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Kontrollverhalten


Ayumi
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Kontrollverhalten

Beitragvon Ayumi » Mi 24. Jan 2018, 12:26

Hallo ihr Lieben,

da ich bzw wir grade etwas unsicher sind wie wir uns am besten verhalten sollen frage ich mal hier nach :) es ist nicht so dass wir gar keinen Ansatz hätten, aber wir wollen es auf keinen Fall verschlimmern bzw schnellstmöglich verbessern.

Es geht um Deeks. Border Collie, 13 Monate. War von Anfang an gern ein bisschen ‚over the top‘ - trieblich schwer zu Händeln, insgesamt recht schwer effektiv zu beeindrucken (sowohl physisch als auch psychisch), grundsätzlich schwer ansprechbar wenn er sich irgendwo ‚festgeglotzt‘ hat. Reagiert(e) extrem auf geäusche - nicht mit Angst, sondern mit trieb.
Das meiste hat sich gut gemacht inzwischen. Er glotzt nicht mehr so, Leute neben ihm dürfen klatschen/niessen/laut lachen etc ohne dsss er ihnen ins Gesicht springen möchte. Hat einiges an Impulskontrolle gelernt (Spieli nur auf Kommando holen, abliegen wenn andere Hunde sich bewegen dürfen etc) und reagiert jetzt auch auf Korrekturen. Arbeiten kann man inzwischen sehr gut mit ihm, muss aber immer aufpassen dass er nicht zu sehr hochdreht.

Soviel dazu.

Jetzt fängt er was ganz dummes an. Meine beste Freundin ist mit ihrem Freund zusammen gezogen. Dort wohnt Deeks jetzt quasi als ‚Einzelhund‘ - Ivy ist bei ihren Eltern geblieben. Tagsüber ist er auch immer dort.
Und ... naja, jetzt ist er zuhause so ein bisschen kleiner Prinz. Ihr Freund gibt sich Mühe, aber Deeks nimmt ihn null ernst, weil er ja ‚süß‘ ist. Seitdem er da jetzt alleine wohnt wird er - aber NUR dort in der Wohnung - mit Dylan und Joe, hauptsächlich aber mit Joe, richtig eklig.
Die beiden Spielen nach wie vor mal miteinander und das ist auch kein Problem. Aber er kontrolliert ganz stark wie und ob Joe sich bewegen darf. Hauptsächlich in ‚entspannten‘ Situationen, wenn wir zb auf der Couch sitzen. Deeks liegt auf dem Teppich vor dem Esstisch, Joe liegt in der Box (offen) und Dilli im Körbchen - und wehe Joe bewegt sich dann! Dann knurrt er direkt und wenn er sich dann noch auf ihn zubewegt (ansatzweise seine Richtung) Zeit er die blanken Zähne. Joe reagiert auch extrem drauf, erstarrt in der Bewegung und dreht sofort um. Bei Dilli macht er es ab und an - aber der hört es anscheinend einfach nicht (sonst würde er reagieren) und geht da eben trotzdem lang. Deeks lässt es dann auch direkt, so nach dem Motto ‚Wenn’s eh nix bringt...‘.

Es ist einfach ziemlich nervig UND ich hab ein bisschen bedenken dass die vielleicht wirklich mal aneinander geraten deswegen. Bisher hat er zwar nie mehr gemacht als Knurren und Zähne zeigen, aber ich will’s auch nicht provozieren. Ich hab auch den Eindruck es wird immer schlimmer. Gestern lag Deeks im Flur und Joe wollte an ihm vorbei zum Wasser. Angeknurrt.
Wenn Joe zu Nicole gehen will, von sich aus, wird er angeknurrt. Wenn Nicole ihn dann aber ruft (also Joe - also von wegen ‚jetzz Kommt er erst recht zu mir!‘) ist es gar kein Problem.


Wiiiie händelt man das am besten? Ärger bekommen? Wegschicken?

Ich hab mich, ehrlich gesagt, schon ein bisschen geärgert, weil ich eigentlich glaube, dass wahrscheinlich nichts wirklich einen Effekt haben wird solange er so ‚prinzig‘ behandelt wird. Ihr Freund Versucht es echt, aber es ist wirklich etwas schwierig. Er springt ständig zu ihm auf die Couch, bedrängt ihn richtig (für mich sieht es aus als würde er eine läufige Hündin anflirten, wenn ihr wisst was ich meine? So mot Häschenohren machen, intensiv abschnuppern usw) und er meint nach wie vor dass das mir seine Zuneigung ist. Wir haben ihm gesagt er soll ihn das nicht machen lassen, aber naja ... er bekommt von ihm immer seinen Joghurtbecher und Joe wird dann schon angeranzt (von Deeks) wenn er nur ihm gleichen Raum atmet wie ihr Freund seinen Joghurt isst (aber auch da gilt: wenn Joe dann namentlich gerufen wird ist auch gut...).

Hilfe? :confused:
Liebe Grüße

Svenja, Dylan & Joe
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Susan
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Re: Kontrollverhalten

Beitragvon Susan » Mi 24. Jan 2018, 12:37

Hier gäbe es für solch ein Verhalten Ärger für Deeks. Meiner Meinung nach sollten da die Halter durchgreifen und das unterbinden. Er hat ja nicht zu kontrollieren und ja, die Gefahr ist recht hoch das es mal knallt. Zumal ja Joe und auch Deeks jetzt erst wirklich erwachsen werden. Deeks braucht wohl nach deiner Schilderung eine klare Führung, bekommt er diese nicht macht er eben was er will, scheint aber mit der Situation auch selbst überfordert zu sein, siehe Beispiel Dilli. Der geht ja einfach vorbei.

Ich war vor einigen Tagen mit Happy bei meiner Mutter. Leo und sie vertragen sich sehr gut, spielen usw. Als Happy dann ans Wasser wollte, knurrte Leo, dafür gab es eine klare Ansage, er kam auf seinen Platz und Happy wurde offensichtlich ans Wasser geführt. Hier wird keine Ressource verteidigt und auch keiner in der Bewegung kontrolliert. Sowas dulden wir nicht.

Der Freund deiner Freundin klingt etwas wie Frank. Happy ist ja Franks erster Hund, er hat ihr auch viel durchgehen lassen was sie mit Respektlosigkeit erwiderte. Er hat nun begriffen das es Grenzen zu geben hat, auch wenn ers für mich noch immer nicht konsequent tut, es ist ein Anfang. :lachen: :lachen: :lachen:
Liebe Grüße Susan
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Kräutergeist
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Re: Kontrollverhalten

Beitragvon Kräutergeist » Mi 24. Jan 2018, 12:48

Erstmal noch mal dem Freund in's Gewissen reden und da erzieherisch tätig werden.

Ich denke es muss einfach klar sein, dass er sowas nicht entscheiden darf. Das liegt nicht in seinem Kompetenzbereich.
Wenn einer sowas entscheiden darf, dann seid ihr das. Punkt.

Wie man das jetzt durchsetzt ist wieder noch so eine Frage.
Ich persönlich würde ihn dann wohl erstmal wegschicken. Wenn das nicht hilft, muss er vielleicht "eins auf den Deckel" kriegen.
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Ayumi
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Re: Kontrollverhalten

Beitragvon Ayumi » Mi 24. Jan 2018, 14:56

Er bekommt immer eine klare Ansage und wird von uns weggeschickt. Er macht es bei uns (wobei bei mir nicht ganz so stark), wenn er ein Spielzeug hat, wenn er irgendwo Futter im Blick hat (letztens lag Rinderkopfhaut ganz oben auf dem Regal ...) - aber auch gar nicht immer. Nur hab ich den Eindruck dass es extremer wird.

Wenn ich ihn mit bei mir hab versucht er es ein-, zweimal, bekommt eine Ansage und gut ist. Bei ihren Eltern (da sind wir auch öfter) macht er es auch nicht. Gegenüber Cody und Ivy macht er gar nichts bzw hat von beiden irgendwann mal Ärger bekommen für dummes Verhalten und danach war auch gut.
Ich nehme an bei Dilli probiert er es ab und an weil er alt und damit tendenziell schwächer ist und bei Joe, weil der sich beeindrucken lässt, als einziger.

Wie gesagt, wenn einer bewusst Joe zu sich ruft oder irgendwo hinschickt ist es auch kein Problem - solange er quasi für Deeks unter unserer direkten Kontrolle steht? Ergibt das einen Sinn?

Anfangs durfte er ja noch auf der Couch liegen, darf er jetzt auch nicht mehr (zumindest nicht wenn ich dabei bin ... ich glaube mit ihrem Freund liegt er trotzdem auf der Couch) weil es da mit dem Knurren überhaupt angefangen hat.

Joe ist halt (aktuell noch?) so ein gutmütiger Trottel, der versucht dem Stress aus dem Weg zu gehen und statt das souverän zu ignorieren (wofür er vermutlich wirklich einfach noch zu jung ist) reagiert er direkt und geht auch weg - Ansich ist das ja auch okay und brav, führt aber zu immer mehr Größenwahn bei dem kleinen Deeks ;)
Liebe Grüße

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Re: Kontrollverhalten

Beitragvon Kräutergeist » Mi 24. Jan 2018, 15:02

Und wenn man das Pferd von hinten aufzäumt und mit Joe am Selbstbewusstsein arbeitet, dass er das "klärt" - klingt so doof "die klären das unter sich" - mit Deeks, damit er dann einfach einsehen kann, dass doof tun eben nicht tolleriert wird? Scheint ja bei ihn echt nur irgendwie Gehabe zu sein um mal zu testen ob er damit durchkommt. Denn wenn er merkt es geht nicht, hat er es ja bisher wohl gut angenommen.

Ansonsten :ka:
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Susan
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Re: Kontrollverhalten

Beitragvon Susan » Mi 24. Jan 2018, 18:26

Deeks meint er muss regeln wenn ihr nicht regelt. Ich denke da hilft wirklich nur immer und immer wieder klar machen das dies nicht seine Aufgabe ist. Wie reagiert Deeks denn wenn ihr ihn zurecht weist?
Liebe Grüße Susan
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Re: Kontrollverhalten

Beitragvon trini » Mi 24. Jan 2018, 18:30

Hottie zeigt auch so ein Controletti-Verhalten, ist ja auch in einem aehnlichen Alter :rolleyes: Und Bungee setzt nichts dagegen, der duldet.Daher gibt es von uns klare Ansagen. Und auch Management. Hottie wird konsequent von strategisch wichtigen Stellen entfernt. Er hat keine einen Stelle oder Treppenabsaetze zu kontrollieren. Und auch wenn er im Bett schlafen darf, ist es immer noch unser Bett und er wird aus den Verkehr gezogen, wenn Bungee zum Kuscheln ins Bett kommt.

Ich weiss nicht, ob so ein Handeln in der Situation moeglich ist.

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Re: Kontrollverhalten

Beitragvon Ayumi » Mi 24. Jan 2018, 23:37

‚Einfaches‘ zurechtweisen (wie ich es zb bei Joe machen würde) bringt eigentlich gar nichts bzw hält nicht lange an. Man muss schon ziemlich deutlich werden und ihn körperlich blocken, damit er es ernsthaft annimmt. Ansonsten lässt er es kurz und macht es dann direkt wieder.

Das Ding ist, ich hab den Eindruck es wird grade wieder etwas besser. Heute war es relativ gut und nachdem er 2x Ärger bekommen hat ist er dann einfach raus in den Flur und hat sich da hingelegt. DAS finde ich auch völlig ok. Wenn’s ihn stört wenn die anderen rumlaufen muss man eben weggehen. Aber diese Woche (und noch 3 weitere) ist ihr Freund nicht da und keiner tüddelt ihn so sehr ...


Frage ist jetzt aber ... ich finde es zb auch nicht schlimm, wenn er in der Box liegt, Joe den Kopf reinsteckt und dann angeknurrt wird. Aber wo zieht man da die Grenze? Was ist ok und angemessen und wo artet es dann ggf. Wieder in Größenwahn aus?

