung möglich, C- Risiko der Erkrankung hoch...
Bild

Anakin
Benutzeravatar
Begleithund
Beiträge: 486
Registriert: Sa 21. Mär 2015, 20:47

Re: Gesundheit von Rassehunden

Beitragvon Anakin » Sa 14. Jan 2017, 21:22

Hope hat geschrieben:Ich zerstöre nur ungern Illusionen aber es ist bis heute nicht klar ob nicht auch Träger und sogar frei daran erkranken können... Ebenso wie ein affected nicht daran erkranken muss.

Ist mir klar. Jedoch ist beim SWH tatsächlich bisher kein einziger Fall bekannt, wo ein Träger oder freier Hund erkrankt ist. Alle Erkrankten waren tatsächlich auch betroffen und soweit man das bis jetzt verfolgen kann (den Test gibt es ja noch nicht so lang) sind auch alle betroffenen Hunde erkrankt. Es geht hierbei ja auch darum, anhand des Gentestes das züchterische Risiko zu minimieren, und das klappt definitiv. Absolute Sicherheiten gibt es für nichts im Leben.

Hope
Rettungshund
Beiträge: 1476
Registriert: Do 12. Mär 2015, 12:50

Re: Gesundheit von Rassehunden

Beitragvon Hope » Sa 14. Jan 2017, 21:28

Ich hab ja selbst eine affected. Sie is jetzt 7 und hat keine Anzeichen.
Beim Collie gibt es zwar Fälle aber bei weitem nicht jeder affected zeigt Probleme.
Bild


kuchnie na wymiar Czeladź

Zurück zu „Rund um die Zucht“




  Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast