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Vermittlung agressiver Hunde


Terri_Lis_07
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Vermittlung agressiver Hunde

Beitragvon Terri_Lis_07 » So 16. Okt 2016, 18:53

Ich war gestern in einem kleinen Tierheim. Keine Zwinger, die gesundheitlich angeschlagenen hatten ihre Ruhe im Haus, der Rest ist auf dem Hof frei gelaufen. Allerdings war dort noch ein Auslauf. Zwei Hunde waren dort drin, ein DSH und ein Ridgebackmix. Der DSH war dort weil er sich mit den anderen Hunden nicht verträgt, der Ridgemix dagegen weil er eine Gefahr gegenüber Menschen darstellt.

Nun frage ich mich welche Chance so ein Hund hat vermittelt zu werden. Die bleiben doch ewig und drei Jahre im Tierheim. Und wenn jemand Interesse hätte, wie kommt er dann an so einen Hund ran ? In voller Mondioring-Montur oder wie? Ich meine für den Anfang ? :gruebel:
Liebe Grüße von Lisa und Susi

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Re: Vermittlung agressiver Hunde

Beitragvon ameise » So 16. Okt 2016, 19:34

Du hast recht - solche Hunde bleiben leider oft ihr ganzes restliches Leben im Tierheim.
Denen kann man dann nur wünschen dass sie nicht nur im Zwinger vor sich hinvegetieren und sich vielleicht ein Pfleger oder Gassigänger findet, der es schafft langsam Vertrauen aufzubauen und mit ihm spazieren gehen kann.

Wenn der richtige Mensch gefunden wird und der eine Bindung aufbauen kann, dann ist es schon möglich dass man auch solche Hunde wieder hinkriegt. Das braucht halt Zeit, Geduld, starke Nerven und viel Wohlwollen.

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Re: Vermittlung agressiver Hunde

Beitragvon trini » So 16. Okt 2016, 20:08

Es gibt tatsaechlich auch fuer diese Hunde den passenden Menschen, wobei man nie vergessen sollte, dass TH auch oft voellig anderes Verhalten hervorruft. Der DSH ist mit Management sicherlich leichter zu vermitteln als der RR-Mix. Bei ihm wuerde ich mal auf Schilddruese untersuchen lassen.

Und wir haben im Freundeskreis einen Hund aus dem TH, an den sich die Mitarbeiter nicht rantrauten. Bei der Abgabe hat er seinem ehemaligen Frauchen noch mal herzhaft zum Abschied ins Gesicht gebissen. Er ist bei einer Freundin von uns gelandet, die auch viel mit Maulkorb gemanaget hat. Heute - 10 Jahre spaeter - ist er ein alter Hundeherr, der aber immer noch nicht zu unterschaetzen ist.

Und bei uns durfte er auch schon kurz nach seiner TH-Zeit mit ins Buero, wenn Frauchen den ganzen Tag unterwegs war. War nie ein Problem. Allerdings hatten wir auch nie Schiss vor ihm. Und ich glaube, dass ist einer der Schluessel fuer solche Hunde. Und Hunde lesen koennen. Meist sind gerade diese Hunde eher unsicher, haben aber gelernt, dass man durch Nachvornegehen sich vieler Probleme entledigen koennen.

Ich wuensche den Beiden kompetente neue Besitzer!

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Re: Vermittlung agressiver Hunde

Beitragvon Terri_Lis_07 » So 16. Okt 2016, 20:58

Naja bei dem DSH seh ich eher ein anderes Problem. Nämlich die Gesundheit... So ein typisch quahl gezüchteter Schäfer mit miserablem Rückgrad, mittelgradiger HD und zusätzlich noch ED. Ich finde artgenossenunverträglichkeit eigentlich ein recht geringes Übel wenn der Hund einzeln gehalten wird und die Besitzer über nötige Konsequenz und die körperliche Möglichkeit so einen Hund halten zu können verfügen.

Ich denke bei dem Ridge-Mix kanns gut sein dass er grade im Tierheim etwas agressiver sein könnte zwecks territorialem Schutztrieb oä. Aber so oder so alles andere als ein einfacher Hund. :gruebel:
Liebe Grüße von Lisa und Susi

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Re: Vermittlung agressiver Hunde

Beitragvon Kräutergeist » Mo 17. Okt 2016, 09:51

Bei DSH hab ich jetzt schon öfter gehört, dass grade die mit Fließheck ja zu Stufen etc. im Rücken neigen.
Das sieht man vom angucken natürlich nicht, macht aber wohl übelste Schmerzen und dann natürlich so einen Hund echt dünnhäutig/aggressiv. Ist klar. Wenn ich Schmerzen habe und kann nix machen, hab ich auch miese Laune. Um es mal so zu sagen.
Da kann man immer mal nach gucken, macht bei DSH meiner Meinung nach immer mal Sinn.