Dilli zb knurrt Joe und Deeks an, wenn er irgendwo liegt und er von oben bis unten abgeschnippelt werden soll oder angespielt wird wenn er keinen Bock hat. Ist auch ok, denn er muss ja irgendwie zeigen dass er das nicht will. Oder wenn er etwas zum kauen hat. Selbst wenn er ein Spieli hat ‚darf‘ er Knurren. Aber da musste ich nie etwas maßregeln, weil er’s nie übertrieben hat.
Genauso Joe. Dem hab ich lediglich einmal erklären müssen dass er nicht Knurren muss wenn er etwas zu kauen hat und Dilli es wagt in seine Richtung zu atmen ;) da ist eine Individualdistanz genehmigt - aber die sollte halt nicht 5m betragen ;)

Aber wieviel davon ist ok? Was erlauben und was nicht - bei einem Hund, der sowieso gern alles unter Kontrolle haben will?
Liebe Grüße

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Re: Kontrollverhalten

Beitragvon Kräutergeist » Do 25. Jan 2018, 07:34

Ich würd ihm so wenig wie möglich zugestehen zu kontrollieren.

Die von dir genannten Situationen sind ja ok.
Wenn er in der Box liegt und Ruhe will ebenso, wenn jemand an sein Kauteil / Spieli will. Aber eben nicht, wenn einer in 5m Entfernung aufsteht und sich bewegt.
Im Zweifel muss er dann eben "vor die Türe" mit seinem Kram. Dann hat er Ruhe.

Vielleicht kann man es ja so machen, dass er wirklich einfach geht in so einer Situation?
Also eben statt selbst zu maßregeln den Rückzug antreten muss an eine Stelle wo er ungestört ist.
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Susan
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Re: Kontrollverhalten

Beitragvon Susan » Do 25. Jan 2018, 09:25

Klar sollte er an seinem Rückzugsort seine Ruhe haben und darf da auch knurren. Freßbares und Spielis würde ich erstmal garnicht rumliegen lassen, also zur freien Verfügung gäbe es das bei Deeks bei mir nicht. Das er deutliche Ansagen braucht, liegt einfach daran, das Hunde eben Individuen sind. Der eine brauchts deutlich, beim anderen reicht schon ein ernster Blick.
Happy ist auch genau das Gegenteil von Bonny, so ein klein wenig Richtung Deeks. Sie braucht klare Regeln und Grenzen, ansonsten bekommt sie den Größenwahn. Was beim einen ein Richtungswechsel ist, ist bei Happy ein Leinenruck, was beim einen ein deutliches Nein ist, war bei Happy ein Nein mit deutlichem Einsatz von Körpersprache usw. Mittlerweile hat sie es verstanden das sie nicht aufzumucken hat. Es ist ein bißchen wie Zuckerbrot und Peitsche. Ihr müsst bei Deeks den Weg finden der bei ihm wirkt. Egal wie ihr Freund sich ihm gegenüber verhält, hat er sich ja trotzdem zu benehmen, zumal sie ja anwesend ist wenn er solch Verhalten an den Tag legt.
Liebe Grüße Susan
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Re: Kontrollverhalten

Beitragvon trini » Do 25. Jan 2018, 21:08

Hottie wird von uns dann auch schon koerperlich geblockt. Alleine mit Worten kommen wir da auch nicht welter. Hottie ist frech, jung und Er darf knurren, wenn es z.B. um Futter, Spielzeug oder Leckerchen geht, haben wir alle kein Problem mit. Manchmal wuensche ich mir den Hundefreund vom Herr Stein hier als Erzieher. :smile: Der laesst die masslosen oder unhoeflichen Jungspunde - trotz seines hohen Alters - immer noch stramm stehen. :lachen: Und das sehr viel effektiver als wir Menschen.

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Re: Kontrollverhalten

Beitragvon Kräutergeist » Fr 26. Jan 2018, 06:41

Ja, solche kompetenten Hunde sind echt Gold wert!
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Re: Kontrollverhalten

Beitragvon Ayumi » Fr 26. Jan 2018, 08:43

Bei Hunden, die genug ausstrahlen bzw ihm ein deutliches Echo geben ist es auch gar kein Problem. Vor Butz und Ivy hat er richtig Respekt - Vorallem der Butz hat für ihn so eine starke körperliche Präsenz, dass er sich da nie etwas ‚dummes‘ leisten würde. Der ist aber auch eindeutig körperlich überlegen. Bei Ivy merkt man ganz minimal ab und an dass er auch sie gerne anranzen würde, aber kommt dann immer zu dem Schluss, dass das eine schlechte Idee ist. Da geht er dann auch einfach direkt weg.