Beim RR-Mix kann alles mögliche im Argen liegen.
Unsicherheit ist ein Thema. RR sind spätreif und in der Jugend eigentlich gut zu beeindrucken. Sie merken sich aber auch ALLES. Und sie sind saumäßig intelligent und oft sehe ich RR-Halter und merke direkt "Der Hund ist schlauer." Das ist ein Problem, denn einen Menschen, der sich verarschen lässt und keine Führungsqualitäten hat wird ein RR nie als Führungspersönlichkeit anerkennen. Vielleicht ist da in die Richtung was schief gelaufen und als der Hund nicht so wollte ... kann man sich ja denken, wie manche Menschen so sind.
Dann natürlich auch hier wieder gesundheitliche Schiene. Schmerzen können bei jedem Hund ein Thema sein, ansonsten wie angesprochen auch ein Schilddrüsenproblem oder auch ein Tumor. Kann man nur ausschließen, wenn man es untersuchen lässt.
Manche Hunde vertragen auch einfach den Tierheimstress sehr schlecht.

Ob so ein Hund vermittelbar ist, ist eine schwierige Frage.
Wenn sich ein passender Mensch findet, der mit dem Hund arbeitet und auch weiß was er da macht, dann sicher. Oder, wenn eben Schmerzen oder andere für das Verhalten ursächliche Erkrankungen "abgestellt" werden und sich das Verhalten dann wieder beruhigt.
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Re: Vermittlung agressiver Hunde

Beitragvon Terri_Lis_07 » Sa 19. Nov 2016, 21:17

Also um zu den beiden mal was neues zu sagen :

Der Schäfi hatte wohl damals zusätzlich noch nen Zwingerkoller. Seit kurzem hat er jetzt endlich ein Zuhause gefunden. Nach etwa 4 Jahren Tierheimaufenthalt kam er zu seiner Gassigängerin.

Bei der Ridgehündin sieht es immernoch kompliziert aus : Mit 6 Monaten auf den Gnadenhof gekommen und mittlerweile seit 6-7 Jahren immernoch im Tierheim. Es gibt noch ein zusätzliches Problem nachdem ich den Hund jetzt öfter gesehen hab : Es is gut möglich dass etwas Richtung AmStaff/Pitbull mitgemixt hat. Erforderlich dem zu Folge natürlich der Sachkundenachweis ( aus diesem Grunde sitzt sie noch denn ernsthafte Interessenten hatte sie bereits, jedoch schreckte dies ab ).
Die Verhaltensproblematik ist im Übrigen doch nicht so schlimm wie angenommen, dennoch keinesfalls zu unterschätzen. Kenntnisse und Selbstsicheres Auftreten sind Voraussetzung. Nachdem sie mal nen Draht gefunden hat geht es.
Ich würde ganz gerne helfen für sie ein Zuhause zu finden. Ich frag nächstes Wochenende mal nach ob ich ihr bezüglich ein paar entsprechende Homepages anschreiben kann denn es kann nicht schaden das etwas bekannter werden zu lassen. Es is eben nunmal ein kleiner Gnadenhof mit Hundevermittlung, da werden einfach nicht viele drauf aufmerksam. Und die richtige Zielgruppe sollte man durchaus mal etwas mehr ansprechen finde ich.
Liebe Grüße von Lisa und Susi

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Re: Vermittlung agressiver Hunde

Beitragvon trini » So 20. Nov 2016, 17:35

Wenn sie eher in RR-Groesse geht, koennte der TSch-Verei eigentlich die Listenhunde ausschliessen. Da waere der RR-Boxer-Mix wahrscheinlicher. Auch wwnn so viele Listenhunde-Mixe zu Nicht-Listenhunden gemacht werden.

Ich wuerde anregen mal Schilddruese testen zu lassen. Ist ein riesiges Problem bei den RRs.

LG
Martina

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Re: Vermittlung agressiver Hunde

Beitragvon Terri_Lis_07 » So 20. Nov 2016, 19:44

Naja es besteht die Möglichkeit dass ein SoKa drin ist. Ich finde es kann aber auch möglich sein dass stattdessen was Richtung Bullmastiff drin ist. Boxer wäre theoretisch auch eine Möglichkeit. Der RR-Anteil ist sicher.
Um ihre Optik mal näher zu beschreiben : Sie hat weiße Abzeichen auf hellbraunem kurzem Fell. Allgemein ist sie ein ziemliches Kraftpaket mit einem ausdrucksstarkem Gesicht.
Mal sehen ob ich nächstes Mal ein Foto machen kann, denn auf der Homepage existiert noch ein Junghundfoto. Da hat sich deutlich was geändert. Wobei naja ein Foto existiert auf der Homepage schon, allerdings wüsste ich nicht wie ich das einfügen bzw verlinken soll.

Fakt ist allerdings dass nur eine Person mit dieser Hündin Gassi geht. Nämlich der Chef. UA wegen des Sachkundenachweises. Kann mir allerdings auch vorstellen dass es nicht an der Rasse liegt sondern in erster Linie wegen der Verhaltensproblematik.
Liebe Grüße von Lisa und Susi

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