Wir versuchen es weiter konsequent mit wegschicken, stimmlich und körperlich. Ich rede nochmal mit ihrem Freund, dass er da auch so ein bisschen am gleichen Strang ziehen soll/muss - das wird auch deren Beziehung zueinander helfen, denke ich.
Liebe Grüße

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Re: Kontrollverhalten

Beitragvon Susan » Fr 26. Jan 2018, 10:45

Ayumi hat geschrieben:Wir versuchen es weiter konsequent mit wegschicken, stimmlich und körperlich. Ich rede nochmal mit ihrem Freund, dass er da auch so ein bisschen am gleichen Strang ziehen soll/muss - das wird auch deren Beziehung zueinander helfen, denke ich.


Kauft ihm doch das Buch https://www.amazon.de/Border-Collie-Cha ... erassen%29 bei Frank hat das geholfen :smile:
Liebe Grüße Susan
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Re: Kontrollverhalten

Beitragvon Ayumi » Mi 31. Jan 2018, 11:13

Um ehrlich zu sein hab ich aktuell den Eindruck dass er konsequenter ist als sie :dozey:
Weil sie immer einen Hund wollte, der verschmust ist und er es irgendwie ist. Aber ich hab manchmalnden Eindruck, dass er ein bisschen manipulativ ist.
Beispiel: bei ihr zuhause geht er abends um halb zwölf in etwa nochmal raus. Spätestens, allerspätestens um halb fünf sitzt er auf dem Bett und nervt so lange bis einer mit ihm raus geht. Wenn er mit bei mir ist geh ich gegen 11 da letzte mal raus und dann erst morgens wenn ich aufstehe (zwischen 7 und 8 zZ) und das ist gar kein Ding.
Sie sagt er ist dann richtig nervig als ob er wirklich dringend muss. Aber kann er nach 5std SO dringend müssen, wenn er es bei mir locker 8std aushält?

Und jetzt ist er so seltsam aufdringlich. Ich kann’s nicht einschätzen was er da wirklich macht. Er klettert auf einen drauf, schnuppert ganz intensiv an den Augen (?!) und wenn man nicht reagiert patscht er mit den Pfoten ins Gesicht. Er presst sich auch richtig gegen einen ... für mich hat das nichts mit verschmust zu tun?!
Und wenn man ihn wegschickt versucht er erstmal nicht zu gehen und dann setzt er sich wedelnd und ganz aufrecht vor einen und versucht es kurz darauf direkt wieder. Bei mir macht er es nicht so stark, aber ich reagiere auch eigentlich gar nicht drauf, sondern ‚schubse‘ ihn nur weg weil es einfach nervig ist.
Liebe Grüße

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Re: Kontrollverhalten

Beitragvon ameise » Do 1. Feb 2018, 14:05

Hunde SIND manipulativ - intelligente Hunde noch viel mehr.
Ich kenne das Beispiel mit dem morgends raus "müssen" aus eigener Erfahrung von Elvis.
Elvis weiß ganz genau bei wem er wie weiterkommt!
Deshalb nervt er morgens am Wochenende meinen Mann. Er geht zu ihm hin, kratzt an der Seite seines Bettes, beschnüffelt ihn, leckt seine Hand, haut seine Pfote aufs Gesicht, fiept... bis mein Gatte endlich aufsteht.
Ich liege daneben und obwohl ich seine Hauptbezugsperson bin, macht er das bei mir nie! Auch wenn mein Mann nicht da ist, folglich nicht aufsteht jm ihn rauszulassen, macht Elvis keine Anstalten sondern pennt brav neben meinem Bett auf seinem Kissen bis ich von alleine aufstehe. Elvis weiß genau dass ich mich um ihn kümmere -aber wann ICH es entscheide nicht er. Das ist auch mit dem fressen so oder anderen Dingen.
Vielleicht hat das auch mit Vertrauen zu tun. Elvis traut mir zu dass ich ihn nicht vergesse, er traut mir auch hu dass er mkt mir weitergehen kann wenn er vor etwas Angst hat- bei meinem Mann oder den Kindern kann es sein dass er abhaut und nach Hause rennt oder einfach nicht mehr weitergeht.

Ich glaube ignorieren und Ruhe ausstrahlen und das sichere Gefühl geben dass man weiß was man tut, ist das beste was man da machen kann.
Wenn der Hund merkt dass man unsicher wird zb ob er nicht doch dringend Pippi muss, dann nervt er natürlich weiter.

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Re: Kontrollverhalten

Beitragvon Ayumi » Fr 2. Feb 2018, 10:43

Interessanterweise hat ihre Hündin das auch gemacht :rolleyes: allerdings nur als sie noch bei ihren Eltern gewohnt hat - jetzt macht sie es gar nicht mehr, weder bei ihren Eltern (wo sie meistens ist weil sie die neue Wohnung nicht mag :D) noch in der neuen Wohnung.


Gestern hab ich mal wieder festgestellt dass Deeks Dinge tut von denen ER meint das sie richtig sind. Bzw voraussetzt dass das jetzt getan wird.
Ich war mit den Hunden bei einer Freundin, die hat hinter ihrem Haus einen Platz mit Agi Geräten. Parken muss man vor dem Haus, dann durchs Carport laufen, am Haus vorbei und DANN kommt der Platz. Deeks war jetzt zum dritten Mal dort - ich mach den Kofferraum auf, er springt direkt raus, rennt bis hinten auf den Platz. Kam auch nicht auf rufen, nach dem Motto ‚wir machen doch jetzt eh hier hinten was!‘ - äh nein. Ich also hingelaufen, halbwegs angenervt, kommentarlos angeleint, mitgenommen, wieder ins Auto gesetzt und erstmal einen anderen mit raus genommen.
Liebe Grüße

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Re: Kontrollverhalten

Beitragvon Susan » Fr 2. Feb 2018, 20:57

:lachen: :lachen: :lachen: :lachen: das ja einer der Deeks :lachen:
Liebe Grüße Susan
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Re: Kontrollverhalten

Beitragvon Ayumi » Mo 11. Jun 2018, 10:08

Sooo, mal ein Update.
Der Hund ist einfach seltsam... bei meiner besten Freundin zuhause ist es als hätte er zwei Persönlichkeiten. Einerseits versucht er nach wie vor Joe zu kontrollieren (knurren, Zähne zeigen), der eben auch ganz stark drauf reagiert, andererseits spielt er auch mit ihm, wobei dann auch ab und an der Punkt kommt wo er einfach stockesteif stehen bleibt und Joe dann direkt langsam weggeht. Für mich/uns ist aber nicht ersichtlich an welchem Punkt es "kippt" bzw. was ihn da in dem Moment stört.
Allerdings hat es sich, wenn wir direkt dabei sind stark gebessert. Größtenteils geht er dann weg, scheint aber tatsächlich auch richtig zu stressen. Er KANN dann auch nicht kommen wenn Joe bei einem ist oder geht, wenn Joe kommt. Ansich ja soweit ok, aber entspannt ist halt anders ;)

Insgesamt, ja, weiß nicht so recht.
Er mag grundsätzlich keinen großen Kontakt mit den anderen. Beobachten ja, mal ein Zerrspiel - auch in Ordnung. Aber sonst legt er gar keinen Wert drauf. Letztens hat - warum auch immer - Ivy sich über ihn gefreut, kam zu ihm als er im Garten lag und hat an ihm geschnuppert. Da konnte man dann direkt mal kurz die blanken Zähne sehen... aber das ist ja in Ordnung?! War für mich halt ein eindeutiges "das ist mir zu nah" und war auch ok dann, Ivy ist direkt weg gegangen.
Aber er leckt zB dem Butz das Maul aus (... was ich ja jetzt erstmal als devotes Verhalten einordnen würde...), aber wehe der Butz leckt ihm dann auch nur einmal übers Maul... da sieht man dann auch direkt die Zähne. DAS kann ich an Verhalten irgendwie nicht einordnen?!
Liebe Grüße

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Re: Kontrollverhalten

Beitragvon Kräutergeist » Mo 11. Jun 2018, 10:28

Überforderung?
Also er weiß nicht wie er tun soll und will das von sich weg haben?
Keine Ahnung ehrlich gesagt. :gruebel:
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